Blauer Weg

Ein blauer Weg

Die wir soviel Raum und so wenig Zeit haben, wir werden Nomaden.

Annie Lebrun

Die Orte der Freundinnen und Freunde zerstreuen sich über Länder und Kontinente. Sie und ich sind Wandernde, sind Reisende, sind die Nomaden der Jetztzeit. Wir pflegen unseren Stamm. Wir heißen uns Willkommen.

Der Weg vollendet sich. Der Schnee fällt in tausend Flocken. Mehrere Rollen blauer Berge sind gemalt.

Shōbōgenzō

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41 Gedanken zu „Blauer Weg

  1. Unglaublich schöner Weg … so blau … der würde mich zum Gehen reizen … da könnt ich endlich mal wieder die Blauen Wunder erleben … Servus, ganz liebe Grüße … überlege chon dauernd, was „Alltag“ eigentlich ist …

    Gefällt 6 Personen

    • Die Zitate sind aus dem Buch: der blaue Weg – eine Reise, von Kenneth White, ein sooo gutes Buch!!! Ich komme bestimmt noch einmal darauf zurück. Es hat auf alle Fälle wieder meine Wandersehnsucht geweckt.
      Ja, was ist das eigentlich … Alltag … es scheint er löst sich auf, wenn man ihn näher betrachtet?!
      Herzensgrüße an dich, Ulli

      Gefällt 5 Personen

  2. Das ist herrlichstes Gedankenfutter, das nicht nur durch den Kopf, sondern durch den ganzen Menschen zieht!
    Viele von uns sind Nomaden, ja. Und nicht nur beruflich erzwungen und privat möglich. Auch im Innersten prägen uns eher die vielen Orte, die Abwechslung, die vielen Themen und Events, eine große Anzahl von Menschen und Likes, Bilderfluten und Tonströme und und
    Danke für dieses rundum schöne Statement! Liebe Grüße, Petra

    Gefällt 4 Personen

  3. wenn der Weg sich blau einfärbt, als sei er eins mit der Ferne, wie kann ich die Erde unter meinen Füßen fühlen? Wie Einzug halten in mich selbst? „So viel Raum und so wenig Zeit“ – da wird die Bewegung flüchtig, die Berge werden zur öden Kulisse, der Weg zur Fiktion. Aufschwünge, Abschwünge, tatenlos, folgenlos.
    Dies sind die Gedanken, die mir kommen, wenn ich dein Bild ansehe. Wie Peter kurz und bündig sagt: digitales Nomadentum. Ich bin grad ziemlich schlapp von einem echten Weg in die Stadt zurück und fühle den Asphalt in meinen Füßen. Vielleicht deshalb. Liebe Grüße dir!

    Gefällt 3 Personen

    • Da kann ich dir nicht wirklich folgen, liebe Gerda, wieso sollte ein blauer Weg Flüchtigkeit implizieren? Blau ist die Farbe der Tiefe, der Meditation, des Himmels, des Wassers und natürlich denke ich auch an die blauen Berge und an die Ferne, ich sehe keine Beliebigkeit. Nichts ist wie das andere, auch nicht auf einem blauen Weg.
      Wie ich gerade schon an Frau Graugans schrieb, die Zitate stammen aus dem Buch: Der blaue Weg von Kenneth White, auf das ich bestimmt noch einmal zurück komme.
      Was das digitale Nomadentum anbelangt (ein feiner Begriff, wie ich im übrigen finde), so ist auch da die Haltung dahinter bestimmend.
      Nun ruhe dich und deine Füße aus, herzlichst, Ulli

      Gefällt 2 Personen

  4. Hallo, liebe Ulli,
    bei dem Bild kommt mir weniger die Assoziation eines Wegs als die einer Schlange [aber keiner boesartigen] oder eines sich windenden Flusses.
    Liebe Gruesse, und hab‘ ein feines Wochenende,
    Pit

