T = Träume

Alphabet der mutigen Träume

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(Hier seht ihr Bilder aus einem kleinen Zyklus von 2015, den ich „Traumraum“ nannte – gerne, so ihr mögt, könnt ihr diesen Begriff in die Suchmaschine eingeben, um noch mehr zu finden)

Träume sind keine Schäume! Ich möchte gerne einmal wissen wer diesen Satz in die Welt gesetzt hat und zu welchem Zweck.

Träume sind für mich zweierlei:

  • 1. die Kommunikation meines Unterbewusstseins mit meinem Bewusstsein – Verarbeitung meines Alltags, meiner Gefühle und Hinweise auf meine Seelenzustände
  • 2. Visionen und Vorstellungen, mit deren Hilfe ich mich weiterentwickeln und den Wandel einläuten kann

Zum Thema „Träume“ gehört auch die Traumdeutung und das luzide Träumen, beides aber gehört im Zusammenhang meines Alphabets zwar erwähnt, aber nicht vertieft.

Die mutigen Träume gehören zur zweiten Kategorie. Ich hoffe sehr, dass im Laufe meiner Darstellungen im Alphabet der mutigen Träume der Sinn dahinter verstehbar geworden ist.

Die Methode des mutigen Träumens kann noch ganz andere Wandlungsprozesse in Gang setzen, absichtlich habe ich von der Darstellung und Vermittlung der Übungen abgesehen, da sie diesen Rahmen sprengen würden. Vielleicht komme ich noch einmal später  darauf zu sprechen. Wer jetzt schon mehr erfahren will, dem kann ich nur noch einmal das Buch von Alberto Villoldo „Mutiges Träumen“ ISBN 978-3-442-21857-8 WG 2475 ans Herz legen.

In meinem Alphabet entstand eine Art Lexikon der Tugenden, es hat außerdem versucht Wege hin zu einer freundlicheren, freudigeren und mitfühlenderen Welt zu zeigen. Nichts ändert sich allein durch Gebete oder fromme Wünsche, immer geht es bei dem Wunsch nach Veränderung auch ums Tun. Von nix kommt nix.

Die meisten Träume handeln vom eigenem Glück, von einem Prinzen/einer Prinzessin an der Seite, von Haus, Garten und einem Leben mit allem, was das Herz begehrt, selten gehen sie über den eigenen Gartenzaun hinaus. Und wenn sich dann die Träume erfüllt haben, kommen oft die Ernüchterungen. Der Traumprinz ist eben doch kein Prinz und die Traumprinzessin keine Prinzessin, das Haus braucht Pflege und Reperaturen, der Garten macht Arbeit und die Kinder wollen nicht so, wie man selbst will. Realismus kann beim Träumen nicht schaden, schützt vor bösem Erwachen und stellt die Frage nach dem, was Glück denn wirklich ist.

Ich träume gerne von meinem eigenen kleinem Glück, aber so wirklich glücklich macht es mich, wenn ich mich verbunden fühle und meine Träume ausweiten kann und diese auf fruchtbare Böden fallen, wie ich es hier mit euch von A bis hierher erlebt habe. Danke dafür!

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38 Gedanken zu „T = Träume

  1. Träume von Materiellem .. da fällt mir immer der Spruch ein „Besitz macht besessen“.. Materielles muss gepflegt werden.. sammelt sich an, beschwert,bindet Kräfte… macht damit auch ein Stück unfrei… mindestens..und andere Menschen kann man sowieso nicht „besitzen“.
    Die Träume zum Wohle alle hingegen.. ja, sie mögen gut sein.. und sind es zum Teil wohl auch.. aber was kann ich denn wissen was für alle gut ist ? In Frieden miteinander leben, Toleranz, Mitgefühl für Mensch und Tier und sich selbst und dem Grossen Ganzen. vorausschauend und nicht egoistisch.. an die ökologischen footprints denken. Der Satz : wenn jeder für sich in diesem Sinne sorgt ist für alle gesorgt“ gilt zwar nicht immer, aber ich finde.. der hat was..
    vielleicht der Traum davon , dass alles hier auf der Welt einen Sinn macht und nicht nur ein Versuchslabor von Ausserirdischen ist, die uns beobachten.. 🙂
    nachdenklich, wie so oft grüsst dich
    S.

