Meine Arbeit

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Ich schreibe selten über meine Arbeit, die ich Brotjob nenne, ein Wort, das ich in der Schweiz gelernt habe. Ich finde es stimmig, weil es ein Job ist, der mir das Brot auf dem Tisch ermöglicht und weil es nicht zwingend und unbedingt meine Herzensarbeit ist. Obwohl es auch ganz ohne Herz nicht funktionieren würde. Ein bisschen muss ich das Ganze schon mögen und das tue ich. Aaaber …

Es rumort in mir, seitdem ich nach der langen Auszeit wieder in der Küche stehe. Die Auszeit war bedingt durch die lange Krankschreibung wegen den Augenoperationen. Ich habe mich eigentlich gefreut wieder arbeiten zu gehen, eigentlich … die Freude aus meinem eigenen Gekreisel um mich, meine Lieben und mein Leben herauszukommen. Beweisen muss ich mich nicht mehr. Schon länger schnibbel, rühre, brate, backe und koche ich zusammen mit der Gnade der Routine.

(Für die, die es nicht wissen, ich bin keine gelernte Köchin im klassischen Sinn, ich koche seit nun 16 Jahren für Seminargruppen, vegetarisch nach meinen und angeeigneten Rezepten, nicht à la carte, teilweise selbständig und teilweise habe ich eine kleine Festanstellung. Von der Prozessbegleitung kann ich nicht, noch nicht, leben, bis jetzt ist es ein monatliches Taschengeld.)

Routine, was habe ich sie in jungen Jahren verachtet, stellte sie sich ein, warf ich alles hin und peilte neue Ufer und Herausforderungen an. Ich hatte noch nicht gelernt, dass Routine Freiheit, neue Räume heißt. Freiheit zu kreieren, Freiheit von dem inneren Druck und der Frage: kann ich das, schaff ich das, wird meins angenommen?

Aber es hat sich etwas verändert, ich habe mich verändert. Ich bin in diesem Jahr sechzig geworden, mir geht die Arbeit mehr und mehr an meine Substanz. Nach acht bis neun Stunden Hinundhergerenne, Geschleppe, Geschnibbel, Gerühre tun mir meine Knochen weh, meine Gelenke muckern, die Füße wollen keinen einzigen Schritt mehr laufen, obwohl es ihnen gut tun würde nach den vielen Stunden nur Kacheln unter ihnen.

Viel habe ich während der letzten Runde über „Dienen“ nachgedacht und ob ich es jetzt eigentlich gelernt habe. Ja, ich kann dienen, früher habe ich im Bioladen be-dient, heute bediene ich alle die Sonderwünsche der Gäste, aber mache ich das gerne oder gar selbstlos? Heißt dienen unweigerlich selbstlos sein? Dienen heißt per Definition

  1. in abhängiger Stellung seine Pflicht erfüllen,
  2. (aus eigenem Wunsch) für etwas tätig sein oder sich für etwas einsetzen.

Ich bevorzuge das Zweite, ich steuere es an. Noch überwiegt Ersteres.

So bleibe ich eine freundliche, zugewandte Köchin, auch wenn es in mir immer mal wieder grummelt: ich kann das Wort Lebensmittelunverträglichkeit nicht mehr hören und die Menschen und ihre Wichtigkeit dahinter kaum noch ertragen. Ja, sie haben ihre Gründe, ich könnte mitfühlender sein, aber ich habe meine Erfahrungen gemacht und mein Mitgefühl hält sich mittlerweile in Grenzen. Heimlich nenne ich dieses relativ moderne Phänomen: Aufmerksamkeitdefizitsyndrom. Wie anders sich nämlich Menschen verhalten, die unter tatsächlichen Allergien leiden und die mit ihren Lebensmittelunverträglichkeiten! Sind die einen eher bescheiden, bringen sich sogar noch eigenes Essen mit, um nicht lästig zu sein, sind die anderen fast immer: fordernd, kontrollierend und ziemlich unzufriedene Geister.

Ich bin Dienstleistende, ein neues Wort für Dienerin, Bedienstete und Magd. Mein Job ist mehr, viel mehr, als ein schmackhaftes Dreigängemenue am Mittag auf den Tisch zu bringen und am Abend die Suppe, das selbstgebackene Brot, die selbstgerührten Brotaufstriche und was weiß ich denn noch alles …

Köchin sein heißt auch „Mama“ sein, die anderen gut zu nähren und mit ihren Befindlichkeiten umzugehen: kommt Eine in die Küche und fragt mich, ob sie mich einmal in den Arm nehmen dürfe, ich schaue etwas konsterniert, sage Nein (huch … ich sage Nein, ja Bravo, liebe Ulli!), spüre kurz nach, schaue sie an und frage sie, ob sie eine Umarmung braucht. JA … ach so, na dann, ich nehme sie also in den Arm, sie heult los, ja klar, ich höre zu, ich finde die richtigen Worte, sie trocknet ihre Tränen, verlässt beschwingt die Küche, ich rühre weiter … jetzt bloß nicht die zwei Veganerinnen vergessen und ihren Extratopf und auch nicht den Nachtisch für die, die keine Bananen mag und die, die keine Mandeln und Haselnüsse verträgt und die Glutenfreien wollen ja auch noch bedacht werden … ich seufze.

