Weiterführende Gedanken zum Alphabet der mutigen Träume

Es geht ums Tun

Ich merke immer wieder, dass der Begriff „Träumen“ bei den Lesenden in die Irre führt und die meisten damit „Träumereien“ assoziieren. Mutig träumen aber ist aktiv und hat nichts mit Gefühlsduseleien zu tun. Es geht um die Kraft der Gedanken, der Visionen und den eigenen Haltungen, die man in die Welt sendet.

Jedes: „Das war schon immer so und wird sich auch nicht ändern“, jedes: „Ja-aber“ gegenüber ethischen Haltungen schwächt, nimmt die Kraft wirklich etwas zu verändern. Veränderungen finden zuerst bei sich selbst statt. Man muss Veränderungen wirklich wollen, bereit sein Begrifflichkeiten zu durchdringen und man sollte aufrichtig in sich hinein schauen und horchen, wo die Schatten sind, warum sie da sind und wie man sie verwandeln kann. Haltungen stehen auf dem Boden von Wissen und Erfahrungen. Veränderungen kommen nicht über Nacht und nicht von alleine, sie setzen etwas Aktives voraus.

Es geht ums Tun, statt auf Godot zu warten, auf bessere Umstände oder im passiven Hoffen stecken zu bleiben.

Gestern las ich bei Bernd von „Red Skies over Paradise“ kluge Gedanken von Kästner, der das ausspricht, wobei es auch bei den mutigen Träumen geht:

Jeder ist mitverantwortlich für das, was geschieht, und für das, was unterbleibt. Und jeder von uns und euch muss es spüren, wann die Mitverantwortung neben ihn tritt und schweigend wartet. Wartet, dass er handele, helfe, spreche, sich weigere oder empöre, je nachdem.“

Mehr kannst du hier lesen →

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2021/01/14/1952-1953-1954-1955-1956-1957-1958-1959-1960-1961-1962-1963-1964-1965-1966-1967-1968-1969-1970-1971-1972-1973-1974-1975-1976-1977-1978-1979-1980-1981-1982-1983-1984-19/

Nicht jede und jeder kann alles. Es geht auch um die Qualitäten jeder und jedes Einzelnen, um die eigenen Werkzeuge und um den eigenen Platz in der Welt, diesen zu entdecken, einzunehmen und von hieraus zu wirken.

Es geht um die Haltungen einer und eines jeden, die sie/er in die Welt trägt und damit in der Welt wirkt.

Ich stelle fest, dass der Gedanke zu handeln bei einigen in diesem Jahr in den Vordergrund tritt. Ich finde eben auch, dass gerade meine Generation lange genug Zeit hatte zu diskutieren, nachzudenken, Begrifflichkeiten zu durchdringen, Haltungen einzunehmen, nun gilt es sie auch umzusetzen. Natürlich machen das auch einige, aber viele andere verharren in der pubertären Haltung der ewigen Negierungen, ohne jemals dabei eine klare Haltung zu was auch immer noch entwickelt zu haben und somit tragen sie ihre Schwammigkeit in die Welt und tragen in keinster Weise zu einer Veränderung bei.

Bequemlichkeit ist eine der Fallen des Menschseins.

Die Kraft der Gedanken wird nicht von jeder und jedem anerkannt. Sie wird, wie so vieles andere auch, gerne in die „esoterische Ecke“ verbrämt. So vieles wird schlecht gemacht, was aus meiner Sicht Wandelkraft inne hat. Noch einmal: es geht ums Tun, um die Erfahrung was sich im eigenen Leben wandelt (oder schon gewandelt hat), wenn man den einen und anderen Gedanken nährt. Wie schon geschrieben, Veränderungen passieren nicht von alleine, sie brauchen den Willen, die aktive Handlung, die Disziplin dran zu bleiben und die Hingabe.

Mit diesem Text lade ich dich zu einer Debatte auf meinem Kommentarstrang ein:

  • Wie sind deine eigenen Erfahrungen mit Veränderungen, die du in dir selbst vollzogen hast?
  • Was hält dich davon ab zu handeln?
  • Was ist dein größter Wunsch in Bezug auf den Wandel in der Welt?
  • Und letztlich: wie sieht für dich eine bessere Welt aus? Sei mutig, stelle sie dir einfach mal vor, egal wie unrealistisch sie dir auch erscheinen mag und dann schaue genau, was davon du dir vorstellen kannst in die Welt zu „träumen“.

