Sonntagsbild 52 2018

Durchlässig – permeable 009

oder – or

Form im Formlosen – form in informality

draufklick = großes Bild – please click to enlarge

Am Ende des Jahres, wenn sich der Rückblick einstellt, lasse ich die Erinnerung an den vergehenden Jahreszyklus noch einmal aufsteigen und dann gehen. Ich mache mich durchlässig und übergebe die Formen dem Formlosen, wo es sich nach einer Atempause wieder zu etwas Neuem formt.

Auch das nächste und damit vorletzte Sonntagsbild für 2018 wird die Durchlässigkeit zum Thema haben.

Mein Rückblick 03 2018 mit dem Thema „Durchlässigkeit“ füge ich hier ein.

Die Galerie öffnet sich, die Bilder werden groß, wenn du sie anklickst

Gutes und Schönes wünsche ich euch heute.



alle Bilder © Ulli Gau

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33 Gedanken zu „Sonntagsbild 52 2018

  1. Es gibt so viele Dinge in der Natur, die ihre Form ändern, durchlässig werden, sich verflüssigen, und dann wieder neue feste Formen annehmen. So sehe heute deine vielen schönen Bilder. Hab noch einen erholsamen Sonntag, liebe Ulli!

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    • Da hast du Recht, lieber Peter, ich denke nun, aufgrund deines Kommentars, vor allen Dingen an Lava und jetzt an Schnee und Eis, wir haben hier Tau- und Frierwetter im Wechsel.
      Nun wünsche ich dir eine gute Woche, herzliche Grüße
      Ulli

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    • Stimmt, liebe Christiane, auch hierbei kommt es auf das Maß an, manches ist eben auch schön zu bewahren, das zeigt sich dann!
      Ich danke dir, liebe Grüße und dir eine schöne Woche
      herzlichst, Ulli

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  2. „Ich …übergebe die Formen dem Formlosen, wo es sich nach einer Atempause wieder zu etwas Neuem formt“ – die Natur zeigt es uns. Aber für uns Menschen ist es schwierig, weil wir an Dingen, Erinnerungen, Menschen, unserem eigenen Körper anhaften. Es braucht ein starkes selbstbewusstes Ich, um der Phase des Formlosen ins Auge zu sehen, voller Vertrauen, dass sich immer wieder Neues formen wird.

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    • Liebe Gerda, mir helfen die Erinnerungen und Erfahrungen, dass sich noch immer etwas Neues geformt hat, so lassen sich die Phasen der Formlosigkeit besser aushalten.
      Einen herzlichen Gruß an dich, jetzt wieder Zuhause,
      Ulli

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  3. Liebe Ulli, was für ein heftig mutiger Gedanke … die Form dem Formlosen zu übergeben … meine Güte, gar nicht so einfach …denn die erwünschte und auch in ihrer Unzulänglichkeit vertraute Form muß ja losgelassen werden ins verunsichernde Nichts… die Vorstellung vom formlosen Nichts, aus dem sich die Dinge neu formen können ist beglückend und schmerzhaft zugleich! Eine immerwährende Wagnis…muß darüber nachdenken…
    Liebe Grüße aus dem Schnee

