Rückblick # 8 – April

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Bei den vielen Bildern braucht es Luft dazwischen. Mir waren die letzten Bildtafeln defintiv zu voll. So habe ich bei den Blogerinnerungen nicht nur  Luft gelassen, sondern auch zwei Tafeln gemacht. Mir geht es nicht nur um viele bunte Bildchen, für mich ist das Ganze auch eine Archivierung und ich betrachte sehr aufmerksam meinen Weg bei den Fotomontagen und Collagen von 2010/11 bis hierher.

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April 2016 stand noch ganz unter den Eindrücken unserer Reise nach Asturien. Frühling streckte seine Arme aus. Am Ende des Monats packte ich schon wieder das Auto, nun sollte es ein Monat Wendland werden. Ich fuhr gerade rechtzeitig ab. Hinter mir fiel der Schnee und deckte noch einmal alles zu, lies die ersten zarten Buchenblätter erfrieren, sodass die Buchen dann erst im Juni wirklich ausschlugen. Das war eine der Merkwürdigkeiten in diesem Jahr.

Mein April hatte Schwung, da war einerseits die Reise, die noch nachwirkte, andererseits gab es hier die ersten Tage zum Niederknien und die eine und andere Kuriosität, Erinnerungen hatten wieder nackte Beine und ich zeigte Selbstporträts. Langsam begann die Schaukel zwischen Gerda und mir zu schwingen. Die Selbstporträts zeigte ich aufgrund einer Anregung von ihr, aber auch von Susanne Haun. Seitdem gab und gibt es immer wieder gegenseitige Inspirationen. Gerade denke ich auch an Jürgen, der irgendwann in diesem Jahr feststellte, wie schade es doch ist, dass es kaum noch Künstler und Künstlerinnen gibt, die etwas Gemeinsames machen, dass die Tendenz, wie im wirklichen Leben, immer mehr dahin geht, dass nur noch jede und jeder für sich wurschtelt. Hier in Bloghausen finden sich gemeinsame Projekte, wie aktuell zum Beispiel die Tausend Mutterbilder von Mützenfalterin, Jürgen und Susanne lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen und nun auch Gerda und ich, wir tasten uns langsam heran und im nächsten Jahr wissen wir dann mehr. Leider ist der Austausch auf pixartix eingeschlafen, aber wer weiß, vielleicht ist es ja nur ein Dornröschenschlaf?!

Wie auch immer noch, ich mag Gemeinsames und dann auch wieder nur meins. Die, die mich hier schon länger begleiten wissen, dass ich mich gerne im Sowohl-als-auch bewege, entweder-oder gilt auch, aber eben nicht immer und überall.

2016

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17 Gedanken zu „Rückblick # 8 – April

    • Im Moment auch nicht von mir, schauen wir im Januar weiter, jetzt freue ich mich auf die Wintersonnenwende und dann Ruhe, keine Lohnarbeit, kein www, ab und an mal in die Mails schielen und ansonsten good days and ways 😉 –
      liebgrüss ich dich
      Ulli

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    • Liebe Anna-Lena, ich habe es jetzt zum dritten Mal auf diese Weise gemacht, in diesem Jahr war es extrem arbeitsintensiv, da ich den Blog von Anfang bis Ende durchstöbert habe, ich begann schon im November damit, ob es ein viertes Mal geben wird, weiss ich noch nicht. Die Zeichen stehen auf Veränderungen, hier und überhaupt, aber ich freue mich auf deinen Rückblick im kommenden Jahr, doch jetzt schauen wir erst mal hier und jetzt und dabei fällt mir ein, dass ich immer noch nicht dein Blog besucht habe, wird nachgeholt, versprochen…
      herzliche Grüsse
      Ulli

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      • Dir viel Kraft und Mut für all deine Veränderungen, liebe Ulli.
        Ich habe 2 Blogs, das Lesestübchen ruht gerade und ist auch fast voll und das gerade aktuelle ist ein wenig auf Weihnachten gestimmt.