Maren, von dem Blog lachmitmaren, hat gestern vorgeschlagen, ob nicht die Eine oder der Andere Lust hat jeden Abend von 20h bis 20.30h gemeinsam und der Reihe nach zu den Begrifflichkeiten von A-Z zu meditieren. Heute also beginnen wir mit dem Buchstaben A = Allgemeinwohl. Schaue in der Meditation welche Assoziationen, welche Bilder in dir erscheinen, du kannst das für dich machen, du kannst aber auch deine Erfahrung, wenn du willst, im Kommentarstrang teilen oder einen eigenen Beitrag dazu schreiben – as you like it – kein Zwang. WILLKOMMEN!


Mein Alphabet der mutigen Träume von I bis P

I = Ideale → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/07/i-ideale/

J = Ja → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/09/j-ja/

K = Kommunikation → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/10/k-kommunikation/

L = Liebe → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/11/l-liebe/

M = Mitgefühl → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/12/m-mitgefuehl/

N = Natürlichkeit/Natur → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/13/n-natuerlichkeit/

O = Offenheit → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/17/o-offenheit/

P = Prudentia/Klugheit → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/18/p-prudentiaklugheit/


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41 Gedanken zu „Weiterführende Gedanken zum Alphabet der mutigen Träume

  1. Liebe Ulli

    Der Traum
    ist ein Naturereignis

    in allem was wir sind
    nicht sind
    im Guten wie im Bösen

    die Überheblichkeit
    des Bewusstseins
    dem Erwerb
    zur besseren Einsicht
    durch die Gedankenwelt

    die Welt
    sich selbst
    die anderen besser
    zu machen als wir sind

    mit einem selbst
    gemachten Traum

    auch dieser ist
    ob er wirklich hilft
    ist der Natur der Seele
    selbst entsprungen

    Herzliche Grüße
    Hans

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  2. Erst einmal Dank für den Blog Link zu Red Skies. Ist abonniert. Zu Veränderungen: Ich denke, sie haben eine Reifezeit. Erst Ideen, Gedanken, Gefühle, betrachtet und wieder verworfen. Wieder hervorgeholt und wieder fort gelegt. Umeinander geschlungen, neu gemengt bis schließlich etwas geschieht. Und geschieht das nicht bei allen, nun ja zumindest bei vielen Menschen? Ob sie es wollen oder nicht? Nicht jeder kann im Handeln auch ein Führender, ein Sichtbarer sein. Ja, die Schafe und die Steppenwölfe. Aber Veränderung braucht eine tragende Masse. Und Zeit. Es wird geschehen, zu seiner Zeit. Ich träume nicht von einer anderen Welt. Wenn ich die Gedanken über Jahrtausende wandern lasse, so finde ich immer Gut und Böse, großartige Kreativität neben hemmungsloser Zerstörungswut. Ich habe viel von der guten Seite gesehen, wir hier alle wahrscheinlich. Neulich habe ich mich dabei ertappt, dass ich dachte/empfand, dass ich der Welt noch etwas schulde. Mich um die schlechte Seite zu kümmern. Etwas ein wenig besser zu machen. Ist eingepflanzt. Wird reifen. Und etwas wird geschehen. Wenn es soweit ist.

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  3. Pingback: (10) – muetzenfalterin

  4. Vielleicht noch als Ergänzung: Mein Gedanke hinter der gemeinsamen Meditation ist, dass es mehr bringt – und tatsächlich echte Veränderungen hervorbringen kann, wenn sich Menschen in einer gemeinsamen Meditation verbinden. Das wird von der neueren Bewusstseinsforschung immer wieder bestätigt. Es geht dabei allerdings nicht um ein gemeinsames abstraktes Nachdenken über einen Begriff, sondern um eine Herzensverbindung. Bei „Allgemeinwohl“ also darum, zu versuchen, ein positives Gefühl, das dieses Wort in einem auslöst, möglichst im Herzen zu halten und von dort nach außen auszustrahlen. Gedanken sind in der Meditation eher Ablenkung … .
    Ich freue mich über möglichst viele Mitmeditierende!
    Liebe Grüße
    Maren

