Momentaufnahme September 2018

Eine Kerze brennt, ich trinke ein Bier und proste dir zu. Dir, der du jetzt auf einem Weg bist, den ich irgendwann auch einmal gehen werde, der für mich noch im Dunkeln liegt und doch sehe ich dort ein Licht. Dahin wünsche ich mir dich, dahin möchte ich dir folgen. Irgendwann.

Am Abend entzünde ich ein Feuer. Freundinnen und Freunde finden sich ein, wir trinken noch ein Bier, rauchen, lachen, ich weiß, das hätte dir gefallen.

Nur ich kannte dich, die anderen hier haben dich nie gesehen. Nur ich bin es, die sich im Stillen an dich erinnert und an unsere gemeinsame Zeit. Ich muss wieder lachen, als ich mich an eine deiner Ideen erinnere. Du wolltest die Zugspitze kacheln, darauf sollte ein rosaroter Cadillac stehen, eine Primaballerina sich auf ihm drehen, wie diese kleinen Tänzerinnen im Tütü auf den alten Spieldosen. Damals haben wir darüber gemeinsam gelacht.

Viel Schönes haben deine Hände geschaffen. Arm bist du dennoch geblieben und warst dabei so reich!

Spät in der Nacht entzünde ich eine neue Kerze und trommel für dich und deinen Weg ins Licht.

Es ist selten, dass mir bei einer Todesnachricht spontan die Tränen über die Wangen rollen. Später bin ich selbst überrascht. Du warst ein Freund und wirst es immer sein. Wo immer du jetzt bist, meine Kerze wird für deinen Weg leuchten, neunundvierzig Tage und Nächte lang. Ich weiß, dass dir das gefallen hätte.

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Trauer

Trauer kennt viele Gesichter

mein Sohn trauert so

ich trauer so

Es gibt keinen richtigen Moment, es gibt nur was ist und wer plötzlich nicht mehr ist. Good bye, lieber Freund, gute Reise …

für dieses Mal habe ich die Kommentarfunktion geschlossen, sorry . Und jetzt bin ich mal weg …

Eine Etüde

Nach sehr langer Pause heute nun eine abc.Etüde für Christianes Projekt – danke an dich, Christiane, für deine Unermüdlichkeit – und auch an Ludwig für die Gestaltung der Einladung.


Das kann ich dir nicht verraten, sie schmunzelte und zwinkerte ihm nahezu unsichtbar mit dem linken Auge zu. Er trat von einem Bein aufs andere, ungeduldig und neugierig, dass es ihn fast zerriss, Geheimnisse waren doch nur was für Määädchen.

Schschsch und noch leiser flogen die Fledermäuse, schneller als Blicke es je sein werden, über das nahe Wasser und die Uferbäume hinweg. Ein schwüler Tag ging zuende. Niemand würde an diesem Abend etwas freigeben und Keiner nichts erfahren.

Sonntagsbilder 13 2018

Zeichnerische Momentaufnahmen aus Griechenland

Duett XVIII 1-3

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Eine Zeit nur für mich allein – ich saß auf der Terrasse in der Sonne und schaute in die Hügel und Berge, ich bekam Lust zu zeichnen, dachte an Buchalovs Ortsmarken, aber auch Susannes Zeichnungen, wenn sie unterwegs sind. Nun bin ich zwar lange nicht so geübt wie die Zwei, aber Freude hat es mir trotzdem gemacht.

Zuhause habe ich dann die vorwiegenden Farben der Hügel unter die Zeichnungen gelegt und habe Paare gebildet. Grün und gelb leuchtete es unter den Olivenbäumen, erinnerst du dich, das ist der gelb blühende Klee, mit seinen frisch grünen Blättern gewesen, den ich gestern zeigte…



Nun beginnt es auch hier zu knospen, zu keimen und zu blühen.

Ich wünsche euch allen einen leuchtenden Frühlingssonntag. Vielleicht in dieser Haltung?*

*zugegeben, so hat es am Mittwoch in Freiburg ausgesehen, nun hat auch uns der Wintermann noch einmal einen Besuch abgestattet, aber die Haltung (s.o.) geht trotzdem, dann eben drinnen 😉

Momentaufnahmen

Momentaufnahmen 001 2018

Februar

Dem Tag ein Gesicht geben oder vier Tagen eins oder einem Tag drei oder… So ist mein Februar gewesen und so

 

und die Vögel

und ich ↓

– bitte die Galerien und Bilder anklicken, dann werden sie groß –



Ähnliche Bildertafeln zeigte ich schon einmal hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/10/28/miniatur-die-taegliche-uebung/

und hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/11/10/befuellung/

Sonntagsbilder #003 – 2018

Nach dem Sturm

Am Mittwoch, 04. Januar blies Burglind über das Land. Schon als ich am frühen Morgen erwachte hörte ich sie heulen, das verhieß nichts Gutes. Die Zweige der Tanne vor meinem Haus vollführten einen wilden Tanz, die nackten Äste der großen Hoflinde schlossen sich an, Burglinde sauste, rauschte, heulte und peitschte Regen über das Land.

