Standhaft und beflügelt

Standhaft, beflügelt und aufrichtig, das ist meine Überschrift für dieses Jahr. Für die neuen Geschichten.

Neue Geschichten für die Welt. Zumindest andere als die des Hasses und der Gewalt, die des Gegeneinanders, des Richtens und Verurteilens.

Hinzufügen möchte ich noch die SOS-Regeln, die Juli Zeh in den Raum gestellt hat: „Sensibilität im Umgang mit fremden Ängsten, Offenheit für abweichende Positionen, Sorgfalt beim Formulieren der eigenen Ansichten…“

Es ist die Sorgfalt der eigenen Ansichten, die mich Zurzeit besonders umtreibt, weil sie mit meinem Wunsch nach mehr Aufrichtigkeit einher geht. Schweigen ist nur manchmal Gold und klug.

Aufrichtigkeit heißt für mich auch, nichts mehr aus falscher Rücksichtsnahme zurück zu halten, wenn es mir ein Anliegen ist etwas zu teilen oder mitzuteilen.

Standhaft zu sein und zu bleiben, heißt mir und meinen Ideen und Werken gegenüber treu zu sein und zu bleiben. Unabhängig davon, was andere dazu meinen, aber dennoch offen für die Meinung anderer zu sein.

So habe ich nun beschlossen euch ab kommenden Sonntag in Folge sieben Bilder zu zeigen. Sieben Bilder aus einem Projekt von drei Frauen.

Selten habe ich gute Erfahrungen mit drei Frauen gemacht, leider war das auch dieses Mal so.

Es ging um eine gemeinsame Spurensuche und dem Kreieren von Bildern. Geplant war, dass Eine ein Bild den anderen Beiden zeigt und diese dann mit Bezug auf die Eine ihre Bilder gestalten, ohne dabei ihre Ideen, ihren Stil zu verlassen. Sieben Bilder sollten es werden. Ziemlich schnell aber gab es eine Unwucht im Fluss. Zwei Frauen schwangen sich aufeinander ein (eine davon war ich), es klappte hervorragend, die andere dümpelte herum. Erst auf Nachfrage und nachdem es schon fünf Bilder von den beiden Frauen gegeben hat, stieg sie ein. Ja, das ließ sich sehen. Ja, das bezog sich auch, aber es hinterließ bei mir einen schalen Beigeschmack. Ich ließ es so stehen. Um des lieben Friedens Willen. Ich hätte es besser wissen müssen. Nix, was einmal unter einen Teppich gekehrt wird, bleibt auch dort.

Jetzt ist es wie es ist. Es gibt sieben Bilder von drei Frauen, nur gemeinsam werden wir diese nicht zeigen. Was anfänglich nur eine Unwucht gewesen ist, führte zum Bruch.

Aber umsonst will ich diese Bilder nicht gemacht haben. Ich mag sie nämlich. Und deswegen geht es am kommenden Sonntag los. Mein Thema war Z wie Zeit. Es hat sich in der Zusammenarbeit so entwickelt, geplant war es nicht. Ich bedauere nur, dass die Bezüge fehlen, die letztlich von einem Bild zum anderen geführt haben. Lange habe ich geschaut und gegrübelt, um dann zu finden, dass es auch ohne geht.


Mich interessiert welche Erfahrungen ihr mit „Drei Frauen“ gemacht habt. Ich bin auf eure Antworten sehr gespannt.

(Sorry, liebe Leser, diese Frage richtet sich in diesem Fall einmal nur an meine Leserinnen! Ich weiß nicht, ob es dieses Phänomen auch unter drei Männern gibt. Wenn, dann seid ihr natürlich herzlich eingeladen eure Erfahrungen zu schildern.)


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Eine Buchempfehlung

Geschichten erzählen

Seit vorgestern habe ich einen neuen Schatz in meiner Stube! Es ist das neue Buch von Cambra Skadé, mit der ich auf unterschiedlichsten Ebenen von Herz zu Herz verbunden bin.

