Miniatur 004 2018

Verlassene Orte 004

Die kleine Frau wandert durch die Nacht. Wieder hat sie einen Ort verlassen. Müde ist sie. Oft schon ist sie angekommen, um zu bleiben und doch ist sie noch immer weitergezogen. Hoffnungen und Träume zerplatzten wie Seifenblasen. Einmal wirklich ankommen und bleiben, mit der Tradition des Zugvogels brechen … was ist Flucht, was vernünftig, was Schicksal, was Weg?

49 Gedanken zu „Miniatur 004 2018

  1. Pingback: Das ist schön! – Sonnenspirit

  2. ich freu mich besonders an den diversen Elementen, die du in diesem Bild so sinn- und kunstvoll zusammengefügt hast. Da ist die Erinnerung an denSeifenblasen-Bläser unterhalb der Akropolis, der den Ortswechsel als Lust empfand – ein Weltenbummler. Und ich sehe wieder die Stadt mit den erleuchteten Fenstern – dort, wo die lieben Verwandten wohnen.. Neu ist wohl der Scherenschnitt des Baumes? Jedenfalls eine sehr anrührende Arbeit – dies Wandern der Alten im leeren Raum, die Stadt verlassend, und im Vordergrrund die (noch nicht geplatzten) Seifenblasen der Wünsche.

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  3. Eine kleine Frau also, die sich und uns wichtige Fragen stellt, uns den Rücken kehrt und weg ist sie?
    Ein sehr beeindruckendes Bild und ein aufrüttelnder Text ! Trifft mich mitten ins Herz. Liebe Grüße, Petra

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  4. Ich habe mir Dein schönes und sehr kreatives Bild angesehen, die Kommentare und Deine Antworten gelesen und nun glaube ich zu wissen, an wen mich Deine kleine Frau immer mehr erinnert.
    Ein echter Zugvogel ist eigentlich nie auf der Flucht. Er folgt den nötigen Wegen ohne jegliches Nachdenken, weil es in seiner Natur liegt.
    Siddhartha war ein ewiger Wanderer, der nach Weisheit strebte und sie in sich finden mußte, bis er sich am rechten Ort fühlen konnte. Ein Ort, an dem wir uns von Herzen willkommen fühlen, vom Morgen bis zum Abend und auch noch in der Nacht, ist ein echter Sehnsuchtsort und wenn wir ihn gefunden haben, dann sollten wir ihn gut festhalten, bevor wir ihn auf all unseren Findewegen wieder verlieren, liebe Ulli
    Sehr herzliche Grüße von Bruni an Dich

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    • Liebe Bruni, ich danke dir von Herzen für deinen Kommentar, der mich direkt abholt … das ist der Prozess und noch gehe ich vor und zurück und sehne mich sehr nach vor und bleib – im übertragenen Sinne nach etwas Stabilem in mir, nach der Aufrichtung, die ich schon kenne, die aber wieder eingeknickt ist…
      Nun baue ich erst einmal aus biegsamen Weidezweigen einen kleinen Erbsenzaun und arbeite in Hof und Garten, jäte den Winter und all das Schwere der letzten Wochen zusammen, heute Abend hatten wir ein großes Feuer damit, möge es reinigend wirken!
      Nochmals meinen Dank an dich und spätabendlich herzliche Grüße zu dir hin, Ulli

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      • Es wurde mir immer klarer, liebe Ulli, und ich verstehe Dich soooo gut… Baue Deinen Erbsenzaun (du mußt sie ja nicht alle zählen *lächel*) und jäte das Schwere der vergangenen Tage und Wochen zusammen. Wer weiß, was dieses Feuer bewirken wird.
        Herzlichst, Bruni aus der Sonne

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  5. …bei mir geht Dein Bild mit Hoffnung einher, sie trägt das Grün mit sich, Hoffnung die sie schützt, auch wenn diese Hoffnung manchmal wie eine Bürde scheint, denn es kann doch wieder umsonst sein…wie an einem Abgrund steht sie und schaut hinunter, werden die Seifenblasen sie auffangen? …ihre Sehnsucht und ihr Hoffen werden sie begleiten…und, verlaufen nicht alle Wege so?

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