Miniatur 005 2018

Es gibt Nomadinnen und Nomaden, es gibt Sesshafte, Mäandernde und Flüchtende. Es gibt Sichtbares und Unsichtbares. Vielleicht gibt es Engel. Aber bestimmt gibt es mehr als wir wissen. Es gibt Boote, Busse, Züge, Flugzeuge, Autos, Mopeds, Fahrräder, Straßen-, Hoch- und Untergrund-Bahnen und die Füße. Es gibt Kreuzungen und Knotenpunkte, ein „Hello and Good Bye“, ein „where do you come from, where do you wanna go“. Unterwegssein.

Hello – goodbye – tausendfache kleine Tode.



Zur Erinnerung (für mich, für dich) → https://cafeweltenall.wordpress.com/2015/07/04/es-liegt-an-mir/

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22 Gedanken zu „Miniatur 005 2018

  1. warum Tode,Ulli? Begegnungen sind Leben. Viele kleine Begegnungen machen das Leben aus. Deine eilende Engelsfigur mag dem Tode geweiht sein, sie ist ja auch schon recht grünspanig und scheint eine Last zu tragen, aber wir sind am Leben und suchen immer wieder belebende Begegnungen. Alles Liebe dir!

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    • Begegnung ist eins (hier stimme ich dir, in allem was du schreibst, zu), Abschied etwas anderes, da man nie weiß, ob es ein Wiedersehen geben wird oder nicht, so meinte ich das mit den tausend kleinen Toden. Heutzutage bin ich schon besser mit den Abschieden, aber in jungen Jahren habe ich einfach nur gemacht, dass ich weg kam, weil es mir immer so schwer gefallen ist.
      Ob nun der bemooste Engel eine Last trägt? Für mich nicht und ich denke bei Tod auch nicht an Engel, ich bin mir ja noch nicht einmal so sicher, ob es sie gibt, wenigstens nicht in der Form, in der sie dargestellt werden, aber eben… es gibt mehr, als wir wissen und mit unseren begrenzten menschlichen Sinnen wahrnehmen.
      liebe Grüße zu dir, Ulli

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      • Ich denke, die Figur stammt von einem Friedhof? drum meine Assoziation, die natürlich nicht bindend ist 😉
        Freilich hast du recht, dass Abschiednehmen immer kleine Tode sind und schmerzhaft, ich weiß das nur zu gut. Aber ich wollte einmal die Aufmerksamkeit auf die positive Seite richten, und das ist die Begegnung, die dem Abschied ja vorausgeht.

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        • Vielleicht stand dieser Engel einmal auf einem Friedhof, ich nehem das auch an, aber ich entdeckte ihn in einem Freiluftlager für alte Steinmetzarbeiten, ich finde gerade die Bilder nicht, vielleicht habe ich sie auch gar nicht gezeigt, egal!
          Als ich vorhin den ersten Kommentar abgeschickt hatte und noch weitere beantworte habe, dachte ich plötzlich, dass ich es auch spanned finde, dass ich in meinem letzten Satz keinerlei Wertung eingebracht habe, es eher eine Feststellung gewesen ist und dass ich nun den Eindruck habe, als wollten mich die einen und anderen trösten, das muss es aber nicht, weil es eben ist was es ist (ja, auch die Liebe).

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  2. Sie ist unterwegs, Deine keine feine Engelstatuette, liebe Ulli?
    Auch die, die unterwegs sind, brauchen einen Ort, zu dem sie heimkönnen können, sonst empfinden sie auf Dauer keinerlei Freude mehr am Unterwegssein, sondern nur noch ein Gefühl des Heimatlosseins
    Aber ich bin auch kein Nomade, sondern ein Erdverbundener, Sesshafter und doch kein Bauer, der an der Scholle klebt

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    • Ja, die Engelstatue ist auch unterwegs, liebe Bruni, und in der Ecke ist noch ein kleiner Engel, der scheint mir doch recht sesshaft zu sein … ich gehöre eher zur Familie der Nomadinnen, ich habe gerne für den Winter einen Ort, klar, auch dann gerne meinen, aber ansonsten bin ich sehr, sehr gerne unterwegs, kommt in diesem Jahr noch etwas kurz, aber bald…
      Herzensgrüße an dich
      Ulli

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      • ich sprach eigentlich von dem kleinen Engel in der Ecke, liebe Ulli 🙂 Den anderen Engel hatte ich irgendwie übersehen *lächel*. Verreisen ist gut, natürlich auch für mich, ich meinte das unentwegt Unterwegsseinmüssen, das Gefühl, nirgends bleiben zu können vom Gefühl her, einen, der rastlos ist.
        Eine Nomadin, so wie Du Dich selbst nun beschreibst, ist eine sehr rührige Person, deren Geist die Weite sucht und darin das Gefühl des Feiseins, aber Du hast Deinen Ruhepunkt, den Ort, den Du nutzen kannst wie Deine Höhle und genau das bewundere ich sehr, liebe Ulli

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    • Das ist wohl wahr, lieber Tom, sie und er gehören zum Leben, mal traurig, mal es-ist-so, erfüllend fand ich es noch nie, da habe ich jetzt etwas zum Nachspüren! Merci vielmals dafür, herzlichst, Ulli

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  3. Die vielen kleinen Tode. Man muß sich eben auch trennen, um Neues an sich heranlassen zu können.
    Einem Schulfreund, den ich sehr schätzte, sehe ich vielleicht einmal im Jahr. Man kann sich ausrechnen, wie oft das noch passieren wird. Ich würde gerne die Schlagzahl erhöhen, aber…
    Es ist wie es ist.

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