Ich möchte gar nicht viele Worte machen, sondern lieber Cambra kurz hier selbst erzählen lassen. Aus ihrem ersten Kapitel „Eingeleitet“

Wenn wir Geschichten erzählen, befinden wir uns in einem Schöpfungsakt. Mit unseren Geschichten erschaffen und vergrößern wir Heilsein und Imbalancen, Lebendigkeit oder Versehrtheit. Wir gehen diese oder jene Wege. Unsere Menschheitsgeschichten sind gerade alles andere als lebensdienlich. Sie bedürfen vieler neuer Geschichten voller Heilkraft. Als Teil der jüngsten Geschichte der Menschheit sind wir alle gefragt, an den neuen Geschichten für eine tragende Erdengeschichte und ihre Zukunft mitzuwirken.

Heilkunst ist es, die Geschichte zu verändern und somit die Wahrnehmung. Diese wiederum trägt uns zu veränderten Erfahrungen und weiter zu einem veränderten Geist. Dem wird die Form folgen, die Systemveränderung. Geschichten sind die großen Wandlerinnen.

Cambra Skadé ist nicht nur eine Geschichtenerzählerin, sondern auch eine gestaltende Künstlerin. So ist ihr neues Buch wieder ein Buch voller Geschichten und Bilder, sozusagen ein Bilderbuch für Erwachsene; eine Quelle, eine Inspiration dafür, den eigenen Geschichten zu lauschen, sie aufzuschreiben und sie in die Welt zu tragen. Für die Heilkraft und eine Zukunft für die nächsten sieben Generationen – mindestens.

Lasst uns neue Geschichten finden. Sie sind alle schon da, wir müssen sie nur pflücken.

Wenn du noch ein Weihnachtsgeschenk suchst oder dir selbst eine Freude machen möchtest, dann kann ich dir dieses Buch ans Herz legen. Wie alle Künstlerinnen und Künstler knabbert auch Cambra an einem immer härter werdendem Brot, Unterstützung kann auch sie gut gebrauchen. Für die Freude, die Solidarität und die gegenseitige Unterstützung!

Ich konnte dies nur machen, weil ich durch euch und eure zahlreichen Bestellungen meiner Bilder, Poster und Postkarten einen wunderbaren Segen bekommen habe, für den ich aus tiefstem Herzen dankbar bin. Unterstützung sollte immer gegenseitig sein, nicht wahr!


Wer Cambra Skadé noch nicht kennt, die/ der schaue doch bitte einmal hier → https://cambraskade.blog/


Im Laufe der nächsten Woche werde ich euch ein weiteres Buch ans Herz legen, lange schon geplant und doch nie Raum dafür gehabt, nun wird es bald soweit sein.


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Rückblick auf eine bunte Woche

Jede Woche Fotografien, Bilder, Collagen, Skulpturen und/oder Gedanken, Texte, Verse in einer Farbe des Regenbogens – das ist das Projekt von Doreen  Trittel, aka @hehocra und Katja Otto, aka @lieber_glücklich, die zur Beteiligung eingeladen haben → https://hehocra.de/farbverrueckt/ und https://www.lieber-gluecklich.de/2020-07-06-neue-blogreihe-farbverrueckt/

Die letzte Woche des Projekts ist nun vorbei. Wahrscheinlich. Allerdings hat Dorren noch von einer Überraschung gesprochen. Schauen wir mal, ich liebe Überraschungen!

In der letzten Woche ging es um alle Farben des Regenbogens und ihrer Nuancen. Doreen und Katja hatten zu einer bunten Woche aufgerufen.

Ich schien dies erahnt zu haben! Zum Ende der Woche in Violett zeichnete ich ein buntes Bild. Ich zeigte es schon letzten Montag – siehe Link.

Das erste Bild, dass ich dann in dieser Woche auf Instagram und Twitter geteilt habe, zeigt ein Foto meiner Palette, das zu meinem Logo für das Projekt geworden ist. Gerne zeige ich es noch einmal in einer größeren Auflösung – leider ist und bleibt es etwas schwummerig.

