Nachdenkliches – Graswurzel –

Ich mag die Idee der Graswurzeln schon lange und schrieb auch immer mal wieder darüber. Und ich mag auch immer wieder das Bild der sich ausbreitenden Wasserringe, wenn man einen Stein in einen stillen See wirft. Nein, ich werfe keine Steine, ich säe Samen.
Es gibt die Momente in denen ich das weltweite Netz spüre, das Netz das trägt, das anders ist, als man uns glauben machen will. Das sind die Momente, die mich nähren, meine Hoffnung und Zuversicht auch. Die Menschheit bewegt sich. Ich baue nicht nur für Jetzt, ich baue auch für morgen und was fürs bauen gilt, gilt auch für meine Saat. Liebe zum Leben, hab keine Angst.
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61 Gedanken zu „Nachdenkliches – Graswurzel –

  1. Grass-root-Aktivitäten sind auch meiner Meinung nach von größter Bedeutung, und zwar nicht nur für den Planeten, sondern auch für den Einzelmenschen, der daran teilnimmt und dadurch seinem Leben einen friedlichen Sinn gibt. Dadurch wird dem „Abenteuer“ des Krieges und kriegerischen Gegeneinanders .ein Abenteuer des Friedens und Miteinanders entgegengesetzt. Keine Befehsstrukturen, sondern Selbst-Tätigsein, Selbst-Bestimmtheit in Freiheit. Vielfältig wie die Themen und Menschen vor Ort, sind auch die Formen, in denen die Lösungen versucht werden. Daher ist es ein höchst kreativer Prozess, der aus dem Inneren der beteiligten Menschen selbst gespeist wird.

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    • Es gibt doch diesen viel zitierten Satz: „Wenn viele kleine Menschen, viele kleine Schritte tun, dann verändert sich die Welt (oder das Gesicht der Welt)“, den wollte ich an sich auch noch darunter schreiben, habe es dann aber vergessen. Er fiel mir als erstes ein, nachdem ich den Text von Paul Hawken gelesen hatte und dass dies eben weltweit geschieht. Leise sind die Graswurzeln in ihrer unterirdischen Netzbildung, das dachte ich dann auch und noch einmal als ich vorgestern auf dem Spielplatz mit der Tochterfamilie saß und M. Grasbüschel dort ausgrub, wo sie dicht an dicht waren, um sie an kahlen Stellen wieder einzupflanzen.
      Ja, und daran arbeiten Menschen wie du mit deinen Methoden und ich mit meinen, wenn wir Menschen auf ihrem Weg in die Selbstbestimmtheit und Selbstermächtigung begleiten. Kreativität leitet und begleitet.
      Ich wünsche dir einen zauberhaften Tag, hier ist er wieder blau.
      Herzliche Grüße, Ulli

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  2. Guten Morgen liebe Ulli! Ich kenne keinen Begriff „Grasswurzelbewegung“, aber lasse ich mal den Pathos von Paul Hawken weg, dann empfinde ich die Verbreitung des Internets als eine solche Bewegung, wo viele kleine unbedeutende Individuen gleich geschaltet sind, ohne Standesdünkel, Religion oder monitären Hintergründen. Eigentlich lassen sich die Menschen nur nicht mehr zum Besten halten und der Anfang lag im Buchdruck vor über 500 Jahren, denn gemeinsames Wissen ist der Schlüssel für die Entwicklung der Menschheit. Hoffen wir auf eine Heilung des Planeten durch uns alle, ohne die Interessen von Einzelnen berücksichtigen zu wollen, die nur abschöpfen, aber nicht schöpfen im Sinn haben. Dir einen wunderbaren Tag!

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    • Lieber Arno, guten Morrgen, danke, dass du das Internet erwähnst, auch etwas, was ich erst vorhatte, aber dann ließ, weil ich meins nicht zu lang werden wollte. Bei allen Nachteilen, die das Internet hat, gibt es eben auch die unübersehbaren Vorteile, Bloghausen gehört für mich unbedingt dazu. Die junge Generation nutzt es schon auf sehr kreative Weise und manchmal staune ich was sie schon bewegen und was sie in ihren Gedanken schon nicht mehr bewegt, ohne dabei oberflächlich zu sein, sie haben sich wie schon für die neuen Wege entschieden, sie gehen sie.
      Wissen und Bildung sind die Fundamente, das sehe ich wie du!
      Hab herzlichen Dank, Grüße vom blauen Berg an dich, Ulli

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  3. Wenn sich jemand bei mir für irgendetwas bedankt und fragt, was er/sie mir im Gegenzug für einen Gefallen tun kann, so sage ich immer, gib es bei nächster Gelegenheit jemand anderem zurück, das macht die Welt besser. Dieses Netz des Weitergebens halte ich für tragfähig und sehr sehr positiv.
    Das Bild gefällt mir wieder einmal sehr. Kann es sein, dass du diese Plastik schon einmal in anderem Zusammenhang gezeigt hast?

