Miniatur – Geduld

pfau

„Wir müssen geduldig sein“, sagte die Freundin, „der Gedanke der Emanzipation ist erst etwas über hundert Jahre alt.“ „Da siehst du mal wer das wirklich schwächere Geschlecht ist“, sagte der Freund. Geduld ist eine Tugend, die mir nicht in die Wiege gelegt wurde und ich möchte nicht mehr in stärker und schwächer, größer und kleiner denken. Jede und Jeder in der eigenen Qualität. Jetzt.

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20 Gedanken zu „Miniatur – Geduld

      • diese Einstellung teilen wir, liebe Ulli und ich ahne, dass nicht nur wir es sind. Mir begegnen immer mehr Gleichgesinnte und das macht mir Mut, Hoffnung, gibt mir Kraft bis in die kleinste Verästelung. Denn da muss sie hinein, diese Kraft. In ihre allerwinzigkleinste Struktur…nur von dort aus kann sie wachsen. Meine kleinste Struktur bin ich selbst. Dann folgen meine Kinder, was kann ich tun? Wie kann ich ihr Bewusstsein sanft wecken und stärken für die Belange der Welt, der Gemeinschaften? Dann weiter…was kann ich wirklich ändern und wie weit kann ich gehen? Wenn ich erste winzige positivste Veränderungen bei mir selbst entdecke, ist das doch eine gute Ausgangsposition für weitere Schritte? Ziehe ich doch die an, mit denen ich gut und gewiss ein Stück Weg gehen kann? An welcher Stelle beginnt die Ehrlichkeit? Immer bei sich selbst, immer bei sich selbst….
        Jetzt hab ich mich in einen Gedankenfaden verwickelt. Ich lasse ihn mal stehen, ja?
        Herzliche Grüße auch zu Dir und irgendwie wünsche ich Dir, dass deine verlorene Sonnenbrille auf seltsamen märchenhaft mysteriösen Wegen zu Dir zurückfinden könnte…das wäre doch fein, oder?
        Du fragtest nach dem Nutzen des Verlustes: Vielleicht öffnet er Dir noch die Augen, meine schmerzlichen Verluste taten das rückwirkend immer, obwohl eine Sonnenbrille nicht dabei war…:)
        -Stefanie

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      • Ja genau, jede und jeder muss bei sich selbst anfangen, die Haltung bestimmt unsere Wirkung und Ausstrahlung. Hier ziehen wir an oder stossen wir ab. Die Kinder lernen ja darüber, dass wir Vorbilder sind, wenn auch nicht immer nur Gute, gleichzeitig sind wir dann irgendwann doch nicht mehr der Nabel ihrer Welt, sie kulturell zu „füttern“ ist ein weiteres.
        Verluste … ja, das sind weitere Lernfelder, aber die Sonnenbrille habe ich nun losgelassen 😉

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    • Da werde ich bestimmt gleich schauen, liebe Gerda … diesen Pfau zu machen erforderte viel Geduld der beiden KünstlerInnen aus der Schweiz, und ja, er hat einen Eselskopf 😉
      bis gleich bei dir
      liebe Grüsse
      Ulli

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    • Liebe Gerda, es ist auf jeden Fall ein Pfau in sehr vielen kleinen einzelnen Teilen! Ich hatte mal eine Dose, die aus Wäscheklammern gefertigt war, ich sah einmal ein ganzes Haus aus Streichhölzern, so etwas Komplexes in dieser Richtung scheint mir auch dieser Pfau. Ein Produkt unendlicher Arbeit und Gestaltung im dreidimensionalen Bild. Deine Legebilder aus Papier…auch solch feine Detailkunst. Mag ich. Liebe Grüße…

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  1. Wie wäre es schön, würden Geduld und Toleranz zu den Menschen finden, statt Kampfbereitschaft und Muskelgehabe, Machtansprüchen und Gier nach Geld.

    Liebe Grüße zum Morgen von Bruni

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    • Liebe Bruni, ich bin doch immer wieder erstaunt wieviele Menschen und Projekte es gibt, die nach „unseren“ Massstäben leben und arbeiten, für die Masse oder aufs Globale gesehen brauchen wir sicherlich noch eine Menge Geduld und Zuversicht, aber jede und jeder kann jetzt damit beginnen, sofern sie/er es noch nicht getan hat, das Neue in die Welt zu tragen, was so neu nicht ist. ich las am WE einiges in der Zeitung, das meine Zuversicht dahingehend nährte. Es liegt ja an uns womit wir uns beschäftigen und was wir hineinlassen und versuchen umzusetzen.
      Herzlichst
      Ulli

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  2. Hallo Ulli,
    bei dem Bild habe ich zuerst an die Holztruthaehne gedacht, die man frueher hier in den USA auf Jahrmaerkten hatte und auf die die Leute dann geschossen haben. Der Vogel hier waere aber zu schade dafuer.
    Hab’s fein,
    Pit

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    • Ich habe deinen Text gelesen, lieber Lu, er ist göttlich. Mein Sohn musste zwei Wochen über die Zeit aushalten und musste wegen einer Nabelschnurumschlingung noch mal zurück … Sein Lebensmotto ist seither „Opios viazetai skontafti – wer sich beeilt stolpert 😉

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      • Wer sich beeilt stolpert, gefällt mir sehr. ich selbst wollte ja gar nicht heraus, man befand aber, dass es an der Zeit wäre und holte mich, daraus wurde dann: nie habe ich Zeit – aber das ist nun auch überwunden!
        An die Geburt meiner Kinder habe ich beim lesen gar nicht gedacht, aber daran, wie einfühlend ein Mann, nämlich Lu, sein kann, dass er weiss, dass kein Buch der Welt sagen kann, was dann passiert, wenn die Wehen einsetzen, die Fruchtblase geplatzt ist (wie bei meinem Sohn, der zwei Wochen zu früh kam, der olle Drängler – lach)

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