Sonntagsbilder 26 2019

Verlassene und nicht verlassene Orte

-06 2019-

das Original aus der Ferne aufgenommen

Dieses Haus stand nahe dem Campingplatz in Ligurien, wo ich mit meiner Tochter und den Enkelkindern eine erholsame Woche im Juni verbracht habe; es stand zwischen zwei Tunneln, wie man beim genauerem Hinschauen erkennen kann.

Durch neunundneunzig Tunnel sind wir von hier nach dort gefahren. Ja, wir haben sie tatsächlich gezählt, allerdings erst auf der Rückfahrt und der Idee meiner Enkelin folgend, die immer wieder von hinten rief: „Oma … ein Tunnel!“, damit ich einen Strich machte …

Ich dachte fast eine ganze Woche lang, dass dieses Haus ein verlassener Ort sei, bis wir am letzten Tag entdeckten, dass der hintere Teil bewohnt gewesen ist. Wir sahen kräftig grüne Topfpflanzen in den Fenstern stehen und dann verstand ich auch das rote, neue Wellblechdach, das ich zwei Tage zuvor in obigem Bild festgehalten hatte.

Zwei Fotomontagen folgen

-07 2019-

08 2019

draufklick = große Bilder – please click to enlarge

Denkt ihr auch an ein Krokodil? Und wenn nicht, woran denkt ihr bei diesen beiden Bildern? Ich bin gespannt …


Habt’s schön heute!


Mein Beitrag „Alltag 10“ folgt am kommendem Wochenende – eure sind schon jetzt Willkommen!

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Sonntagsbild 25 2019

Durchlässig – permeable 03 2019

klick = großes Bild – please click to enlarge

In diesem Fall möchte ich gar nichts weiter zu diesem Bild schreiben, nur erwähnen, dass es weder bearbeitet, noch eine Fotomontage ist.

Hier noch die Inspirationsquelle:

Ich bin sehr gespannt auf eure Meinung dazu, allerdings werde ich diese erst am kommendem Sonntag lesen können, da ich jetzt in Lothringen bin, alle Jahre wieder …


Ich wünsche euch einen schönen Julisonntag und eine gute Zeit!

Pausenzeichen und Alltag -9-

Ihr Lieben Alle,

zunächst möchte ich mich für alle euren guten Wünsche, Kommentare und Likes von Herzen bedanken. Es ist wirklich schön euch, nach gefühlter langer Zeit, zu lesen und auch eure Beiträge zum Alltagsprojekt zu verlinken! Hier finde ich so viel Vertrautes, Zugewandtes, ich schätze das alles sehr und bin dankbar, dass es euch, dass es Bloghausen gibt!

Ja, es geht mir gut und ich hatte einen wunderbaren Juni!

Der Sommer ist nun da, es ist heiß geworden, auch an manchen Tagen durchaus zu heiß, wenn man, wie ich, unter einem Dach wohnt, aber es gibt ja Schattenplätze im Garten für die Mittagszeit und es gibt die Möglichkeit am Abend und in der Nacht meine Wohnung zu durchlüften, was nicht selbstverständlich ist …

Vieles ist bei genauerem Hinsehen nicht selbstverständlich und es gibt immer noch mehr, wofür ich dankbar bin als noch vor einiger Zeit. Meine Dankbarkeit dehnt sich seit Jahren aus und hat in den letzten Wochen noch einmal Effet bekommen.

Ich bin dankbar dafür, dass mein Herzensmensch überlebt hat, dass wir eine ganz neue Qualität in unserem Miteinander und Füreinander dadurch geschenkt bekommen haben …

Ich bin dankbar für die Möglichkeit eine Woche in Ligurien am Meer verbracht zu haben, was ohne die Einladung meiner Tochterfamilie und ihrer Großzügigkeit nicht möglich gewesen wäre.

Ich bin dankbar für meine Kinder und Enkelkinder.

Ich bin dankbar für alle meine Freundinnen und Freunde, die mir in der äusserst schwierigen Zeit zur Seite gestanden haben und stehen.