    Gefällt 6 Personen

    • Guten Tag
      Frau Maren

      Sich selbst
      auch mit anderen
      in das Nichts
      zu versenken

      die Seele
      aus ihrem
      Urgrund
      lässt sich nicht

      in ein nichts Tun
      von Gedanken

      im Schweigen
      gemeinsamen
      Atmen
      halb geschlossenen
      Augen ersitzen

      der Stille sich
      versenkend

      die Ausstrahlung
      dem allgemeinen
      aus der Gefühlswelt

      dem möchte gern
      das besser Licht

      sich selbst
      die Erkenntnis

      den anderen
      damit zu belehren

      die Gefühle
      die Empfindugen
      der Ahnung
      das Denken
      zur Einsicht

      ist jedem
      sein eigen
      im Da

      in seiner Verantwortung
      als täglich Aufgabe
      von der Seele gegeben

      Herzliche Grüße
      Hans Gamma

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      • Lieber Hans, vielen Dank. Ich merke gerade, dass das Wort „Meditation“ vielleicht zu sehr mit bestimmten Vorstellungen besetzt ist. Das, worum es mir ging (und ich denke, auch Ulli), war, dass positive Gefühle sich gegenseitig verstärken. (Negative leider auch …). Wenn sich möglichst viele Menschen gleichzeitig auf positive Gefühle einstimmen, kann man dadurch etwas bewirken. Derzeit stimmen sich die meisten Menschen eher auf negative Gefühle ein. Und das bewirkt (leider) auch was … .
        Herzliche Grüße
        Maren

        Gefällt 3 Personen

        • Liebe Maren

          Das ist richtig bedacht.

          Die meisten Menschen, die kenne ich mir nicht.

          Jeder ist für seine Stimmungslage selbst verantwortlich,

          – und ist meine dunkel und böse, so muss ich mit mir in die Arbeit gehen.

          Die Einsicht zum Besseren, fordert mich als ganzen Menschen heraus.

          Ich kann meinen Schatten nicht vor die Füsse der anderen legen; mit Ritualen, Übungen, gemeinsamen Tun, mein Böses, das der Welt zum Guten verändern.

          Herzliche Grüße
          Hans

          Gefällt 4 Personen

  5. Eine schöne Anregung mit der Meditation. Ich mache mit, nur verlege ich es in die Morgenstunden. Am Abend geht es nicht so recht. Immer wenn ich so auf meinem Kissen sitze, denke ich an Alle, die überall in der Welt in diesem Augenblick das Gleiche tun. Das stärkt und strafft den Rücken, verhilft zum „Aufrechten“ sitzen. Und da fallen mir gleich viele Wörter mit „A“ ein. Aufrichtigkeit (im wahrsten Sinne des Wortes) . „Achtsamkeit“ und „Aufmerksamkeit“. Und ja, ich träume auch. Mich treibt zur Zeit das Thema Plastik bzw. die Vermeidung von Plastik um. In kleinen Schritten bewege ich mich diese Richtung. Und du hast recht, wir dürfen nicht aufhören, an unseren Träumen zu arbeiten. Liebe Grüße und sei umarmt. Marie

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    • Liebe Marie, schön, dass du die Idee auf deine Weise umsetzen wirst. Mir fallen übrigens nach den 4 Jahren, die zwischen dem Alphabet und jetzt liegen auch andere Begriffe ein, Aufrichtigkeit ist das erste bei A. Einen wunderbaren Aufsatz zur Achtsamkeit und wie dieser Begriff oft missverstanden oder auch missbraucht wird, las ich von einem Zenpraktizierenden, wenn er dich interessiert, sag Bescheid, ich schicke ihn dir gerne zu.
      Herzliche Grüße
      Ulli

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  6. Maren sprach oben „Verpflichtung“ an.
    Das ist glaube ich das Stichwort.

    In meiner kleinen Welt erlebe ich das ja auch. Unser Schachclub kann sich nicht treffen und eins ums andere Mal klappt es nicht einmal im virtuellen Raum. Ich hatte etwas um 19:30 angeboten und wieder wurde es nichts.

