Sommer, Musik und ein Film

stand up – look around – scale down

 

Es ist die große und, wie ich finde, immer größere werdende Diskrepanz zwischen den Menschen, die achtsam mit der Natur umgehen, sich als Teil von ihr begreifen, die damit verknüpfte Verbundenheit nähren und stärken und ihre Kraft daraus ziehen und denen, die sich um nichts scheren. „Mach dir die Erde untertan“ wirkt immer noch auf fatalste Weise, als gäbe es keine Enkelkinder, als hätten wir nichts zu vererben.

Ganz abgesehen davon wie Menschen mit Menschen umgehen, ich sag nur: geflüchtete Menschen und Europa und das Drama an der US-amerikanisch-mexikanischen Grenze sind nur eine weitere Spitzen des Dramas in dem wir leben.

Ich fand zu den Themen in den letzten Tagen bezeichnende Beiträge, so z.B. bei Dame von Welt https://dvwelt.wordpress.com/2018/06/22/do-u/, bei Geno über die Gorilladame Koko → https://campogeno.wordpress.com/2018/06/22/trauer-um-gorilla-dame-koko/, bei red skies over paradise darüber was der übermäßige und immer noch weit verbreitete Fleischkonsum für die Tiere und die Natur bedeutet → https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2018/06/23/spaetere-generationen-werden-fuer-unsere-versaeumnisse-zahlen/ und diesen zauberhaften Sommerfilm von Cambra Skadé

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62 Gedanken zu „Sommer, Musik und ein Film

  1. Ja, solche Apelle müssten tägliches Brot sein.

    Wozu Fleischkonsum? Es geht auch ohne – wie ich selbst die letzten Jahre erfahren habe.

    Gestern ein paar Youngsters aufgefordert, auf dem U&D Würzburg, ihre Dosen aufzuheben. Zwar im Scherz, aber mit dem Spruch „In welcher Welt wollt ihr leben“?
    Dies alles macht natürlich wenig Sinn, wenn anderswo endlos weggeworfen wird. Ich hatte ja schon öfters auf die Seite http://www.chrisjordan.com/gallery/rtn/#silent-spring
    verwiesen, wo man das Elend bildlich sehen kann.

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  2. Guten Morgen liebe Ulli. Tatsächlich glaubt die Menschheit jedem Bericht blind, ob nun das Öl noch 200 Jahre reicht oder nicht, die Ozonschicht doch dicker ist, als erwartet und viele andere Umweltdinge, welche unseren Luxus einschränken könnten. Dabei werden es die, als profan empfundenen, Notwendigkeiten des Lebens sein, die uns zuvor einschränken werden, denn wer weder Wasser hat, noch Sauerstoff, macht sich über Benzinpreise und Plastikmüll keine Sorgen mehr. Trotzdem verschwenden wir Wasser, verunreinigen es ohne Not, holzen Urwälder ab die uns Wasser und Sauerstoff schenken, nur um ein billiges Möbel mehr zu kaufen, doch unser Konsum wird als Freiheit deklariert und so strömen wir täglich aus, um uns zu befreien. Ich setze schon lange nicht mehr auf unsere Generation, um dies zu ändern, denn die Kinder von heute werden uns den Konsumhahn nachhaltig zudrehen müssen, alleine schon um selber überleben zu können.

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    • Die Kinder heute denken, es geht so weiter. Die junge Generation war schon überall auf der Welt und versteht das als völlig normal.
      Erst gestern bat ich Youngsters, doch ihre Dosen aufzuheben, die sie einfach auf den Asphalt fallen liesen.

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    • Guten Morgen, Arno, ich denke das diese Themen nicht von einer Generation abhängen, mir ist es wichtig, dass man sich auch hier zusammenschließt, die Alten in der Funktion der „Beratenden“ und die Jungen mit ihrer Tatkraft. Dies ist ja z.B. auch das Anliegen der 13 indigenen Großmütter gewesen, die immerhin soviel bewirkt haben, dass es jetzt schon mehrere Großmütterzirkel auf der ganzen Welt gibt, allerdings, das muss ich leider zugeben, sind die neuen Kreise oftmals nicht so eindeutig in ihren Anliegen, nicht so wirksam und mir oftmals zu esoterisch.
      Denke ich ans mutige Träumen, dann denke ich noch immer an einen weltweiten Aufstand gegen die Machenschaften der Mächtigen, der Reichen und Schönen, wie geschrieben, es ist einmutiger Traum, erst einmal nicht mehr, aber auch nicht weniger.
      Herzliche Grüße, Ulli

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  3. Gut, dass diejenigen, die sich Sorgen um unsere Welt und die Zukunft der nächsten Generationen machen, nicht aussterben. Auch wenn wir nur mit gutem Beispiel vorangehen können, bleit die Hoffnung, dass viele andere davon angesteckt werden und endlich mal aufwachen.

