Kurze Zeilen – 9 –

Das Beste hoffen, tun, so gut es eben geht, soweit das Wissen reicht. Später, wenn Unwissenheit zu neuem, vorläufigem Wissen gereift ist, auch das annehmen, ohne Asche auf dem Haupt. Den Kleinen halten und nähren, dann loslassen und Vertrauen auf die Wege streuen. Vergeblichkeit rieselt auf Häupter und Hände, Wurzeln wachsen langsam in die Erde. Ohne Schuld und Scham zu sein schützt weder vor dem Fall, noch dich.


Karfunkelfee setzte gestern dieses wunderbare Adagio in den Kommentar, das auch zu diesem Text passt – danke, liebe Fee

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17 Gedanken zu „Kurze Zeilen – 9 –

  1. Ich bin für Freude, da wo es möglich ist. Die Scham sollte denen gehören, die sich nicht reinwaschen können.

    Gestern wurde in Marsberg das generationsübergreifende Projekt
    „Bürgerwiese“ vorgestellt.

    – Flüchtlinge haben am Projektmodell mitgeplant und mitgearbeitet. Es gibt Bänke für die geplante Liegewiese, die von Flüchtlingen gemeinsam mit Mitarbeitern des örtlichen Bauhofs gezimmert wurden.

    Einige Flüchtlinge sind in Familien aufgenommen worden und leben ganz selbstverständlich dort….

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    • Auch an deiner Antwort lese ich gerade, wie unterschiedlich die Assoziationen zu diesem Thema sein können. Ich bin auch für die Freude und nähre sie. Kommen andere Gefühle nehme ich sie ebenso ernst. Scham ist für mich ein sehr grosses Thema geworden, ich war überrascht wieviele Facetten auch sie hat. Ich rede aber nicht von aufdoktrinierter Scham, sondern von einer natürlichen, die wohl jeder und jedem innewohnt?!

      Ein gutes Beispiel, wie in Marsberg mit Geflüchteten zusammen gelebt und gearbeitet wird, gefällt mir sehr, danke Frank
      herzlichst
      Ulli

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    • Jein, liebe Soso, es gibt auch Schutz, nur müssen wir ihn aktivieren, in manchen Momenten fehlt aber genau hierfür die Kraft. Und dann ist es ja die Frage was für einen selbst Schutz heisst und wie er ausschaut … aber ich merke gerade, dass dies ein Thema für den Küchentisch ist 😉

      liebe Grüsse
      Ulli

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  2. Liebe Ulli, na, das hast Du mir ja Freude gemacht, heute Morgen. Und so schöne und kluge Zeilen mit dieser Musik. Sie vereint das Tragende wie das Schwebende und diese jungen Musiker verkörpern für mich alles das, was erstrebenswert scheint: Engagement und Hingabe auch an das Alte in seiner Bewahrung, an das Bestehende, Gutes zu fördern und an das Zukünftige, das sich in den hohen Streichern zu einem Dur-Akkord in die Höhe schwingt. Das Stück, ein Lebensbegleiter seit Kindertagen, erzählte mir in Noten das Leben und es erschien mir traurig, doch später als ich älter wurde, erfuhr ich, dass mich die Noten nur durch die Anstrengung, durch das Leid, das Erdulden, Hinnehmen und immer wieder neu zu erlernende Vertrauen in Zuversicht führen können. Dein Text passt ganz hervorragend dazu. Sehr herzliche Grüße von Stefanie Karfunkelfee

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    • Liebe Stefanie, gestern Nacht hörte ich auch noch die Version von den Doors, sehr spannend! Zu allem anderen nicke ich und freue mich.
      Herzliche und sonnige Grüsse vom Schneetauberg
      Ulli

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