Schattenplätze

Schattenplätze waren auf dem diesjährigen Sommercamp in Lothringen sehr begehrt und viele tummelten sich am Nachmittag am nahen Badesee oder in näher gelegenem Bach, ich hatte dazu leider keine Zeit, umso froher war ich, dass mein Wohnraum wunderbar kühl blieb, weil wir nur in der Nacht alle Fenster geöffnet hatten und ab 9:30h alle Rolläden herunter ließen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass alle anderen Mitbewohnerinnen sich ebenfalls daran gehalten haben, es keine Konflikte in diesem Jahr wegen geöffneter oder geschlossener Fenster gab.

Nun bin ich sehr froh, dass es hier abgekühlt hat, dass meine Dachwohnung wieder bewohnbar ist, ohne dass ich wegschmelze und wieder klarer denken kann. Ich hoffe sehr, dass die Stürme im Norden niemanden von euch geschadet hat, mein Mitgefühl haben dennoch alle, die es getroffen hat. Wir müssen wohl lernen mit den Extremen zu leben.

34 Gedanken zu „Schattenplätze

  1. Das Aufatmen nach der kurzen Abkühlung tut gut, jedoch ist die Sorge um die Natur hier noch nicht gebannt. Wir hatten hier 10 Minuten Regen nach dem Sturm und ab morgen soll das Thermometer bereits wieder auf 34* klettern. Wie extrem die Menschen schon seit geraumer Zeit gelebt haben in ihrer Maßlosigkeit im Ausbeuten der Ressourcen unserer Erde, des Massenkonsums haben die meisten verdrängt, weil sie nur die positiven Dinge sehen wollten, jetzt wo vieles kippt, hoffe ich auf ein Umdenken, obwohl es schon zu spät ist. Die meisten Schäden unseres bisherigen Tuns sind nicht mehr reparabel.
    Ich freue mich aber mit Dir über die schönen Tage in Lothringen und wünsche Dir ein wetterfriedliches Wochenende, liebe Ulli.

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      • Lieber Lu, wer oder was bedingt wen oder was? Das frage ich mich immer wieder. Sicherlich die Menschen das Klima, aber sicherlich auch die Planeten Mutter Erde und die Wettergötter stehen zwischen all diesen Kräften, nehmen sie auf und formen daraus das ihre?!?
        Und ja, alles wird immer extremer – in Lothringen hörte ich einen Vortrag von einem tibetischem Meister, der im 16. Jahrhundert gelebt hat und als weitsichtig galt, er sprach in diesem Text von unserer Zeit als der degenerierten Zeit, ich fand in diesem Vortrag so viel Wahres…
        Was bleibt: dass ich nicht aus den Augen verliere, dass es um das Wohl aller Lebewesen geht und dass manchmal Rückzug die beste Alternative ist, um Kraft zu schöpfen und im Guten zu wirken –
        herzliche Grüße, Ulli

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    • Liebe Karin, heute habe ich in der Küche eine Sondersituation erlebt, wir konnten über ca. 3 Stunden das Abwassersystem nicht benutzen, das hieß, dass ich die Spülmaschine nicht anschalten konnte und auch sonst das Wasser in Gefäßen auffangen musste, dabei fiel mir wieder einmal auf wie verschwenderisch wir in der Seminarhausküche ansonsten mit dieser kostbaren Ressource umgehen – und sind schon bemüht! Um nur eins zu nennen woran auch ich selbst noch etwas ändern kann und will. Umgedacht wird leider im Großen viel zu langsam, im Kleinen gibt es viele gute Projekte und ungemein viel Wissen, aber es wird eben kaum bis gar nicht genutzt und auch ich fürchte, dass es schon zu spät für das eine und andere ist.
      Auch hier gibt es viel Bedenkliches in der Natur zu sehen, ich frage mich wie lange der Wald noch durchhält und wann endlich mit diesen Monokulturen aufgehört wird.
      Liebe Grüße und auch dir ein schönes Wochenende, Ulli

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      • Wenn es nur das Abwassersystem ist! Bei uns ist grad das Wasserleitungssystem der ganzen Straße ausgefallen, der technische Dienst der Gemeindd war da und die Nachbarn halten Not-Konzile ab. Wir haben zum Glück ein großes Reservoir und sind nun noch sparsamer im Umgang mit Wasser als sonst. Selbstverständlich haben wir keine Spülmaschine und benutzen auch keine Waschmaschine…

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        • Wasser wird immer mehr zum Thema (wie wir wissen und auch, dass damit nun hahnebüchene Geschäfte betrieben werden – ich sage nur Nestle), aber so richtig will sich auch hier kaum jemand umstellen. In Lothringen teilte ich mir mit einer jungen Frau das Bad, die 3-5mal pro Tag ausgiebigst duschte und was weiß ich für Mittelchen für Haare und Haut benutzte,da kann ich nur die Stirne kräuseln. Viel, viel mehr ließe sich hierzu schreiben, aber lasse ich es dabei, zumal du ja selbst weißt worum es geht.
          Eine Spülmaschine habe ich auch nicht, eine Waschmaschine schon…
          Für euch hoffe ich, dass die Gemeinde das Ganze wieder in den Griff bekommt.