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  4. Guten Morgen, Ulli!
    Grasswurzelaktivitäten, das klingt gut für mich. Wenn die Wurzeln mal fest sind, dann kann es losgehen.
    Man muß also etwas weiter denken als an das direkte Morgen.
    Das passt auch ganz gut dazu, daß alle Dinge Zeit brauchen. Sei es etwa das Gleichberechtigung, das Leben miteinander…
    Vor 100 Jahren wurde in den USA, das las ich vor einem Monat. aufgrund eines einzelnen Gerüchts (unsittliche Berührung) ein ganzes schwarzes Stadtteil in Asche gelegt und über 300 Menschen getötet. 100 Jahre weiter ist man in Rassenfragen deutlich weiter. Aber wie gesagt, alles braucht sehr viel Zeit. Und das muß man eben einsehen.

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  5. Liebe Ulli, damals habe ich den Anfang im Englischunterricht verträumt, ganze zwei Klassen. Französisch war besser. 🙂 Ich möchte sagen, dass ich leider dazu nichts sagen kann, weil so wichtige Dinge, in Englisch ausgedrückt, sich mir nicht erschließen, leider. Never mind und herzliche Grüße, Heike

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  6. Pingback: Alte und doch aktuelle Geschichte | la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

  7. Meine erste Lektüre heute – ein wahrer Mutmachertext! 2015 kam der Film „Demain“ in die Kinos, im nicht französischsprachigen Ausland unter dem Titel „Tomorrow“. Im Internet finden sich viele Text- und Videobeiträge dazu – wärmstens zu empfehlen als leises, aber starkes Gegengewicht zu den lauten Drohkulissen, die uns oft vergessen machen, dass Hoffnung keine Chimäre sein muss.

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  8. Ein interessanter Beitrag von Dir, mit ebenfalls interessanten Kommentaren. Arnos Analyse des Internets gefällt mir. Wissen trägt viel zum Verständnis, und letzten endlich zur Grosszügigkeit, bei. Bei Hawkens Bericht bekam ich das Gefühl nicht los, dass er Menschen als intrinsisch gut sieht… was ich nicht teile. Nicht dass wir böse sind, aber unsere Unsicherheiten/ Ängste etc. führen oft zu Verurteilung anderer Menschen. Da kommt Wissen wieder ins Spiel, dass uns beim Verstehen hilft und uns menschlicher macht.
    Liebe Grüße. Priska

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    • Liebe Priska, es liegt einer gewisser Pathos unter dem Text von Hawken, wie ich ihn oft bei US-Amerikanern und US-Amerikanerinnen vorfinde, der nun aber nicht meiner ist – anfangs hatte ich dies auch in meinem Beitrag geschrieben, habe es dann aber gestrichen, weil ich auf eure Meinung gespannt war und nicht zu viel „vorgeben“ wollte.
      Nun aber zu dem Menschen, der an sich gut oder nicht ist- mir gefällt es ja besser, wenn ich sage, dass ein Mensch Gutes tut, für sich, für andere, ein Mensch selbst hat viele Facetten und die sind nicht immer nur gut. Wenn ich an die frischgeborenen Babies denke, dann sehe ich dort noch kein“böse“, da gehe ich mit Carolin Emcke, die in ihrem Buch Hass geschrieben hat: der Hass wird gezüchtet und so ist es wohl auch mit dem Bösen.
      Generell habe ich meine Mühen damit die Menschen in gut und böse einzuteilen oder Handeln in richtig oder falsch, obwohl es das natürlich aus ethischen Gesichtspunkten gibt. Ein weites Feld, wieder einmal.
      Herzliche Grüße, Ulli

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  9. Dein Post über die Graswurzel-Gedanken von Paul Hawken hat mich zum Nachdenken angeregt. Ich teile seinen Optimismus. Wir alle brauchen die Hoffnung auf eine bessere Welt. Sie beginnt bei uns Individuen, die in den verschiedenen Aspekten des täglichen Lebens einen Unterschied machen können.
    Für mich ist es tröstlich zu wissen, dass ein mächtiges System wie die kommunistische Soviet Union unter ihrem eigen Gewicht zusammengebrochen ist. Auch hier hat die Graswurzel-Bewegung wesentlich zu ihrem Ende beigetragen.
    Ich werde den englischen Beitrag an meine Freunde hier in Kanada weiterreichen. Liebe Grüße! Peter

