Pingpong 088

PING 088

GERDA AN ULLI →  GLÜCKLICH, WER ZWISCHEN HIMMEL UND MEER …

PONG 088

ULLI AN GERDA → … NICHT WARTEN MUSS.

PING 087

ULLI AN GERDA → Ein Leben lang gegen Rassismus sein und für …

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34 Gedanken zu „Pingpong 088

  1. eine wunderschöne Antwort, liebe Ulli, die ganz genau Yin zu Yang fügt: das Warten bis hin zur endgültigen Erstarrung im Gegenzug zum naiv-jauchenden Aufbruch. Das Meer, das trennt, zum Meer, das verbindet. Auch dein neues Ping-Bild gefällt mir sehr. Der Satz weniger, denn er enthält zwei Wörter, die bei mir negative Reaktionen auslösen: „Rassismus“ und „gegen“, beide Wörter führen bei mir zu körperllich wahrnehmbaren Abwehrhaltungen. (du weißt, ich arbeite mit Wörtern). Nun muss ich sehen, wie ich diese Negativität aufhebe und ins Positive wende. Jedenfalls herzlichen Dank für den starken Impuls.

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    • Liebe Gerda, danke für deins zum Meer und dem Warten.
      Zu meinem Ping: Deswegen steht bei meinem Ping … und FÜR. Ja, es ist einfach gegen etwas zu sein, wenn man es nicht mit einem FÜR füllt, bleibt diese Haltung stecken – Rassismus hingegen ist ein Ismus, der existiert, dem man sich stellen sollte. Bin gespannt was du daraus machen wirst.
      Herzlichst, Ulli

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          • Deinen Einwand („abgehoben“) versteh ich nicht, Ulii. Das Gegenteil ist der Fall. Die Verhaltensweisen und Haltungen waren doch schon lange da, bevor der Begriff gebildet wurde. „Rassismus“ als Begriff gibt es erst seit Beginn des 20.Jahrhunderts, und er wurde als Kampfbegriff gegen die damals auftauchenden „wissenschaftlichen“ Rassetheorien gebildet. Ich glaube, erstmals in der Menschheitsgeschichte wurde auf angeblichen Rassemerkmalen ein politisches Programm aufgebaut – ein deutscher „Sonderweg“. Der italienische Faschismus kannte ihn nicht, der spanische, derr sich mithilfe marokkanischer Einheiten durchsetzte, ebenfalls nicht.

            Seit dem Ende des Nationalsozialismus hat sich der Begriff „Rassismus“ mit neuen Inhalten gefüllt und meint nun alle auf äußerlichen oder kulturellen Merkmalen beruhenden Diskriminierungen. Das Grundgesetz verbietet solche Diskriminierungen – im Gegensatz zur Zeit davor, als die Gesetze die Diskriminierung forderten und nicht-diskriminierendes Verhalten bestraft wurde (Rassengesetze, Verbot der Gemischtehen etc). Wenn auch heute noch diskriminiert wird, so ist das eine private Haltung, die nicht durch Gesetze gedeckt, sondern im Gegenteil verboten ist. Man kann dagegen klagen.
            Ich persönlich komme gar nicht auf die Idee, jemanden aufgrund äußerer Merkmale oder der Zugehörigkeit zu irgendwas für weniger wertvoll zu halten als mich selbst. Zu solcher Arroganz fehlt mir das Sensorium. Das bedeutet freilich nicht, dass ich keine Unterschiede sehen würde, die durch kulturelle und soziale Milieus erzeugt werden. Dass es diese Vielfalt gibt, freut mich. Manchmal ist sie auch beschwerlich.

