Winterzeit – Wintertime

Ich gestalte meinen eigenen Winter

I am creating my own winter

draufklick = großes Bild – please click to enlarge

Die Seele

Fliegt mit den

Eulen und es

Schneit Federn

Frühling ist ein

Möwengefiederter

Bengel aus Schottland mit

Bärlauchatem.

Der Kater fängt die

Maus mit weißen Samthandschuhn.

Ich wohne wo es kaum

Wege gibt geschweige

Gefährten und dort

Drüben steht der Mond

Die Abende sind sehr still.

Die Wiesen wölben sich zu den

Horizonten.Ein paar

Kibitze greinen im

Schlaf.

Sarah Kirsch


Die ersten vier Zeilen stellte Karin vom Dach am Samstag ein. Sie gefielen mir so gut, dass ich mich auf die Pirsch machte. Ich teile sie gerne mit euch und wünsche euch eine gute Woche.


Sorry to my English readers, I feel not able, even not allowed, to translate lyrics, especially not of others.

33 Gedanken zu „Winterzeit – Wintertime

  1. Guten Morgen, liebe Ulli,
    tanzende, miteinander spielende Weißfarben in Deinem Bild, gar nicht nur eine Farbe ist es, sondern eine Welt voll davon – und meist ist Weiß ja Hell, ich nehme mir das jetzt mit auf meinen noch dunklen Radweg zur Schule. Danke!
    Hab einen guten Wochenbeginn, Herzensgrüße von Frau Rebis

    Gefällt 2 Personen

    • Hallo, du Liebe, da gehe ich davon aus, dass du mich in aller Frühe besucht hast, möge die Helligkeit des Bildes deinen Weg beleuchtet haben 😉
      Weiß ist eben auch nicht nur weiß, wie alle anderen Farben hat auch weiß seine Nuancen, auch wenn es ja eigentlich gar keine Farbe ist.
      Ich grüße dich von Herzen,
      Ulli

      Gefällt 1 Person

  2. oh, ein wunderbares (winter)bild, liebe ulli, hinter der strahlenden kälte ein warmes weiß, das ist sehr fein! ein tolles gedicht dazu auch, ich mag die gedichte von sarah kirsch sehr.
    danke und eine wundergute woche für dich!
    mit lieben grüßen, diana

    Gefällt 5 Personen

    • Guten Morgen, liebe Diana, herzlichen Dank für deinen Kommentar und deine guten Wünsche, die mich freuen!
      Ich kenne viel zu wenig von Sarah Kirsch, das soll sich ändern.
      Liebe Grüße
      Ulli

      Gefällt 1 Person

  3. Ach, Ulli! Du glaubst gar nicht, wie ich mich jetzt freue, dass ich nicht den vollständigen Text eingestellt hatte, denn Dein Winterbild ist überwältigend schön, verdoppelt die Poesie der Zeilen. Ich habe mir erlaubt, noch nachträglich bei mir einen Link hierher zu setzen.
    Bei diesem Montagsgeschenk an uns, empfinde ich ähnlich wie Frau Rebis; nun habe ich es als Link zu Dir als Bereicherung auch auf meinem Blog jetzt für immer bei mir.

    Voller Herzensdank an Dich einen freudeseufzenden lieben Gruß vom Dach, Karin

    Gefällt 2 Personen

    • Oh wie schön! Ich freue mich riesig über deinen begeisterten Kommentar. Ein schönes Beispiel für „Vernetzung“, so mag ich Bloghausen 🙂
      Ich danke auch dir noch einmal für diese Inspiration und wünsche dir eine gute Woche,
      erfreute Grüße
      Ulli

      Gefällt 1 Person

  4. Sehr fein, japanisch anmutend. Und freundlich, friedlich, dieser Winter. Dazu das Gedicht, fast überschwänglich die Lebensfreude. danke dafür! Möge auch dich diese Stimmung den ganzen Tag weitertragen!

    Gefällt 5 Personen

    • Guten Morgen, liebe Gerda, ich freue mich, dass du die Anlehnung an japanische Kunst siehst. Und ich sage, ach ja, ich wollte doch wieder viel mehr mit Tusche zeichnen, kommt Zeit, kommt Tusche 🙂
      Interessant finde ich, dass du in dem Gedicht überschwängliche Lebensfreude liest, auf mich wirkt es eher melancholisch, ein bisschen einsam sogar, aber tief in der Beschreibung des umgebenden Landes und seiner BewohnerInnen.
      Freudig bin ich heute aufgewacht, nun bin ich etwas aufgeregt …
      herzliche Grüße
      Ulli

      Gefällt 3 Personen

      • das Gedicht hat zwei Teile, im ersten Teil spüre ich einen hüpfenden übermütigen Ton, der sich dann im zweiten Teil beruhigt und ausatmet – beginnend mit „Ich wohne….“, tiefe Einsamkeit und so still, dass das träumerische Greinen der Kibitze zu hören ist.
        Es ist ein Gedicht, dir auf den Leib geschrieben. Nun aber ziehst du, hoffentlich, bald ins Frühlingstal.

        Gefällt 1 Person

    • Es gibt sie ja, die Menschen, die Lyrik übersetzen können, aber dafür muss man eine Fremdsprache durchdrungen haben. Ich habe Gedichte von Sylvia Plath in Englisch und Deutsch, da kann man studieren wie es gehen kann!
      Ich danke dir und grüße dich herzlich,
      Ulli

      Gefällt 1 Person

  5. Liebe Ulli,
    was für ein bezaubernder selbst kreierter Winter! Lädt ein zum Eintauchen und Geschichtenerleben. Ein fast schon himmlischer Kontrast zum tristen grauen Hamburger Regenwetter, der uns hier heute beglückt.
    Herzlichen Dank und Dir eine wunderschöne Woche!
    Serap

    Gefällt 2 Personen

    • Dankeschön! Ich freue mich über deinen Zuspruch und deine Begeisterung.
      Und ja, das war der Hintergedanke, die Fotos vom letzten Januar zeigen viel Schnee, dieses Jahr will er einfach nicht fallen. Auch gut, dachte ich, dann eben so …
      Liebe Grüße
      Ulli

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  6. Ideale Illustration des Gedichtes, liebe Ulli! Aber keinesfalls erschöpft sich diese Montage(?) in einem dienenden Dasein. Dein Winter ist so farbig wie ein Sommertag, nur eben ein wenig zurückhaltender und abgekühlt.
    Wenn du mehr Gedichte von DichterInnen lesen möchtest, ohne Geld dafür ausgeben zu müssen: Kennst du http://www.lyrikline.org? Da sind viele Gedichte sogar von inren SchöpferInnen gelesen, zum Hören auch.

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Ule, unter diesem Link schaue ich immer wieder gerne, bzw. lese ich … danke dennoch.
      Das ist auch wieder eine Montage, ja. Als dienend empfinde ich sie auch nicht, das Bild kann auch gut ohne Gedicht auskommen, hat es doch eine eigene Poesie.
      Liebe Grüße und schön dich zu lesen 🙂
      Ulli

      Gefällt 1 Person

  7. Pingback: WinterLichter |

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