Diesen Text las ich am 24.08. bei Wildgans

„Die Grenzerfahrung des Älterwerdens kann nun aber auch dazu führen, paradoxerweise fast, dass wir endlich genießen lernen, und zwar das, was ist und was wir nun nicht mehr einem möglichen anderen vorziehen, auf das wir vielleicht schon endlos gewartet haben. In ähnlicher Weise lernen wir zu akzeptieren, gewöhnliche Menschen zu sein. Diese Phase kann dazu führen, dass wir schließlich auch mit dem einverstanden sind, was wir bis dahin geworden sind, einschließlich des leise alternden Körpers, ohne damit das einzuschränken, was wir noch werden können. Wollten wir es verleugnen, dann erwartete uns Resignation, vielleicht sogar Verbitterung. Akzeptieren wir es, wenn auch gewiss unter Wehmut und Trauer, so kann uns die Lebendigkeit erhalten bleiben, auch in den neuen Grenzen, die uns diese Altersphase setzt.“

(Aus: Ingrid Riedel: Träume – der Anfang von allem. Kreuz Verlag Freiburg 2010)

Die Grenzerfahrung des Älterwerdens … ohne damit das einzuschränken, was wir noch werden können – ich füge hinzu: und tun wollen …

Dann hat es mir noch ganz besonders dieser Satz angetan: „In ähnlicher Weise lernen wir zu akzeptieren, gewöhnliche Menschen zu sein.“

Ja, wir sind Individuen, jede und jeder für sich ist einzigartig, aber berechtigt diese Erkenntnisse uns die anderen zu scheuchen, zu benutzen, sie unter unserem leiden zu lassen, sie mit Forderungen zu überschütten, sie zu manipulieren und zu kontrollieren? Fördert diese Erkenntnis nicht eher das Ego sich aufzublasen? Und was ist mit dem Mitgefühl? Kann es denn überhaupt funktionieren, wenn alle Menschen nur außergewöhnlich wären?

Ich bin gerne gewöhnlich …

Ich arbeite gerne, ich diene gerne, nur den Kochlöffel möchte ich endlich und endgültig in die Schublade stecken können und nur noch für mich und meine Lieben herausholen.

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Ich möchte Menschen auf ihrem Weg begleiten, ich möchte Ausstellungen machen, ich möchte mein zweites Buch veröffentlichen, ich möchte die Imkerei erlernen, ich möchte wieder einen Garten haben und Honig schleudern und es gibt noch so viele Bilder in mir, die hinaus wollen …

All das halte ich für angemessen, angemessen für mein Alter und meinen Weg. Die Hürde ist mich noch mehr als jetzt selbst zu vermarkten, und ein besseres Zeitmangagement hinzukriegen. Und hier stoße ich nun an meine Grenzen, an meine Altersgrenze, meine Energie ist zwar immer noch hoch, aber lange nicht mehr so, wie es noch vor 5-10 Jahren war.

Bruni fragte mich letztens im Kommentarstrang, wie ich das schaffe acht bis neun Stunden in der Küche zu stehen, ich antwortete etwas lakonisch: mit Gelassenheit und Disziplin- wer antwortete? Die Nordfrau, die tut, was getan werden muss, die sich jeden Morgen auf die Arbeit einstellt, damit sie gelassen bleibt, damit sie nicht mit Kochlöffeln schmeißt, nicht in die Suppe spuckt, die Gäste nicht unter ihrem teilweise wirkenden Unmut leiden lässt. Aber was wirkt wirklich? Ich brauche diesen Brotjob, für mein eigenes Brot auf dem Tisch und das Dach über dem Kopf, ich bin dankbar für ihn, weil ich nirgendwo mehr Freiheit hatte, als in diesem Haus, weil die Arbeitszeit zwar lang ist, aber nie mehr als fünf Tage am Stück währt, meistens sogar nur drei und weil zweiunddreißig Stunden im Monat reichen, um meinen kleinen Lohn einzustreichen, der mir aber reicht, weil ich gelernt habe auf kleinem Fuß zu leben, weil mir meine Zeit für mich und mein Schreiben, meine Bilder heilig geworden ist.

Jetzt aber stehe ich vor einer Schwelle, ich kenne meine neue Herausforderung und die heißt Unabhängigkeit, ja, ich möchte vom Kochlöffel unabhängig werden, wie von einigem anderen auch. Für die Weite in mir … ich bin müde, müde vom Kachellauf und vom Kochlöffel und wenn ich müde bin, wird mein Herz eng …

wendlandhimmel

Ich bin auf dem Weg. Ich stelle meine Weichen, für die Weite in mir …

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79 Gedanken zu „Meine Arbeit

  1. Oh ja, gelernt, auf kleinem Fuße zu leben, das habe ich auch! Empört bin ich noch immer über das „gute Zureden“ einer Therapeutin, die meinte, meine Aufgabe müsse nun sein, für meinen Mann zu sorgen. Auf Grund dessen beginnt er sogar, Essen und andere Dienstleistung einzufordern. Was sagst du dazu?
    Ich überlege mir, damit so umzugehen, dass ich nur auf mich höre, auf meine Gelüste, und die sind eben ganz anders. Dein Streben nach Unabhängigkeit, wunderbar, ich schließe mich willig an, denn das ist, was ich immer wollte – mittlerweile lebt jeder von uns sein Leben, macht seine Reisen, es gibt nur noch zart angefragte Bitten, keine Forderungen. Mein Freiheitswille würde sonst empörte Purzelbäume schlagen und hinfort streben…
    Dein Artikel ist exzellent geschrieben!
    Gruß von Sonja