Ich bin dankbar für den ausgiebigen Mairegen und den sporadischen Juniregen.

Ich bin dankbar für das ganze bunte Leben.

Ich bin dankbar für mein Leben und alle meine Talente, die mir mitgegeben wurden.

Ich bin dankbar, dass sich meine Sicht auf die Welt immer wieder neu definiert und somit auch mein Ausdruck von ihr.

Ich bin dankbar, dass ich immer weiter lernen kann und darf.

Ich bin dankbar für alle Herausforderungen und Hürden, die mich haben weiterwachsen lassen.

Ich bin dankbar …


Genau gesehen bin ich eine Woche zu früh, um schon heute meinen Alltagsbeitrag einzustellen – bitte fühlt euch nicht gedrängt, es ist meinem sehr persönlichem Alltag geschuldet, der, bei allen Sommerfreuden und Schwitzattacken, ein außergewöhnlicher ist und auch noch eine Weile bleiben wird, sodass ich meine Blogpause ausdehnen werde, solange es eben braucht – nun habe ich aber das Alltagsprojekt initiiert und will es weiterführen und begleiten, sodass ich mir und euch Raum schenke.

Mein Alltag im Mai/Juni ist bestimmt von Dankbarkeit und von den ganzen feinen Linien.

Wer meinem Blog schon länger folgt, kennt dieses Thema von mir (https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/15/schmaler-grat/), das in diesem Jahr schon einige Umdrehungen erfahren hat.

Der schmale Grat ist die Schwelle, die Grenze, das Tor, die Tür, die Wegkreuzung, wie immer das Einejede und Einjeder verstehen mag, hier ist Bruch und weiterfließen in einem.

Als ich vor zwei Wochen das ligurische Meer beobachten durfte, fielen mir wieder diese ganz feine Linien ein und ich verbrachte Zeit damit, die Welle in dem Moment festzuhalten, wenn sie bricht:

 

die Bilder oben und die Galerie öffnen sich, wenn du sie anklickst



Dankbar bin ich auch für die vielen Beiträge zu meinem Alltagsprojekt, die ich nun hier verlinke. Bitte schreibt mir, wenn mir einer durch die Lappen gegangen sein sollte, gerne füge ich ihn noch hinzu!

https://voller-worte.de/alltag-schon-juni/

http://www.schorfheidewald.de/das-immerwiederkehrende-jahresaktion/das-immerwiederkehrende-8/

https://annalenaslesestuebchen.wordpress.com/2019/06/01/alltag-das-immerwiederkehrende-8/

https://eulenschwinge.wordpress.com/2019/06/01/alltag-juni-01-06-19/

https://mitziirsaj.com/2019/06/01/alltag-viii-einmal-noch/

https://fruchtigherb.wordpress.com/2019/06/01/alltag-juni-2019/

https://erntetank.wordpress.com/2019/06/01/alltag-00008/

https://worteausdemwunderland.wordpress.com/2019/05/31/alltag-mai/

https://vrojongliert.wordpress.com/2019/06/02/alltag-8-12-tierisches/

https://klunkerdesalltags.blog/2019/06/02/alltag-at-its-worst/

https://fundevogelnest.wordpress.com/2019/06/03/fuer-ulli-gaus-alltagsprojekt-aus-dem-nestalltag-4/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2019/06/04/alltag-mai-2019/

https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2019/06/05/alltag8-alltagsschoenheiten/

https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2019/06/06/alltag-8-2-die-fleischfressende-blueht/

http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2019/juni/zu_ullis_projekt_alltag_8

https://schreibenwaermt.wordpress.com/2019/06/07/alltag-eines-antiabwimmelexperten-mit-kompetenten-gesichtsausdruck/

https://gerdakazakou.com/2019/06/10/alltag-8-mit-gartenszene-photos-zeichnung-bearbeitungen/

https://pawlo.wordpress.com/2019/06/15/alltag-8-eine-alltagliche-begleitung/

Alltag 8 – Susanne Haun

https://agnesblogsite.wordpress.com/2019/06/19/ferien-und-alltag/



Die Idee → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/10/19/alltag-eine-idee/

