Rückblick # 11 – Januar

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2011 – 15  –  draufklick = groß

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„Wenn der Schnee Gewicht hat“, so lautet der Titel des Buchs von Elke Engelhard, das ich hiermit gerne in Erinnerung bringen möchte. Was passt besser zum Januar, wenn der Schnee wirklich Gewicht hat? Ja, ich las Elke Engelhards Buch in diesem Januar und besprach es (siehe mein Link), ein wunderbares Buch für kalte Wintertage oder für die Lyrikliebhaberinnnen/Lyrikliebhaber unter uns.

Januar, das waren viele graue Tage mit tief hängendem Himmel, der uns dann in nur einer Nacht, Schneeflocke für Schneeflocke, einen halben Meter Neuschnee bescherte. Es waren aber auch Tage voll tiefem Blau und Diamantenglitzer, wohin die Sonnenstrahlen fielen. Ich stapfte so manchen Weg und saß so manche Stunden in der warmen Stube. Ich hatte Zeit für meine Zeichnungen, Bilder und Geschichten.

Der Tod von David Bowie machte viele von uns traurig und beschäftigte uns. Am Ende des Jahres ist es ein Tod unter vielen, etwas, das uns durch das ganze Jahr begleitet hat. So viele Abschiede! Und nichts wurde wirklich besser. Wir werden sehen wie all das im neuen Jahr weitergeht, ob es sich wendet, ob einmal etwas Ruhe einkehrt, ob…

Ich wäre blauäugig würde ich sagen, klar, es ist noch immer alles gut gegangen. Ist es das? Aber ich sehe wenigstens Bemühungen in andere, in neue Richtungen, nicht alles ist schlecht!

Luisa Francia hat, wie in jedem Jahr, das Horoskop für 2017 erstellt, wen es interessiert bitte hier entlang →

Im Januar 2013 schrieb ich: „Närrin sein für eine Weile. Sie trägt des Frühlings Kleider. Grün und weiß und gelb die Bänder, klingelingeling die Schellen, groß die Schuh, groß der Schritt. Sie geht über modernde Grenzen. Kein Zögern, kein Zweifel, keine Furcht. Närrin werden, heißt in ihren Schuhen gehen. Eingerissen ist das zu enge Korsett.“ Ja, ich erinnere mich, es war Januar, als die Närrin mich fand, ich in ihre Kleider und Schuhe schlüpfte und durch die Jahreszeiten wanderte. Die Frau auf Wanderschaft und die Närrin, sie waren und sind eins, auch wenn es gerade etwas ruhig um sie geworden ist, aber auch das kam schon vor…

Januar 2016

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10 Gedanken zu „Rückblick # 11 – Januar

  1. Uns tragen viele Schuhe durch die Jahre, der Kleiderschrank zeugt von vielen Moden und zu-/abnehmender Körperfülle. Wir greifen uns täglich die Kleidung, die zu unserem Tagewerk passt. Mit etwas Glück passt sie auch zu unserer Stimmung. Mit ganz viel Glück finden wir irgendwann auch das eine Stück, das uns nicht verkleidet, sondern das wir sind. Und sei es nur kurze Zeit. Dann kommt die Närrin zum Vorschein oder das Kind oder die Weise Frau und wir nehmen Sie an als ein Teil von uns. Denn was es auch sein mag, es ist immer in uns.
    Ganz liebe Grüße,
    Elvira

    Gefällt 3 Personen

    • Guten Morgen, liebe Elvira, es gibt doch diesen Satz: du musst eine Weile in den Schuhen des/der anderen gehen, um mit ihr/ihm zu fühlen oder zu ihr/ihm zu werden … daran habe ich gedacht.
      Mittlerweile gibt es auch viele Kleidungsstücke, die mich nicht verkleiden, es hat lange gedauert!
      (Post folgt noch, bin seit gestern bei der Tochter und den Kindern und irgendwie hab ich noch viiiiel zu tun, aber wenigstens hier schon einmal ein ganz großes DANKE ❤ )
      liebe Grüße
      Ulli

      Gefällt 1 Person

  2. Eine Närrin? Das gefällt mir, liebe Ulli!
    Manchmal wird es still um die Narren und dann hört man wieder das Glockengeläut.
    Oft getragen unter dem Alltagsgewand, da ist es nicht zu sehen. Aber es ist da

    Gefällt 2 Personen

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