Sonntagsbild 50 2018

Orte 004

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Orte also – Wohnorte, Ortschaften, Aborte, Handelsorte und Orte der Handlung. Ortung, sich verorten, Begegnungsorte, ein geweihter Ort, auch ein gesegneter und nicht zu vergessen ein entweihter Ort. Orte, die vorüber ziehen, andere, die festhalten, laute und leise Orte, Heimatorte, versunkene Orte, wachsende Orte und verlassene Orte. Standorte und Sitzorte, hässliche und schöne Orte, Traumorte mit und ohne Ortskern – und eine Straßenbahn, die von einem Ort zum anderen fährt. Kurbeln, bimmeln, gleiten, manchmal auch ein Ruckeln.



Stell es dir doch einfach mal vor … ja, genau, das könnte sehr witzig werden.



Apropos Straßenbahn, wer mag, kann hier einen Text aus dem Jahr 2013 von mir dazu lesen, er beginnt mit der Nomadin, einem Blick durch Facettenaugen und dann kommt sie gefahren: https://cafeweltenall.wordpress.com/2014/08/23/blaue-stunde-13-die-nomadin-in-der-strassenbahn/

Einen fröhlichen Sonntag wünsche ich euch.

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35 Gedanken zu „Sonntagsbild 50 2018

  1. Wunderschön! Erinnert mich an Eisblumenfenster. In der kältesten, lichtlosesten Zeit schenkt ein einziger Lichtstrahl der Sonne Trost und Hoffnung und Erinnerung, dass wir immer auf der Reise sind, solange wir atmen, dass es wieder anders wird, Frühling, Sommer, Herbst und Winter eben :o) … herzliche Grüße aus einem verschneiten Wien. Naja, angezuckert … Silvia

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    • Liebe Silvia, danke für deinen schönen Kommentar! Es ist Eis, wenn auch kein Eisblumenfenster, sonder ein Eisbrunnen und auch der Brunnen erzählt ein Lied, eins von der Tiefe, dem austrocknen und der frischen Befüllung, wenn nur genügend Regen fällt. So ist das Leben ein Reigen der Jahreszeiten, der Tiefen und Höhen, der Fruchtbarkeit und der Kargheit und wir tanzen mit bis Ende.
      Liebe Grüße an dich aus dem verregnetem Schwarzwald an dich ins gezuckerte Wien, Ulli

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    • Manchmal ist es vielleicht ganz gut, wenn ich schon etwas müde bin und dann schreibe, es schleicht sich ein Rhythmus ein, den ich erst am nächsten Morgen wahrnehme, ruckel und gleite mit ihnen von Ort zu Ort.
      herzlichst,Ulli

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    • Liebe Petra, die Straßenbahn fährt über eine der Rheinbrücken in Basel, für diese Fotomontage habe ich sie etwas gebogen, das Original kannst du bei dem verlinktem Artikel sehen. Ich habe zu Straßenbahnen eine besondere Beziehung, als Kind wohnte ich sehr nah an einer Endstraßenbahnstation, sie war 11 Jahre lang mein Vehikel, um von hier nach dort zu kommen und besonders gerne saß ich direkt hinter dem Straßenbahnführer, um ihm beim Kurbeln und Bimmeln zuzuschauen. Damals gab es auch noch die Schaffner mit dieser hübschen Geldwechseltasche, so eine hätte ich immer gerne auch gehabt.
      herzliche Grüße, Ulli

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  2. WOrte also – Begegnungsworte, ein geweihtes WOrt, auch ein gesegnetes und nicht zu vergessen ein entweihtes WOrt. WOrte, die vorüber ziehen, andere, die festhalten, laute und leise WOrte, Heimatworte, versunkene WOrte, wachsende WOrte und verlassene WOrte. …
    Jedes Wort ein Ort, von dem eine neue Reise beginnen kann. Besonders mit einer ruckelnden Straßenbahn. „to televtaio tram“ – die letzte Tram, ist ein bis heute sehr beliebtes Lied aus der mühseligen Nachkriegszeit. Und wieder aktuell.
    https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiT8Nv1-4DfAhVHJ1AKHWnqAiUQFjAAegQICBAB&url=http%3A%2F%2Fwww.greeklyrics.gr%2Fstixoi%3Fview%3Dsingle%26tpl_view%3Dlyric%26id%3D19044&usg=AOvVaw2ewr24A_N3skDhjnUIENma
    Meine etwas holprige Spontanübersetzung:

    „Zu viel getrunken hab ich und wir sind spät dran,
    doch wie immer ichauch schuld habe, geh schnell, damit wir die letzte Tram erreichen.
    Draga druk, das Glöckchen, draga druk am Abend, Drage druk das Glöckchen, dass es uns holpernd zu unserer alten Behausung bringt.

    Miserabel geht unsere armselige Jugend dahin
    aber mach nun beeil dich, damit wir an der Haltestelle (am Ziel, Ende) ankommen.

    Draga druk, und wenn wir einen Platz finden
    lässt du dich nieder und es wird dir gefallen,
    Draga druk, und wenn wir einen Platz finden,
    beuge ich mich ein wenig über dich, denn ich bin voll betrunken.

    Wir fahren mit der Tram und andere mit den dicken Wagen,
    für uns die Einser und Zweier (im Würfelspiel), und für andere die Sechser.
    Draga druk das Glöckchen,
    Draga druk am Abend
    Draga druk, das Glöckchen
    wie schade, dass wir so arme Teufel sind.

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    • Gerda … so wunderbar, wie du Das Wort mit dem Ort verbindest, mir ging das gestern Nacht auch immer wieder durch den Kopf, aber ich war dann zu müde, um weiter zu „fabulieren“, nun hast du es getan und es ist so stimmig! Und du hast mir ein Lied geschenkt, das meine Liebe zur Straßenbahn so wunderbar untermalt. Danke für alles, auch für deine Übersetzung. Bis heute fahre ich lieber Tram als Bus oder U-Bahn. Gibt es eigentlich in Athen auch Straßenbahnen, ich erinnere mich gar nicht.
      Herzliche Grüße an dich, Ulli

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    • Liebe Priska, Hoffnung und Wärme, das gefällt mir, die Hochhäuser verschwinden ja auch, so scheint es, Stück für Stück 😉
      Auch ich wünsche dir morgen einen guten Start und eine Woche mit vielen Freuden, ob groß oder klein,
      herzlichst, Ulli

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  3. Ganz wundervoll, Dein Bild vom Zug in Richtung Basel. Gerade die Kurve macht Deine Fotomontage so toll!
    Ich mag es sehr und auch Dein Video, obwohl mich die allerersten Töne erschreckt haben.
    Sie kamen so schnell und so laut *g*. Damit hatte ich nicht gerechnet 🙂

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    • 🙂 Ich muss gerade lächeln, liebe Bruni, Fred Frith (der Musiker) kommt ja ganz ursprünglich aus der Punk-Bewegung, später schrieb er Sinfonien, sehr, sehr interessante – ich lernte ihn als Moderator von der BBC kennen, dort gab es einen Abend an dem er auflegte, da kam alles Schräge, Unbekannte, Neue oder in Vergessenheit Geratenes, ich hab die Sendung geliebt!
      Herzlichst Ulli

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