Sonntagsbild #24

Ohne Titel #1 2017

Ohne Titel #2 2017

Ohne Titel #3 2017

Ich bin ein bisschen neugierig was euch die Bilder erzählen … und natürlich wünsche ich euch einen herrlichen Junisonntag, ob mit oder ohne Badesee –

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31 Gedanken zu „Sonntagsbild #24

  1. Ich sehe eine Familie, es zieht Schatten auf.
    Eine Elternteil verblasst, löst sich auf bzw. verschwindet. Zurück bleiben Kinder, die bereits ihren Weg gehen und in die Ferne abschweifen. Ein Kind bleibt, es ist angeschlagen bzw. krank, bei der MUTTER.

    ❤liche Sonntags Grüße Babsi

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    • Das freut mich, ich denke immer an Haifischflossen hinter dem Löwenzahn, warum auch immer noch … (und Haifische haben eben auch ihren Platz im großen System)
      herzlichst grüße ich dich
      Ulli

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  2. Keine Vase will dich. Keine
    Liebe wird durch dich erhellt.
    Aber deines Samens reine
    weiße Kugel träumt wie eine
    Wolke, wie der Keim der Welt.

    Lächle! Fühl dich gut gedeutet!
    Blüh! So wird aus Schweigen Huld.
    Bittre Milch und Flaum, der gleitet:
    O, nicht Haß – den Himmel weitet
    Weisheit. Stillesein. Geduld.

    Wärst du auf der Höh geboren,
    ferne, selten, früh empor:
    Teilnahmslosem Gang der Horen
    blühtest ruhmvoll, unverloren,
    groß, dein Wunder vor.

    Josef Weinheber (1892-1945)

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  3. Ich mach es wie Gerda und antworte mit einem Gedicht von Paul Celan. „Zwanzig für Immer“ Verflüchtigte Schlüsselburg-Blumen in deiner schwimmenden linke Faust. In die Fischschuppe geätzt: die Linien der Hand, der sie entwuchsen. Himmels- und Erdsäure flossen zusammen. die Zeitrechnung ging auf, ohne Rest. Es kreuzen – dir, schnelle Schwermut, zulieb – Schuppe und Faust.

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    • Das sind Zeilen, liebe Marie, die ich jetzt schon dreimal gelesen habe und noch immer wirken sie auf verschiedenen Ebenen, wenn dies Bilder auskösen können, dann ist das wunderbar! Ich danke dir –
      liebe Grüße
      Ulli

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    • Keine einfache Kost der Celan, aber gerade das macht den Zauber aus. Und ja, den Löwenzahn liebe ich sehr. Manchmal esse ich ihn mit Stumpf und Stiel. Asiaten sagen, wir bräuchten keinen Ginseng, wir haben ja selber dies großartige Heilkraut. Dir einen beschaulichen Sonntagabend. Marie

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  4. ich sehe die Familie der Löwenzähnchen, die am Abend hier um Einlaß bitten.
    Sie beginnen zu frieren und suchen ein sie wärmendes Quartier, doch nur bis zum Morgen, dann wollen sie weiterziehn – mit dem sonntäglichen Wind

    Liebe sonnige Grüße von Bruni

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  5. In den Bildern sehe ich die Kraft der Natur, die Kraft des Lebens. Graue, betonierte Lebensräume, Zerrissenheit, Fragmente, starre Regeln… und mittendrin, der Löwenzahn – kernig, lebendig, zart und trotzdem Asphalt sprengend. Nach der goldgelben Blüte folgt die filigrane „Pusteblume“, deren Samen sich aufmachen, um ihre Botschaft zu verbreiten.