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    • dieser Therapeutin hätte ich sofort den Rücken zugedreht und dem Mann die kalte Schulter gezeigt- Forderungen gehen gar nicht, Bitten ja, aber das scheint er ja nun auch gelernt zu haben, wenn ich dich richtig lese – die Unabhängigkeit hat viel Facetten, bei mir geht es auch darum immer mehr mein eigenes Leben zu leben, ich war so lange für andere da, jetzt habe ich das Gefühl, dass ich dran bin, wenn nicht jetzt, wann dann- dem Himmel sei Dank habe ich eine Familie, die mich versteht, wenn auch manchmal mit etwas zusammengebissenen Zähnen-
      danke Sonja für deins
      herzlichst
      Ulli

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        • Liebe Sonja, ich komme gerade nicht bei gmx rein, ich hatte ein Passwortgalama und musste es ständig ändern und nun weiß ich mein aktuelles nicht und will nicht schon wieder Generve mit denen, aber morgen Abend bin ich wieder daheim und dann schaue ich gerne … danke, bin gespannt
          herzliche Grüße
          Ulli

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  2. Guten Morgen Ulli!
    Ja, alles das, was Du beschreibst, kenne ich. Sehr gut. Meine Toleranz gegen mich und andere – sage ich nein zur Umarmung oder will ich diese oder jene Tretmühle müssen? – meine Toleranz(Altruismus) hat sich verändert. Auch ich bin vor nicht allzu langer Zeit 60 geworden. Als Löwe in Jungfrau lasse ich heute öfter den Löwen wie früher, mehr unbewusst, die Jungfrau zu. Dadurch komme ich in viel längere und tiefere kreative Phasen. Ich liebe es! Wunderbar. Nicht alles im leben ist Kraft. Ich weiss, leben ist, einfach so, es geschieht ununterbrochen, mit und ohne mich und wenn es nicht so läuft wie wir es uns wünschen, dann hat dies viele Gründe. Vielleicht kann ich einige sehen. Dann freue ich mich. Weil – wir können uns nicht selber sehen- diese alte wunderbare Erkenntnis. Aufmerksamkeitssyndrom gefällt mir sehr – „wir wollen uns(müssen uns?) fühlen/sehen?
    Darum Danke für Deine Worte/ein Block heute ist auch ein „Zwick mich mal“! Deiner besonders. (-für mich. -besonders die Bilder von gestern nachmittag -heftig!)
    Dir eine feine Woche – kram Ruth

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  3. Mhhh, da ist ein Saat in deinen Kopf die ausgeschlagen hat.
    Was einmal wächst und Nahrung, Nähboden findet nimmt immer mehr Platz ein.
    Da bin ich mal gespannt…. Y
    Du bist das, was du aus dir machst.
    Yep, 5 Euro ins Phrasenschwein.
    Aber ich habe Köche kennengelernt, fas waren keine Diener, da traure sich Niemand in die Küche, so etwas ist äh Tabu, alleine aus hygienischen Gründen.
    Wir verlagern gerne und suchen Stellvertreter Probleme für unsere Themen im Leben.
    Schau genau hin, was dich zur Dienerin macht, dein Job, die „nervigen“ Nahrungsmittelproblemmenschen, oder etwas anderes in dir?
    Die Saat lässt die Gedankenpflanze wachsen, bald siehst du sowieso was rauskommt.
    Unkraut hat oft die besten Heilwirkungen😉👍

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  4. Toller Text und du hast soviel angesprochen, was mich ebenfalls bewegt. Die Menschen mit ihren Unverträglichkeiten, nach Aufmerksamkeit gierend. Das dienen, dass hier selbst einschränken, damit es mir gut geht(ich möchte auch meine Arbeitszeiten reduzieren, aber nicht sind da drei Kinder denen ich Unterhalt geben will, damitsie das lernen dürfen, was sie glücklich machen wird, aber vielleicht geht’s trotzdem? Meine quietschenden Gelenke und meine Träume. Danke. Ein guter Artikel zum Montag. Ich werde ihn sicher nicht mal lesen. Alles liebe Kat.

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    • guten Morgen Kat, ja, wir machen gerne und viel für unsere Kinder und die anderen, aber irgendwann sind wir eben auch dran, obwohl ich mich nie ganz in die Ecke gestellt habe, dazu gab es zuviele freiheitsliebende Kräfte in mir …
      ich lese es ja auch bei dir und S., dass ihr nach neuen Wegen sucht- möge es uns gelingen!
      herzlichst
      Ulli