Was bisher geschah:

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/11/03/alltag-1/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/01/05/alltag-3/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/01/alltag-4/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/03/01/alltag-5/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/04/05/alltag-6/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/05/03/alltag-7/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/06/01/alltag-8/

Am Rhein – ein Ausflug

Am letzten Freitag habe ich einen Ausflug an den Rhein gemacht. Dieses mal fuhr ich in Huningue bei Weil am Rhein über die Grenze von D nach F, einer Brücke, die über den Rhein führt. Schon lange einmal wollte ich dieses Gebiet erkunden. Gleich hinter der Grenze führt eine kleine D-Straße nach Village Neuf und weiter, immer am Rhein entlang. Am Ende von Village Neuf fand ich einen Parkplatz und machte mich auf den Weg. Das Wetter war strahlend blau, die nachmittägliche Sonne wärmte. Mich begrüßten Möwen, Enten, Nilgänse (?)ganz sicher bin ich mir nicht), ein kleiner Vogel, den ich noch nicht bestimmt habe und Kormorane weit weg. Warum auch immer noch dachte ich zum ersten Mal bei ihrem Anblick an Pinguine (leider ist das Bild ziemlich unscharf, da ich weit zoomen musste und das ohne Stativ).

Kormorane flogen von rechts nach links, seltener von links nach rechts. Kormoranrhythmen.

Mit der Kamera ließ sich ein schwimmender erwischen.

Auch hier gab es Schwäne. Friedlich glitten sie am Ufer entlang. Bis eine Gruppe von mehreren Kindern mit zwei Frauen und einem Hund kamen. Offensichtlich hatten die Kinder Freude daran den Schwan zu reizen, sie warfen mit Steinen nach ihm, nicht angstfrei, ein Mädchen bewaffnete sich mit einem Stock. Die Frauen sagten nichts. Ich kam mit meiner Kamera dazu und fotografierte den Schwan, die Kinder ließen von ihm ab, der Schwan glitt davon. So kann man wohl auch gegen etwas wirken, was einem nicht behagt und die Sprache nicht spricht?

Der Schwan faucht, er wundert sich, er faucht etwas weniger, er gleitet davon.

Bis auf diese Begegnung war ich auf dem Weg die meiste Zeit allein unterwegs. Ich dachte an meine Idee einmal eine längere Zeit nur zu gehen und erinnerte mich noch einmal an Werner Herzogs Buch: Vom Gehen im Eis. Auf solch einem tagelangen Weg müsste ich mich fotografisch disziplinieren, sonst käme ich wohl kaum vom Fleck. Ich möchte im flachen Land gehen, an Wassern entlang, immer an anderen …

Hier, im Grenzgebiet von Frankreich und Deutschland ist der Krieg wieder nah. Alte Bunker/Gefechtsstationen erzählen von ihm. Getränkedosen und eine gefüllte Plastiktüte an einem der Bunker stellen die Frage, ob hier vielleicht an kalten Tagen Obdachlose ein Dach über dem Kopf finden? Zugegeben, es ist eine makabre und auch grusige Vorstellung, aber denkbar.

Da ich kein französisch kann verstehe ich nicht wirklich den Sinn dieser Tafeln. Soviel habe ich verstanden, dass sowohl das Commando d`afrique wie auch das 3e Genie Bataillone der franzöischen Armee gewesen sind, ob sie hier eine entscheidende Schlacht gegen die Deutschen geschlagen haben entzieht sich meinem Wissen.

„Nie wieder Krieg“, denke ich, seufze und gehe weiter.

Wo ein starker Strom fließt, wird auch Strom erzeugt. Es sirrte und surrte, Stromleitungen führten von einem Ufer zum anderen und erinnerten mich an Notenblätter.

