Alphabet – mutig geträumt – A-B

0003-12-2016-a

Allgemeinwohl – das war mein erster Begriff zu meinem mutig erträumten Alphabet. Menschen, die gelernt haben sozial zu denken, denken immer auch an das Allgemeinwohl, sie leben miteinander und nicht gegeneinander, sie beziehen alle Lebewesen mit ein. Sie wissen, woher sie kommen und dass alles mit allem verbunden ist. Nichts rechtfertigt die Herrschaft des Menschens über alles Lebende. Und dann dachte ich unweigerlich an die

Anarchie, die heutzutage meist nur noch mit Chaos assoziiert wird. Ursprünglich bezeichnet sie aber lediglich einen Form des Miteinanders ohne HerrscherIn.

Wiki weiß dazu folgendes zu sagen:

> Anarchie (altgr. ἀναρχία anarchía ‚Herrschaftslosigkeit‘; Wortbildung aus verneinendem Alpha privativum und ἀρχία archía ‚Herrschaft‘) bezeichnet einen Zustand der Abwesenheit von Herrschaft. Er findet hauptsächlich in der politischen Philosophie Verwendung, wo der Anarchismus für eine solche soziale Ordnung wirbt.

Landläufig wird Anarchie auch mit einem durch die Abwesenheit von Staat und institutioneller Gewalt bedingten Zustand gesellschaftlicher Unordnung, Gewaltherrschaft und Gesetzlosigkeit beschrieben und vor allem in den Medien häufig im Schlagwort „Chaos und Anarchie“ verwendet. Die tatsächliche Bezeichnung für einen solchen Zustand ist jedoch Anomie.

Ursprünglich bedeutete Anarchie in der griechischen Antike die Abwesenheit des Alleinherrschers, abgeleitet vom Archonten (=Herrscher), der nach dem Königreich eingeführt wurde.

Immanuel Kant definierte Anarchie als „Gesetz und Freiheit ohne Gewalt“. <

Mehr zu Anarchie findet ihr hier https://de.wikipedia.org/wiki/Anarchie oder in einschlägiger Literatur (was natürlich immer noch besser ist!).

Anarchie ist eine Lebensform, die Mut erfordert und Verantwortung, für sich und alle und alles andere.

Nun … bei Gerdas Alphabet des freien Denkens geht es um den Menschen A= ΑΝΘΡΩΠΟΣ (Anthropos), der, kaum hat man ihm das Leben eingehaucht, selbständig zu atmen beginnt, er lernt sich aufzurichten, sein Bewusstsein wächst (wie weit ist bekanntlich unterschiedlich), kaum dass er zu sprechen gelernt hat, treiben ihn auch schon Fragen um, denn wer nicht fragt, bleibt eben dumm.

Peter Stamm schreibt: “Die Philosophie veredelt den Menschen.“

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meine schlichte Antwortcollage auf Gerdas A und B

wie immer: draufklick = groß

Auf meinem Bild seht ihr einen Menschen, der sich seinem Haus nähert. Gerda schrieb:

Βήτα (Vita, deutsch Beta) ist der zweite Buchstabe des griechischen Alphabets. In der ursprünglichen vor-semitischen Fassung bedeutet es Haus und wird als Haus mit Eingang dargestellt. Ich gestehe, dass mir das sehr gefällt.“

Und ja, das gefällt mir auch! Mein Haus ist groß, es ist Platz für Viele. Hier wird nicht geherrscht, hier gelten das Miteinander auf gleicher Augenhöhe, sowie das Bruttosozialglück. Ihr seht, wie warm das Licht hinter den Fenstern ist, mich heißt es Willkommen, vielleicht dich ja auch…

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20 Gedanken zu „Alphabet – mutig geträumt – A-B

  1. so ein schönes Haus. Ich würde sofort eintreten. Gedanklich besuche ich dich dort. Ich denke bei einer guten Tasse Kaffee oder Tee hätten wir uns was zu sagen ….vielleicht auch etwas zu lachen. Vielleicht zusammen mit Gerda…. eine schöne Vorstellung. Liebe Grüße von Marie

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  2. O, toll diese deine erweiternden Antworten, Ulli! Du siehst mich hier an meinem Schreibtisch, in meinem Haus, das auch für andere Platz hat, fröhlich lächeln. Wie zielstrebig dein mutiger Träumer auf das Haus zueilt, dessen B-Bögen mir besonders gut gefallen. Dass du der durch und durch griechischen Anarchie ein Ehrenplätzchen am Anfang des Alphabets einräumst, freut mich ebenfalls sehr, denn es stand auch für mich zur Debatte (ich habe es gestern bei Γ für Lachen eingeschmuggelt). Es gab noch andere große Bewerber um den ersten Platz, darunter Agape = Liebe. Die hast du nun auch gleich mit eingeladen. O, ich freu mich.
    Am Anfang aber steht der Mensch, von dem es abhängt, dass alles andere eintritt..