    Hab eine gute Woche, liebe Ulli.
    Herzlich,
    Anna-Lena

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    • Liebe Anna-Lena, bei deinem Kommentar denke ich gerade an einen Satz aus dem Film: No more smoke signals (https://www.arttv.ch/film/ch-kino-no-more-smoke-signals/), dass es, in Bezug auf die nordamerikanischen UreinwohnerInnen, schon immer auch Weiße gegeben hat, die solidarisch mit ihnen gewesen sind, dass es ihnen aber nichts genutzt hat. So gab und gibt es auch immer Menschen, denen es nicht egal ist wie man mit der Natur umgeht, sich für ene achtsame und humane Welt eingesetzt haben, nur scheint das alles nie zu reichen, da die Mächtigen und Schönen in dieser Welt in ihrer Gier unersättlich sind. Neben der Gier wirkt die Ignoranz und die ist subtiler, da muss sich jede und jeder selbst überprüfen.
      Trotzdem werde ich nicht müde werden von Zeit zu Zeit die Missstände zu benennen und mich für eine bessere Welt einzusetzen.
      Herzliche Grüße, Ulli

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      • Da sind wir schon zu zweit und ich kenne noch viele andere, denen die Welt und Umwelt am Herzen liegt. Ja, wir dürfen nicht schweigen, da stimme ich mit Dir überein.

        Danke auch für den Filmtipp.
        Sei herzlich gegrüßt, liebe Ulli.

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  4. „wir müssen unseren westlichen lebensstil verteidigen“!?
    ein durchschnittlicher westlicher verbraucher beutet 25 menschen aus, moderne sklavenarbeit für die zügellosen bedürfnisse der westlichen konsumgesellschaft!

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  5. Ich möchte deine Bilder, die so ganz besonders sind – so fein und schwebend das erste, so düster, aber doch auch durch den blauen Akzent wieder hoffnungsvoll das zweite – ohne all die belastenden Informationen anschauen, liebe Ulli. Die Artikel, die du anführst, habe ich freilich alle gelesen, und ich sage nicht, dass es überflüssig ist, sie weiter zu empfehlen. Wenngleich vermutlich die, die hier mitlesen, nicht das aufklärungsbedürftigste Publikum ist.
    Herzensgrüße und genieß den Sommer so gut wie es dir möglich ist!

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    • Korrektur erledigt, liebe Gerda,
      zunächst einmal freue ich mich sehr über deinen Kommentar zu meinen Bildern, danke.
      Bei dem zweiten Bild habe ich verschiedene Hintergründe ausprobiert, bei diesem bin ich dann hängengeblieben, obwohl er mir eigentlich zu düster ist, er bringt nicht wirklich die Ironie rüber, die ich dabei im Kopf hatte, mal schauen, ob ich es noch einmal probieren werde.
      Was nun meine Leser*innen anbelangt, so stimme ich dir zu, aber ist dies nicht eine generelle Frage? Ich habe mich das schon in den 1970er Jahren bei unseren Theateraufführungen gefragt und diese Frage ist nie unaktuell geworden, meine Antwort? Wenn ich nur Eine*n erreiche, nur Eine*n aus der Lethargie/der Resignation rütteln kann, die jede und jeden befallen kann, dann hat es sich gelohnt.
      Das andere ist immer wieder unsere eigene Haltung zu all dem Weltgeschehen, manchmal braucht es Erinnerungen?
      Herzliche Grüße, Ulli