Mir sirrte und surrte es zu viel, ich ging zurück und fuhr ein Stückchen weiter. Es war wie ein kleines Stückchen Norddeutschland, schlanke Pappeln, goldzittrige Espen, Birken, viele Weiden, Wiesen und Felder. Die Gemeinden Krembs und Rosenau (Rosenöl stand darunter) schienen exakt den gleichen Kirchturm zu haben, das erforsche ich ein anderes Mal. Hinter Rosenau – Rosenöl fand ich wieder eine Parkmöglichkeit und ließ mich vom Gold am gegenüberliegendem Ufer des Rheins und seinem Wiederschein im Wasser betören.

Und dann kam doch noch ein Schiff. Ich war wieder das Mädchen, dass zusammen mit seinem Cousin und dessen Cousin auf die Wellen wartete, um sich juchzend in sie zu schmeißen. Am Freitag juchzte mein Fotoherz.

ein gif

Das waren bis hierher wieder so viele Bilder, dass ich andere ein anderes Mal zeigen werde. Ich hoffe ihr hattet Freude.  Eine  gute Woche wünsche ich euch.


alle Bilder © Ulli Gau

Verlassene Orte 005

Letztens hörte ich im Radio diesen Satz: „Zwar hat die Natur den Menschen hervorgebracht, aber letztlich interessiert sie sich nicht für ihn…“

Wann immer ich Ruinen entdecke, entdecke ich auch Pflanzen, Bäume, die sich den leer gewordenen Raum für ihr Wachsen und Gedeihen nehmen und der eine und andere Krabbler wird auch dabei sein!

Diesen verlassenen Ort entdeckte ich am Strand in der Mani, in der Nähe von Gerdas Wohnhaus

Mehr Ruinenbilder zeigte ich hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/04/07/asturien-bilder-und-mehr-3/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/08/10/reisenotizen-2-leerstand/



Nachschlag

Auf Gerdas Wunsch füge ich nun auch die anderen Varianten der oberen Fotomontage ein, mir gefallen sie nicht so wirklich, ich hatte mich für das oben gezeigte Bild entschieden, aber vielleicht geht es euch ja anders?

Ein bisschen Farbe 001

Duett XVIII  1-2

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Es war einmal in der Bretagne, als ein Mann den Strand entlang ging und eine Frau zeitgleich zum Wasser. Sie kannten sich nicht. Bei dem einen leuchtete der Rucksack rot, bei der anderen die kurze Hose.

Schon lange einmal wollte ich diese Gegenüberstellung machen, nun war es soweit.

Inspiriert hat mich Doru Vultureşti. In unregelmäßigen Abständen zeigt sie Schwarz-weiß-Bilder bei denen auch immer ein kleines bisschen Farbe bleibt. Die Technik dahinter hat mich neugierig gemacht, sodass ich begann zu experimentieren. Dank gimp war es dann einfacher als zunächst gedacht.

 

Griechenlandfotos 07

Alle guten Dinge sind sieben –

Mit diesem Artikel komme ich nun zum Ende meiner griechischen Reisenotizen. Einiges bleibt in den Archiven, anderes bleibt ungesagt. Ich habe während der Zusammenstellung der Bilder gestaunt, welch eine Fülle an Eindrücken ich in „nur“ sieben Tagen (plus zwei Reisetagen) eingesammelt habe, wieviel Austausch Gerda und ich hatten, wieviel Überschneidungen es gegeben hat und auch Gegensätzlichkeiten. Letztere empfinde ich allerdings als sehr viel geringer als die Überschneidungen.

Die Zeit war kurz, die Zeit war lang, die Zeit war reich, die Zeit reicht ins Heute hinein … ich bin dankbar. Dankbar für die Gastfreundschaft von Gerda und ihrem Mann und all dem was ich lernen und sehen durfte und dafür, dass diese Reise überhaupt möglich gewesen ist – ohne Sponsorin wäre dies nicht möglich gewesen.

Ich hoffe ja sehr, dass dies nicht meine einzige Reise nach Griechenland gewesen ist. Bei allem was ich gesehen habe, weiß ich aber auch sehr genau was ich alles nicht gesehen habe, auch wenn ich jetzt erst einmal nichts vermisse!