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    • Liebe S., guten Morgen, zum Wohle aller, das kann man nicht einfach so wissen, das ist wohl wahr, aber du nennst sie, die wichtigen Haltungen in diesem Zusammenhang; dann denke ich aber eben auch an die Gespräche, die jede und jeder führen kann, um herauszubekommen, was gerade des anderen Wohl sein könnte, dazu kommen genaue Beobachtungen und Kenntnisse, ob nun des Menschens oder der Ökologie, um das Beste zu machen, was nicht unbedingt immer das Richtige sein muss, wie sich dann manchmal im Nachhinein herausstellen kann, im Sinne von: gut gemeint ist nicht gut gemacht- ich glaube, dass hier die Motivation und die Haltung dahinter einen grossen Anteil daran haben, ob das, was jede und jeder tut, wirklich zum Wohl ist oder nicht.
      Gelacht abe ich über das Versuchslaboratorium der Ausserirdischen! Das mit dem Sinn ist ja noch einmal eine der grossen Fragen des Lebens, ich denke immer, dass es keinen Sinn gibt, nur den, den ich mir gebe und den, den es macht-
      gerade eben würde ich lieber mit dir an einem Tisch sitzen oder noch besser durch den Wald stratzen, um dabei das Ganze zu vertiefen, grosse Felder sind das!
      Herzliche Grüsse und mein Dank für deinen Kommentar, der mein Gehirn in Schwung bringt, hocke hier bei meiner ersten Tasse Kaffee
      Ulli

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  2. Ich habe keine Tagträume bzw. habe ich nicht das Gefühl mich darin zu bewegen. Von außen sieht das natürlich anders aus, teilweise scheinen meine Ideen undurchführbar, aber ich halte so etwas nicht für Träumereien, sondern für ernsthafte Versuche mein Umfeld und mich in eine andere Richtung zu lenken. Die Nachtträume sind eher nicht erquicklich, weshalb ich weitestgehend auf Schlaf verzichte. Die Träume von 99 Prozent der Menschheit halte ich hingegen nicht nur für legitim, sondern für unser Grundrecht, denn jeder sollte in Frieden leben dürfen und nicht Hunger leiden, egal was sonst noch für Ansprüche bestehen. Das 1 Prozent, welches dem entgegensteht hat für mich keine Berechtigung den Planeten zu teilen. Klingt hart, ist aber leider die bittere Wahrheit.

    Gefällt 4 Personen

    • Lieber Arno, ich finde es beunruhigend, wenn du schreibst, dass du weitestgehend auf Schlaf verzichtest, um deinen Träumen aus dem Weg zu gehen, tut mir leid! Weil Schlaf und Träume doch auch so wichtig sind…
      Bei vielem anderen stimme ich dir zu, nur noch so viel, es ist eine Frage der Begrifflichkeit, wie man selbst seine Ideen nennt und wie man versucht sie umzusetzen-
      Das mit dem 1% ist wirklich hart, ich kann nachvollziehen was du meinst und doch scheue ich zurück es so zu formulieren., andererseits kann ich mir eine Welt ohne sie auch als eine bessere vorstellen- was tun?
      herzliche Grüsse
      Ulli

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      • Liebe Ulli, wir können nichts tun. Es ist genaus wie in Deutschland geboren zu sein und nicht in China. Wir können uns glücklich schätzen und doch wissen wir um eine bessere Welt ohne sie erreichen zu können. Um diese Erde zu bekommen, nage, kratze, beiße und spucke ich jeden Tag, selbst wenn an meinem Ende nur der Schatten eines Kratzers übrig bleibt, in der Hoffnung, dass ein anderer Mensch an dieser Stelle weiter macht, so lange es eben dauert eine gute Welt für alle zu haben, auch für die Tiere und Pflanzen.

