Vielleicht wiederhole ich mich

… selbst wenn, die Sängerin Susanna Berivan höre ich immer und immer wieder gerne … ja, aus Gründen

und überhaupt liebe ich junge Musik und junge Menschen … ja, auch aus Gründen –

Ich bin die Frau mit den roten Schuhen, dem kleinen Schwarzen und den silbergrauen Haaren und ja, ich habe Spaß 😉

 

Banal?

Rede ich doch heute einmal vom Wetter. Ja, wir haben Wetter, wir hier, im Süden von Deutschland, haben Sommer. Viele Tage Hitze, wenig Regen, viel zu wenig und nun kommen die Wetter. Gewitter, so sagte heute der Radiowettermann, gehören zum Sommer dazu. Ja, sehe ich auch so, aber wenn es Bäume entwurzelt und Häuser abdeckt, dann ist das für die Betroffenen eine Katastrophe und Wetter alles andere als banal (so vorgestern, nicht weit von hier, geschehen).

Uns geht es gut. Ich bin dankbar.

Das Wetter am Freitag. Es kommt …

es beginnt zu wehen,

(das ist eine gif-Animationen, bitte anklicken, falls es nicht von alleine läuft)

die ersten dunklen Tropfen gesellen sich zu den Flechten auf dem Dach,

noch kann ich die Linde hinter dem geschlossenem Dachfenster sehen,

jetzt nicht mehr,

das richtige Wetter, um Postkarten zu kleben und gute Wünsche in die Welt zu schicken,

ich denke auch an die Menschen in Griechenland … hier ist das Gewitter nun vorbei und ich mache mir dennoch meine Gedanken.

Über die Pflaumen und Äpfel, die massenhaft unreif von den Bäumen fallen, über die blühenden Kräuter, die aufblühen, sich verströmen, schon vorbei, über all die Schäden und dass wir noch immer alle satt sind. Wie lange noch? Ich denke darüber nach Orangen- und Zitronenbäume anzupflanzen, vielleicht auch Oliven?

Miniatur #10 2017

Sowohl als auch dachte ich lange Zeit, statt entweder oder, nun las ich: mal mehr, mal weniger –

Ich fahre von dem neuen Berg zum alten, mal mehr, mal weniger Freuden und Vermissen. Mal mehr bunte Bergwiesen, braune Kühe im Familienverband, mal mehr toscanische Gefühle und die große Feuerstelle im Hof. Mal mehr du, mal weniger du, mal mehr ich, mal weniger ich, mal mehr wir, mal weniger wir. Zugewandtheit … der Mond nimmt zu.

Eine Momentaufnahme

Guten Morgen!

Der erste Kaffee ist getrunken, der Ofen bullert und knackt, warm muss die Stube sein. Ich drehe eine Runde, gehe vorbei am Apfelbaum, der seine Blüten noch geschlossen hält, wartend: diese kleine Kälte ist ein Intermezzo, Wolken ziehen schnell von weiß zu dunkelgrau, gerade Schneegestöber, dann ist es auch schon wieder vorbei. Ich bringe dem Hängebauchschwein drei angeschlagene Äpfel, eine Banane und ein kaputtes Ei.

Scheu ist sie, die alte Dame Schwein, fast blind, langsam kommt sie näher, schnüffelt, nimmt den ganzen Apfel und mampft genüsslich.

Und wer schaut dort so neugierig um die Ecke?

Guten Morgen … mä-ä-ä-h, mä-ä-ä-h. Auf dem Weg zurück begegnet mir die Hauskatze: Guten Morgen … schnurr; im Hof kaut der große, schwarze Hund an einem Knochen:

Hej, guten Morgen, mein Dicker … freundliches Schwanzwedeln, weiterkauen…

Einer steht in der Türe und trinkt seinen Morgenkaffee, lächelt noch etwas müde: Guten Morgen … guten Morgen … alles gut? Alles gut…