Erstaunt war ich, dass ich im Archiv kaum wirklich bunte Bilder gefunden habe, besonders nicht im Archiv meiner Fotomontagen. Meistens gestalte ich von monochrom zu zwei-, zu dreifarbig. Auch in meinen Fotoarchiven fand ich dies gespiegelt, selbst wenn es dort hier und da etwas bunter zugeht.
Allerdings erblickte ich in meiner Wohnung viel Buntes, dokumentiert habe ich es aber nicht.
Eine der wenigen Fotomontagen mit nahezu allen Farben des Regenbogens
Fündig wurde ich zudem in meinem Archiv meiner Bildertafeln, ich fand ein buntes Selfie – Wie Außen so Innen.
Ich bekam Lust weitere Bildertafeln zu gestalten. Bei der ersten legte ich meinen Fokus auf Bilder der fünf Grundfarben des Regenbogens in Rot – Orange – Gelb – Grün und Blau in ihren verschiedenen Nuancierungen und wählte dafür Fotos aus, die ich speziell für meine Hintergründe aufgenommen oder gestaltet habe.
Bei der zweiten Bildertafel ging es mir darum Bilder zu finden, in denen zwar die Grundfarbe dominiert, aber möglichst viele andere Farben mit eingeschlossen sind.
Auf Instagram gab es ein spannendes Rennen zwischen diesen beiden Bildertafeln. Was meinst du, welche gewonnen hat? Welche gefällt dir besser?
Ich schlenderte weiter durch meine Archive und fand noch das eine und andere Bunte.
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Warum nicht Bunt auch einmal in Pastelltönen!

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Aus meiner Serie „Puppets on the street“

draufklick = große Bilder – please click to enlarge


Spannend fand ich während dieser acht Wochen, wie sich jeweils der Fokus veränderte. Je nach Woche und Farbe nahm ich vermehrt rote, orangene, gelbe, grüne, blaue, indigofarbene, violette und zum Schluss rote, orangene, gelbe, grüne, blaue, indigofarbene, violette und zum Schluss bunte Dinge in der Welt und ebensolche Bilder wahr, ganz besonders auf Instagram. Wie oft habe ich dort gedacht, dass ich ein Bild zum Projekt sehen würde und dann war es vollkommen unabhängig davon. Manchmal liegt etwas in der Luft und manchmal bauen sich Felder auf und ein anderes Mal sprechen wir von Zufall.

Der Fokus hat mir allerdings nicht den Blick für anderes vernebelt. Mir ist es wichtig, dass ich bei aller Fokussierung nicht den Blick für alles andere verliere.

Das Leben ist bunt, vielfältig und komplex. Das ist ein Fazit für das Projekt und gleichzeitig meine Haltung seit vielen Jahrzehnten, dem Leben, den Menschen an sich, und mir selbst gegenüber.

Ich habe in diesen Wochen viele Impulse erhalten und spannende Werke anderer KünstlerInnen kennenlernen dürfen. So hat dieses Projekt auch den Effekt, dass ich auf Instagram mehr KünstlerInnen folge und sie mir. Ein Grund mehr voller Freude und Dankbarkeit auf diese reichen acht Wochen zu schauen.

Nochmals meinen ganz herzlichen Dank an Doreen und Katja, die dieses Projekt initiiert haben! (Was mache ich nur in der kommenden Woche -lach – außer auf die Überraschung gespannt sein…)


Solltest du nun, liebe Leserin, lieber Leser, Interesse an einem der Bilder aus diesen acht Wochen haben, dann lasse es mich bitte per Mail oder im Kommentarstrang wissen – möglich ist Vieles – von der Postkarte bis zum Poster. Ich will nicht verschweigen, dass meine finanzielle Situation immer noch mehr als durchwachsen ist und stelle meinen Hut für die Kunst auf. Die Links zu den einzelnen Wochen findest du ganz unten.