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    • Korrektur erledigt, liebe Gerda und den Kommentar dazu gelöscht, leider damit auch meinen anderen an dich, also noch einmal von vorne…
      Zunächst freue ich mich sehr über deinen Blick und deinen Kommentar auf meine Bilder, danke! Beim zweiten Bild habe ich verschiedene Hintergründe ausprobiert, bin dann bei diesem hängengeblieben, obwohl er die Ironie, die ich dabei im Kopf hatte, nicht wirklich rüberbringt, mal schauen, ob ich mich noch einmal damit befassen werde.
      Was nun meine Leser*innen betrifft, ist dies eine generelle Frage, die ich mir schon in den 1970er Jahren bei unseren Theateraufführungen gestellt habe: wen erreiche ich? Meine Antwort: wenn ich nur Eine*n aufrütteln/erinnern kann, dann hat sich das Ganze gelohnt, gegen die zeitweise Resignation, die manche von Zeit zu Zeit befällt.
      Wie ich schon an Arno schrieb: mir geht es auch darum die mutigen Träume zu nähren.
      Nochmals danke und herzliche Grüße, Ulli, heute unter grauem Himmel, hoffend, dass es endlich einmal wieder regnet…

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  6. Liebe Ulli, genau das sind die Themen, die mich auch bewegen und ich bekomme immer Herzrasen. Ich möchte Dir zustimmen – wir brauchen eine generationsübrrgreifende Bewegung – es gibt ignorante Ältere, aber auch sehr aufgeschlossene jüngere. In der Tat ist es auch eine Frage von Bildung und Erziehung – wenn wir Menschen lehren, dass sie nur verlieren, wenn sie nicht zuallererst an sich selbst denken, dann ist es eigentlich nur verwunderlich, dass die Welt nicht noch viel dunkler aussieht.
    Vielleicht ist es schon einmal ein erster Schritt, dass wir uns hier finden und austauschen und auch ermutigen und stärken. Von daher Beifall und Dank für Deinen Beitrag .
    Sei herzlich gegrüßt
    Agnes

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    • Liebe Agnes, danke für deinen Kommentar, uns gegenseitig ermutigen und stärken, ja, das ist ein Anliegen und es funktioniert ja auch immer wieder. Wer braucht nicht manchmal eine Ermutigung, enen Aufrüttler, um über den eigenen Tellerrand zu schauen.
      Noch etwas geht mir durch den Kopf, heutzutage heißt es ja immer wieder: schau gut nach dir, sei gut zu dir etc., sicherlich notwendige therapeutische Sätze, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass genau dies das Ego noch mehr aufblasen und die anderen dahinter zurückfallen, so bleibe ich bei liebender Güte und Mitgefühl für alle Wesen, auch für mich, aber nicht unweigerlich zuerst!
      Herzliche Grüße, Ulli

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      • Liebe Ulli, ja, das ist es, was immer wieder meinen Widerstand gegen diese therapeutischen Ansätze, denen ich ja ständig begegne, spüren lässt. Klar, meine eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und mich selbst zu mögen – ich sehe ein, dass ich mehr davon brauche. Aber es sträubt sich mit gegen dieses „Guck zuerst auf Dich!“, denn ist es nicht diese Einstellung, mit der wir gerade Welt, Mensch, Tier und Umwelt zugrunde richten?

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        • Liebe Agnes, ich dachte vorhin noch, dass ich natürlich auch dann nur hilfreich sein kann, wenn ich in meiner Kraft bin, dafür braucht es die Selbstfürsorge und Selbstliebe, das ist die tägliche Übung, aber ab dann geht es eben nicht mehr zuerst um mich …
          liebe Grüße, Ulli

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  7. Bei dem Stichwort „Appalachia“ muss ich immer daran denken, wie hierzulande in den Appalachen ganze Berge abgetragen werden, um per „open pit mining“, also im offenen Tagebau, an Kohle zu kommen. Wenn man (Luft)bilder davon sieht, dann ist man entsetzt ueber die Narben in der Natur. Und mir dem Abraum schuettet man, weil das ja die bequemste und billigste Methyode ist, dann die Taeler zu und verstopft die Baeche und Fluesse. Und unser „hichverehrter“ Herr Praesident wird jetzt den Steinkohleabbau wieder foerdern!
    Ein prima Protest-Video dazu gibt es hier: https://youtu.be/yVuze1HKhag
    Diese Gruppe, The Parody Project, finde ich einfach toll.
    Liebe Gruesse,
    Pit

