Für Gerda oder über die Anfänge der Kunst

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Gerda machte sich in mehreren Beiträgen Gedanken über die Kunst, ihre Anfänge in Beziehung zum Jetzt, wie eins ins andere greift und aufeinander fußt und bis ins Heute wirkt, sowie weiter über die Gleichzeitigkeit allen Seins. Am besten ist du liest es bei ihr selbst nach.

Gestern schlug sie einen Bogen von der Höhlenmalerei zur digitalen Kunst. Nachlesen und die Bilder zum Thema anschauen kannst du hier → https://gerdakazakou.com/2020/03/11/anfang-und-vorlaeufiges-ende-der-kunst-von-der-hoehlenmalerei-zum-elektronisch-erzeugten-bild-collage/

Im Vorfeld hatten wir uns darüber unterhalten wo wir denn den jeweiligen Anfangspunkt für die Kunst setzen würden. Ich schlug sofort die Höhlenmalereien vor, wie auch Myriade. Gerda nahm diesen Faden auf und fragte mich in ihrem gestrigen Beitrag dazu, ob ich nicht auch ein Bild gestalten wollte. Ich wollte. In ihrem Beitrag folgte ich einem Link zu einem Artikel, der sich mit den ältesten Funden der Archäolog*innen in Bezug auf Höhlenmalereien und Handabdrücke beschäftigt.

https://www.welt.de/wissenschaft/article133442959/Das-Geheimnis-der-weissen-Haende.html

Mir fiel dabei auf, dass diese Funde 40-50.000 Jahre alt sind, genau so alt wie die ältesten schamanischen Kulturen, die bis heute bekannt sind.

Schamaninnen und Schamanen in der ganzen Welt benutzen die Trommel, die Rassel und oder monotone Gesänge, um sich in eine Trance zu setzen. So gilt die Trommel als das Pferd zur Anderswelt. Dies ist der Grund warum ich mich für das Pferd in dieser Montage entschieden habe. Das Pferd als Träger der Kunst seit nahezu 50.000 Jahren, über alle Zeiten und Stile hinweg. Und da ich nicht an ein Ende glaube, sondern nur an einen stetigen Wandel wird das Pferd auch die Kunst des Jetzts ins Morgen tragen, wie immer es aussehen wird!

Mir geht es auch um die Wurzeln, ohne diese Wurzeln kann es ein Jetzt nicht geben. Jede Generation lernt von den vorhergegangenen und alles was je geschah und geschehen wird hinterließ und hinterlässt genetische Abdrücke. So schaut das Pferd neugierig auf das Jetzt, nimmt auf und wird weiterziehen.

16 Gedanken zu „Für Gerda oder über die Anfänge der Kunst

  1. Schön ist das, Ulli, danke von Herzen! Durch das neue Format und die andere Strichführung kommen Weite und freier Atem ins Bild. Die enge Galerie entsteht durch den Tunnelblick – das Pferd zeigt, wie viel freier und weiter wir die Geschichte lesen können. Besonders freut mich das Symbol, weil ich nach chinesischer Astrologie ein Pferd bin.

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    • Oh klasse, ich freue mich sehr!
      Ich habe übrigens vergessen im Beitrag zu schreiben, dass dieses Pferd tatsächlich eine Höhlenmalerei aus Lappland ist, ich habe sie vor Urzeiten mal im Netz gefunden und das Pferd ja auch schon verschiedentlich eingesetzt.
      Ich freue mich nun ganz besonders, dass dir die Weite und der Raum aufgefallen sind, denn um diese ging es mir auch. Meine Güte, 40-50.000 Jahre, wenn das kein Weit(-her) ist 😉
      Affe grüßt Pferd ❤ lichst

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        • Ich habe vor ein paar Monaten einen Bericht im TV gesehen in dem es um die Wanderungen des Homo sapiens ging und wieso er wohl als einziger überlebt hat, während die Neandertaler, die gleichzeitig lebten, ausstarben … das deckt sich auch mit dem Artikel, den du eingestellt hast und macht für mich auch Sinn über die Gleichzeitigkeit von Erfindungen und Kunst über zigtausende von Kilometern hinweg. Auch geographisch sah es ja noch anders aus, die Straße von Gibraltar war noch keine, sondern Land. Ich liebe es ja in solchen Dimensionen zu denken und auch zu begreifen, das nimmt u.a. die Last und Wichtigkeit des Jetzts.

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  2. Pingback: Anfang und vorläufiges Ende der Kunst: Von der Höhlenmalerei zum elektronisch erzeugten Bild (Collage) | GERDA KAZAKOU

  3. Hier kann ich frei atmen, liebe Ulli! Eine zarte und zugeneigte Variation, die durch deine Anmerkungen über die Bedeutung des Pferdes für mich erst in weiteren Dimensionen verständlich wird.
    Schön!

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    • Ach schön, ich freue mich, liebe Ule! Wahrscheinlich hast du schon die Kommentare zwischen mir und Gerda gelesen?! Ja, es ging mir auch um die Weite.
      Was ich nicht schrieb ist, dass Künstler*innen während des Schaffensprozesses auch oft in einer Art Trance sind.
      Herzliche und freudige Grüße
      Ulli

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  4. Ohja, diese glückliche Versunkenheit in einen kreativen Prozess ….. Die Symbolik des Pferdes finde ich auch sehr spannend. Gibt es auch archäologische Befunde über den Zeitpunkt des Beginns des Schamanismus, das würde mich sehr interessieren

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  5. Pingback: Nachtrag zu den Anfängen der Kunst |

  6. spannend und schön sind die beiträge zu den wurzeln der kunst, der fröhliche narr, die schamanentrommel, die trance, das pferd als archetypisches krafttier … oh ja, und ich möchte in diesem zusammenhang auch an den mythischen pegasus erinnern, das geflügelte pferd, symboltier poetischen schaffens … 😉
    ❤ pega

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  7. Wie schön, das Pferd als Träger der uralten Kunst bis heute zu nehmen, liebe ulli.
    Es symbolisiert Kraft und Stärke und ist wohl nicht ohne Grund als geflügeltes Pferd in die griechische Mythologie eingegangen.

    Ich habe heute Abend zweimal Probleme mit dem läppi gehabt, aber nun hat es mit dem Handy doch noch geklappt, bevor ich 8n mein Bett flitze.
    Liebe gutenachtgrüsse von Bruni an Dich

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