Miniatur # What is behind that curtain

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Hinter den Spiegeln, zwischen den Zeilen, hinter den Kulissen, in der Stille, mit der Weite- was ist hinter dem Vorhang? Was, wenn nichts anderes als Nichts?

What is behind that curtain?

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Hinter den Worten, den Geschichten, Bildern und Klängen- wer hinter uns, was in uns? Was ist im Trüben, was schwimmt unter der Oberfläche, was ist zu nah, um es zu sehen?

In Sommernächten leuchten Blitze über Gewitterhimmel, in allen anderen Nächten eine Glühbirne oder ein Mond.

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Ein Falter sitzt auf der Fensterbank- fliegt er ins Licht, verbrennt er sich, fliegt er hinaus, macht er Jagd nach dem nächsten. Fragen ist Menschenwerk. Der Falter fliegt, er trinkt, er sitzt, er fliegt weiter, paart sich, fliegt weiter, vielleicht ins Licht.

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Ich wurde geboren, ich hätte frei sein können.

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Laurie Anderson – What is behind that curtain?

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19 Gedanken zu „Miniatur # What is behind that curtain

    • So habe ich das noch nicht gesehen. Wie ich nun darüber nachdenke stimme ich dir zu. Danke dir, Pega, geniessen wir diesen einen wunderbaren Tag und machen das Beste daraus.
      herzlichst
      Ulli

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  1. Schöne rätselhafte Bilder. Die harte Fuge im Vorhang. Mond und Motte erscheinen wie auf einer Theaterbühne vor einer Kulisse. Durchsichtig wird der Vorhang nur für den Totenkopf, der auch hinter dem Grün der Blätter erscheint.
    Zu Sais in Ägypten, so schreibt Plutarch, gab es einen Tempel der Isis. Darüber stand: „Ich bin das All. ich bin die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Kein Sterblicher hat meinen Schleier gelüftet“.
    Novalis schreibt dazu das wunderschöne Märchen „Hyazinth und Rosenblüth“, es ist Teil des Romanfragments „Die Lehrlinge zu Sais“. Schau mal rein, der Text könnte dich inspirieren.

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    • Gerade mäander ich durch die Schöpfungsmythologien, die heiligen Berge und Schildkröten, die Weltenmeere, Weltenachse und den Weltenbaum … im Kopf kreiseln diverse Bilder.
      Wieso habe ich eigentlich noch nie Novalis gelesen? Das werde ich jetzt bald ändern, danke Gerda für die Erinnerung … und auch für deinen Blick auf meine Bilder.
      Hab einen feinen Tag, hier scheint die Sonne von einem unverändert tiefblauem Himmel
      herzlichst
      Ulli

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      • Die Geschichte habe ich gerne gelesen, danke nochmals- wie die Menschen doch immer in der Ferne suchen und es dann in der Nachbarschaft finden: „was ist zu nah, um es zu sehen?“
        So, nun aber ab mit mir unters Himmelszelt, raus aus dem Kopf, rein in die Beine 😉

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  2. Das Stück von Laurie Anderson begleitet mich schon sehr lange, das ganze Album ‚Big Science‘ war, wo alle sich gerade auf Punk und New Wave kaprizierten, ein Lichtblick, sie war (und ist) aber auch, und ich glaube in erster Linie, Performance-Künstlerin. So stand sie einmal mit Schlittschuhen an den Füßen in Florenz auf der Straße, auf Eisblöcken und spielte auf ihrer elektrisch verstärkten Violine solange bis die Eisblöcke geschmolzen waren. Musikalisch war sie auch mit Peter Gabriel, Brian Eno und Lou Reed (mit dem sie verheiratet war) unterwegs. http://petergabriel.com/video/peter-gabriel-this-is-the-picture-excellent-birds/
    Ich traf sie einmal in Duisburg – auf der Bühne – und sie redete in so einer Art Sprechgesang über ein Phänomen namens Internet und wir hatten höchstens so eine ganz vage Vorstellung davon, was das sein könnte, damals!

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    • Du Glücklicher hast sie life gesehen, ich leider nie, dafür unzählige Videos und Interviews und Statements von ihr im Netz angeschaut. Für mich war ihr Album bei Erscheinen eine Offenbarung!
      Danke dir und herzliche Grüsse
      Ulli

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  3. Ornamente und Mond – Tod und Leben – und ich glaube nicht, liebe Ulli, daß hinter den Schleiern, hinter den Vorhängen, das Nichts sein kann. Geschichten verbergen sich und hinter Vorhängen fühlen sie sich geschützt.
    Vielleicht sind auch unsere Träume dahinter, so wie in Hyazinth und Rosenblütchen und in der geträumten Fantasie, da findet unsere Gesundung statt

    Lächelnde liebe Grüße von Bruni an Dich

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    • Liebe Bruni, was ist der Tod für dich? Übergang zu einem neuen Leben, Himmel oder Hölle oder eben Nichts?
      Das ist das, was mich bei diesem Text bewegte …
      herzlichst
      Ulli