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    • Das kommt meiner eigenen Sicht sehr nahe, wie zäh dieser Löwenzahn ist und wie er sich verbreitet, wie wohltuend er für uns Menschen ist und wie zart seine Schirmchen, eins wie das andere …
      ich danke dir, liebe Grüße
      Ulli

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  6. Mir kommen ähnliche Gedanken. Aber im positiven Sinn. So wie der Löwenzahn sich seinen Lebensraum sucht, ihn zwischen Ruinen und in den Rissen des Asphalts findet, so können auch wir unseren Platz finden. Und unsere Kinder und Kindeskinder fliegen hinaus, suchen sich ihren Raum.
    Herzliche Grüße, nicht vom Badesee, aber vom Balkon,
    Elvira

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    • Den Löwenzahn als persönliches Symbol für Überlebenskraft zu wählen ist eine großartige Entscheidung, liebe Elvira! So wenigstens lese ich dich und danke dir,
      liebe Grüße
      Ulli

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  7. Liebe Ulli,
    heute Morgen, auf dem Minibildschirm, noch im Zelt, sah ich unspektakulär-geheimnisvoll-schöne Leichtigkeit, welche harte Linien und sonstige Realitäten zu durchdringen vermag. Welche sich, sobald man ihr die Gestalt nimmt, alsbald fliegend verstreut und neu aussät, um im Neuen zu erblühen. (Oder: sehe ich das nicht, sondern weiß es nur?)
    Jetzt, abends, das große Bild vor Augen, sehe ich dies immer noch. Nur viel klarer. Und viel undurchschaubarer gleichermaßen. Die Bilder sind mir wundervolle undurchschaubare Mysterien. (Und warum das mittlere einen Rahmen hat, das frage ich mal gar nicht:))
    Einen herzlichsten Guten-Abend-Gruß zu Dir aus meiner Ankommensstimmung, gerade auf der Suche nach umherfliegender Leichtigkeit,
    Frau Rebis

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    • Du liebe Frau Rebis, ja warum das eine einen Rahmen hat und ddie anderen nicht ist eher ein gestalterischer Aspekt, manche brauchen für mich einen Rahmen, vielleicht, damit sie sich gehalten fühlen?!
      Für mich hat es viel mit dem Leben an sich zu tun, dem Leben und Vergehen und das selbst noch in sogenannten Steinwüsten…
      spanned fand ich noch, dass Blätter, die ich darüber legte wie Brüste erscheinen, sie sind für mich das Symbol des Nährens und Genährtwerdens, damit die Samen fliegen können und auf neue Böden fallen dürfen … soweit erst einmal!
      Ich danke dir sehr für deine Sicht und wünsche dir sooo sehr eine sanfte Landung! Vielleicht sollten wir einmal telefonieren????
      Herzlichste Grüße
      Ulli

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      • Liebe Ulli,
        ja, die Brüste sah ich auch.
        (Aber ich kann ja nicht immer Kommentare schreiben, die länger sind als der Post-Text;-))
        Das Leben ist gerade ein sehr nährendes … bei Dir ja auch, so wirkt es durch all Deine Bilder und Zeilen.
        Auch mein Ankommen verläuft diesmal mental glimpflich, nur zeit-&raumgreifend. Ich habe wohl sehr aufgetankt.
        Und: die Frage mit den vier Fragezeichen bekommt ein Ja:)
        Sei von Herzen gegrüßt
        Frau Rebis

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  8. Liebe Ulli,

    ich kann es Dir nicht genau sagen warum, aber auf dem unteren Bild schläft Dornröschen hinter den Fenstern des Schlosses, seit langer Zeit bereits. Das erzählen die Pusteblumen auf der verwilderten Schlossparkwiese.

    Unterdessen öffnet sich ein Spalt in eine neue Welt, eine neue Dimension. Ich würde gern wissen, was sich dahinter verbirgt.

    Liebe Grüße an Dich in Deinem Idyll neben dem Hollerbusch
    Agnes

    Gefällt 2 Personen

    • Was für eine Sicht du mir schreibst, danke, liebe Agnes, vielleicht wird das Unsichtbare ja auch noch irgendwann sichtbar…
      herzliche Grüsse nun wieder zurück auf „meinem“ neuem Berg
      Ulli

      Gefällt 1 Person

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