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  5. Uns verbindet eine sehr ähnliche Geschichte. Ein Beruf den man liebt und der einen über das übliche mit seinen Kunden verbindet. Auch wenn du zweifelst, aber für mich hört sich das so an. Eine Krankheit mit einer anschließenden längeren Auszeit, die Notwendigkeit des Brotgeldes um Haus und Familie zu erhalten.
    Die neue Definierung von Grenzen finden und und und. Ich schreibe diesen Kommentar direkt nach dem lesen hier hinein. Direkt aus meinem Herz, denn das ist mir ein Bedürfnis.
    Nur das ich noch sechs Jahre habe bis 60. Ich habe die anderen Kommentare noch nicht gelesen, da ich selber erst ungefiltert schreiben wollte. Ich werde es gleich machen. Daher hoffe ich, das ich mich nicht wiederhole. Das Routine Freiräume schafft? …. so habe ich es noch nie gesehen. Denn auch ich habe sie absolut immer vollkommen abgelehnt. Bin deswegen viele Wege…. Umwege gegangen. Immer nach vorne….. immer neues …. immer …..immer. Und so weiter. Ich mache mir mein Herz nicht mehr schwer und eng. Aber ich mache daraus auch keine Mördergrube mehr. Eines hat mich aber nie umgetrieben. Für Dienen eine Definition zu finden? Ich denke spätestens dann, verlässt man den Pfad des Dienens. Wer nicht zweifelt, wird nie wirklich dienen.
    Doch du hast mir sehr zu denken gegeben. Denn ich bin in meinem Beruf mit dreißig Jaheren Erfahrung und vielen Fortbildungen wirklich gut. Jetzt werde ich wieder immer mehr eingespannt. Das wiederum bedeutet natürlich mehr Geld! Schon wieder. So das ich kaum noch zum schreiben komme und nur die vorgefertigten Texte überarbeite. Bin auch wegen meiner Erkrankung nicht mehr so belastbar….Bin einfach zu müde gewesen. Deine Worte waren sozusagen eine Inspiration. Denn das hört jetzt auf.
    Nach meiner Erkrankung stand klar vor mir, das ich eine Aufgabe habe. Schreiben.
    Diese werde ich jetzt erfüllen. Nicht vergessend das es auch gewisse alltägliche Pflichten gibt. Die Kunst ist es sich von diesen nicht beherrschen zu lassen.
    Die besonderen Befindlichkeiten deiner „Kunden“ benennt die Medizin mit dem sekundären Krankheitsgewinn. Nach dem Motto… wenn ich was hab´ bin ich wichtig.
    Mein Umgang ist fühlen. Gutes Gefühl machen, schlechtes Gefühl lassen. Und Vertrauen. Trotzdem braucht es manchmal einen Anstubser von Außen.
    Emmerson sagt.
    „Der Lauf aller Dinge lehrt uns Vertrauen,
    wir brauchen nur zu folgen.
    Uns allen werden Fingerzeige gegeben,
    Aber es gilt aufmerksam zu lauschen, wenn wir auch das entscheidende Wort vernehmen wollen.“
    „Glaube“
    Dein Artikel ist für mich so ein Fingerzeig! Danke, Luke.

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    • guten Morgen Luke, so halte ich es in der Regel auch, dass ich erst meins schreibe und dann die anderen lese, um nicht abgelenkt zu werden, egal, ob es dann Wiederholungen gibt oder nicht- aber es gab in dem Sinne keine, denn du schreibst von dir und deinem Weg- bei mir war es auch anfangs eine Krankheit, die mich überhaupt in andere Richtungen hat denken und fühlen lassen- so kam es zur neuen Ausbildung und dass ich mich ernsthaft der Schreiberei und meinen Bilder zugewendet habe- nun wird es Zeit für den nächsten Schritt- möge es gelingen und bei dir auch-
      ich freue mich, dass du hierher gefunden hast, freue mich über deine Zitate und deins- ich schau bald gerne auch einmal bei dir hinein. Zurzeit hüte ich die Enkelkinder, da muss ich mir die Zeit für den Blog „stehlen“
      herzliche Grüße
      Ulli

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  6. Ich habs mit großer innerer Beteiligung gelesen, weils deins ist. Weil deine ganze Persönlichkeit daraus spricht. Ich will jetzt in diesen Boden kein eigenes Bäumchen pflanzen. Es ist dein Boden, den du beackerst. Sei herzlich gegrüßt von Gerda

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      • Liebe Ulli, dein „och“ klingt enttäuscht und geht mir nach. Ich überlegte, wie ich dich auf deinem Acker unterstützen könnte. Indem ich von meinen lebenslangen Bemühungen erzähle? Das würde eine lange Geschichte, und trüge viel Unkrautsamen in deinen Garten. Indem ich dir guten Rat gebe: tu dies, lass das? Sicher nicht, das ist nicht meine Art. Indem ich dir „ALLES GUTE AUF DEINEN WEG“ wünsche? Das versteht sich. Nun, so lese ich, machst du eine erste Ausstellung. Das ist ein wichtiger Spatenstich in deinem Garten. Was du dahinein pflanzt, soll dir viele Früchte tragen und denen Freude bringen, die es betrachten. Und wenn du eines Tages erzählst, dass du das Imkern erlernt hast und das erste Bienenvolk im Kasten hast, werde ich eine tiefe Verbeugung machen und sagen: Du bist auf dem besten Wege zur Weisheit.
        Hier donnert es, ein Gewitter zieht sich zusammen. Mit dem Schlafen unter dem Himmelszelt ist es erst mal vorbei, leider. Sei lieb gegrüßt von Gerda

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        • och … schön 😉 – nein, liebe Gerda, ich war nicht wirklich enttäuscht, eher gespannt- von der Kunst zu leben wird nicht möglich sein und ist ja auch nicht das Ziel, aber mehr wahrgenommen zu werden und hier und da mal ein Bild zu verkaufen wäre klasse- das wirkliche Ziel ist die Prozessbegleitung und die Imkerei, von der ich denke, dass ich sie noch viele, viele Jahre machen kann- Ich liebe die Bienen schon lange, aber nun höre ich sie mich rufen …
          herzlichst
          Ulli

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  7. Sehr schön geschrieben.. Vielen Dank für diesen Beitrag . Akzeptieren, dass wir gewöhnliche Menschen sind..auch das spricht mich an.. und diese Decuffsojalatte Front.. tja.. ADS .. denke ich dann…bei meiner Arbeit dürfen Patienten die stuuuundenlang warten bis sie auf die Station kommen auch mal n Sandwich haben. Wir haben für den Tagesbedarf ca 10 Stück. meistens zu wenig.. Schinken, Käse, Käse und Schinken… basta 🙂 abgepackt.. Sonderwünsche no..und dann gehts los.. ich kann dies und das und jenes nicht ab.. nicht gesund nicht vegan nicht was weiss ich.. und ich stehe da… keinen bock auf Erklärung und oder Rechtfertigung.. es sind ja nicht meine Gäste.. also hebe ich bedauernd die Arme.. Handinnenfläche nach oben und zucke mit den Schultern… tja… mehr sage ich nicht… dieses tja.. habe ich vor Jahren von einem Mann gelernt.. es beinhaltet eingetlich alles.. den Rest müssen sich die Menschen selber denken…
    Sich auf den Weg machen die zu werden die man ist… das fällt mir noch zu deinem Beitrag ein.
    Freundlich zu sich sein und sich am eigenen wärmenden Süppchen erfreuen.
    Keiner kann uns zwingen den einmal eingeschlagenen Weg nicht zu verlassen..Mut braucht es dafür.. aber wir sind ja lebendig und können unsere Kraft für uns einsetzen.. wenn wir klug sind.
    zwinker..
    Guten Weg weiterhin liebe Ulli
    Gruss S.