        Herzliche Grüße auch dir,
        Anna-Lena

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  1. Auch von mir eine große Verbeugung vor deinem so inspirierenden sowohl-als auch. Mir gefällt die Idee des Rückblicks, aber andererseits – die Zeit fehlt schon so manches Mal fürs Hier und Jetzt und fürs Vorwärtsgehen. Ich habe im vergangenen Jahr zeitweise rückwärts geschaut, hin zu meinen Anfängen im Zeichnen und Malen, und fand das eine sehr gute Gelegenheit zum Aufräumen und Archivieren. Das tat mir gut. Irgendwann hörte ich aber auch damit wieder auf, weil ich daraus kaum Impulse fürs Jetzt gewinnen konnte. Und so bleibt das Frühere ein großer Klumpatsch, der vielleicht eines Tages einfach en gros abgefackelt wird, damit er nicht im Müll landet.
    Sei herzlich gegrüßt! G

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    • Liebe Gerda, zur Archivierung dient mir mein diesjähriger Rückblick auch, da ich mich durch die Monate durch viele, viele Einträge von Beginn an gelesen habe und dort auch Bilder ruasgefischt habe, die ich richtig toll finde und schon fast vergessen hatte.
      Ich habe am Tag der Wintersonnenwende eine meditative Übung, sitzen in Stille, mein Leib ist der Kessel, meine Wirbelsäule der Rührstab, dann lasse ich alle Erinnerungen des vergangenen Jahreskreises aufsteigen und rühre ihn in meine Lebensuppe hinein, Deckel drauf und ruhen lassen bis zum 01. Februar, dann wieder in Stille sitzen, Deckel lupfen und das, was aus der Lebenssuppe aufsteigt betrachten und als neue (manchmal auch alte) Herausforderungen ums Jahresrad tragen, so binde ich mich nun schon seit einigen Jahren in den Lauf von Frühling, Sommer, Herbst und Winter ein, 8 Tore – 4 Mondtore, 4 Sonnentore und alle unter dem Aspekt des Jahresthemas, so kommt vieles ans Licht und in Schwung. Genau hierfür sind meine Rückblicke sehr hilfreich-
      Das Ganze mag vielleicht für meine LeserInnen lange nicht so spannend sein, wie für mich selbst, da es aber noch immer viele Sternchen dafür gibt und auch Kommentare, mache ich weiter damit. Allerdings wahrscheinlich nicht mehr im nächsten Jahr: alle guten Dinge sind drei, im nächsten Jahr dann vielleicht wirklich nur noch für mich. Die aktuellen Ereignisse und Gedanken, Diskussionen kommen somit nämlich zu kurz.
      Ui, das ist lang geworden, jetzt gehe ich mal weiter Plätzchen backen … die Küche sieht aus wie … lach … na, wie sie eben aussieht, wenn ich backe 😉
      herzlichst
      Ulli

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  2. das ist schööön lang geworden, danke! Wie toll der Gedanke, den Leib als Topf, die Wirbelsäule als Rührstab, und dann Deckel drauf und reifen lassen – 20 Tage! das klingt fantastisch! Der Rückblick ist also der Stoff, den du in die Suppe tust? Und am Ende steigen Lebensthemen an die Oberfläche? Machst du das allein für dich oder in einer Gruppe? Und „Deckel drauf“, bedeutet das, nicht mehr reingucken, bis die Zeit abgelaufen ist? Fragen zu fragen kann zur Leidenschaft werden….

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    • Ich mache es alleine, weil zu dieser Zeit bekanntlich niemand mehr das eigene Heim verlassen will, leider- das ist in der Schweiz sooo anders, wie ich von meinen „Kolleginnen“ und Freundinnen dort immer wieder lese, einmal hat mein Mann mitgemacht, mal schauen, in diesem Jahr wollen wir wenigstens zusammen ein Feuer machen, den Rest muss er selbst entscheiden, ich bin offen!
      Und ja, der Deckel bleibt druff- bis 1. Februar, dann kommt ein anderes Ritual, ganz in weiss …

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  3. Gestern abend war ich schon hier und habe kommentiert. Da das Internet aber seit 3 oder 4 Tagen immer wieder abstürzte, und zwar aus heiterem Himmel, verlor ich ständig einen Kommi, so auch diesen.
    Sie sind so schön, Deine Collagen mit den Erinnerungsbildern darin, liebe Ulli
    Gut, daß Du Luft zwischen die einzelnen gepustet hast, so ist es viel übersichtlicher geworden.
    Deine Arbeiten, gemeinsam mit Gerda, konnte ich ja erin bissel mitverfolgen und sie gefallen mir sehr. Ich muß nun unbedingt auch wieder zu Gerda. Irgendwie reicht mir die Zeit nicht.
    Ich bin wohl zu langsam und nun kam noch das doofe Internet, das nicht gescheit funktionierte, dazu… Es war wie verhext.

    Herzlichst Bruni an Dich

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    • Dazu fällt mir ein, dass früher immer dann, wenn ich mich hier für eine Weile verabschiedete Haushundhirschs antworteten: wir sind immer da …
      Was ist zeit, was ist Unbill, das, was wir hier geschrieben und gezeigt haben, das ist jetzt immer da- irgendwo in irgendeinem cyberspace, in den Wellen des Kosmos …
      herzliche Abendgrüsse
      Ulli

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