Selbstporträts

Zuerst hat Susanne Haun auf ihrem Blog ein Selbstporträt gezeigt, das inspirierte Gerda Kazakou einen Artikel über Selbstporträts in der Kunst zu schreiben und auch einige von sich zu zeigen. Über den Kommentarstrang kamen Gerda und ich ins Gespräch, sie fragte mich, ob sie auch mal welche von mir sehen könnte. Nun habe ich in den Archiven gewühlt …

Da ich ja nicht zeichne, geht es, wie eigentlich immer bei mir, um Collagen und Montagen der letzten Jahre. In Berlin hatte ich viele Jahre eine Papierrolle an der Türe hängen, auf die ich meine Passbilder geklebt hatte. Auf dem ersten war ich drei Jahre alt, das letzte war irgendwann Anfang vierzig. Diese Rolle hat das Zeitliche gesegnet, aber das eine und andere Bild blieb erhalten, sodass ich später einige davon auf grosse Bögen geklebt habe, zusammen mit Bildern, bzw. Postkarten die etwas über mich und darüber erzählen was ich mag oder wie ich mich in gewissen Momenten sehe und empfinde. So zum Beispiel:

003 Selbstporträt

Mitte dreissig, mit einer Heilerdenmaske im Gesicht

004 Selbstporträt

1997, frisch verliebt und eine neue Sonnenbrille gabs auch: „Gleich kommt der Liebste“

Diese Serie habe ich später nachbearbeitet

005 Selbstporträt

1978 – 2009

006 Selbstporträt

2008

008 Selbstporträt

2009

007 Selbstporträt

2010 – Leipziger Buchmesse

009 Selbstporträt

2011 – nachdem ich eine Ausstellung in der Foundation Beyerler in Riehen besucht hatte

010 Selbstporträt

2012 in Zürich

011ab Selbstporträt

2013

013 Selbstporträt

2013 – das „Ich-Korsett wird zu eng

012 Selbstporträt

2014 Selbstproträt mit Ahnin

014 Selbstporträt

2015 – Selbstporträt „Das Mädchen in mir“

0089 20.06.14 die Kleine und die Grosse

2015 – eine Zusammenfassung – „me“

015 Selbstporträt

ENDE

Advertisements

41 Gedanken zu „Selbstporträts

    • Liebe Susanne, stimmt, immer bin ich es, ob jung oder alt, egal wieviele Wandlungen wir durchlaufen, ein Kern bleibt immer und das spiegelt sich dann wohl auch in den Gesichtern von uns?! Mein Leben hat viele Gesichter, ich bin gespannt welche in den kommenden Jahren noch dazukommen. Ich stehe an einer Wegkreuzung, werde im Mai 60 und da gibt es eine Menge was gewandelt und angeschaut werden will.
      Ich danke dir für deins und grüsse dich sehr herzlich
      Ulli

      Gefällt 3 Personen

    • Lieber Lu, gell, da tanzt die Kinderseele und das sollte sie auch und hat sie auch, damals, als ich ganz grün aus dem Bach stieg und einen Schatz der Kinderschar überreichte …

      ich freu mich und grüsse dich sehr herzlich
      Ulli

      Gefällt 1 Person

  1. Dass ich hier ausführlich dazu kommentieren MUSS, ist wohl sonnenklar, denn es sind so wunderbare Collagen dabei. Das mache ich heute Abend, wenn ich Zeit habe. – Ich sehe gerade beim Lu seine Vorliebe für die grünen Mützen – das ist bei mir auch hoch favorisiert, weil es einfach herrlich ist.
    Heute Abend mehr!

    Gefällt 1 Person

  2. Eine ganz tolle Serie, liebe Frau Ulli. Mit den Fotos zieht ein Leben am Betrachter vorbei. Der Blick in die Welt, die Hoffnung, das Feuer, das Lachen, der Schmerz, der Abschied, die Asche, die Trauer und die alles umfassende Energie.
    Vielen Dank für Ihre Präsentation und schöne Grüsse aus dem magischen Bembelland.
    Herr Ärmel

    Gefällt 1 Person

  3. *schmunzel* was für feine Collagenbilderchen von Dir, liebe Ulli
    und auch bei mir ist die Grünmützenfrau mit dem Grasgesicht die angesagteste *g*,
    weil sie so voller Schalk und tiefgründigem Humor steckt.

    Wie unterschiedlich können Collagen doch aussehen *lach*, Wenn ich da an meine denke, die wieder so sehr anders sind als die von Gerda oder von Dir

    Schmunzelgrüße von Bruni an Dich

    Gefällt 1 Person

  4. Das ist ja, liebe Ulli, eine fotografische Reise durch Dein Leben anhand Deiner Selbstportraits. Vielen Dank, dass ich teilhaben durfte. Und hinter jeder Station verbirgt sich eine oder vielleicht auch mehrere Geschichten. Ich fange dann mal im Gehirnstüberl an zu spekulieren, nur so für mich. Und liege wahrscheinlich mehr als daneben.
    Liebe Grüße Juergen

    Gefällt 1 Person

    • Lieber Jürgen,
      Gerda schrieb am Anfang ihres Artikels, dass sie oft gehört hat: „Aber so siehst du doch gar nicht aus …“
      Als ich irgendwann Mitte der 1970ger Jahre meine allererste Lesung hatte, nannte ich sie: „Die vielen Gesichter der Ulli Gau“.
      Im Laufe eines Lebens hat jede und jeder viele Gesichter, Gesichter der Freude, des Spiels, des Schalks, des Verliebtseins, des Traurigseins, des Schmerzes, etc. und wenn man genau hinschaut ist hier eben auch alles drin.
      Ach … und diese Spekulationen, wie ich sie auch immer wieder so gerne betreibe und mal einen Volltreffer lande und dann wieder die Niete ziehe … thats life, isn`t it?!

