Miniatur – Septemberschmetterling

trauben

Auch wenn es jetzt später hell und früher dunkel wird, die Stare und Schwalben das Dorf verlassen haben, fliegen noch immer Schmetterlinge über das Land und ist Dunkelzeit noch zwei Steinwürfe entfernt. Das Lamento des Herbstes verbirgt sich hinter wärmender Septembersonne, reife Zwetschgen fallen vom Baum, Trauben werden süß. Dicke Spinnen hocken in der Wanne, nackte Füße im Gras, am Abend Wollsocken. Gespräche mit Freundinnen und manche Berichte in der Zeitung zum Wochenende nähren Zuversicht.

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24 Gedanken zu „Miniatur – Septemberschmetterling

    • Danke Pit, als wir heute unterwegs waren, sangen wir im Kanon: bunt sind schon die Wälder- was nicht schon vertrocknet oder tot ist, färbt sich jetzt- der Wald sieht schon sehr mitgenommen aus, seit dem letzten heissen Sommer und der nun doch schon länger anhaltenden Trockenperiode nach langer Nässezeit- nicht immer nur schön und zum singen …
      liebe Grüsse
      Ulli

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  1. ach, wie lange habe ich nicht mehr an dieses Lied gedacht, liebe Ulli…
    Dabei ist es so schön.

    Ein feines Stimmungsbild hast Du gezeichnet, das mir sehr gut gefällt und das ich voll und ganz
    unterschreiben kann nach dem heutigen Sonnentag mit meinen Kindern

    Liebe späte Sonntagsgrüße von Bruni

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Bruni, gell, du meinst „Bunt sind schon die Wälder“, ja, das ist ein sehr feines Herbstlied, das ich immer wieder sehr gerne singe.
      Heute sind Wolken am blauen Himmel und es ist kühler geworden, aber so fühlt es sich nach echtem September an …
      hab einen schönen Tag, herzlichst
      Ulli

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  2. So stimmig beschrieben, man hebt gleich den Blick um ähnliches wahrzunehmen:

    Der Efeu im Hinterhof blüht nun, darum ein Flügelgetümmel. Bienen und Schmetterlinge in trautem Sommerendgeschwelge. Dieses Getue überschreibt die Traurigkeit ob des stumm leidenden Waldes, der nur noch trocken knackt und alles Leben scheinbar verdorrt ist…

    Ganz herzliche Grüße Ihnen, liebe Frau Ulli und ganz viel flügelschlagende Zuversicht dazu, Ihre Käthe Knobloch.

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    • Liebe Frau Käthe, ja, der Wald löst bei mir auch immer wieder viel Traurigkeit aus. Hier sterben ja die Eschen, letztes Jahr noch sagte man, dass 10% überleben würden, nun geht man davon aus, dass nicht eine überleben wird, hier fällt es besonders auf, da es im Schwarzwald sehr viele Eschen hat, die nun neben trockenen Tannen und Kiefern/Lerchen stehen, viele Ahörner sinid ebenfalls vertrocknet und die Birken sehen traurig aus- ich fragte mich letztens, ob wir jetzt beginnen sollten Palmen anzusiedeln- nee schön ist anders, aber sagte „sie“ nicht noch vor gut 10 Jahren der Klimawandel wäre eine Mähr der Wissenschaft?
      Das ist die eine Seite, die andere ist die, dass sich immer mehr Menschen engagieren, statt zu schwatzen und das gefällt mir sehr
      herzliche Grüße
      Ihre Frau Ulli

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