Alle Bilder von mir und den Mitwirkenden findest du auf Pinterest, da am Ende der jeweiligen Woche Doreen und Katja das ganze Ensemble auf Pinterest einstellen. Noch schöner aber finde ich die Seite auf Instagram, selbst wenn dort viele Bilder nur ausschnittweise zu sehen sind, kommt hier für mich die ganze Fülle noch einmal geordneter rüber, hier geht es lang → https://www.instagram.com/explore/tags/farbverr%C3%BCckt/

Auf Doreens Seite findet ihr ausserdem Interviews zum Thema, sowie viele eigene Arbeiten, die ansonsten nicht auftauchen. Ein Besuch lohnt sich → https://hehocra.de/category/farbverrueckt-zum-mitmachen/. Die Arbeiten von Katja findest du auf Instagram → https://www.instagram.com/lieber_gluecklich/


Die Links zu den Rückblicken der einzelnen Wochen:

https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/07/20/rote-woche-ein-rueckblick/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/08/03/eine-woche-in-gelb-ein-rueckblick/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/07/27/eine-woche-in-orange-ein-rueckblick/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/08/19/rueckblick-der-gruenen-und-der-blauen-woche/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/08/23/rueckblick-der-woche-in-indigo/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/08/31/rueckblick-der-woche-in-violett/


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Das gefällt mir

Mir gefällt das Kunstprojekt von Maria Deppe

„Setz dem Ganzen eine Krone auf . . .“

Eingeladen sind alle, die – verbunden mit dieser speziellen Zeit – Lust haben eine Postkarte zu gestalten, egal wie, auch mit Worten. Diese soll dann abfotografiert und an Maria geschickt werden. Auf ihrer Webseite – siehe unten – stellt sie nach und nach die eingeschickten Beiträge ein.

Schön ist es, wenn du deine Postkarte an eine Freundin, einen Freund schickst und die/der wieder eine Postkarte gestaltet, fotografiert, an Maria per Mail schickt und du dann diese auch an eine Freundin, einen Freund verschickst … usw. So kann daraus ein schöner, bunter Reigen werden, der nun schon begonnen hat. Doch schaut einmal selbst.

http://kunstprojekt.mariadeppe.de/

Ich bekam eine Karte von Marie und wurde somit aufmerksam auf das Projekt und schickte nun eine Karte von mir in die Welt, es sollen noch zwei folgen. Ihr wisst ja, alle guten Dinge sind drei!

Hier also die Karte von Marie an mich

und meine Karte an eine Freundin

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Vielleicht hast du ja nun auch Lust bekommen dich an diesem Projekt zu beteiligen!

Auch das ist Freude!!!


To my English speaking readers: From now on you can read every article of me in English, too, if you’ll go to the end of my blog page, you’ll find the button „Google Translater“. Enjoy!

Kunst für meinen Hut 004

Aus meiner Serie OrganischAbstrakt

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Mehr Fotomontagen findest du hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/galerien/fotomontagen/ – außerdem findest du dort Informationen zum Bestellmodus – WILLKOMMEN!

Heute mit Musik – mein neuer Ohrwurm beginnt ab der fünften Minute, mein Antidot für die Schwere der Welt – Enjoy


Ich freue mich, wenn du ein Bild erwerben möchtest! Und mein Dank noch einmal an alle, die schon bestellt haben. ❤

Ich stelle einen Hut auf.
Ihr wisst schon, so einen, wie er auf den Straßen bei MusikerInnen zu sehen ist oder bei MalerInnen, AkrobatInnen und natürlich bei BettlerInnen.
Die „Krise“ hat auch mich erwischt. Alle meine Aufträge – kochen für Seminargruppen, Artikel für die hiesige Tageszeitung schreiben – sind geplatzt. Leider gehöre ich wiederum nicht zu den zu unterstützenden Menschen in D, ganz nach dem Motto: Wer arm (geworden) ist, soll es auch bleiben.
Darum stelle ich jetzt zweitägig hier ein Bild oder eine Serie von mir unter dem Motto „Kunst für den Hut“ ein.
Vielleicht hast du ja auch ein Lieblingsbild aus den letzten Wochen/Monaten/Jahren oder eins aus den Galerien (s.o.)? Auch diese gehören unter meinen Hut für den Hut.
Gerne können wir uns per Mail, unter „Kunst für den Hut“ über Wünsche und Vorstellungen zu Format und Layout und somit über den Preis austauschen. I’m looking forward.