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            • Selbstverständlich war immer erst etwas, bevor es eine Bezeichnung bekam! Um es klarer zu machen, was ich damit meinte: Du schreibst im zweiten Kommentar: -ismen existieren nur als Kopfgebild …, dieser Aussage kann ich nicht zustimmen, dem geht eben etwas vorraus. Es existiert der Rassismus lange bevor es das dritte Reich gegeben hat, auch wenn man es vielleicht nicht so nannte. Ich erinnere an die gandenlose Verfolgung und Tötung der süd- und nordamerikanischen UreinwohnerInnen – an die Versklavung der afrikanischen Menschen, erst von den Mohemadanern, dann von den Europäern – die Verfolgung der Juden und und und – all das gehört aus meiner Sicht auch zu Rassismus und zeigte sich in Greueltaten – all das nur als Kopfgebilde „herunterzubrechen“ erscheint mir nicht als richtig!

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              • Das ist ein Missverständnis, Ulli. Genau das meinte ich doch: Das Phänomen ist viel älter als der Begriff, und es zieht eine blutige Spur durch die Menschheitsgeschichte. Drum schrieb ich ganz oben: wenngleich eine Kopfgeburt, hat er verheerende Folgen. Warum nenne ich es eine Kopfgeburt? Weil es (wie du ja auch in einem Kommentar schreibst) überhaupt nicht natürlich ist, Menschen, die anders aussehen, für minderwertig zu halten. Beweis: Kinder tun das von sich aus nicht. Und Erwachsene tun es „von sich aus“ auch nicht. Es ist etwas Angelerntes. Da hab ich als „Beweis“ mich selbst angeführt. Mir ist diese Menscheneinteilung in unterschiedlich wertvolle „Rassen“ so fremd, dass ich es nicht nachvollziehen kann.
                Da ist dann auch mein Problem mit dem „gegen den Rassismus“. Ich kann nicht „gegen“ Menschen sein, die diese Vorurteile und Haltungen aus irgendeinem Grund ausgebildet haben. Jedes „gegen“ gibt nur Energie in das unerwünschte Verhalten und macht es stärker. Aber ich kann mich dafür einsetzen, dass die Staatsgesetze diskriminierende Verhaltensweisen bestrafen und nicht, wie es in den schlimmsten Epochen des Rassismus der Fall war, förderten oder sogar anordneten. Ich kann mich dafür einsetzen, dass Kinder in Milieus aufwachsen, in denen ihnen die Vorstellung der Überlegenheit einer Rasse über andere gar nicht erst kommt. Ich kann mich dafür einsetzen, dass durch Rassismus geschädigte Menschen zu ihrem Recht kommen. Ansonsten ist es für mich natürlich, mit Menschen jeder Art Umgang zu haben – aber was ist daran bemerkenswert? Sie haben ja auch Umgang mit mir.

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                • Gut, dass ich den Faden noch enmal aufgenommen habe. So werden dann Missverständnisse ausgeräumt! Allerdings hast du nicht von „Kopfgeburten“ gesprochen, sondern von „Kopfgebilden“, was für mich zu etwas anderem hingeführt hat.
                  Bei allem anderen kann ich dir nur zustimmen, da bin ich kein Stück anders. Und niemals ist gegen Rassismus sein, gegen den einzelnen Menschen zu sein, sondern gegen diesen Anteil in eben diesem Menschen,. Vielleicht kann man in Gesprächen etwas Bewusstsein schaffen, um zur Umkehr, zur Einsicht zu bewegen.

                  Deine letzte Frage verstehe ich wieder nicht. Wo kommt sie her? Hier geht es doch nicht um Bemerkenswertes!

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              • mit „bemerkenswert“ wollte ich auf folgende Zusammenhänge hinweisen: erstens, dass Griechen von Deutschen in schwerster Weise rassistisch misshandelt wurden, zweitens, dass immer noch bei vielen Deutschen – auch der Politiker – eine Neigung festzustellen ist, sich den Griechen überlegen zu fühlen und es sie spüren zu lassen … und drittens, dass ich trotz dieser schweren Hypothek in keiner Weise von Griechen diskriminiert werde.

