Zeichen und Worte

„… gerade das Nichtverstehen ist das Wichtigste in der Kunst …“ Johannes Stüttgen

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Johannes Stüttgen – ehemaliger Student von Joseph Beuys zum 100jährigen Geburtstag von Beuys und andere:

https://kunstmuseenkrefeld.de/de/Exhibitions/2021/Kunst-Mensch-Joseph-Beuys-In-Krefeld  (Um zu den Redebeiträgen zu kommen, musst du das Bild anklicken)


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26 Gedanken zu „Zeichen und Worte

    • Wie auch immer noch er das gemeint hat … er war Student von Beuys und hat den Begriff der „sozialen Plastik“ ja sehr ernst genommen.
      Davon einmal abgesehen, geht es ja genau darum, nämlich Teil der „Sozialen Plastik“ zu sein oder zu werden und nicht, wie viele meinen, die mal ein Blümchen auf Büttenpapier kritzeln, dass sie nun Künstler:innen wären.

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      • Bei Wiki über ihn gefunden: „Anatol selbst definierte sich über eine lose Liste von Berufen, Mitgliedschaften, Qualifikationen, Hobbys und Eigenschaften. Eine davon ist wie folgt überliefert:

        „Anatol ist gelernter Hufschmied; deshalb / trägt er einen Hufnagel in seinem Hut. / Wenn er nach dem Beruf gefragt wird, / gibt er folgendes zu Protokoll: Bildhauer, / Maler, Zeichner, Puppenspieler, Schmied, / Geschichtenerzähler, Angler, Karikaturist, / Haudegen, Meisterschüler durch Beuys, / jetzt Meister, Mitbegründer der ‚Akademie / Oldenburg‘, Kneipenbruder, CDU-Mitglied, / Polizeibeamter.“

        – Gerd Winkler: pardon, März 1976[5]

        Hierin schwang nicht alleine Anatols Unwille mit, sich in Schubladen einordnen zu lassen, sondern ebenso sein bewusstes Spiel mit Journalisten und all jenen, die ihm mit Fragen an seine Person gegenübertraten. Nur selten beantwortete er eine Frage direkt; zumeist verpackte er die Antwort in umfangreiche Geschichten, bei denen er von einem Thema zum nächsten sprang und die oftmals eine stark autobiografische Note aufwiesen.“

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        • Das pardon hatte ich wahrscheinlich und ich nehme an, auch gelesen, an die Beschreibung erinnere ich mich nicht. Sie scheint von einem Künstler zu stammen. Ich hab mich mit Kunstgeschichte jedoch (viel zu) wenig befaßt, früher wollte ich lieber action … jetzt hole ich ein wenig nach und merke, daß ich in einer sehr produktiven Zeit umherschwamm 😉 …

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  1. Ja. Leider gehe ich kaum noch mit Fragezeichen heim, wenn ich mich wieder einmal als Nichtversteher bestäuben lassen wollte. Die kräftigen Stücke liegen im Osten. Vielleicht. Oder verstauben in Keller- oder Lagerräumen bei uns, weil die Hersteller nicht „bekannt“ bzw nicht ausreichend beliebt sind – was oft bloß am fehlenden Manager liegt. Auf nihilistische Darstellungen habe ich noch nie Appetit gehabt, die bloß Verwunderung über die obszöne Selbstsicherheit der Dilettanten auslösen. Das Problem: die Mehrheit der kaufkräftigen Masse hat eh keinen Zugang zu Gefühlen, von denen sie nicht wüßte, weshalb sie diese so unruhig oder heiter oder sonstwie erregt machen. Die ‚Sammeln‘ halt, na und … Und weil der Mensch faul ist, produziert er häufig, was gekauft wird, auch wenn kaum Botschaft vorhanden ist. Das is kaum wertvoll, abgesehen die monetäre Seite vllt, dem steigenden Stückpreis. Außer bei Künstlern halt wie Joseph Beuys oder Franz West oder … oder ? … und die Fährfrauen stehen natürlich außer Zweifel 😉 …

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    • Ich stimme dir zu, dass der gegenwärtige Kunstmarkt wenig Fragezeichen hergibt, aber umso mehr Menschen, die sich Künstler:innen nennen und meiner Meinung nach kaum etwas verstanden haben, geschweige sich mal näher mit Kunst und seiner Geschichte befasst haben – könnte ja anstrengend werden. Das sind die selben, die DaDa für Klamauk halten und den politischen Anspruch nie kapiert haben oder nicht sehen wollen. Tja …
      Nun ja, ob ich selbst eine Künstlerin bin, kann ich gar nicht beurteilen, ich kreiere Bilder und schreibe, was davon wie bewertet überlasse ich den Betrachter:innen und Leser:innen 😉 aber danke für die Fährfrauen 🙂

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      • Hahaha, der Dadaismus 😉 Ich hab noch irgendwo ‚Aufstand des Eingemachten‘ herumliegen, mein erster Berührungspunkt mit ihm. Viele werden nur den musikalischen Da-da-da – ismus kennen und der ist höchstens sozialpolitisch relevant 😉
        Die Fährfrauen sollten bei so ziemlich jedem Gefühle auslösen, die ihr/ihm Freude bereitet, auch wenn das Thema nicht neu ist. Das ist aber auch nicht nötig.

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  2. Liebe Ulli,
    das hat mich verblüfft, den Johannes bei dir zitiert zu finden. Ich kannte ihn persönlich, da ich Verbindungen zu Beuys hatte. Ich finde das Zitat äußerst gut, aber um es zu verstehen, was genau das Gegenteil zu seiner Aussage ist, brauche ich mehr Zeit.
    Dein Foto passt ja gut zum Zitat.
    Mit lieben Grüßen
    Klausbernd 🙂
    The Fab Four of Cley
    🙂 🙂 🙂 🙂

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    • Lieber Hans, das empfinde ich als sehr stimmig zu dem Zitat von Johannes Stüttgen. Erst die Berührung, dann geht man Nachhause, ist bewegt und dann kommt nach und nach das Verstehen.
      Herzlichen Dank und liebe Grüße
      Ulli

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