To my English speaking readers:

If you are interested, you can read every article of me in English. You have to go to the end of my blog page, there you’ll find the button „Google Translater“. Enjoy!

Kunst für meinen Hut 003

Waldbewohner – Eine kleine Serie

Und noch ein Hasenbild

Und ein Bild in Grün

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Mehr Fotomontagen, ob mit oder ohne Waldbewohner und Vögel, findest du hier, ebenso findest du dort Informationen zum Bestellmodus → https://cafeweltenall.wordpress.com/galerien/fotomontagen/ – WILLKOMMEN!


Herzensdank an alle, die schon Bilder bei mir bestellt haben.

Ich freue mich immer wieder, wenn Eine/Einer ein Bild erwerben möchte oder gar eine Serie!

Ich stelle einen Hut auf.
Ihr wisst schon, so einen, wie er auf den Straßen bei MusikerInnen zu sehen ist oder bei MalerInnen, AkrobatInnen und natürlich bei BettlerInnen.
Die Krise hat auch mich erwischt. Alle meine Aufträge – kochen für Seminargruppen, Artikel für die hiesige Tageszeitung schreiben – sind ihr zum Opfer gefallen. Leider gehöre ich wiederum nicht zu den zu unterstützenden Menschen in D, ganz nach dem Motto: Wer arm (geworden) ist, soll es auch bleiben.
Darum stelle ich jetzt zweitägig hier ein Bild oder eine Serie von mir unter dem Motto „Kunst für den Hut“ ein.
Vielleicht hast du ja auch ein Lieblingsbild aus den letzten Wochen/Monaten/Jahren oder eins aus den Galerien (s.o.)? Auch diese gehören unter meinen Hut für den Hut.
Gerne können wir uns per Mail, unter „Kunst für den Hut“ über Wünsche und Vorstellungen zu Format und Layout und somit über den Preis austauschen. I’m looking forward.


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Kunst für meinen Hut 002

Aus meiner Serie RoteFadenGeschichten

mehr Bilder aus dieser Serie siehe über meinem Header unter „Galerien“

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Ich freue mich riesig über die Solidarität und die damit einher gegangenen Bestellungen. Euch allen auch von dieser Stelle meinen herzlichen Dank.

Interessant finde ich, dass ich die Serie der RoteFadenGeschichten schon vor den Bestellungen geplant hatte und nun gleich zwei Leserinnen nach Bildern mit dem Roten Faden angefragt haben. Ich mag solche Synchronizitäten ja sehr!

Wer sich ebenfalls für Bilder aus dieser Serie interessiert, kann, wie oben schon geschrieben, meine Galerie besuchen oder den Begriff „RoteFadenGeschichte“ in die Suchleiste eingeben, dort findest du dann noch mehr Beiträge und Bilder (s. unten auf meiner Blogseite).


Ich freue mich, wenn du eins dieser Bilder erwerben möchtest oder gar eine Serie!

Ich stelle einen Hut auf.
Ihr wisst schon, so einen, wie er auf den Straßen bei MusikerInnen zu sehen ist oder bei MalerInnen, AkrobatInnen und natürlich bei BettlerInnen.
Die Krise hat auch mich erwischt. Alle meine Aufträge – kochen für Seminargruppen, Artikel für die hiesige Tageszeitung schreiben – sind ihr zum Opfer gefallen. Leider gehöre ich wiederum nicht zu den zu unterstützenden Menschen in D, ganz nach dem Motto: Wer arm (geworden) ist, soll es auch bleiben.
Darum stelle ich jetzt zweitägig hier ein Bild oder eine Serie von mir unter dem Motto „Kunst für den Hut“ ein.
Vielleicht hast du ja auch ein Lieblingsbild aus den letzten Wochen/Monaten/Jahren oder eins aus den Galerien (s.o.)? Auch diese gehören unter meinen Hut für den Hut.
Gerne können wir uns per Mail, unter „Kunst für den Hut“ über Wünsche und Vorstellungen zu Format und Layout und somit über den Preis austauschen. I’m looking forward.