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            • Gerda, bevor ich auch nur einen Kommi las, dachte ich schon, seit wann gibt es eigentlich dieses Wort Rassismus?
              Es ist mir so fremd wie Dir. Menschen sind wir doch alle und wieso dieser Begriff…

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  2. Liebe Ulli, das Foto mit den beiden Babypuppen unterschiedlicher Hautfarbe ist so so so so schön – wenn es doch alle sehen würden und beherzigen, denn leider ist das auf unserer Welt nicht so. Die Weißen fühlen sich nach wie vor als die „Kings“ (den Begriff aus dem dritten Reich wollte ich nicht schreiben), obwohl er immer noch zutrifft. – Aber auch andere Leute aus anderen Länder haben unter diesem Terror zu leiden – gerade haben 50 Männer in Essen einen Dönerstand (?) eines Türken zertrümmert. Die Gewalt wird eher mehr als weniger.
    Heute kommt der Sohn und bohrt 4 Löcher – du ahnst sicherlich, wofür 🙂 😉
    Lieben Gruß von mir

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    • Liebe Clara, ich danke dir, ja die Voruteile gegen Menschen aus anderen Ländern und mit anderen Hautfarben ist groß, er gilt aber auch umgekehrt, also nicht nur die sogenannten Weißen gegen die andersfarbigen, sondern auch die andersfarbigen Menschen gegen die Weißen. Ich glaube ja, dass die Grundursache hierfür die Angst vor dem Fremden ist. Spannend finde ich, dass angeblich Kinder diese Unterschiede nicht sehen, nur dadruch, dass man sie benennt und betont sich hierfür ein Bewusstsein bildet, dass hier etwas anders ist.
      Und wow, bald kann ich die Bilder an deiner Wand sehen! Ich freue mich darauf.
      Liebe Grüße
      Ulli

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  3. Da ist ja schon ein Pong, und so ein schönes mit Meer! Deine Antwort finde ich zwar gut, aber sie löst bei mir auch spontanen Widerspruch aus: wenn ich schon warten muss, dann doch bitte am sommerlichen Meer!
    Nach eurer ausführlichen Debatte über Rassismus bin ich nun sehr gespannt darauf, was Gerda daraus macht.

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  4. Pingback: Pingpong 089 | GERDA KAZAKOU

  5. Gerda Ping gefiel mir ja schon sehr, aber nun Dein Pong dazu, liebe Ulli, das macht perfekt.
    Kein endloses Warten, sondern ein grenzenloses Fließen zwischen den Elementen.
    Ein neues Ping von Dir und ich sehe sie vor mir, einer dunkel, der andere hell, zwei Menschen, nur die äußere Erscheinung trägt eine andere Hautfarbe und wieso sollte nun der eine auch innerlich anders wie der andere sein?
    Aber das, was uns zu fremd zu sein scheint, lehnen wir es erst mal ab?
    Schützen wir uns so vor evtl. Gefahr, die wir noch nicht benennen können?
    Ein tolles Ping, das die Gedanken in Bewegung bringt, liebe Ulli
    Ich grüße Dich am Sonntagvormittag

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  6. Ein schönes Pong, das zum Nachdenken anregt. Die Frau, als Zuschauerin, fest sitzend und doch möchte man hoffen, dass sie aufsteht und ins Wasser springt… aber auch das Wasser und die drei Felsen scheinen zu warten…. Liebe Grüße, Priska

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    • Liebe Priska,
      diese Frau ist eine Fischersfrau. Wie oft diese Frauen bange aufs Meer geschaut und auf die Rückkehr ihrer Männer gewartet haben! Und wie oft ein Unwetter diese Hoffnung vereitelte. Das Meer ist eben nicht nur romantisch, es wird und wurde für Viele ein Grab.
      Liebe Grüße
      Ulli

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    • P. S. Schwimmen konnten früher die Wenigsten, Frauen schon gar nicht. Dieses Denkmal sah ich in Asturien. Da es aber in einem Häusermeer stand, habe ich mir erlaubt es zu versetzen. So macht es für mich mehr Sinn.

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