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  4. Der Tod ist das Ende unseres irdischen Leben, liebe Ulli. So sehe ich es.
    Danach? Existieren wir nicht mehr in dieser Form, die uns die greifbare war. Und dann?
    Das liegt weit und außerhalb meines Denkens.
    Ich werde vergehen, aber ich werde kein Nichts sein.
    Was ist dieses Nichts?
    Meine Hülle, deren Seele zu müde wurde, um sich in diesem Körper weiter aufhalten zu lkönnen.
    Wo diese Seele nun ist? Ich weiß es nicht
    Herzlichst Bruni

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    • Gleich vorneweg, liebe Bruni, ich weiss es natürlich auch nicht! ich liebäugele mit der Idee der Seelenwanderung, zum Teil aufgrund von Erfahrungen, zum Teil, weil es mich tröstet.
      Das ewige Leben begreife ich nochmals anders, das Leben in seiner Möglichkeit der stetigen Verwandlung und Anpassung kann in meinen Augen nicht sterben, selbst wenn dieser Planet erkaltet ist, auf seinem Weg weg von der Sonne … dann ist es vielleicht danach die Venus, die sich soweit abgekühlt, sprich von der Sonne entfernt hat, dass sie Atmosphäre aufbauen und damit Leben gebären kann, aber das sind nur bunte Spekulationen 😉 es geht ja um die Seelen … und um die Idee der Freiheit dahinter, die in Laurie Anderssons Lied anklingt, die ich aufnahm mit dem Schlusssatz: ich hätte frei sein können- so bin ich lediglich auf dem Weg der Befreiung und immer nur so frei, wie ich mich gerade fühle.

      liebe Grüsse an dich, jetzt ist die Sonne hinter den Berg gegangen und ich habe eine weitere Bergumrundung hinter mir …
      Ulli

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  5. ja, es ist verführerisch, sich vorzustellen, daß etwas – die Seele – sich einen neuen Körper sucht, aber eigentlich glaube ich nicht daran. Ich glaube, daß es ein Vergehen und eine Verbindung für den Körper oder auch die Asche in oder über der Erde gibt. Wir , mitsamt unserer Seele, hatten ein einziges Leben und das ist dann mit unserem Tod vergangen… wir leben in Mutter Natur weiter und auch das finde ich tröstlich, liebe Ulli.

    Oh, nun doch eine Bergumrundung! Und ich sitze hier mit einer Bänderzerrung am rechten Fuß…, ich Pechvogel

    Bruni, schon wieder auf dem Weg zur Besserung

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      • *schmunzel*, es war auch bei mir ein langer Weg dahin und ich bin immer wieder sehr interessiert an jeder anderen Sicht. Faszinierend ist jede für mich.

        Liebe herzliche Grüße zum sonnigen Morgen ohne jegliche Bergumrundungen *g*

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  6. Darf ich hier auch mein Glaubensbekenntnis einfügen? Ich bin aufgrund von Erfahrungen und durch Nachdenken zu der Überzeugung gelangt, dass Seelen leben, unabhängig vom Körper, also auch vor der Geburt und nach dem irdischen Tod. Für mich ist das ganz selbstverständlich geworden. Ob sich die Seelen nach dem irdischen Tod wieder inkarnieren? Ich vermute das, habe dazu aber keine eigene Erkenntnis. Ich bin davon überzeugt, dass das Leben nach dem Tod und vor der nächsten Geburt von größter Bedeutung für die seelische Entwicklung ist. Für mich ist die Idee der Re-Inkarnation nicht tröstlich. Aber sie hat eine starke ethische Wirkung, denn ich weiß, dass meine Taten und Untaten nicht einfach vergessen werden, sondern dass ich ihre Folgen zu tragen habe – im Leben nach dem Tod ebenso wie in der folgenden Inkarnation. Ethisch wirksam ist auch die Überzeugung, dass ich bereits in allen möglichen Kulturen und Rassen, als Mann und Frau gelebt habe und leben werde, dass also meine jetzige Biographie (Deutsche, geboren 1942 als Tochter von ….) eine von sehr vielen Realisierungen ist. Dadurch bin ich mit Menschen aller Rassen, Geschlechter und Kulturen tief verbunden.
    Ferner habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Art des Sterbens – der Todesmoment – sehr wichtig ist für die weitere Entwicklung im nachtodlichen Leben der Seele. Das steht übrigens auch im tibetischen Totenbuch.
    Einen guten Start in den Monat November wünsche ich! Gerda

    Gefällt 2 Personen

    • So gefestigt wie du bin ich nicht, aber ich tendiere mehr und mehr dorthin. Die Verantwortung über die du schreibst spüre ich auch. Karma heisst ja nichts anderes als Ursache und Wirkung, es wird oft als Schicksal angesehen und damit falsch interpretiert.
      Bei den Visionssuchen heisst es u.a., dass sie eine Übung für den eigentlichen Sterbeprozess sind, denn auch hier lassen wir etwas sterben, etwas, dass uns für das weitere Leben nicht mehr förderlich ist. Meine Erfahrung in der „Sterbehütte“ ist unvergessen. Vieles was ich zuvor in den buddhistischen Vorträgen gehört hatte bekam hier einen tragfähigen Boden.
      Danke Gerda und keine Frage, deine Meinung, dein Glauben sind hier immer willkommen.
      Ulli

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