Sonntagsbilder #003 – 2018

Nach dem Sturm

Am Mittwoch, 04. Januar blies Burglind über das Land. Schon als ich am frühen Morgen erwachte hörte ich sie heulen, das verhieß nichts Gutes. Die Zweige der Tanne vor meinem Haus vollführten einen wilden Tanz, die nackten Äste der großen Hoflinde schlossen sich an, Burglinde sauste, rauschte, heulte und peitschte Regen über das Land.

Meine geplante Fahrt mußte ich abblasen, beide Straßen von hier ins Tal waren von entwurzelten Bäumen blockiert, Strommasten knickten, Leitungen krachten in Äste, das Stromnetz brach für ein paar Stunden zusammen.

Seitdem sind die Aufräumarbeiten in vollem Gange, Motorsägen kreischen, Stämme werden von hier nach dort gezogen, es ist ein umtriebiger Januar.

Wir brauchen einen neuen Sonnenschirm

Nachbars Wiese

Bruchstellen

für Heiko Moorlander

Januar 2018 – jetzt kein Schnee, langsam zunehmendes Licht, klare Ostsonnenscheintage, es sprießt schon hier und dort, Gänseblümchen blühen, Vögel zwitschern, der Fuchs hat das im Farnbeet begrabene Zicklein nicht gefunden, ich wandere in neuen Stiefeln, der Hofhund ist ein Guter, die Katzen liegen in der Sonne, Trecker fahren auf und ab…

Wie immer werden die Bilder groß, öffnet sich die Galerie, wenn du ein Bild anklickst – like always, the pics, the gallery will get large or open, if you`ll click on one of this…

Habt- Freude – have joy –

29 Gedanken zu „Sonntagsbilder #003 – 2018

  1. Wir sind davongekommen, aber die Schäden vergangener Stürme sind auch bei uns noch sichtbar.
    Ein Anblick, an den wir uns gewöhnen werden müssen, liebe Ulli.

    Herzliche Grüße in den Sonntag,
    Anna-Lena

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  2. Windbruch in Kiefernwäldern – unsere bayrischen und österreichischen Waldbesitzer-Freunde haben auch alle Hände voll zu tun. Auch wir hatten wilde Tage mit starken Gewittern, Tito leidet dann, aber unser Haus steht fest (den Sonnenschirm haben wir natürlich winters nicht draußen gelassen 😉 . Gleich mache ich einen Ausflug. Hoffentlich hält sich das Wetter. Eine schöne Woche dir!

    Gefällt 6 Personen

  3. Wir blieben bei Burglind verschont, unser Problemsturm war 2017 Xavier, der unserer Kiefer ein wenig zusetzte. Seitdem haben wir Ärger mit einem unserer Nachbarn.
    Ich hoffe, bei Euch sind trotzdem noch alle entspannt?
    Schöne Fotos, liebe Ulli… und danke für den Link hin zur Schlammkunst. Was es nicht alles gibt… Dir einen schönen Sonntag. Birgit

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  4. Vor ein paar Tagen sagte meine Physio, dass der Körper zuweilen durch bestimmte Eriegnisse (Brüche etc.) gezwungen sei, „auf Werkeinstellung“ zurück zu gehen. Und etwas dann von Grund auf neu „zusammensetze“. Das macht sich auch die Medizin zu nutze, indem durch Therapien eine Art „Chaos“ angerichtet wird, das den Körper zum Neuanfang/Neuaufbau „zwingt“. (Ähnliches kennen wir ja auch im Schamanismus.)

    Und Ähnliches denke ich zuweilen über das Weltgeschehen.

    Letztlich ist die Natur immer noch stärker. Das dachte ich demütig, als Brunhild sich schüttelte und las dem Liebsten Die Brücke am Tay vor. (http://www.literaturwelt.com/werke/fontane/tay.html)

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    • Als 1999 Sturm Lothar wütete hinterließ auch er kahlgefegte Schneisen, mittlerweile wächst dort ein wunderbarer Mischwald, vorher war es eine Nadelbaummonothonie …
      ich wünsche dir einen schönen Sonntag, Ulli

      Gefällt 2 Personen

  5. An den schrecklichen Lothar kann ich mich auch noch gut erinnern. Und tatsächlich braucht die Natur zeitweise solche Katastrophen um sich zu erneuern.
    Ein Kreislauf der Notwendigkeit, die für betroffene Menschen natürlich nicht verständlich sind!

    Es wird uns damit jedoch immer wieder vor Augen geführt, dass die Natur nicht zu bändigen ist!

    LG Babsi

    Gefällt 2 Personen

  6. Oh, da war ja viel los bei Euch, liebe Ulli. Wir haben nichts abbekommen. Es blieb bei den fliegenden Gießkannen und es kam nichts nach. Ich bin nicht böse deswegen *g*. Auch das Hochwssser in Rhein und Neckar hielt sich hier bei uns in Grenzen, obwohl in HD die Sandsäcke vorsorglich bereitlagen. Die Gänseblümchen blühen hier auch schon, hab ich gesehen und heute morgen spazierte eine Elster unermüdlich durchs Moos, auf der Suche nach Essbarem.
    Liebe Grüße in die Nacht zum Montag von Bruni

    Gefällt 2 Personen

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