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    • Liebe Gretl, das stimmt, loslassen ist auch schmerzhaft, besonders wenn es um Liebgewonnenes, Vertrautes geht. Wie ich gerade schon an Gerda schrieb, mir helfen meine gemachten Erfahrungen, dass es mit den Jahren einfacher geworden ist. Zum Ende des Jahres rühre ich alles in die Lebenssuppe, ich muss ja nicht alles loslassen, nur dem Topf übergeben, manches darf dann wieder hervorkommen, anderes muss und soll gehen, es ist aber auch immer wieder wie das Öffnen einer Wundertüte, wenn ich dann am 1. Februar schaue, was aufsteigt. Schau mal, das habe ich dazu gefunden:
      „1.2. Das Formlose
      Auf das Formlose sind Rückschlüsse möglich. Es ist jedoch nicht als Objekt der Betrachtung erkennbar. Es ist vielmehr das Subjekt des Betrachteten.
      Im Formlosen gibt es keine Unterscheidungen. Es entspricht der Möglichkeit, sich in Unterscheidbares zu verwirklichen. Da Tatsächliches nur tatsächlich sein kann, wenn es möglich ist, ist die unentschiedene Möglichkeit Ursprung und Grund­lage des Verwirklichten.
      Obwohl Möglichkeiten des Formlosen womöglich nicht verwirklicht sind, ist die Wirkkraft der Wirklichkeit im Formlosen tiefer verankert als im Verwirklichten selbst. Das Formlose liegt dem Geformten zugrunde. Es ist wirklicher als das Verwirklichte. Aus seiner Sicht erscheint die Wirklichkeit des Verwirklichten austauschbar. Sie ist somit nachgeordnet.
      2. Übergänge
      Geformtes und Formloses sind keine getrennten Welten. Es liegt im Wesen des Form­losen unbegrenzt zu sein und somit nicht an den Grenzen des Geformten zu enden. Daher liegt allem Geformten das Formlose inne.
      Formen sind umso geformter, je komplexer sie sind. Je komplexer Formen sind, desto mehr wird das Formlose überlagert.“
      hab herzlichen Dank für deine Nachdenklichkeit,
      liebe Grüße, Ulli

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      • Grandios, liebe Ulli, diese Gedanken zum Formlosen …
        … das Formlose ist demnach wirklicher als das Verwirklichte, jaaa, und die Wirklichkeit des Verwirklichten erscheint austauschbar…das Verwirklichte ist also nachgeordnet…
        Das mag ich gerne, solche Denkereien… diese Gedanken verändern meine Sicht auf das Formlose enorm … daß ich da selbst noch nicht draufgekommen bin…hab vielen Dank für dieses geistige Weihnachtsgeschenk…und auch für die „Lebenssuppe“, meine Güte, seit ich keine Tanzritualzusammenkünfte mehr anbiete, vergeß ich selber alles, beinah hätt ich sogar Wintersonnwend vergessen, meine Güte, der Tanz um das neugeborene Lichtkind … ach Ulli, schad, daß du so weit weg bist, ich tät jetzt gleich die Schnee Eule losschicken, um Dich zu holen…aber ich were trommeln… vielleicht sollten wir uns in Gedanken zusammenfinden über´s ganze Land und weiter verteilt und an Sonnwend trommeln oder singen, pfeifen, tanzen, das würde ich soooo schön finden, das Bewußtsein, daß da Viele sind, oder was meinst Du? Sei gegrüßt aus den verschneiten Bergen…bei den Zwergen…

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        • Das machen wir, liebe Gretl, das ist so eine wunderbare Idee!
          Am Mittwoch kommen die Frauen und ich werde mit ihnen schon einmal die Sonnenwende „vorzelebrieren“, und ihnen den Vorschlag machen sich uns am Freitag trommelnder Weise anzuschließen und natürlichen, singen, pfeifend, was auch immer noch …
          Und ich freue mich riesig, dass ich dich erinnern, und dir ein Denkweihnachtsgeschenk machen konnte 🙂
          Und Eule und Schneeeule werden sich auch wieder einmal treffen, ist ja schon eine Weile her.
          Herzensgrüße an dich im Schnee, hier regiert noch der Matsch

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  4. Beim Chi Gong oder Thai Ji kann man seine „Form“ ausführen (tanzen) – eine längere Passage von Bewegungsabläufen und verschiedenen Verbindungen dieser Passagen.-
    Ins Formlose komme ich da nie. Schönen dritten Advent, tom

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    • Formlos ist ja eher eine geistige, denn eine körperliche Haltung und im Tai Ji und Qi Gong zählen nun einmal die körperlichen Formen, allerdings kann man auch dort den Geist leeren, wenn man kann 😉
      liebe Grüße
      Ulli

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  5. Du hast eine tolle Linie in Deinen Fotomontagen entwickelt, liebe Ulli,
    und Deine Collage vom Sonntag ist toll, wunderschön in Farbe und Form, die sich in das Formlose fügt

    Liebe Abendgrüße von Bruni

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    • Liebe Bruni, das hast du schön gesagt! Freudigen Dank.
      Interessant bei der „Durchlässigkeit“ ist, dass es hier fast mehr Fotos als Fotomontagen gibt 😉
      herzliche Spätabendgrüße an dich
      Ulli

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