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  3. Ich vermute, dass diese Redewendung „Träume sind Schäume“ gut in den Kontext meines Postings über Fleiß und protestantischen Arbeitsethos passen. Mit Träumen, Tagträumen, wird Zeit verschwendet. Zeit, die besser in Arbeit investiert werden sollte. Solche Träume handelten mit Sicherheit von einem besseren Leben, einem besseren Stand, genährt von Ungerechtigkeit. Mädchen träumten und träumen immer noch von der Möglichkeit die Schule zu besuchen, einen Beruf zu erlernen, sogar zu studieren und der freien Wahl ihres Ehemannes. Diese Träume haben sich bei uns nicht wie Schaum in Luft ausgelöst, denn dafür sind Frauen aufgestanden und haben in kleinen und großen Kämpfen ihre Rechte durchgesetzt. In anderen Teilen der Welt wird noch daran gearbeitet , diese Träume wahr werden zu lassen. Heute höre ich diese Redewendung in anderer Form: Träum mal schön weiter! Sagt wohl dasselbe aus.
    Was die nächtlichen Träume betrifft, so erwarte ich sie voller Erwartung jeden Abend aufs Neue. Denn was ich da so erlebe…
    Herzliche Grüße,
    Elvira

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    • Liebe Elvira, guten Morgen, das ist eine einleuchtende Erklärung für die Schäume und wo ihre Wurzeln sind. Ich habe ja oft meine katholische Sozialisation verflucht, aber je älter ich werde, umso mehr ich über die protestantisce Haltung erfahren habe, umso milder wurde ich, das Film: Das weisse Band oder die Rolle des Priesters in dem Film: Wie im Himmel, haben es auch gezeigt- so grusig!
      Bei allem anderen stimme ich dir zu, ja, es wichtig aufzustehen und sich für das einzusetzen, was eine Wene bei dem bringt, was nicht stimmt, nicht im Sinne der Humanität und der Ökologie-
      Ich habe über deine Freude an deinen Nachtträumen geschmunzelt, ich träume manchmal viel, manchmal wenig, manchmal abenteuerliches und schönes, manchmal wache ich mit Tränen auf, aber nur sehr, sehr selten mit einem Schrecken, Alpträume verschonen mich weitestgehend.
      Liebe Grüße sende ich zu dir, hab einen schönen Tag, ich wünsche dir bunte Träume, auch in dieser Nacht
      Ulli

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  4. Tagträume haben auch für mich eine Berechtigung, ich erlebe sie als eine Art Meditation, die mir Ruhe geben und mein Blickfeld erweitern, ja sogar eine gewisse Kreativität in Gang setzen.
    Meine nächtlichen Träume sind meist chaotisch und ganz eindeutig dem Bereich Bewältigung zuzuordnen.

    Danke für deine tollen Gedanken, ich lese sie sehr gern, mit Interesse und sie wirken nachhaltig.
    Herzlich,
    Anna-Lena

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  5. Ja, Ulli, über Träume habe ich schon oft nachgedacht. Ich sehe es etwas anders. Tagträume sind für mich eher Ziele. Ich träume in der Regel nicht von etwas, was ich nicht erreichen kann. In „Tagträumen“, ich nenne es Auseinandersetzung mit mir selber, überlege ich, wie ich die Ziele am besten erreiche und was ich dafür tun muss.
    Die Schlafträume, die Träume im Unterbewußtsein sind bei mir selten. Dieses Jahr verarbeite ich im Traum den Tod meiner Mutter. Ich weiss, dass es meinem Bruder und Vater genauso geht. Diese Träume begannen Anfang des Jahres.
    Einen schönen Tag wünscht dir Susanne

    Gefällt 3 Personen

    • Guten Morgen, liebe Susanne, mutige Träume sind für mich auch keine Tagträume, sie sind von der Art, wie du es beschreibst: Ziele ausmachen und überlegen wie man sie erreichen kann. Dann die Tagträume selbst, das sind dann eher die vom Prinzen und Häuschen etc., die allerdings habe ich auch nur noch begrenzt, gerade eben träume ich davon, dass die Wohnung, die ich mir morgen anschauen werde, genau die richtige ist, wobei das mehr hoffen, als träumen ist.
      Ich bin immer wieder fasziniert wie verbunden ihr miteinander seid, also dein Vater, dein Bruder und du und letztlich ja auch mit deiner Mutter, dass ihr nun alle in den Träumen ihren Tod verarbeitet… wenn es wirklich einen Ort gibt von dem die Toten auf uns schauen, dann wird sich eure Mutter/die Frau deines Vaters geliebt fühlen und freuen. Ich denke gerade wieder an dein Trostbild!
      Herzliche Grüße
      Ulli