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    • Liebe Gerda, gerade hatte ich gestern den Artikel fertg vorbereitet, als deiner erschien, du glaubst gar nicht, wie er mich gefreut hat und dann war ich so insoiriert, dass ich nun auch schon C = Charme vorbereitet habe.
      Und ja der Mensch, welche Abgründe sich da doch immer wieder auftun. Gerade las ich einen nicht sehr amüsanten Krimi aus den 10970ger Jahren, Einer kam als Krüppel aus Vietnam zurück- ja, Abgründe, doch dazu komme ich ein anderes Mal. Heute will ich mich am Leben und auch an dem Guten im Menschen freuen, das gibt es ja schliesslich auch…
      Dass dir die B-Bögen gefallen freut mich noch einmal, es gab mehrere Varianten, bis ich mich zu dieser entschied, gestern war ich noch unentschlossen mit allem und alles brauchte ewig- heute bin ich mit neuem Elan erwacht, guuuut!
      Herzliche Sonntagmittaggrüsse
      Ulli, heute mt Nebel vor dem Fenster- gefällt mir (heute!)

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  3. Danke für die Erinnerung daran, was Anarchie eigentlich bedeutet. Bruttozozialglück im herrschaftsfreien Miteinander – so haben wir uns das tatsächlich damals gedacht, als wir in bunter Vorzeit den schwarzen Stern der Anarchie mit der „Atomkraft Nein Danke“-Sonne auf unsere klapprigen VW-Busse malten … Gut, dass der rebellisch kreative Geist sich nicht überall hat unterkriegen lassen. Ich wünsche mir viele mutige Träumerinnen und Träumer!

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    • Ich lache, der erste klapprige VW-Bus von der Jugendzentrumsteeküche finanziert, erklomm, mit 10 Leuten an Bord, die Hügel im Bergischen Land mit 30km/h … um es mit den Äzrten zu sagen:“Wir haben geträumt, es war ne lange Nacht, ich wünschte, wir wärn niemals aufgewacht“ … tja. Sind wir aber und nun träumen wir mit weit offenen Augen und geben unser Bestes und vielleicht hinterlassen wir dann die Welt ein gaaanz kleines bisschen besser, als wir sie vorgefunden haben!
      Auch dir sende ich herzliche Sonntagmittaggrüsse, heute vom Nebelberg
      Ulli

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  4. Nichts rechtfertigt die Herrschaft des Menschens über alles Lebende

    Was für ein guter Satz, liebe Ulli. Ich frage es mich schon so lange und immer kam ich zur der Antwort, daß nichts, nichts dies rechtfertigt! Absolut nichts! Keine einzige Eigenschaft des Menschen rechtfertigt es.
    Ein sehr feiner Beginn des Alphabetes, das Du mutig träumst, liebe Ulli

    Ich arbeitete vor vielen Jahren bei einem sehr kunstverständigen alten Architekten, der immer sagte, für ihn wäre der Eingang/ die Tür, die Seele des Hauses.
    Wie recht hatte er damit! Deine Collage zeigt sie gut, die einladende Atmosphäre des Hauses, zu dem der gerne hineilt, der um sie weiß, der sie erkennt.

    Liebe Grüße von Bruni

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    • Liebe Bruni, ich bin schon als Kind, während meiner katholischen Erziehung, immer wieder über den Satz gestolpert: Und machet euch die Erde untertan.“ Hier liegt für mich der Ursprung des Übels in der Welt. Wer hat den kolonialisiert, erobert und missioniert, gemordet im Namen der heiligen Dreifaltigkeit? Wie verlogen das alles war und ist. Was zeigen wir heute mit Fingern auf die radikalen IslamistInnen, aber wer spricht über all die Greueltaten der Christen? Man traut sich kaum. Wie viel Macht diese Institution noch immer hat, eigentlich unfassbar! Ja, es ändert sich, aber auch hier fast zu langsam…

      Die Tür, den Eingang in ein Haus als Seele des Hauses anzusehen, gefällt mir sehr. Danke dafür.

      Herzliche Sonntagmittaggrüsse
      Ulli, heute mit Nebel vor dem fenster, was ich aber richtig gemütlich finde, da muss ich nicht gleich losrennen, nur weil meine Energie zurückkommt 😉

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  5. ja, die Greueltaten der Kirche… Wie oft habe ich als Jugendliche schon darüber gelesen und nie konnte ich es fassen und es kam mehr und mehr dazu. Nie etwas gutes…

    Das ist aber schön, daß Deine Enerrgie sich besinnt und wieder anmarschiert kommt 🙂

    Lieber Gruß von mir

    Gefällt 1 Person

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