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    • Lieber Pit,
      danke für das feine Video, das die Sache auf den Punkt bringt, wie vieles andere, die schlechte Nachricht ist die, das dies die Mächtigen Null interessiert und schon gar nicht Konzerne wie Nestle und Monsanto. Wobei Nestle jetzt mit Umsatzeinbußen von 16% umzugehen hat, der durch den Aufruf Nestleprodukte zu boykottieren entstanden ist. Not bad, oder?!
      Herzliche Grüße, Ulli

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        • Da müssen wieder alle laut werden und sich empören, aber ich sehe ja auch immer wieder die Bilder wie die USamerikanische Staatsgewalt jede Form von Widerstand niederknüppelt, es sei denn es sind Kinder vor dem weißen Haus, das trauen sie sich (noch) nicht! Euer Präsident ist eine Unsäglichkeit für die USA und für die Welt. Und was hier um und mit dem neuen Innen- und Heimatminister passiert ist mindest genauso eine Unsäglichkeit!

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          • Es ist entsetzlich, wie rechtsradikales Gedankengut hierzulande und auch in Europa wieder hochkommt – und das auch bei Konservativen [und damit meine ich „konservativ“ im guten Sinne].
            Leider spricht Trump doch einem grossen Teil der hiesigen Bevoelkerung aus der Seele.

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            • Es wurde lange Zeit schon die Angst vor den Fremden, den Anderen geschürt, es scheint, dass es nur wenige Menschen gibt, die lieber ihre eigene Erfahrungen machen, statt den Medien zu glauben, das ist das eine, das andere ist, dass die Geschichten schon uralt sind: die Verteidigung des eigenen Territorium, die Schuldzuweisungen von sich weg zu anderen hin, etc., dass aber all das in einer aufeklärten Welt noch möglich ist, das ist für mich unfassbar.
              Wir alle wissen, dass es genügend Geld gibt, dass alle satt werden, und ein Dach über den Kopf haben könnten, aber die Reichen und Mächtigen wollen eben reich, fett und mächtig bleiben, also teilen sie nicht! In Bildung wird wenig bis gar nicht investiert, aber in Waffen und das Volk hat noch immer nicht seine Macht verstanden, weil es eben dumm gehalten wird. Zuckerbrot und Peitsche hat schon immer funktioniert. Ich seufze…

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  8. Liebe Ulli! Dieses Video ist magisch. Deine Bilder auch. Ich will das einfach nur auf mich wirken lassen, denn weil es sowas gibt ist nämlich noch nicht alles verloren. Meine Meinung! Liebe Grüße Katrin

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    • Meinst du Cambras Video oder die Musik? Egal wie, ich stimme dir zu, solange es so etwas gibt, ist noch nicht alles verloren. Ich glaube an die Kraft der Menschen, die Gutes und Schönes wollen, wenn ich das nicht mehr tue, gibt es für mich keinen Sinn mehr!
      Ich danke dir von Herzen,
      liebe Grüße, Ulli

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        • Ich habe das ganze WE immer wieder verschiedene Stücke dieser beiden Damen angeschaut, ich stelle auch noch dieser Tage zwei weitere ein. Ich finde ihre Musik, ihre Botschaft ganz wunderbat und sie sind sooo schön 🙂

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          • Ja! Gell? Das Gesichtsbemalung und Piercing so schön machen können! Vielleicht weil es so wild aussieht und so ursprünglich und weil da so nix gekünstelt ist. Gefällt mir sehr. Würde ich auch gerne, so rumlaufen mich trauen mit so einem selbst-Bewusstsein, so einem Reinen. Schön!

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  9. Diese Diskrepanz ist erschreckend. Ich bin meinen Nichten zur Zeit dankbar, die mich immer wieder fragen warum ich düs und das mache. Nestle Produkt, Mikroplastik etc. ich dachte ich lebe schon nachhaltig, aber dank der beiden sehe ich das so viel mehr möglich ist. Fast ohne Einschränkungen.

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    • Ich finde es so wunderbar, wenn der Kontakt zwischen den Generationen nicht abbricht und wir uns gegenseitig befruchten. Erst gestern habe ich zu dem Thema einen Beitrag vorbereitet…
      Ich freue mich über deine Nichten und dich!
      Liebe Grüße, Ulli

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