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      • Vielleicht sind wir für die Prinzen und Häuschen auch einfach zu alt und erfahren, liebe Ulli. 🙂 Ich arbeite weiter an mein Trostbild. Es entstehen immer mehr neue Zeichnungen. Das „Wenigerbloggen“ tut mir gut.
        Ich muss rennen – Krankengymnastik 🙂
        Liebe Grüße von Susanne

        Gefällt 1 Person

  6. Liebe Ulli, Antonio Gramsci hat in seinen „Gefängnisheften“ – denn ach, in 10 Jahren Gefängnis hatte er viel viel Zeit zu denken und zu träumen – einen Abschnitt überschrieben „Vom Träumen mit offenen Augen und vom Phantasieren“. Sicher hätte er deinen Satz unterschrieben „immer geht es bei dem Wunsch nach Veränderung auch ums Tun“. Fantasieren hielt er für einen »Beweis von Charaktermangel und von Passivität«. Nötig sei es, „die Aufmerksamkeit gewaltsam auf die Gegenwart zu lenken, so wie sie ist, wenn man sie verändern will“ . Das Wort „gewaltsam“ ist mir zwar zu gewaltsam, aber im Kern sind wir uns einig – und hier treffen sich auch unsere beiden Alphabete immer wieder: Träumen sollte man mit offenen Augen, mit Mut und klarem Verstand, wenn man Veränderungen durchsetzen will.
    Nebenbei: Die Biographie Gramscis in Wikipedia ist, finde ich, sehr lesenswert, sehr informativ.

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  7. Träume vom eigenem Glück, von einem Prinzen an meiner Seite, von Haus und Garten hatte ich nie und an einen begrenzenden Gartenzaun dachte ich schon gar nicht, liebe Ulli.
    Ich brauchte lange, mich zu entwickeln, so wie ich heute bin. Und immer noch bin ich mit dem Träumen nicht fertig…
    Der Tellerrand wurde mir mal um die Ohren gehauen, verbal, und ich konnte ihn dann selbst gut erkennen und der Horizont weitete sich nach und nach.
    Du erklärst die nächtlichen Träume so, wie ich sie auch empfinde. Meine sind z. Teil chaotisch und nicht alle kann ich entschlüsseln.
    Das Tagträumen ist – bei mir – , ähnlich wie bei Anna-Lena, eine Art des Meditierens,das mich entspannt, mir guttun und Mut und Selbstbewußtsein stärkt, wobei es da immer mal wieder Rückschläge gibt… *lach*
    Ich gehe eher den stillen Weg des mutigen Träumens und doch bin ich nicht still und halte mit meiner Meinung nicht hinter dem Berg, liebe Ulli.
    Unsere Wege sind unterschiedlich, doch das Ziel ruft Frieden und Respekt zwischen den Menschen aus und das Mitmenschliche, das immer so schnell in Vergessenheit gerät.
    Wenn der deutsche Amtsschimmel (und damit die Unmenschlichkeit) allzu laut wiehert, sehe ich rot und doch würde ich nie einen Weg der Gewalt gehen, sondern den der Gespräche und Verständigung suchen, auch wenn es oft fast aussichtslos scheint, liebe Ulli

    Danke, daß Du das mutige Alphabet ins Leben gerufen hast. Es weckt so viele Gedanken wieder, die sich faul in der Hängermatte räkelten.

    Liebe Grüße in den späten Abend
    zu Dir von Bruni

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    • Liebe Bruni, ich schmunzel gerade über die Hängematte…
      ich finde es ganz wichtig, dass jede und jeder das eigene Tempo findet und auch das eigene Feld, denn dort liegt ja die persönliche Kraft und nur von dort aus wirkt man- das eine ist, dass es heisst, es geht ums tun, nicht ums reden, das andere aber ist der satz, der mir noch sehr viel besser gefällt, du wirkst in der Welt nicht nur durch das, was du tust, sondern wie du es tust…
      und ja, die Ziele sind sich nah, darauf kommt es eben auch an
      ich wünsche dir eine gute Nacht
      herzlichst
      Ulli

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