Dieses Schild entdeckte ich auf der Häuserfront, die ich weiter unten zeige. Drei Worte, die es in sich haben: was sollte man lieber für sich behalten und was kann ruhig geteilt werden? Fragen, die sich mir immer wieder stellen, im Kleinen, wie im Großen; auch und besonders in Bloghausen. Obwohl ich oft denke, dass ich nichts zu verbergen habe, ist es mir doch auch immer wieder unheimlich wer alles mitlesen kann –

Zurück zu meinen Reiseerinnerungen…

Kalamata

Bevor wir in die Stadt hinein gefahren sind, machten wir einen Abstecher zu Lysos Garten. Wenn ihr auf Gerdas Seite in die Suchfunktion „Lysos Garten“ eingebt, finden sich noch mehr Artikel dazu.

Ich wollte gerne den uralten und mächtigen Olivenbaum sehen, spüren und fotografieren. Es ist für mich immer wieder beeindruckend, wenn ich einem Baum begegne, der hunderte von Jahren alt ist. Diesen prächtigen Olivenaum schätzt man auf  7-800 Jahre. Hunderte von Jahren Geschichte, an immer dem selben Ort, mit unterschiedlichen Herrschern und Menschen, vielleicht auch in Kriegs- und Friedenszeiten … was er schon alles gesehen haben muss! Aber was schert einen Baum das Menschengehassel?! Er braucht Erde zum wurzeln, Platz zum wachsen, Licht und Wasser, dieser hier scheint es gut getroffen zu haben. Ob ein Baum auch menschliche Zuwendung braucht…?

Lysos Garten wird biologisch bewirtschaftet, für mich war es erstaunlich zu sehen was jetzt schon alles reifte, ob nun in den Gewächshäusern oder im Freiland. Wir probierten erste Erdbeeren, die auch nach solchen schmeckten.

Von Lysos Garten fuhren Gerda und ich in die Stadt hinein, es war Markttag, hier kauften wir ein paar Kleinigkeiten, trugen die Einkäufe zum Auto und schlenderten dann durch die Stadt. Ich kann unmöglich alle eingesammelten Eindrücke hier zeigen. Erwähnen möchte ich jetzt aber endlich einmal die wunderbare Gastfreundschaft des griechischen Volkes, die offenen Blicke der Menschen und ihre schnelle Bereitschaft einmal einen kurzen Plausch zu halten. Erstaunlich war für mich auch wieviele Menschen Englisch sprechen konnten, sodass es für mich kaum Probleme mit der Kommunikation gegeben hat. Wo dies nicht möglich gewesen ist hat Gerda übersetzt.

Stadtansichten

Kleine Kirchen, große Kirchen

Nach einem feinen Mittagessen in einer der Stammtavernen von Gerda und ihrem Mann ging es dann weiter zum Hafen, die Hafenbilder habe ich hier gezeigt → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/03/12/der-hafen-von-kalamata/, von dort ging es zum stillgelegtem Bahnhof.

Auf dem Weg

Neues steht leer

Von unten nach oben geschaut

Der stillgelegte Bahnhof von Kalamata, der jetzt ein Museum unter freiem Himmel ist

Noch immer liebe ich diese wunderbaren alten Dampflokomotiven, die noch in meiner Kindheit gang und gäbe gewesen sind. Die Faszination liegt für mich in der Mechanik, alles ist, wenn man sich hineindenkt, nachvollziehbar…

Zum Abschluss möchte ich euch die Aussicht von Gerdas Terrasse zeigen: mal am Morgen, mal diesig, mal sonnig, mal in der Nacht, mal mit Blick auf die Bucht, mal auf die Hügelkette und die dahinter aufragenden Schneeberge.