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      • Liebe Ulli,
        mir fiel auch der Wahnsinn ein, dass es in gewissen ganz normalen Kreisen üblich war, sich möglichst oft vom imm er noch neuen Auto zu trennen, um sich das neueste Modell anzuschaffen „man“ war sonst nicht mehr standesgemäß. Wir haben unseren alten Honda Civic 17 Jahre lang gefahren, waren „out“, aber wir liebten das Gefährt.*
        Dieser Verpackungswahnsinn, der überall herrscht, die viele Chemie, die wir einsetzen beim Putzen, am Körper……es ist alles so normal geworden und ist es eben nicht.
        Wir sind da auch hineingewachsen, vieles ist heute auch schon wieder Mode und wird übertrieben, wenn ich nur an diesen Biowahnsinn denke.
        Im übrigen kam vor ein paar Tagen in einer Sendung, dass die Spülmaschine wesentlich weniger Wasser verbraucht als das Spülen von Hand und vor allem wäre es hygienischer. Ich habe meine, da ich ja nur ein 1Personenhaushalt bin, meine kaum noch benutzt, werde aber auch da meine Taktik ändern. Das Paradies der Tochter ist umgeben von Monokulturen, riesigen Feldern, auf denen gedüngt und gespritzt wird auf Teufel komm raus. Wenn der Wind ungünstig steht, haben sie das alles in ihrem Areal und in den eigenen Klärbecken.
        Vielleicht denken die Bauern jetzt selber um.
        Lieber Gruss an Dich und * dazu stelle ich später in lustiges Eigengedicht ein, das ich vor ein paar Jahren verbrochen habe -:)))

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        • Nein, Karin, die Spülmachine ist nicht sparsamer im Verbrauch als sparsames Abwaschen per Hand. Wer natürlich unter laufendem Wasser mit Spüli abwäscht und jeden Teller dann noch mal extra minutenlang unter den Wasserhahn hält, um ihn von Spülmittelresten zu befreien, der verbraucht tatsächlich mehr Wasser als die Maschine und vor allem mehr, als ihm zusteht. Wir fangen grundsätzlich das Spülwasser, auch das Duschwasser in Schalen auf und recyceln es als Klospülung. Damit haben wir angefangen, als vor Jahren in Griechenland Wasserknappheit herrschte, und wir haben es so beibehalten. Damit entlasten wir zugleich unsere Sickergrube und die Wasserfilteranlage der Gemeinde.

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        • Liebe Karin, es ist ein Thema, wo man gar nicht weiß wo man anfangen, wo aufhören soll, wenigstens nicht hier und jetzt, mir fällt dann immer gleich so vieles ein. Manche Bauern denken um, andere nicht, die meisten nicht, weil sie alle auf möglichst hohe Erträge setzen, dabei ist erwiesen, dass weniger Spritzmittel auch mehr bedeuten kann, wenn nicht das sogenannte leidige Unkraut und so manche Insekten wären, so wenigstens die gängige Argumentation. Ich bin ja eine sogenannte „Bio-Tante“ der ersten Stunde, inmeinem Haushalt findest du wenig bis nichts an Chemikalien, bei meiner Garderobe auch nicht (bis vielleicht auf die Färbemittel, da stecke ich nicht drin), beim Essen ist es dreiviertel:einviertel, aber ich versuche nicht mehr zu „missionieren“…

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  2. Wunderschoen, liebe Ulli, diese Schattenplaetze. Haetten wir ja im Prinzip hier bei uns auf dem Grundstueck auch, am Ende, unter den Eichen und Zedern, aber selbst da finden wir es zu warm und, vor Allem, zu schwuel. Also doch lieber im Haus, mit der Klimaanlage.
    Gestern hatten wir uebrigens abends ein kleines Gewitter. Hat aber nur ein paar Tropfen Regen gebracht. Dabei hatten wir gestern laut Wetterbericht die besten Chancen. Leider nix geworden. 😦 Allerdings ist es heute deutlich kuehler – und das ist ja schon etwas. So bleibt und dann die Hoffnung auf heute und Morgen. Da gibt es noch etwas Chancen. Ab Montag dann wieder heiss und trocken. Na ja, aendern koennen wir es nicht und muessen es also nehmen wie es kommt.
    Sei herzlichst gegruesst und hab‘ ein feines Wochenende,
    Pit

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  3. Ja, mit den Extremen zu leben, ist auch bei uns in Kanada die Herausforderung. Bei fast 40 C ist es kaum noch zum Aushalten. Nun habt ihr endlich Regen, den brauchen wir auch. Wie lange noch, bis er endlich eintrifft?