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    • Ich finde es wichtig, lieber Peter, das möglichst viele Menschen verstehen welche Kraft hinter ihnen steht, wenn sie sich zusammenschließen und für etwas einstehen, wie z.B. gerade jetzt und hier, der Protest gegen das Vorgehen des RWE im Hambacher Forst hat nun dazu geführt, dass eine Rodung von einem Gericht in Münster vorerst RWE untersagt wurde – auch die morgige Demo dort ist in zweiter Instanz erlaubt worden. Der Druck war groß, da haben sie jetzt mal nachgegeben … außerdem muss RWE mit sinkenden Verbraucherzahlen leben, da viele es nun vorgezogen haben zu einem alternativen Stromanbieter zu wechseln, in Zahlen macht es jetzt schon 20%minus aus, das ist was!
      Ja gerne teile diesen Artikel,
      herzliche Grüße, Ulli

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  10. Wo viele helfende Hände inandergreifen, geschieht Großes, liebe Ulli.
    Hambacher Forst ist ein gutes Beispiel. Hoffenltich stimmen die letzten Nachrichten.
    Meine spärlichen Englischkenntnisse waren hier ein Hürde. aber am Ende hatte ich so viel in den Kommis und Deinen Antworten gelesen, daß ich wenigstens wußte, um was es geht.
    Lieber Gruß zum Abend von Bruni

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    • So sehe ich das auch, liebe Bruni.
      Beim nächsten Mal übersetze ich den Text, versprochen … Heike ging es ja auch schon so, das sind wichtige Hinweise, weilich immer davon ausgehe, diese Art von Englisch wäre noch lesbar, manche Worte habe ich allerdings auch nachgeschlagen …
      liebe Grüße, Ulli

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  11. Liebe Ulli,
    den Begriff Graswurzelbewegung als solches kannte ich nicht, vom Gedanken her aber ist es genau das, was auch mich hoffnungsfroh stimmt. Immer wieder, trotz allem.
    Sehr intensiv erlebt habe ich eine solche sich selbst aussähende Bewegung, als ich 1998 für ein paar Monate in einer (deutschen) NGO in St. Petersburg arbeitete, die dortige NGOs beim Sich-Konstituieren begleitete und durch Kontakt- (und auch Spenden-)Vermittlung unterstützte. Wie viel Kraft in all diesen Neuanfängen lag, wie viel geschaffen wurde, wie viel Menschen sich gegenseitig geben konnten, inmitten der damals nicht weniger als heute problematischen Situation Russlands. Letztlich sind wir – Deutschen – wohl mit mehr im Gepäck nach Hause gereist als wir dort gelassen hatten: mit soviel Ermutigung auch für Prozesse bei uns. Auch wenn wir das im zuweilen düster scheinenden uns Umgebenden jetzt oft wieder vergessen.
    „Ich wollte natürlich nicht die Welt retten. Ich machte einfach das, was ich am besten konnte. Und daran glaube ich: Wenn eine jede und ein jeder das tut, was sie oder er am besten kann, dann ist es für alle das Beste.“ – Sie sagte es, ganz bescheiden, in einem etwas anderen Kontext, oder auch nicht? Die Nobelpreis-Physikerin Donna Strickland in einem Interview über die Entwicklung, welche ihr den Preis einbrachte.
    Unabhängig von Preisen: Jede und jeder tut sein kleines, eigenes …
    Und dieser Film, der oben in den Kommentaren genannt wurde, sieht nach dem Trailer so aus, als würde ich ihn unbedingt schauen wollen:)
    Spätnächtliche Herzensgrüße an Dich
    Frau Rebis

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    • Du Liebe, das ist auch noch so etwas in deinem Leben von dem ich gerne noch viel mehr hören möchte, deine Zeit in Russland! Ich kenne nahezu niemanden, die, der dort schon einmal für eine längere Zeit gewesen ist.
      Und ja, wenn jede und jeder das tut, was sie, er am besten kann, dann wirkt sich das aus, daran glaube ich auch. Die Welt retten zu wollen, das gehört für mich in die Sturm- und Drangzeit, später wird man doch etwas bescheidener, nicht wahr 😉
      Ich sende dir einen Herzensgruß, Ulli

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  12. Hallo Ulli, irgendwie bin ich ja nun in diese Gesellschaft geraten, in die ich offenbar gar nicht hinein passe. Du wirst das gar nicht abstreiten oder versuchen, es abzumildern, wenn du meinen heutigen Beitrag ansiehst. Gruß Leo Läufer

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