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    • Du glaubst gar nicht, wie gerne ich auch einmal nur TJA sagen würde … aber an meiner Stelle ist das einfach nicht drin, schade, ja!
      Es stimmt, es braucht Mut und Kraft, ich glaub ich hab beides, hoffentlich bis zur letzten Konsequenz-
      liebe S. gerne habe ich deins gelesen, ich danke dir und grüße dich herzlich
      Ulli

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  8. *wenn ich müde bin, wird mein Herz eng*
    Dann wird es höchste Zeit, liebe Ulli, für die Veränderung, die Dir vorschwebt!

    Ich komm später wieder, denn jetzt muß ICH dringend kochen *g*

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    • Liebe Bruni, diese Veränderung muss fließend gehen, ich kann und will nichts forcieren, ich stelle die Weichen und gehe Schritt für Schritt- das Herz ist nicht immer und jeden Tag eng …
      gutes Kochen dir
      herzlichst
      Ulli

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      • Alles erledigt 🙂
        Dein Herz kommt mir weit vor, geöffnet für das was kommt und ist, auch wenn es täglicher Streß ist und vieles schwer zu verarbeiten.
        Es ist ja auch Menschenkunde, die Du treibst mit Gästen, die zufrieden und unzufrieden sind, mit Sonderwünschen und Unverträglichkeiten, mit denen sie einen Koch oder eine Köchin von Herzen nerven können. Fordernde könnte ich kaum aushalten und ich könnte es Dir nicht verdenken, würdest Du plötzlich die Kochlöffel in die Ecke pfeffern und ihnen die Küche überlassen.
        Die Menschen sind ein ulkiges Volk, so verschieden wie sie aussehen, so verschieden sind ihre Wünsche und Träume. Und so unterschiedlich sind sie halt auch im Wesen.
        Wie Du schreibst, jeder ein Individuum…
        Ich kann mit vielen und mit vielen auch nicht 🙂
        Als Du geantwortet hast in besagtem Kommentarstrang: Mit Gelassenheit und Disziplin,
        da dachte ich nur, ja, hinter Gelassenheit steht die Ruhe und hinter der Disziplin viel Zwang…
        So wußte ich in etwa, wie Du Deine Arbeit bewältigst, liebe Ulli, denn 9 Stunden in dieser Art und Weise konzentriert zu arbeiten, ist eigentlich zu lange. Nicht umsonst gibt es in diesem Bereich auch die Schichten. Übermüdet und angestrengt kocht es sich nicht mehr so liebevoll…
        Wenigstens würde es mir zu gehen *hüstel*

        Routine schafft Freiräume, schreibst Du und ich kann Dir aus meine langen Erfahrung nur herzlich zustimmen, denn genau das habe ich auch erlebt und die Rente überfiel mich plötzlich und ich war sehr erstaunt *lach* Nur so arbeitet es sich auch leicht, wenn man darin die Freiheit erkennt, denn sie ist da, nur ein bissel hinter den Dingen versteckt.

        Außerdem hält es jung, (wenigstens ein bissel *g* wenn man gefühlte Freiheit anerkennt und sie genießt, sobald sie sich zeigt. Manchmal rücken Grenzen in die Ferne wenn wir sie gelassen betrachten

        Liebe Grüße an Dich

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        • Liebe Bruni, da hast du nun so viel geschrieben und wenn ich alles zusammenfasse, dann fühle ich mich wahrgenommen und gesehen und das tut gut, ich danke dir dafür von Herzen! Von der Rente träume ich manchmal, aber nur wegen der UNabhängigkeit, ansonsten hast du ja gelesen, dass ich noch einiges vorhabe und tun will. Wenn schon sterben, dann handelnd … das ist der Satz, den ich einst las und dann zu mir genommen habe.
          Liebe Abendgrüße aus dem Tal, heute nun schon etwas müde, da die Kinder doch auch anstrengend sind, neben aller Freude mit ihnen.
          Ulli

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  9. danke für diesen sehr persönlichen text – die gedanken, das leben zwischen innerer freiheit und äusseren zwängen. du hast formuliert, was viele kennen. auch das lokale im globalen, das ebenso seinen platz fordert / benötigt, um im globalen zu leben. lieber gruss

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  10. Deine Worte berühren mich heute ganz besonders: Ich sehe in mich hinein und beginne mich selbst und mein eigenes Herz zu hinterfragen…
    Ich verzichte darauf, dich zu bestärken oder zu ermutigen, denn es ist dein ganz persönlicher Weg, wünsche dir aber von Herzen, dass du glücklich werden wirst – in allem, was du tust!

