Miniatur 009 2018

Leere Stühle

Rot, orange und gold leuchtet der Oktober. Nebeltropfen am Morgen. Tränen. Sterben lehrt der Herbst. Zwei Freunde – leere Stühle – Licht im Spiegel – keine Gesichter, die wohnen hinter meinen Augen. Verbundenheit über alle Vergänglichkeit hinaus. Herbstlieder in Moll.

Advertisements

29 Gedanken zu „Miniatur 009 2018

    • Lieber Lu, durch dich habe ich Scarlatti kennen- und schätzen gelernt, das andere ist meine Affinität zum Klavier, das ich als Kind leider nicht habe spielen lernen dürfen, so habe ich mich jetzt auf die Suche nach einer Sonate gemacht, die meins zum Ausdruck bringen könnte und wurde fündig. So danke ich dir für Scarlatti. Und danke für diesen Tag, Abschied nehmen hat viele Gesichter.
      herzlichst, Ulli

      Gefällt 1 Person

  1. in deinen zeilen wohnt traurigkeit aber auch großer trost … wundersam melancholisch, tiefe zeilen (und wunderbare musik), schwer und doch auch irgendwie leicht, wenn man den herbst als vorbild nimmt … sei von herzen gegrüßt, liebe ulli, alles liebe für dich. deine diana

    Gefällt 2 Personen

    • Schwer und leicht, Licht und Dunkelheit, Tränen und Lachen, das sind so Momente, liebe Diana und jetzt muss ich Tobacco Road von Eric Burdon & War hören … that´s life, isn´t it!
      Herzliches an dich, mit Herzensdank,
      Ulli

      Gefällt 1 Person

  2. „Wunderbar“ ist so ein abgelutschtes Wort, aber zu diesem Bild fällt mir kein besseres ein. Es erinnert mich an die freimaurerische Abschiedsfeier für meinen Vater: die Logenbrüder stehen im Kreis um den Sarg, halten sich an den Händen und sagen oder rufen vielmehr „Treue bis über den Tod“. Hat mich überzeugte Agnostikerin sehr beeindruckt …..

    Gefällt 4 Personen

    • Ich denke immer wieder an den Satz: Wo kein Tod ist, ist keine Angst … der Tod ist groß, wie Pega so treffend schrieb! Und tief … und weit –
      Liebe Myriade, danke für dein Teilen,
      Herzensgrüße an dich, Ulli

      Gefällt 1 Person

  3. Liebe Ulli, leider oder vielleicht doch zum Glück gehört das Sterben zu unserem Leben dazu. In manchen Fällen ist es aber schwer auszuhalten, weil schrecklich schmerzhaft, grausam durch ein Verbrechen oder um Jahrzehnte zu früh – dann ist es für die Zurückbleibenden oft ein Hürde für Jahre und Jahre.
    Ich wünsche dir, dass du nicht zu traurig bist und deine Freunde in guter Erinnerung behältst.
    Liebe Grüße von Clara

    Gefällt 2 Personen

  4. Sehr kraftvolles Foto!
    Sterben ist etwas Schlimmes, das wir gerne ausblenden. Auch, daß wir ein Pflegefall werden können.
    Immer wieder begegnet mir Vater, Mutter oder mein Bruder im Traum. Wir gehen nicht alleine durchs Leben.

    Sei herzlich gegrüsst!

    Gefällt 2 Personen

  5. Abschied zu nehmen von Menschen, der einem nahe waren, ist nicht einfach, liebe Ulli. Es schmerzt und die Lücke, die bleibt, schließt kein anderer.
    Du hast eine wundervolle Collage gewählt und Scarlattis Sonaten mag ich sehr. Ich habe noch keine einzige gehört, die ich nicht gemocht hätte. In ihnen steckt so viel Liebe und wie arm wären wir ohne die Liebe

    Liebe Gutenachtgrüße von Bruni

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Bruni, es gibt eine Passage in der kleinen blauen Frau, da geht es um die Fährfrau, ihr Herz ist Liebe geworden bei allem vor und zurück …
      Ich wage mal einen Gedanken: es heißt: Wo keine Angst ist, ist kein Tod und es heißt weiterhin: Das Gegenteil der Angst ist Liebe (und umgekehrt), ich übersetze, wo Liebe ist, ist kein Tod …
      in diesem Sinne, Herzensdank an dich und -gruß
      Ulli

      Gefällt 1 Person

  6. Sehr berührende Worte. “keine Gesichter, die wohnen hinter den Augen” …. traurig und doch… sie “wohnen” in den Gedanken und bleiben so bei Dir. Aber eben auch die Leere, die schmerzt und vor Augen führt, was fehlt. Mein Beileid. Priska

    Gefällt 1 Person

  7. Dear Ulli, Thankyou so much both for the wonderfully deep image of the two mirrors, and also for Scarlatti which has enlightened my life. Yesterday we visited the Capuchin catacombe in Palermo and gazed upon the dried, lifeless corpses of people who died over 100 years ago. Confronted thus with death, the lifeless eyes, the slowly decaying flesh and bone, one is reminded that the corpus is but a shell, and;
    “Remember Man as you go by,
    As you are now so once was I
    As I am now so shall you be,
    Prepare yourself to follow me”
    So, Ulli – how to prepare oneself adequately? Perhaps Scarlatti has at least part of the answer.
    Best wishes, Tony

    Gefällt 2 Personen

    • Dear Tony, I know the Capuchin catacombes only from pics, it must be a special experience to got through, to feel and to see all the people who had gone before.
      Hoe to prepare oneself adequatela is a question which needs an answer of each of us, there is no rule, how to do it. For me one part of this way is to accept, that life is short and death can come every time, to myself and everybody else. These kind of thoughts gave more thankfullness for this life to me, more here and now, instead of sometimes, somewhere.
      all the best,
      Ulli

      Gefällt 1 Person

  8. Liebe Ulli,
    was für eine fein- und tiefsinnige Gesamtkomposition, die anrührend den Verstorbenen die Ehre gibt.
    Danke für Dein Mitteilen.

    Folgendes Zitat möchte ich Dir gerne noch hinzureichen:

    “Only in silence the word,
    Only in dark the light,
    Only in dying life:
    Bright the hawk’s flight
    On the empty sky.“

    Ursula K. Le Guin

    Gruß & Umarmung von
    Ulrike

    Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.