    Gefällt 2 Personen

  7. ja, eine gute Möglichkeit, sich miteinander… Zu verbinden, im Quantenfeld, Energien zu bündeln, eine Kraft zu erzeugen. Ja es ist so wichtig, Möglichkeiten Kraft der Gedanken, einen Weg in unseren Alltag zu bereiten.

    p.s.da die Zeit nicht linear ist, kommt es nicht darauf an, uns zu einer bestimmten Uhrzeit zu verbinden, wenn wir den gleichen Fokus haben, sind wir bereits verbunden.

    und liebe Ulli, den Text zur Achtsamkeit hätte ich auch gerne.

    nacht Grüße an euch alle
    Dagmar
    die nun mit euch verbunden ist, es vorher schon war, es sein wird…

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Dagmar, du hast Recht, Verbundenheit ist nicht an Uhrzeiten gebunden, sie können allerdings das Feld verstärken.
      Den Text schicke ich dir gerne morgen zu.
      Schön, dass du dabei bist.
      Verbundene Grüße an dich,
      Ulli

      Gefällt 1 Person

  8. Ich weiß nicht warum, aber ich habe erst heute deinen Beitrag gefunden, obwohl ich deine Seite abonniert habe … ich habe es aufgegeben, gewissen Dingen (eben diesen technischen Fragwürdigkeiten einer so genannten Reihenfolge) nachzuforschen, weil sie eben ablenken, damit ich Zeit habe, andere Dinge umso konsequenter zu tun. Das bedeutet (für mich) ein Sich-Einlassen auf den Strom, der manchmal sehr mitreißend ist, manchmal sintflutmäßig überfordert, zum Ertrinken zwingt oder einlädt, auf dessen Wellen lustvoll zu reiten sein kann, oder gemächlich dahinfließt, in dem zu schwimmen, zu treiben, zu tauchen ist … Meditation ein Pfad für mich zu lernen, vom Gedanken zum Fühlen zu gelangen, im Augenblick zu sein, von Herzschlag zu Herzschlag, von Atemzug zu Atemzug, anerkennend das, was grad um mich ist, ohne zu urteilen, ob gut oder schlecht, weil ich in meinem Alltag immer mehr darauf komme, dass ich Dinge, die ich wirklich für Fakten hielt, die unumstößlich sind (Orte etwa, die ich OFT besucht habe, also zu kennen meinte wie meine Westentasche) nicht kenne, nicht weil sie äußerlich verändert hätten, sondern weil ich es GLAUBTE, nicht wusste. Das erschütterte natürlich mein Weltbild ungemein (denn es gab nur ganz wenig – und es handelte sich um „unbedeutende“ Dinge, wenn ich so sagen darf -, von dem ich meinte, ganz sicher zu sein, aber sogar das war wohl zuviel), stellt sich allerdings als heilsam heraus (weil es mich loslassen lässt von meiner Angst, dass ich beginne demenzhaft zu vergessen). Und daher ärgere ich mich nicht mehr über den geheimnisvollen Algorithmus von WordPress oder meine etwaige Zerstreutheit, sondern freue mich, den von mir schon ganz neugierig erwarteten, von dir angekündigten Beitrag gefunden zu haben. Was mich abhält vom Handeln ist oft der Zeitfaktor oder der Glaube, nicht handlungsfähig zu sein, weil … bei all den vielen Wahrnehmungen, die mein Da-Sein vollzieht, alles möglich ist, und daher wirklich der Weg zu finden ist, der in Übereinstimmung mit dem Schlag des Herzens liegt. Es scheitert weniger an Entschlussfreude oder -kraft, sondern an den Prägungen, die bereits abgeschliffener, nichtsdestotrotz noch vorhanden sind. Weiters auch die Beobachtung und die Erfahrung, dass Nichts-Tun auch ein ganz entschiedenes Handeln sein KANN, im … hm, ja, im richtigen Moment. Oder so ähnlich. Steter Tropfen höhlt den Stein, und vermutlich wäre es auch heilsam, weniger daran zu denken, ob wir menschlich, göttlich, mächtig, ohnmächtig etc. sind, sondern eben einfach DA zu SEIN: mich einzulassen auf genau MICH, dem was diesem mir sehr oft rätselhaftem Mich unmittelbar umgibt – über die Unzufriedenheit, die sich daraus ergeben mag (warum befinde ich mich genau im Mittelpunkt eines Sturms, einer Stadt, in diesen wirren Zeiten??? etc.) zu meditieren, mich mir selbst und der Welt um mich herum einfach zuzuwenden. Ich liebe diese Welt, die mich so oft scheinbar abgelehnt, übersehen etc hat. Geschah das wirklich? Ließ ich es geschehen? Tat ich das alles selber, und nur bei mir oder auch bei anderen? Warum liebe ich diese Welt eigentlich, was gibt mir … den Impuls dazu, überhaupt diese oftmals zärtliche Empfindung für etwas, das so „offensichtlich“ „außer Rand und Band“ ist, zu verspüren? Vielleicht, weil es eine Entsprechung gibt, eine Bestimmung? Was wäre dann das? Und die Springerin hüpft von Begriff zu Begriff, um verstehen zu lernen, das aber eigentlich zu fühlen, was grad jetzt, in diesem Moment, relevant ist, nicht mehr … fühlt sich dabei manchmal aufgeregt wie ein Hund, der eine Spur erschnüffelnd verfolgt, ganz vertieft ist dabei und sicher nicht drüber nachdenkt, sondern einfach nur grad jetzt ERKENNT (oder eben neu entdeckt). Hat der Hund mal erkannt, verharrt er nicht in dieser Erkenntnis, sondern erschnüffelt sich weiter seine Welt ….
    Oh, das ist ein spannendes Thema, und wir inspirieren einander, alle, wunderbar, das Alphabet der Träume (für mich war klar, dass es um kraftvolles Visionieren geht.)
    Ganz herzliche Grüße aus Wien!

