Etüde 014 2019

Eine 14. Etüde in diesem Jahr zu Christianes Projekt, mit einer Wortspende von Alice make a choice. Meinen Dank an euch beide und dieses mal auch ganz besonders an Christiane, die sich einer Diskussion gestellt hat, die zu führen ich mir nicht einfach vorstelle. Wer mehr darüber erfahren möchte, folge doch bitte obigem Link. Danke.

draufklick = großes Bild – please click to enlarge

Flüchtige Augenblicke – (eine lyrische) Miniatur 011 2019

Ein Roman ist ein Roman,

ein Gedicht ist ein Gedicht,

wenn ich schreibe, schreibe ich

nicht unbedingt als Ich und,

oder über mich.

Flüchtige Augenblicke

in Worte gebannt

entlasse ich mich

schreibt

es sich

variabel

sind manch Worte

unterschiedlich

manche Interpretation

Lesende erzählen etwas

über sich.

46 Wörter

 

24 Gedanken zu „Etüde 014 2019

  1. O ja, da hast du unbedingt recht, speziell wenn „es“ aus einem schreibt. Aber oft schreibt man doch mit einer bestimmten Absicht – dann ist es auch eine Frage der Technik des Schreibenden, wie der Text aufgenommen wird.
    Schreibtheorie … weites Feld, liebe Ulli. Danke, dass du dich drangesetzt hast und schreiben mochtest.
    Liebe Grüße
    Christiane 😁🌧️❤️

    Gefällt 1 Person

    • Ja, liebe Christiane, Schreibtheorie ist ein weites Feld, mit der ich mich aber nur am Rand beschäftige, je mehr ich mich damit auseinander setze, umso mehr nimmt sie mir den Schreibefluss, aber das ist meins… Ich bin einfach keine Theoretikerin. Liebe Grüße Ulli, verschnupft 🐌 🤧

      Gefällt 1 Person

  2. besonders gefällt mir dies „entlasse ich mich“. Auch Lesende entlassen sich in gewisser Weise insofern, als sie teilhaben an Lebenswelten, die nicht ihre eigenen sind. Genau das ist auch das Befreiende am Lesen: nicht alles auf sich selbst beziehen zu müssen.

    Gefällt 4 Personen

  3. Liebe Ulli,

    Erst sei Dir ein Taschentuch gegen die Rüsselpest gereicht.
    Dann sei Dir gedankt für den Hinweis, war ein guter und wichtiger. Dem folgte ich (Wink zu Christiane).
    Feines Gedicht zu den Etüdenwörtern.
    Ja, sich entlassen ist wichtig, in andere Welten, andere Ansichten, sich von sich selbst entlassen.
    Wenn ich schreibe oder male, komme ich mir nah, näher geht es kaum. Und doch entlasse ich den Rest von mir in eine Art Autopilot, während ich schreibe oder male. Weil mein Geist dann voll fokussiert ist auf das was er tut…
    Nahmenschen behaupten, ich würde sowas wie unsichtbar, wenn ich in Texten versinke oder aber auch male…

    Schnelle Genesung wünsche ich Dir und Ruhe zum Heilewerden.
    Liebe Grüße,
    Amélie

    Liken

  4. Ganz wunderschön 🙂 Ich bin da ganz bei dir. Wenn ich schreibe, redet ein Teil von mir und der andere schweigt. Oft redet der, der sonst nicht so viel zu Wort kommt. Dann bin ich selbst oft überrascht, was da so aus mir rausgepurzelt kam.
    Lieben Gruß
    Alice

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Alice, ja, so geht es mir auch oft. Dann gibt es natürlich noch die Momente in denen ich etwas Bestimmtes ausdrücken möchte, und doch lasse ich mich auch dort gerne frei. Nur Feile ich dann lange noch im Nachhinein herum.
      Liebe Grüße
      Ulli

      Gefällt 1 Person

  5. und mir gefällt am besten die Stelle

    Flüchtige Augenblicke
    in Worte gebannt …

    liebe Ulli, und fühle mich berührt von Deinen Worten.

    Ganz herzlich, Bruni, die Dir gute Besserung wünscht!

    Liken

  6. Pingback: Schreibeinladung für die Textwoche 40.19 | Extraetüden | Irgendwas ist immer

Ich freue mich über Kommentare

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.