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  11. Danke, liebe Ulli, für diesen berührenden Einblick in Deine Seele! Ich halte Dir die Daumen, dass Du das, was Du persönlich ändern oder neu beginnen möchtest, noch schaffst.
    Hab’s fein, Pit

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  12. liebe ulli, deinen beitrag habe ich jetzt ganz aufmerksam gelesen! so unverschnörkelt, ehrlich und auf den punkt schreibst du: das beeindruckt mich. und ich merke auch eine resonanz, da sind stellen im text, wo ich anknüpfen könnte mit meinem eigenen … danke jedenfalls und gute spirits!
    pegagruß

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    • Danke, Pega … es wird, gerade bekam ich das JA zur ersten Ausstellung, ich freue mich total, das ist der erste wirkliche Schritt ins Neue … gleich tanze ich mit den Enkeln darauf 😉
      auch dir einen guten Weg
      herzlichst Ulli

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  13. Als Kind der Gastronomie verstehe ich dich sehr sehr gut, auch wenn ich immer auf der anderen Seite des Passes gestanden bin. Die Gastronomie verlangt einem viel ab und frisst Wünsche und Träume, da man keine Zeit und keine Kraft hat. Ich habe vieles nach meinem Ausstieg nachgeholt und erfülle mir immer mehr Wünsche, Erlebnisse. Und ich bin sicher, alle die Deinen werden Realität. Und das gesummse der Bienen ist so beruhigend in all seiner Betriebsamkeit. Ich komme dann Schleudern…

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    • Ach schön, dass du auf die Bienen eingehst, darauf freue ich mich sehr und ich hoffe, dass ich im nächsten Sommer einen Imkerkurs belegen kann, stimmt, darum wollte ich mich ja auch noch kümmern – eigenen Honig, Propolis und Blütenpollen und dazu dieses Volk, von dem man soo viel lernen kann! Ja komme nur zum schleudern 😉 – ich sag Bescheid …
      herzlichst
      Ulli

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  14. Der aus Syrien stammende Koch Fadi Alauwad sagt Kochen sei wie Kunst, wie ein Maler ins Atelier gehe, gehe ein Koch in die Küche, um etwas großartiges Neues zu schaffen.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass es – trotz aller wunderbarer Kunst mit dem Kochlöffel – kräftezehrend ist, liebe Ulli und finde gut, dass du ehrlich erzählst und auf dich hörst.
    In deinem „ich möchte…“ Abschnitt wohnt so viel Lust und Freude, da winken sie, die neuen weiteren Wege. Meine guten Wünsche zu dir.

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    • Fadi Alauwad ist Koch aus Leidenschaft, ich stimme ihm zu und es geht mir immer so, wenn ich die Salate mache und dekoriere, da ist dann meine Kunst oder bei den Nachspeisen. Manchmal habe ich schon gesagt, ich wäre eine gute Kaltmamsell- bei mir fehlt aber dann eben doch oft die wirkliche Leidenschaft, obwohl auch ich immer wieder Neues kreiere, aber mein Herz tanzt woanders und das hast du wunderbar herausgelesen- danke für alles und liebe Grüße
      Ulli

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    • Das Kochen Kunst ist mag ja sein / zuweilen ist es auch wie Bilder malen / nur nach dem 14 tag ohne frei und den seltsamsten Wünschen der Kunden zeigt die heftige Realität was vor der Kunst kommt.
      Die Arbeit.
      Und das andere sind schöne Gedanken und manchmal nur Illusionen um morgen wieder bis Mitternacht Veganschnitzel mit Karottenschaum & einer linksgepflückten Kaper zu servieren.
      Und dann putzt der Künstler noch den Herd…..

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      • Da wird dann wenig Raum für Kunst sein, für Kochen aus Leidenschaft, das kann ich mir vorstellen, auch wenn ich es selber nie so erlebte wie Ulli oder du.
        Auch deshalb finde ich gut, wenn Ulli oder du darüber erzählen, das sensibilisiert hoffentlich den Blick der Gäste, der eben nicht nur auf den Teller vor ihm gerichtet sein sollte.

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  15. Aus dem Kreisel herauszukommen / ja.
    Viele Köche und GastroTiger & Dienstleistungsgeister denken daran / wünsche es / stellen es sich vor.
    Und wenige schaffen das Hamsterrad zu verlassen. Haben oftmals keine Pausen um sich anderweitig zu orientieren oder sich neu zu stellen.
    In wenigen anderen Berufen oder Broterwerbbereichen ist das Energie saugende Element so groß.
    Und viele kenne ich die dadurch aufgefressen wurden oder deren Gesundheit / trotz oder gerade deshalb weil sie es gerne machten / unter diesem „gegen die Zeit rennen“ gelitten hat. Bei manchen mehr als Einschneidend.
    Nicht umsonst ist es schwer den Nachwuchs zu motivieren / sich dieser Folter zu unterwerfen. Die negativen Elemente zeigen dich meist erst mit den Jahren.
    Und das Tempo und auch die Ansprüche des zu versorgenden Klientel werden nicht weniger.
    Während in anderen Berufsfeldern die Arbeitszeiten zuweilen reduziert werden / nehmen sie in der Gastronomie eher zu und so weiter und so fort……
    Zehrend an Körper & Seele dennoch.

    Und so wünsche ich Mut & Elan aus diesem Karussell herauszufinden und die Kräfte humaner und oft achtungsvoller neu zu stellen.
    Denn es gibt nur dieses eine Leben & sicherlich noch mehr als nur der Geist zu sein für die / die gerne den Geist befehlen.
    Ich wünsche es dir von Herzen.