Meine geplante Fahrt mußte ich abblasen, beide Straßen von hier ins Tal waren von entwurzelten Bäumen blockiert, Strommasten knickten, Leitungen krachten in Äste, das Stromnetz brach für ein paar Stunden zusammen.

Seitdem sind die Aufräumarbeiten in vollem Gange, Motorsägen kreischen, Stämme werden von hier nach dort gezogen, es ist ein umtriebiger Januar.

Wir brauchen einen neuen Sonnenschirm

Nachbars Wiese

Bruchstellen

für Heiko Moorlander

Januar 2018 – jetzt kein Schnee, langsam zunehmendes Licht, klare Ostsonnenscheintage, es sprießt schon hier und dort, Gänseblümchen blühen, Vögel zwitschern, der Fuchs hat das im Farnbeet begrabene Zicklein nicht gefunden, ich wandere in neuen Stiefeln, der Hofhund ist ein Guter, die Katzen liegen in der Sonne, Trecker fahren auf und ab…

Wie immer werden die Bilder groß, öffnet sich die Galerie, wenn du ein Bild anklickst – like always, the pics, the gallery will get large or open, if you`ll click on one of this…

Habt- Freude – have joy –

Winter ist anders…

Ich habe am Abend ein Laubfeuer entzündet. Die große Linde entblättert sich, Tag für Tag – wie es knistert, wie es duftet, wie das Laub dann die Rindenstückchen, die dünnen Ästchen, später die Scheite entfacht! Das Gelächter, das ums Feuer kreist, ist so ehrlich, wie der Feuergeruch in meiner Jacke … Herbstlieder.

Ich schrieb es schon einmal: ich bin ein Übergangsmensch. Ich erblühe im Frühling, im Herbst beginne ich zu leuchten – in der Winterstille wohnt das ganze Jahr: vor und zurück – im Sommer sterben meine Worte, Jahr für Jahr, trotz aller Fülle oder gerade deswegen? Ich denke an das Sommermädchen, das ich einst gewesen bin…

Manches spricht und denkt sich aus Gewohnheit, der alternde Körper hat eine eigene Sicht. Kein Jammern, kein Zagen, gerade eben auch keine Angst, kein Tod, nur dieses unglaubliche Leuchten: so golden, so grün, so rot, so orange – das Leuchten des Alters, Winter ist anders.

Leicht und licht

ein Klick und das Bild vergrößert sich, es leuchtet noch mehr vor dem dunklen Hintergrund –

Hinter den Wolken

der unendliche Raum –

hinter den schweren Gedanken,

den alles verwirrenden Emotionen,

Leerheit.

Was ist leicht?

Was ist schwer?

Türen öffnen und schließen sich, sie machen es nicht von alleine – ich bin es, öffne den Emotionen, den schweren Gedanken wieder und wieder Tür und Tor. Vertrauen und Hingabe, Ausdauer und freudige Anstrengung, eine Haltung, eine Ausrichtung, ein Ziel, Schritt für Schritt…

Miniatur – 16 – 2017

Ja … so…

JA sagen, das ist die Zauberformel! So flink, so leicht im Überschaubarem. Jetzt … so anders. Dazu stehen. Wozu? Keine Worte zu haben. Wenig Worte zu haben. Erfahrungen zu machen, jenseits aller Teilbarkeit, Mitteilbarkeit. Es bleiben die Bilder. Sie sind mir treu geblieben.

bitte anklicken = großes Bild – please click to enlarge

Fluss

die Galerie öffnet sich, wenn du ein Blid anklickst

Ich habe noch immer den Fluss auf meiner Haut – das Gefühl seiner weichen Tonerde an den Füßen – ein heißer Tag liegt auf der Haut, abgekühlt im Fließen des grünen Wassers. Vertraute Wege hin und her – zurück fahre ich mit dem untergehendem Mond – Freundinnenworte im Ohr – Kinderjauchzen auch – Leichtigkeit, Selbstverständlichkeiten, Vertrauen und Wohlwollen.

– Four monthes and you will feel homy. Sterne blinken, Eulenkind ruft, eine Fliege brummt durch die nächtliche Stunde. Meine Nachtdecke ist gewebt aus Flusswasser, Tonerde und Sonnenschein. Drei Muscheln lagen klein und weiß auf dem Grund – drei Muscheln, immer noch klein, dann braun, als ich sie hob. Dreizehn Stecken brannten, das Alte darf gehen, das Neue sich Raum nehmen. Stille …