Auf Nachfrage von mir, ich hatte den Namen vergessen, schrieb mir Gerda im Kommentarstrang: „Du meinst das Gebirge, das man von uns aus sieht? Taygetos. Taygete war eine der Plejaden (Siebengestirn), der höchste Berg hat die Form einer Pyramide (2400 m), die anscheinend im Altertum als solche wahrgenommen und verehrt wurde.“

Auf diesem Bild ist die Pyramide gut zu sehen, aufgenommen auf der Fahrt von Kalamata durch die Berge, zurück zu Gerdas Zuhause.

Die Aussicht

Alle Bilder werden groß, wenn du sie anklickst.

Das ist nun das ENDE. Ich hoffe ich habe euch in dieser Woche nicht zu viele Bilder zugemutet und ihr hattet Freude an meinen Erinnerungen.

Sonntagsbilder 13 2018

Zeichnerische Momentaufnahmen aus Griechenland

Duett XVIII 1-3

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Eine Zeit nur für mich allein – ich saß auf der Terrasse in der Sonne und schaute in die Hügel und Berge, ich bekam Lust zu zeichnen, dachte an Buchalovs Ortsmarken, aber auch Susannes Zeichnungen, wenn sie unterwegs sind. Nun bin ich zwar lange nicht so geübt wie die Zwei, aber Freude hat es mir trotzdem gemacht.

Zuhause habe ich dann die vorwiegenden Farben der Hügel unter die Zeichnungen gelegt und habe Paare gebildet. Grün und gelb leuchtete es unter den Olivenbäumen, erinnerst du dich, das ist der gelb blühende Klee, mit seinen frisch grünen Blättern gewesen, den ich gestern zeigte…



Nun beginnt es auch hier zu knospen, zu keimen und zu blühen.

Ich wünsche euch allen einen leuchtenden Frühlingssonntag. Vielleicht in dieser Haltung?*

*zugegeben, so hat es am Mittwoch in Freiburg ausgesehen, nun hat auch uns der Wintermann noch einmal einen Besuch abgestattet, aber die Haltung (s.o.) geht trotzdem, dann eben drinnen 😉

Griechenlandfotos 06

Flora und Fauna – jetzt kommt der Frühling (und das Ende Februar)!

Noch in Athen

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Zu meiner Freude „erwischte“ ich noch ein Mimosenbäumchen bevor es ganz verblühte

Und nun die Mani

Bei diesen Wiesen dachte ich immer wieder an Ostern und an rot gefärbte Eier. Überall unter den Olivenbäumen wuchs gelb blühender Klee, der, wenn man es nicht weiß, aus der Ferne betrachtet frisch grüne Wiesen mit gelben Blümchen suggeriert.



Anemonentanz

Ein Aronstabgewächs

Ein Blütenpotpourri

Ein aufrechtes Alpenveilchen

Die junge Palme in Gerdas Garten

Ja, hier lässt es sich leben, besonders im Frühling, Herbst und Winter, im Sommer hätte ich bestimmt Probleme mit der Hitze und müsste erst einmal lernen mit ihr umzugehen. Andererseits geht es ja nicht nur mir so, es braucht dann einen anderen Tagesrhythmus: am frühen Morgen und ab späten Nachmittag vor der Türe sein und in der Mittagszeit dann die Kühle des Schattens und der Häuser aufsuchen und die Nächte unter dem Sternenhimmel verbringen, so, wie es auch Gerda und ihr Mann halten.

Eins würde ich ganz bestimmt tun: durch die Berge streifen und Kräuter sammeln, so, wie es auch heute noch viele GriechInnen tun. Diese werden dann auf den Märkten verkauft.

Jetzt war Fastenzeit in Griechenland, d.h., dass fast gar keine Fleischgerichte in den Tavernen angeboten wurden (ich habe nichts vermisst!), dafür aber z.B. wild gesammelte kleine Zwiebeln, die eingelegt werden und ganz köstlich schmecken. An die griechische Küche könnte ich mich sofort gewöhnen, so viel Frisches, hier und da einen Fisch oder gegrillten Oktopus, dazu immer eine Karaffe Wasser und ein Körbchen mit Brot auf dem Tisch und eine kleine Süßigkeit zum Nachtisch. Es gibt wunderbare Kuchen, Plätzchen und Halva in verschiedensten Varianten, die Süße ist gerade richtig, nicht zu viel und nicht zu wenig.