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    • ja, lieber Ludwig, Köchin sein, heißt immer mit der Zeit zu rennen und das ist wohl das besonders Anstregnde daran, und doch ist es in einem Seminarhaus noch ein bißchen „humaner“, als in Restaurantberieben, das könnte ich gar nicht! Ich danke dir für deine guten Wünsche für meinen Weg, die ich sehr gerne nehme …
      herzliche Morgengrüße
      Ulli

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  16. Liebe Ulli! Ich habe jetzt zweimal deine Zeilen gelesen….so wunderbar ehrlich…so wahr…so kraftvoll und doch so zart! Mehr kann ich gar nicht schreiben…..ich umarme dich…es wird…ganz bestimmt… ❤ Karin

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  17. Liebe Ulli, diesen Text habe ich sehr gerne gelesen, bin ich doch in mancherlei Hinsicht mit ähnlichen Gedanken unterwegs. Bald werde ich 62. Ich bin priviligiert, und kann das vor mir selbst inzwischen auch so akzetieren. Priviligiert in zweierlei Hinsicht: ich arbeite nur zwanzig Stunden pro Woche und mein Arbeitsplatz wird mehr und mehr so, wie ich ihn haben will. Lange versuchte ich nach den Sternen zu greifen: mehr arbeiten, mehr Geld verdienen, mehr und am besten anderes. Hat nicht geklappt und rückblickend muss ich sagen, das war auch gut so, denn auf diese Weise bleibt mir doch Zeit und Energie, um andere Dinge auszuprobieren und in mein Leben zu holen. Manchmal ergiebt es sich, dass ich Überstunden mache, die setze ich um in Freizeit, z.B. um ein paar Tage aus der Stadt zu fliehen. Das könnte ich mit einem Vollzeitjob nicht. Langsam verabschiede ich mich von der Vorstellung, etwas besonderes leisten zu müssen. Vier Jahre werde ich noch arbeiten müssen und auch gerne wollen. Den großen Sprung mache ich nicht mehr. Von Woche zu Woche lerne ich, die Freiheiten, die mir mein Job bietet so zu nutzen, dass er vielseitig bleibt, mich auf angenehme, nicht überfordernde, Weise bei Laune hält und Lebenserfahrung, Kreativität und mein ganz Eigenes darin Platz findet. Dass ich zu wenig verdiene und ein Stück weit von meinem Mann abhängig bin habe ich inzwischen widerwillig akzeptiert, auch auf dem Hintergrund, dass ich vier Kinder groß gezogen habe. Nein, ich muss mir nichts mehr beweisen und anderen schon gar nicht. Ich möchte mental und emotional reich in den Ruhestand gehen. Wenn ich gesund bleibe, wird mir das gelingen.

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    • Tausend Dank- mir wird klar, dass ich mit meinem nicht alleine bin, viele von uns machen den Spagat, das Tolle ist aber, dass du, wie ich und andere sich ihre Räume schon erobert haben, nur dass es bei mir so sein wird, dass meine Rente so klein sein wird, dass ich gar nicht an ein Arbeitsende im klassischen Stil nachdenken brauche … mögen wir gesund und munter bleiben!
      herzliche Grüße
      Ulli

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      • Klar, mögen wir gesund bleiben. Im Augenblick kann ich mir nicht vorstellen, jemals ganz ohne Arbeit sein. Mit Sicherheit werde ich auch nach der Berentung noch in einem frei gewählten Bereich freiwillig und gerne weiter arbeit, so lange das eben gesundheitlich geht.

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  18. Zeit ist das einzige, dass wir nicht kaufen können.
    Zeit zu leben, zu staunen, glücklich zu sein.
    Bewahre dir deine Gelassenheit, denn das ist Einsicht. Einsicht in die Vergänglichkeit – von allem.
    Gelassenheit impliziert auch das LASSEN.
    Damit meine ich jetzt ein kluges Lassen ( nicht ein emotionales, willkürliches) , und zwar indem man sich auf das Wesentliche konzentriert.

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  19. Zuerst gratulieren wir herzlichst zu der guten Nachricht wegen deiner Ausstellung. Ich kenne das alles sehr gut, die Empfindungen die du beschreibst, den Weg den du eingeschlagen bist. Ein langer Weg liegt hinter dir wenn die Weichen gestellt sind, das hadern damit kann jetzt aufhören.
    Herzliche Grüße,
    Hanne

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    • Danke Hanne, naja, die Weichen sind gestellt, aber noch muß ich ein bißchen durchhalten und beakm gerade heute wieder so eine doofe Rückmeldung, aber ärgern bringt ja auch nichts. Du hast aber Recht, mein Blick sollte nach vorne gehen und das Alte so nehmen, wie es ist … ich danke dir und grüße dich sehr herzlich
      Ulli

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  20. Eindringlich geschrieben, deine Zeilen und viiiiiele Themen angeschnitten, die immer wichtiger werden, je älter mann/frau wird, liebe Ulli…

    Für mich am schönsten: deine Augen-Operationen sind gelungen, du bist nicht mehr krank geschrieben und arbeitest wieder 🙂

    Herzliche Septembergrüße zur Nacht vom Lu

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  21. Liebe Ulli, du schreibst ja aus mir (wie ich des Öfteren schon festegestellt habe) …als ich noch mit den Menschen auskommen musste, die ich mir niemals freiwillig ausgesucht hätte!! Froh bin ich, wirklich froh über die Krankheit, die mich erwischt hat um aufzuwachen und „meinen Weg zu finden“! Klar, Rente wird nicht viel sein, aber die Freiheit ist ja bekanntlich auch unbezahlbar!! Danke für deinen reichen Beitrag!! Liebe Grüße aus dem Wiesengarten, in dem ich grad unterm Sonnenschirm sitze und dir schreibe…. Brigitte

