Ping Pong 048

Ping 048

GERDA AN ULLI → NUR WER DIE SEHNSUCHT KENNT …

PONG 048

ULLI AN GERDA → WEISS WAS ICH LEIDE.*

PING 049

ULLI AN GERDA → WER WEISS SCHON …

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Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiß, was ich leide!
Allein und abgetrennt
Von aller Freude,
Seh´ ich ans Firmament
Nach jener Seite.
Ach! der mich liebt und kennt,
Ist in der Weite.
Es schwindelt mir, es brennt
Mein Eingeweide.
Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiß, was ich leide!

Johann Wolfgang von Goethe


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13 Gedanken zu „Ping Pong 048

  1. ah. da bist du ja wieder! Du hast also den Goethe-Text genommen, schlau. 🙂 Und der Mann – den versteh ich. Segeln möchte man dieser Tage…. Nun also: Wer weiß schon….
    Heute kann ich nicht an mein mail-account ran, scheint, mein Provider ist seit gestern abend gestört. Zum Glück funktioniert der reader. Wer weiß schon, was schuld ist und wann ich wieder mailen kann…. 😦

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    • Liebe Gerda, ich begreife den Mann nicht so, dass er segeln gehen will, seine Haltung impliziert bei mir einen Blick in die Ferne, die Segelboote sind eben auch da. Zusammen sehe ich beide Bilder genau so, wie es Ule beschrieben hat, hier die Frau (von dir), die sich mit aller Körperlichkeit sehnt und dort er, in sich ruhend, nicht wirklich etwas von sich preisgebend – ihre Blicke könnten sich treffen …
      Zu deinem Mailproblem: manchmal nutzt es den Rooter für 3 Minuten vom Netz zu nehmen.
      Gutes Sein wünsche ich dir,
      herzlichst, Ulli

      Gefällt 2 Personen

  2. Ganz klassische Antwort heute, liebe Ulli! Hab mich schon gefragt, ob du im System bleibst oder ausbrichst. Den Ausbruch hast du mit dem schönen Foto getan: hier einen Mann zu wählen legt den Gedanken nahe, dass der sehnsüchtige Blick aus dem Ping ihm gilt und sein unsichtbarer Blick ebenso ihr entgegen schmachtet. Aber die gefasste Körperhaltung verlegt alles Leiden ins verschlossene Innen, während die Frau ihre Sensucht mit der ganzen, auch körperlichen, Person lebt und ausdrückt.
    Dass der Mann auf Boote schaut, gefällt mir gut, denn die Boote können gleichermaßen als sie selbst ersehnt sein wie auch als die Transportmittel zu einem beliebigen anderen Sehnsuchtsziel gelten. Damit wird dein Foto zu einer Abbildung der Sehnsucht an sich, was je ohne Allegorie nicht möglich wäre. Deine Allegorie finde ich perfekt!
    Nun kann Gerda ja ihren angedeutete, heimlichen Hintergrund des Aquarells verraten.
    Mit dem neuen Ping bringst du aber wieder die Weiblichkeit ins Spiel, die mit Segen erflehender (oder ratloser?) Geste schutzlos und etwas unverbunden vor/in einem Laubwald steht.
    Wie immer spannend, das Warten auf die Fortsetzung?

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    • Liebe Ule, du hast das Zusammenspiel der beiden Bilder genauso wahrgenommen, wie ich es meinte und das freut mich ungemein! Die Boote als Transportmittel hin zu der Frau ist zudem eine feine Idee! Für mich waren sie eben auch da 😉
      Ich finde es auch immer noch spannend was dann Gerda als Pong einfallen wird. Und fände jetzt aber erst einmal schön, wenn sie das Geheimnis um die Frau lüften würde!
      Herzensdank und -gruss an dich,
      Ulli

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      • Nun will ich etwas zum Hintergrund des Aquarells sagen.
        In jener Nacht des 15. August unterhielten wir beide uns, tranken Wein, und ich malte wie besessen 12 Aquarelle, bis der kleine ausgeliehene Block voll war. Das ging so bis 6 Uhr morgens. Eine Zeitlang spielte sie mit einer winzigen Katze, die sie aus der Müllltonne gerettet hatte und nun mit einem Fläschchen säugte. Ich hatte dabei den starken Eindruck, dass sich ihr ganzes Wesen nach einem Kind sehnte. Wenig später lernte sie ihren künftigen Mann, einen Segler und Bootsbauer (!), auf der Italien-Fähre kennen. Auf den Tag genau, am 15. August des folgenden Jahres, brachte sie ihren Sohn zur Welt.
        All das ist für mich in diesem und den anderen Aquarellen (link dazu bei mir im Kommentarstrang auf Ule) verborgen. Es bereitete sich in jener Nacht vor. Meine Hand wusste es, wenngleich unser Kopf es nicht wusste. Es war übrigens die Nacht auf den größten griechischen Sommer-Feiertag, Mariäe Himmelfahrt, wo alle Athener Urlaub machen. Die Überfahrt von der Insel, wo die Freundin lebte, nach Athen gestaltete sich hoch dramatisch, aber die Geburt verlief wunderbar einfach. Der Mann der Freundin und Vater des Kindes ist seit langem gestorben. Ich denke, das spiegelt sich in Ullis Antwort.
        Was mir noch auffiel, ist die Formähnlichkeit deiner beiden Bilder, Ulli: Pong – der Mann und Ping – die Frau, zentrale Rückenansicht, – Vorderansicht, Yin und Yang (dunkel und hell, mit umgekehrten Vorzeichen).

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        • Oh, das ist eine starke Geschichte, die sich hinter deinem Aquarell verbirgt, danke, dass du sie mit uns teilst!
          Spannend ist auch deine Wahrnehmung zu Pong und Ping, letzteres habe ich gestern aus dem Archiv gefischt, wie ja das Bild von dem Mann letztlich auch, aber das fiel mir eben als Antwort ein, nach einem Ping musste ich erst forschen, wahrscheinlich läuft da mehr im Urgrund ab, als ich es manchmal weiss. So, wie du es auch zu deinem Aquarell beschreibst und wie wir es ja schon öfter einmal festgestellt haben!

          Gefällt 3 Personen

  3. Ach, jetzt erschließt sich mir mein Gedanke um die liegende Frau. Mir schien sie weniger sehnsüchtig, als eher nachdenklich blickend, aber vermutlich lag auch ein unerfülltes Sehnen darin. DerSohn könnte ca. 31 Jahre alt sein *lächel*. Hab ich recht, liebe Gerda?
    Wie schön, daß Du mit dem Goethe geantwortet hast, liebe Ulli. Der wartende Mann scheint mir noch in sich ruhend, den Blick in die Weite gerichtet…
    Dein neues Ping, ach ja, wer weiß schon, und sie, die grazile Schlanke, vielleicht eine Elfe, von schützenden Bäumen umgeben, läßt geschehen, was sein muß und schwindet, als hätte sie nie hier gestanden…, als wäre sie nie gewesen…
    Ganz herzliche Grüße in den späten nachmittsg von Bruni an Dich

    Gefällt 1 Person

  4. Pingback: Ping Pong 049 | GERDA KAZAKOU

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