    Gefällt 1 Person

    • Guten Tag

      Ich gehe
      mit meinem Schatten
      er hat sich
      in meine Haut
      verwurzelt
      und eingelassen

      für andere unsichtbar
      damit sie an ihm
      keinen Schaden nehmen

      als Mantel
      seit meiner frühesten Kindheit
      bis heute

      nicht das Licht
      das zwar
      dem Wirklichen beigesellt
      die Sicht

      aus dem Fenster
      dem Augenpaar
      in die Seele
      die den Leib
      umfassende Welt

      dem Besseren
      den Versuch
      tagtäglich
      in jedem Moment

      Ich denke es ist die eigene Bestimmung, sie aufzusuchen, daran zu arbeiten, dass sie den ganzen Menschen herusfordert, ein Leben lang.

      Der Strom des Lebens bedingt in der Erfahrung, dem Erkennen, dass er die Not, das Leid, unser Ende uns allen bereit hält.

      Das sich Versenken, ist eine Möglichkeit; die Sinne müssen sich daran gewöhnen, dass es uns beides gibt, böses und gutes, davor, vor der Tat, wenn man dem vermag, das eine zu lassen, das andere tun.

      Tatsachen bedingen, dass ein jeder sich in seiner Art und Weise, wenn sie oder er dem muss, sich so gut wie möglich, sich selbst ein Urteil bilden, und ohne der letzten Wahrheit, dem Zweifel, seine Antwort unmöglich zu machen.

      Die Angst und die Furcht, sind ohne das wir dem wollen, manchmal der Alp, eine Begleiterscheinung der Natur, wir selbst sind Natur, unauflöslich an sie gebundene Kreatur.

      Die Übereinstimmung, die Stimmungsgealt des Herzens, seine Raserei, im guten der Verliebtheit, an die Sachen, dem Bösen, in der Einsamkeit, den Schmerzen, oft ein böses Erwachen.

      Die Prägungsmuster, des Überkommenen, können uns, denn; wer kann ohne Sünde sein, nicht von der bösen Tat, als eine Art von Entschuldung uns entlasten.

      Es geht nicht nur darum, dass ich mich ausschließlich mit mir und meinem Bewusstsein, meinem bescheidenen, unbedeutenden ich befasse. In der Seele, ist die ganze Meinschheitsgeschichte, vorhanden und eingelassen.

      Der Traum, soweit ich dem folge, die tägliche Schuung der Seele; kann, so denke ich, mich zu neuer Einsicht, wenn ich dem will, mich dazu bringen.

      Ganz herzliche Grüße aus Uster!
      Hans Gamma

      Gefällt 2 Personen

    • Liebe Silvia, Da-Sein und So-Sein das ist die Disziplin. Wenn ich mit dem Herzen atme, gelingt es sofort 😊
      Du hast mich an eine Episode aus meinen noch sehr jungen Jahren erinnert, ich war 15/16, ging durch alt bekannte Straßen, als mein Blick zu den oberen Fassaden schweifte, ich entdeckte eine neue Stadt.
      Ausserdem habe ich mich an unseren regen Austausch während der Entstehung meines ABCs erinnert, so intensiv war er. Ich glaube, dass wir uns damals richtig nahe gekommen sind.
      Hab herzlichen Dank für deine heutigen Gedanken, die noch in mir nachwirken.
      Liebe Grüße aus dem abtauenden Schneeland an dich,
      Ulli ❤️

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