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Nachtrag zu den Anfängen der Kunst

Gestern veröffentlichte ich diesen Beitrag → https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/03/12/fuer-gerda-oder-ueber-die-anfaenge-der-kunst/.

Was ich vergaß zu schreiben, ist zum einen, dass das von mir einmontierte Pferd eine Höhlenmalerei aus Lappland ist. Ich habe es vor vielen Jahren einmal im Netz gefunden, leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern wo genau. Sollte ich hiermit ein Urheber*innenrecht verletzt haben, bitte ich mir dies mitzuteilen, dann nehme ich die Bilder aus dem Netz.

Das zweite ist, dass ich den Zustand der Trance auch dann erreichen kann, wenn ich an meinen Bildern arbeite. Dies berichteten und berichten auch andere Kunstschaffende. Es scheint, dass in diesem konzentrierten Tun eine Öffnung stattfindet, die mich in andere Gefilde meines Selbst führt, dass dann das Alltagsselbst ruht. Andere Hirnareale springen an. So kann ich Informationen „pflücken“, die mir sonst nicht zugänglich sind. Nichts anderes macht die Schamanin, der Schamane während einer Trancereise in die sogenannte „Anderswelt“. Dieses Mal ist nicht die Trommel, die Rassel, der monotone Gesang das „Vehikel“, sondern das konzentrierte Tun.

In diesem Zusammenhang fiel mir meine Serie der „Digitalen Höhlenmalereien“ ein. Meine alten Leserinnen und Leser erinnern sich vielleicht noch. Seitdem ist viel Zeit vergangen, sodass ich mich überredet habe alle Bilder noch einmal zu zeigen.

Die Bilder gestaltete ich von 2012 bis 2013. Mit einer Teerlinie auf Asphalt hat alles begonnen.

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Für Gerda oder über die Anfänge der Kunst

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Gerda machte sich in mehreren Beiträgen Gedanken über die Kunst, ihre Anfänge in Beziehung zum Jetzt, wie eins ins andere greift und aufeinander fußt und bis ins Heute wirkt, sowie weiter über die Gleichzeitigkeit allen Seins. Am besten ist du liest es bei ihr selbst nach.

Gestern schlug sie einen Bogen von der Höhlenmalerei zur digitalen Kunst. Nachlesen und die Bilder zum Thema anschauen kannst du hier → https://gerdakazakou.com/2020/03/11/anfang-und-vorlaeufiges-ende-der-kunst-von-der-hoehlenmalerei-zum-elektronisch-erzeugten-bild-collage/

Im Vorfeld hatten wir uns darüber unterhalten wo wir denn den jeweiligen Anfangspunkt für die Kunst setzen würden. Ich schlug sofort die Höhlenmalereien vor, wie auch Myriade. Gerda nahm diesen Faden auf und fragte mich in ihrem gestrigen Beitrag dazu, ob ich nicht auch ein Bild gestalten wollte. Ich wollte. In ihrem Beitrag folgte ich einem Link zu einem Artikel, der sich mit den ältesten Funden der Archäolog*innen in Bezug auf Höhlenmalereien und Handabdrücke beschäftigt.

https://www.welt.de/wissenschaft/article133442959/Das-Geheimnis-der-weissen-Haende.html

Mir fiel dabei auf, dass diese Funde 40-50.000 Jahre alt sind, genau so alt wie die ältesten schamanischen Kulturen, die bis heute bekannt sind.