Ich mochte auch sehr den Brauch viele kleine Speisen zu bestellen, die auf kleinen Tellern seperat gebracht werden und dann von allen zusammen gegessen werden, da bekommt das Wort Mahlzeit wieder einen Sinn. Vielleicht habe ich es schon einmal geschrieben, dass ein Lehrer von mir einstmals sagte, dass das Wort Mahlzeit von „Vermählung“ kommt und wirklich, ich esse am liebsten in freundlicher Gesellschaft.

Fortsetzung folgt…

Griechenlandfotos 05

Am Meer

Der erste Morgen in der Mani

Dreimal sind Gerda und ich am Meer gewesen. Ich hatte nahezu vergessen welche Vielfalt an Grün-Blau-Türkistönen es am Mittelmeer zu bewundern gibt, lang ist es her, dass ich es gesehen habe! Vergessen hatte ich auch das kollernde Geräusch der Steine, wenn die Wellen sie wieder mit sich nehmen…

Nach unserem Spaziergang kehrten wir in eine Taverne ein, die Gerda gerne nach einem Strandspaziergang aufsucht, sie hat schon über sie berichtet, z.B. hier → https://gerdakazakou.com/2017/10/30/montags-ist-fototermin-bei-babis/.

Wir saßen auf der Terrasse, blickten aufs Meer, plauderten und ich fotografierte noch die schöne Dekoarbeit der Inhaberin Ana. Wenn mich nicht alles täuscht, kennen wir diese Art hier als „Serviettentechnik“. Mir gefiel das Zusammenspiel von Menschengestaltung und der weiteren Gestaltung von Sonne, Wind, Meer und Regen.

Als wir am Mittwoch aus Kalamata zurückgefahren sind, besuchten wir eine kleine Bucht, der Wind hatte aufgefrischt und heftige Wellen überspülten die kleine Promenade. Ich lernte, dass nur jede siebte Welle wirklich groß ist und wirklich … jede siebte schwappte über. Um dies zu verdeutlichen zeige ich dies in einer Diashow, allerdings nur mit drei Bildern.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, und dann gaaanz schnell auf die andere Seite rennen, dann wieder stehen, schauen, zählen, dann umdrehen und die heftig schaukelnden Fischerboote in dem kleinen Fischereihafen betrachten.

 

Viel passt auf so ein kleines Boot

Am Wegesrand

Von dem Grafittikünstler Skitsofrenis hat Gerda immer wieder berichtet → https://gerdakazakou.com/2017/12/22/das-abaton-von-skitsofrenis/. Auch wenn ich andere Bilder von ihm eindrücklicher fand als dieses, so kann ich ihm dennoch nicht Tiefsinnigkeit bzw. Mehrdeutigkeit absprechen, die für mich in den drei Worten steckt: „god is hungry“ … mir hat sich dieser Satz eingeprägt, ich fand mehrere Antwortmöglichkeiten, obwohl der Satz keine Frage ist, aber eine aufwirft – wie geht es dir mit diesem Satz, plus dem Bild, wenn du ihn liest, es anschaust und ihnen nachspürst?



Am letzten Morgen in der Mani gingen wir zufuß zu der kleinen Bucht, in der Gerda im Sommer schwimmen geht. Hier verbrachten wir eine kurze meditative Zeit. Am Mittag würden wir zurück nach Athen fahren, eine kleine Wehmut machte sich in mir breit, denn schon am nächsten Tag sollte ich zurückfliegen, aber noch stand uns die dreistündige Rückfahrt bevor, sowie das Wiedersehen in Athen mit Gerdas Mann und ihrem Hund Tito.

Die Bucht

Irgendwann legte ich mich auf den Bauch und versuchte die Wellen in dem Moment zu fotografieren in dem sie anrollen, kurz vor ihrem Überschlag.

Weitere Impressionen aus dieser Bucht

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Fortsetzung folgt…