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  4. Ich habe die Hitze genossen. Nicht zuletzt weil ich mich dank ihr auch über Regentage und kühle Nächte freue.
    Es ist ein großes Glück wenn man sich diesen Temperaturen einig ist und nicht einer immer das Fenster aufreißt. 🙂

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    • Da bist du wohl eine der wenigen, die gut mit Hitze umgehen können, ich werde zum Schneckchen und je länger der Tag wird, umso weniger kann ich denken, erst wieder nach Sonnenuntergang 😉
      liebe Grüße an dich, Ulli

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  5. Wohl dem, der solche schönen Schattenplätze hatte (obwohl, die Hitzewelle ist ja wohl noch nicht vorbei). Das beschattete Holzchalet sieht sehr einladend aus. Schön, dass du nun in deiner Dachwohnung besser atmen kannst nach der Erfrischung, ich bin auch froh. Mir kommt es so vor, als hätte ich den Sommer verpasst bzw. Wochen nur in verdunkelten Räumen verbracht – oder dass der Sommer gestern erst begonnen hat. PS: Wie kann frau drei- bis fünfmal am Tag duschen und warum eigentlich? Hat die Dame noch nie davon gehört, dass das der Haut schadet?

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    • Sie ist noch jung und stand so unter Strom, dass sie oft überhaupt nicht zuhören konnte, sodass ich es vermieden habe sie darauf anzusprechen, aber da ich sie öfters sehe werde ich bestimmt mal mit ihr über das eine und andere sprechen-
      Ab morgen werden wir die Schattenplätze wohl wieder suchen, heute aber genieße ich noch den dritten Tag in Folge den frisch gewaschenen Himmel-
      herzlichst, Ulli

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      • Dann musst du wohl auf den richtigen Moment warten, bis sie offen dafür ist, angesprochen zu werden. Ja, ich genieße den dritten frischen Tag auch sehr – habe das Gefühl, als hätte der Sommer jetzt erst begonnen nach all den Wochen in abgedunkelten Räumen. Einen schönen Sonntag und liebe Grüße, Ute

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  6. Auch in Norfolk war der Sommer bis jetzt aussergewöhnlich heiß. Jetzt haben wir endlich wieder Regen gehabt, einen kleinen Sturm und es hat sich auf 20° abgekühlt. Eine Wohltat!!
    Herzliche Grüße zu dir von uns vier,
    Hanne

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    • Heute Morgen hat es gewittert und dann folgte einer stundenlanger, feiner Regen, wie ich das genossen habe und nun sitze ich in der Frische und genieße sie. Ja, eine Wohltat!
      Viel Schönes und Liebes an euch Vier, Ulli

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  7. Schattenplätze waren soooo wichtig die letzten Wochen. Vielleicht habt Ihr in Lothringen sogar ein bissel mehr Glück mit den Temperaturen gehabt. Ich weiß es nicht genau. Bei uns war es übermäßig heiß und dann sehr schwül dabei. Wir liegen direkt vor der Rheinebene, eigentlich ein sehr mildes Klima, aber in diesem Jahr war es kaum noch auszuhalten und die Schattenplätze wurden immer wichtiger.
    So oft am Tag duschen klingt jetzt doch sehr übertrieben viel. Wenn überhaupt , dann kann ich es mir nur ohne Seifen und Shampons vorstellen. Ihr hattet doch einen Badesee in der Nähe?
    Auf jeden Fall hattest Du eine gute Zeit, die Dir Freude und Entspannung gebracht hat, liebe Ulli, und das ist toll!

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    • Liebe Bruni, es war unsäglich heiß, es gab Tage bei fast 40°, allerindgs hat es am Abend immer abgekühlt, was ja in der Rheinebene, wie ich hörte, so nicht gewesen ist, das war der Vorteil. Ich selbst hatte von dem Badesse nichts, da ich ja auf dem Sommercamp mit Jugendlichen „arbeite“ und auch sonst immer so einiges zu tun habe, dennoch hatte ich viel Freude mit den Freundinnen und Freunden am Abend, von denen ich ja viele nur einmal im Jahr, nämlich an diesem Ort, treffe. Die teachings am Abend sind ebenfalls immer sehr bereichernd und in diesem Jahr war vieles ganz besonders, was aber keine Worte hat und vielleicht auch nicht braucht.
      Herzliche Grüße an dich, Ulli

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