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    • liebe Brigitte, schön dich hier nun auch zu lesen. Wow, schon Rente? Nein, Krankheit ist nicht gut, aber wenn es dann in Freiheit mündet: so what … ich hoffe aber, dass du wieder genesen bist.
      Herzliche Grüsse
      Ulli

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  22. Pingback: Isn`t it magic? |

  23. Mit diesem Artikel sprichst du gleich Mehreres an, was mir auch durch den Kopf geht, liebe Ulli. Zuerst mal das: Dass es als Köchin nicht immer leicht ist und die Bedingungen wegen all der plötzlich aufgekeimten Extrabehandlungswünsche wegen vermeintlicher „Intoleranzen“ und „Unverträglichkeiten“ schwieriger geworden sind, kann ich nur gut nachvollziehen. Deinen Wunsch nach mehr Unabhängigkeit verstehe ich auch gut und ich wünsche dir, dass du den Brotjob, den Kochlöffel, immer weniger brauchst und bald weglegen kannst, um dich mehr deinen anderen geliebteren kreativen Aufgaben zu widmen.
    Interessant, was du zur Routine und zur darin auch enthaltenen Freiheit sagst. Ich war bisher immer der Meinung, dass mich die gewisse Routine meines Brotjobs einengt und mir Fesseln anlegt, mich zu sehr erschöpft, um mich mit dem zu beschäftigen, was ich lieber tue. Trotzdem, gerade erst seit kurzem denke ich auch, dass mir diese Arbeit aber doch eine gewisse Sicherheit gibt, ein Fundament, auch wenn das als Freiberuflerin jederzeit zusammenbrechen kann. Warum nur klagen darüber, dass es nicht unbedingt ein Traumjob ist? Ich glaube, ich sollte dankbarer dafür sein, dass ich das überhaupt und schon so lange habe. Und mir meine Freiräume selber schaffen. Dass das sogar innerhalb dieses Brotjobs geht, darauf wäre ich nie gekommen und das liegt wohl an fehlendem Mut oder an einer gewissen Blindheit. Dann sage ich so ganz nebenbei einen kritischen flapsigen Satz und plötzlich wird er als Idee aufgegriffen und ich bekomme wohl nun ein kleines Terrain nebenbei, in dem mich austoben und kreativer sein darf. Das wiederum ermuntert mich, vielleicht, endlich, noch mehr zu wagen, wo ich mir doch lange Zeit aus Angst vor Ablehnung und an den eigenen Ansprüchen zu scheitern, selbst Fesseln angelegt habe.
    Eine gewisse zunehmende Müdigkeit erlebe ich ebenfalls wie du, der Brotjob kostet mehr Kraft. Aber diese Müdigkeit kommt auch durch Frustration und wenn ich eher die Möglichkeiten als die Einschränkungen sehen kann, werde ich vielleicht wieder wacher und die Energie kommt zurück, auch der alte Mut. Mal sehen.
    Nun habe ich ziemlich viel von mir geschrieben, aber ich finde manche Parallelen frappierend. Vielen Dank für den Text und den Einblick in deine Gedanken. Herzliche Grüße, Ute
    PS: Ich habe bisher nur wenige der anderen Kommentare gelesen. Oft habe ich nicht die Zeit dazu oder es ist mir lieber, unvoreingenommen und spontan zu kommentieren. Dadurch ergeben sich dann manchmal halt Doppelungen.

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    • Liebe Ute, ich freue mich, dass du erst jetzt kommentierst, dann sind nämlich die vielen anderen Kommentaren nicht mehr so präsent 😉
      Ich finde es interessant, dass es eher der Blickwinkel ist, darauf kam ich nach dem Artikel nämlich auch, seitdem läuft es ja auch wieder sehr viel runder … in deinem Fall der Mut Neues zu machen, vorzuschlagen und insgesamt mutiger zu werden, die eigen angelegten Fesseln zu erkennen und abzustreifen …
      und eben auch zu sehen, was man hat, was dadurch sonst noch möglich ist und wenn es die Freiräume sind, die Möglichkeit alleine zu arbeiten, statt in einem Grossraumbüro zu sitzen und und und …
      ich freue mich ja immer noch über dein neues Feld und wünsche dir daran viel Freude und damit richtig viel Erfolg.
      liebe Grüsse
      Ulli
      Ulli

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      • Warum freust du dich, dass ich „erst jetzt“ kommentiere, liebe Ulli…? Na, das musst di mir erklären… 😉
        Ja, oft ist es der Blickwinkel, aber wenn andere einem ihren aufdrücken wollen bzw. wollen, dass man alles genauso wie sie sieht (ist mir mit einer anderen Freundin passiert), haut das nicht hin. Wie es mit mir weitergeht, weiß ich noch nicht, aber ich fühle mich etwas besser. Großraumbüro etc., mein absoluter Albtraum! Danke dir für deine Worte und Wünsche, liebe Ulli! (Mail folgt, die Nachurlaubswoche war nicht gerade dazu angetan, es langsam angehen zu lassen).

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        • jetzt habe ich gezögert das Sternchen zu drücken, weil es mir natürlich nicht gefällt, wenn dich gleich der Hassel hier wieder hat …
          Na ich freue mich, weil ich dir dann, ohne anderes bzw. andere im Kopf, nur auf deins konzentriert antworten kann. Dass es sein kann, dass es Überschneidungen gab/gibt, aber das sie in dem Moment nicht präsent sind, ganz anders, wenn ich viele Kommentare auf einmal beantworte …
          liebe Grüsse – der Mond nimmt ab …
          Ulli

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