      herzliche Grüsse an dich in die Ferne
      Ulli unter dem klaren MondundSternenberg

      Gefällt 1 Person

  5. Es ist noch nicht ganz Abend, aber ich bin schon auf deine Seite zurück gekehrt. Ich gehe von der grünen Mütze weg, denn da sieht man ja so gut wie gar nichts von dir.
    2013 – das Korsett wird zu eng – einmalig, ich mag es, wenn Leute nicht immer perfekt aussehen wollen, wenn sie „Fratzen“ schneiden können.
    Die „Ziehharmonikacollage“ – wo du aus lauter Streifen zusammen gesetzt bist – finde ich eine tolle Arbeit.
    2011 – das mit den drei farblich veränderten Fotos von dir – gefällt mir auch sehr.
    Jetzt kenne ich dich zwar immer noch nicht – aber ein wenig mehr als vorher 🙂
    Liebe Grüße von Clara

    Gefällt 1 Person

    • Ui, da bist du ja schon, liebe Clara, in meiner Sammlung gibt es auch noch ganz andere Bilder, wirklich traurige und müde, alte, kranke und so.
      Ich habe mich jetzt gerade für diese hier entschieden und doch dachte ich nach der Auswahl, ob nicht ein bisschen zuviel Lächelgesicht dabei ist … aber nun habe ich die Kommentare gelesen und merke, dass manche auch dahinter schauen können oder sage ich lieber Gesichter lesen können. Das gefällt mir.
      Ob du mich auf der Strasse erkennen würdest?
      Nun danke ich dir für deine Wahrnehmung und winke dir fröhlich vom abendlichen Mondberg zu
      Ulli

      Gefällt mir

  6. In meinen Potrait-Kursen, motiviere ich meine SchülerInnen zum Selbstportrait, ich dränge sie fast schon, weil es passiert etwas mit dem Portraitierten, Selbst-Bild, Selbst-Bewusstsein undsoweiter, nichts vergleichbar mit dem ‚Mobiltelefon am Stöckckchen‘
    https://studio4einhalb.wordpress.com/2013/10/21/immer-wieder-gern-das-selfie/
    selber mache ich auch Selbstportraits (nachdem ich bei Peter Bogatka den Satz gelesen habe: „Immer wenn ich nicht weiter weiß mach ich ein Selbsportrait.“)
    https://studio4einhalb.wordpress.com/2016/01/26/mit-hermann-dem-vernetzer-kaffee-getrunken/

    Gefällt 2 Personen

    • Lieber Tobias, diesen Satz nehme ich jetzt auch zu mir und schmunzel: “Immer wenn ich nicht weiter weiß mach ich ein Selbsportrait.” ich danke dir – ich sehe auch einen Unterschied zwischen den sogenannten Selfies und Selbstporträts, und finde es klasse, dass du deine SchülerInnen dahingehend „schulst“
      deinen Link schaue ich mir nachher noch an
      herzlichst
      Ulli

      Gefällt mir

  7. Die beiden allererst gezeigten Collagen, so fein. Der halbe Po mit Fuß samt Satinhemdchen, wie auch der kleine versuchte Ritt auf dem Schwein – werden mich lange nicht loslassen – natürlich auch andere Bilder, doch die genannten sind für mich absolut „scharf“, wenn ich das mal so sagen darf.
    Gruß von einer Ähnlichkeiten erkennenden…

    Gefällt 1 Person

  8. Manchmal ist es gut, ein bisschen hinterherzulesen, sont hätte ich diesen besonderen Beitrag verpasst. So viele Gesichter, liebe Ulli, so viel Facetten… und doch eins. Ja, ich bilde mir ein, ich würde dich erkennen, wenn ich dich irgendwo auf der Straße träfe. Eine schöne vielfarbige Pause wünsche ich dir!

    Gefällt 1 Person

  9. der Kommentar von Maren hat mich eben auf deine Seite geführt – ein Glück! Ganz unerwartete, starke Impulse gehen von den Fotos und auch den Zusammenstellungen aus, ein Vermuten viel tieferer Art, als es mir bisher möglich war, und eine wachsende Neugierde auf dich. Manches kommt mir so vertraut vor, als wärs ein Bild von mir, anderes wie ein kräftiges abwehrendes Hier-bin-Ich, das keine Übergänge und Vermischungen erlaubt.
    Wie ich las, hast du dieser Maitage Geburtstag – ich hatte ihn gestern. Herzliche Wünsche! Gerda

    Gefällt 1 Person

    • Wenn ich jetzt nicht ganz daneben liege, liebe Gerda, dann haben wir auch noch am selben Tag Geburtstag! Zwar schüttel ich leicht den Kopf und dabei lächele ich aber von einem Ohr zzum anderen und denke: nein, wirklich wundern tut mich das jetzt nicht! Dir auch alles Liebe und Schöne nachträglich für dein neues Lebensjahr.
      Hab auch herzlichen Dank für deine Wahrnehmung zu den Selbstporträts. Ich bin mir sehr sicher, dass wir uns im nächsten griechischen Frühling sehen werden, darau freue ich mich jetzt schon!
      Liebe Grüsse
      Ulli

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s