Schamaninnen und Schamanen in der ganzen Welt benutzen die Trommel, die Rassel und oder monotone Gesänge, um sich in eine Trance zu setzen. So gilt die Trommel als das Pferd zur Anderswelt. Dies ist der Grund warum ich mich für das Pferd in dieser Montage entschieden habe. Das Pferd als Träger der Kunst seit nahezu 50.000 Jahren, über alle Zeiten und Stile hinweg. Und da ich nicht an ein Ende glaube, sondern nur an einen stetigen Wandel wird das Pferd auch die Kunst des Jetzts ins Morgen tragen, wie immer es aussehen wird!

Mir geht es auch um die Wurzeln, ohne diese Wurzeln kann es ein Jetzt nicht geben. Jede Generation lernt von den vorhergegangenen und alles was je geschah und geschehen wird hinterließ und hinterlässt genetische Abdrücke. So schaut das Pferd neugierig auf das Jetzt, nimmt auf und wird weiterziehen.

Künstlerin sein

It’s me, my life, my way

Selbstporträt 2016 – Self-Portrait 2016

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Louise Bourgeois*

Der Masoschismus artikulierte sich zur Zeit der Femme Maison in dem Gefühl, dass ich nicht das Recht hatte Künstlerin zu sein. Das war ein Privileg. Versteht man aber die Kunst als Privileg, so denkt man per definitionem, dass man es nicht verdient. Man verweigert sich andauernd etwas – man verleugnet sein Geschlecht, man versagt sich die Werkzeuge, die ein Künstler benötigt -, weil es einen Geld kostet Bildhauer zu sein. Betrachtet man die Kunst als Privileg statt als etwas, das der Gesellschaft nützt, so muss man sparen und für seine Kunst leiden …

In diesem Masoschismus finde ich mich immer mal wieder. Leider.

Ich bin es, die sich die Felsbrocken auf den Weg rollt. Die Umkehrung ist die eigene Wertschätzung für meine Ideen und Werke und sie der Welt zur Freude und zum Nutzen zu zeigen und zu präsentieren.

Es geht um die Schöpfungen, weniger um meine Person, die im weitesten Sinne Schöpfkelle und Schöpfende zugleich ist, um das zu schöpfen, das schon im Raum ist. Unsichtbares sichtbar zu machen. Liebende, wertschätzende AugenBlicke zu zeigen (Fotografie). Unterbewusstes aufsteigen und sich in einem Bild manifestieren zu lassen (Fotomontagen).

Es geht nicht um Traumlandschaften. Sondern? Es geht um innere Landschaften, die sich im Außen zeigen. Wie entstehen sie? Äußeres dringt nach Innen, verquickt sich dort mit Gefühlen, inneren Haltungen und Bildern, zusammen kehren sie als ein neues Ganzes ans Licht zurück.

Ich nenne das Verdauungsprozess, Transformation, Schichtenerforschungen, Wurzel- und Sedimenterkundungen.

Es geht auch um die gegenseitige Befruchtung/Inspiration. Das eine Wort, das das andere gibt, das eine Bild, die eine Formulierung, die eine Redeweise, die eine Melodie, die eine Form, die in mich hinein schwingt, neue Worte, neue Sätze, neue Bilder wachsen. Ein freudiges, ein nachdenkliches, auch ein zorniges Hin und Her, ein Ping Pong der Außen- und Innenkräfte.

Bremsen sind die Scham, die zeitweilige Minderwertigkeit. Letztere schürt Ängste, stachelt sinnlose Vergleiche an, lässt Sockel und Siegertreppchen auf- und abbauen.

Erkenntnisse fördern Zuversicht und beflügeln Schritte.

Eine alles im Gleichgewicht haltende Waage gibt es nicht, nur die täglichen Bemühungen sich selbst Waage und Ausrichtung zu sein.

Und dann wieder liege ich auf der Erde und lausche ihrem Lied.


To my English readers: unfortunalety I am not able to translate my textes into English, it would take too much time. I am very sorry about this.


* Donald Kuspit – Ein Gespräch mit Louise Bourgeois – Piet Meyer Verlag – ISBN 9 783905 799132