Etüde eins/b Dezember 2018

 

Tatsächlich gibt es noch eine dritte Etüde in dieser Etüdenrunde, einem Projekt von Christiane. Die Wörter hat Elke Speidel gestiftet, herzlichen Dank dafür, sie waren sehr inspirierend, noch nie schrieb ich drei Etüden mit immer den selben Wörtern!

 

Miniatur 013 2018

Die alte Linde im Hof ist zum Winterbaum geworden. Ein Herbststurm blies über das Land. Nasskaltes Gummistiefelwetter im Dezember, kein Schnee. Ich trauere den vergangenen Schwarzwaldwintern nicht nach, bin weder Bergziege, noch Schneehase. Apropos Hase, was macht der eigentlich im Winter? Der Enkel und ich kommen ins Grübeln. Fachliteratur muss her. Aha. Ach so. Jetzt wissen wir das auch. „Sasse“* ist ein gutes Wort. Die Tage schummern von hell- bis dunkelgrau. Nebelschwaden von fein bis dampfdick ziehen über den Berg. Ich lausche dem Konzert der Regentropfen, ihrem Trommeln, ihrem Rauschigem. In einer solchen Nacht ruft noch nicht einmal das Käuzchen.

100 Wörter


* https://de.wikipedia.org/wiki/Feldhase

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23 Gedanken zu „Etüde eins/b Dezember 2018

  1. Da bin ich gern bei dir, liebe Ulli, lese mit euch und höre den Regen rauschen … Vielen Dank dafür, schön, dass dich die Wörter immer wieder animieren, ich mag sie auch sehr.
    Off topic: Deine Etüde erscheint nicht in meinem Reader, habe ich eben festgestellt, vermutlich schraubt WP wieder was im Hintergrund … wenn ich nicht den Ping bekommen hätte, wäre sie mir vielleicht gar nicht aufgefallen.
    Liebe Grüße
    Christiane (hustend und schnupfend)

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Christiane, da sende ich dir einen Heilesegen – ich habs gerade hinter mir, nur noch ein Resthusten, aber das dauert bei mir eh immer, leider.
      Ich freue mich, dass du bei uns gewesen bist, diese Etüde war ja nun persönlicher Art und nun freue ich mich einfach auf die neue Runde, alle guten Dinge sind drei 😉
      Ich wünsche dir eine gute und schöne Woche bei Erkältungstee und Kerzenschein,
      herzlichst, Ulli

      Gefällt 2 Personen

  2. Hej Ulli! Ich bin auch keine Bergziege! Am Berg geht meine Geschwindigkeit bergauf stark zurück. Schon immer. Aufstiege fallen mir schwer. -als Flachlandliesel! Und Schneehase bin ich nur in den Ferien. Ansonsten finde ich alles winterliche auf meinen, meist flachen Wegen mehr als hinderlich. Der Winter bremst mich hier auch. Gleichzeitig gefällt es mir sehr Zeit daheim zu haben. Allein und mit Anderen. Nicht so graue und winterliche, aber herzliche Grüße aus dem nicht so hohen Norden Ruth

    Gefällt 3 Personen

  3. Ein stiller Text, dem Wetter entsprechend sehr passend eingekleidet, liebe Ulli. Er bringt die Stimmung von heute so wunderbar rüber. Aber dem Trommeln der Regentropfen kann ich nicht lauschen, hier regnete es nicht. Alles andere passte auch hier. Das Dunkiel überfiel uns wieder sehr früh und ich muß nun sehr schnell meine Kerzen anzünden…
    Herzlichst, Bruni

    Gefällt 2 Personen

  4. Pingback: Schreibeinladung für die Textwoche 51.52.18 | Wortspende von dergl | Irgendwas ist immer

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