    Gefällt 2 Personen

    • Ob Menschen deswegen neugierig bleiben, weiß ich nicht wirklich, wenn ich an „echte“ Nomaden denke, aber man bleibt auf alle Fälle in Bewegung 😉
      Die Neugierde ist es vielleicht eher bei „uns“ modernen Nomad*innen, die wir von hier nach dort ziehen/reisen.
      Aber dann dachte ich eben bei diesem Beitrag auch auf die inneren Wege … auch hier finden Begegnungen statt.
      herzliche Grüße, Ulli

      Gefällt 1 Person

    • Das ist auch für mich eine große Frage, wenn ich an das äußerliche Herumgerenne und Gereise denke.
      Aber wie ist es denn, wenn ich mein Leben als meinen Weg empfinde, auf dem ich wandere, mit und ohne Begleiter*innen, auf dem andere wohnen, mit denen ich verbunden bin, wenn Begegnungen stattfinden (wir heißen uns Willkommen), wenn es egal ist, wieviele Jahre zwischen dieser Begegnung und der letzten liegen (wir pflegen unseren Stamm). Nomaden haben sich nicht in der Welt zerstreut, sie hatten Sommer- und Winterquartiere, zwischen ihnen sind sie gezogen; ich stelle mir vor, dass auch die Orte sie wieder Willkommen hießen.
      Zu allem Äußeren, gesellt sich die innere Reise, auch hier gibt es Orte, Begegnungen, weggehen und wiederkommen, niemals als die, die einst auf eine weitere Reise gingen.
      herzliche Grüße, Ulli

      Gefällt 2 Personen

    • . .. und nun las ich auch noch das passende Gedicht dazu bei https://hjschlichting.wordpress.com/2018/11/10/nur-ein-nachen-auf-dem-wasser/! Schau mal dort, kam grad. Ich versteh nun auch, warum die Berge auf deinem Bild so weiß schimmern: es ist das Mondlicht!

      WEG

      Mit dem Monde will ich wandeln:
      Schlangenwege über Berge
      Führen Träume, bringen Schritte
      Durch den Wald dem Monde zu.

      Durch Zypressen staunt er plötzlich,
      Daß ich ihm entgegen geh.
      Aus dem Ölbaum blaut er lächelnd,
      Wenn michs friedlich talwärts zieht.

      Schlangenwege durch die Wälder
      Bringen mich zum Silbersee:
      Nur ein Nachen auf dem Wasser,
      Heilig oben unser Mond.

      Schlangenwege durch die Wälder
      Führen mich zu einem Berg.
      Oben steht der Mond und wartet.
      Und ich steige leicht empor.

      Theodor Däubler (1876 – 1934)

      Gefällt 4 Personen

    • Und just wie ich deins lese, seilt sich eine kleine Spinne vor meinem Bildschirm ab 🙂
      An die feinen Verbindungslinien und Netze habe auch ich bei diesem wunderbaren Buch gedacht. Herzlichst, Ulli

      Gefällt 1 Person

  5. EiIn blauer Weg… und schon träume ich vor mich hin, liebe Ulli, weil ich mit dem Blau keine Alltagswege verbinde, sondern einen Weg, den wir in Gedanken gehen, in unseren guten Träumen, in den Wunschträumen, einen Märchenweg, auf dem wir fliegen können, weise und gelassen wurden, ein Weg, der uns in Tagen und Nächten trägt, auf dem uns nichts Böses geschieht…
    Herzliche Abendgrüße von Bruni an Dich

    Gefällt 1 Person

  6. Eine Nomadin – bin ich das? Der Gegenpol (ist er das?) des Verweilens wohnt doch als Sehnsucht in mir. Und irgendwie frage ich mich, ob die Suche nach den eigenen Orten und Wegen jemals aufhört. Oder ist es eben gerade ihr Wesen, nie für immer zu sein.
    So Fragen … ich grüße Dich
    Frau Rebis

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