Zeitungsvogel und Stachelkleid

0026 16.01.16 zeitungsvogel

Huuu, in dieser Woche tobte ein Schneesturm über dem Hochtal, vier Tage und vier Nächte heulte er ums Haus. Aus Schmuddelberg wurde Schneeberg. Es tobten Schneesturm, Froststurm, Nachrichtensturm, Gedankensturm aus allen Richtungen.

Huuu, ich habe mein Stachelkleid wieder aus dem Schrank geholt, ich muss mich schützen, rundum.

0027 16.01.16 stachelkleid

Stachelkleid gegen Übergriffigkeit. Stachelkleid gegen altbackene Männerwerte. Stachelkleid gegen Gedankengifte. Stachelkleid gegen Menschen, die verachten, die stigmatisieren, die polarisieren, die manipulieren.

Schnitt


Borderline – an der Grenze – Grenzlinie – Grenzgänger – Grenzverletzung, mir ist ganz schlecht von so viel Begrenztheit und Begrenzung, von den Wellen und Strömen und -ungen, dem Vokabular: Massen, Pöbel, Mob … STOPP

Wach bleiben heisst nicht, sich in den Strudel hineinziehen zu lassen. Nicht folgen. Souverän bleiben. Geht das, bei all der Empörung?

Repression – Depression – Pression – nötigen – zwingen – pressen – AUS.

Schlaflos bohren Gedanken Löcher in die Begrenztheit. Sie suchen Wege aus der Enge. Eng, enger, am engsten.

Denken – Medien – Recht – Auslegungssache – alles Gummi. Aber kein Gummitwist mehr auf den Schulhöfen, kein: Müller, Müller wie weit darf ich wandern?

Müller – Schuster – Bäcker – Metzger, wie weit seid ihr gewandert? Wohin?

Cowboyfreiheit – Seemannsgarn – Kindergeschichten – Disneyland, und überall Menschen, Tiere,Bäume,  Pflanzen, Steine, Sand, Meer, Wüsten, Berge, Schnee, weite Ebenen, enge Täler, Wolken, Sterne oder nicht, Mond und so … Wo werden weite Gedanken geboren?

Reduktion – Ressourcen – Schlichtheit – Schnörkellosigkeit – Echtheit – Berührung, sag mir ein anderes Wort dafür und ich verwende es.

0017 07.01.16 Schwesterchen, komm tanz mit mir

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25 Gedanken zu „Zeitungsvogel und Stachelkleid

    • Ich bin schon erschrocken welche Meinungen plötzlich von Bekannten vertreten werden, erschrocken, betroffen und manchmal auch traurig. Du schenkst die richtigen Worte: Wach bleiben, atmen … durchgehen, sich in den Wind stellen … – dafür danke ich dir.
      herzliche Grüsse
      Ulli

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      • Liebe Ulli, das Erschrecken kenne ich auch. „Angst essen Seele auf“, so vermute ich. Danke für deinen Beitrag, der mir (unter anderem) zeigt, dass du das Stachelkleid zwar ausgepackt hast, aber (zum Glück) nicht ständig trägst. Herzliche Sonntagsgrüße zu dir auf den Berg!

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      • Liebe Muschelfinderin Keki, genau darum ging es mir auch. Ich hatte zwei heftige Diskussionen auf fb, es war unglaublich … wenn ich daran denke, schüttel ich immer noch mit dem Kopf – Angst hin oder her. Zurzeit kann ich mich dann nur zurückziehen und bei meinem bleiben. An sich habe ich nichts gegen andere Meinungen, davon kann ich lernen, aber wenn es scheuklappenmässig wird und Bildzeitungsniveau hat, dann gehe ich eben doch …
        Schneeflockengrüsse zu dir hin
        Ulli

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      • Liebe Maren, Ja diese Angst, ich glaube auch, dass sie der Motor ist und die Berichterstattungen drehen heftigst an dieser Schraube. Man weiss womit man das Volk beeindrucken kann oder so … dass sich daran so wenig geändert hat!
        Und mein Stachelkleid, das brauche ich, dem Himmel sei Dank, ja nicht allzu häufig, aber es liegt nun wieder parat!
        ich sende dir dicke Schneeflocken in die Hansestadt
        Ulli

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    • Liebe Ruth, ich ziehe mich auch immer wieder zurück, bei manchen Leuten sind Argumente verlorene Zeit, leider. So entscheide ich dann von Fall zu Fall: mal Stachelkleid, mal Rückzug, Hauptsache ich verliere nicht meine Mitte. Hoffentlich …
      herzliche Schneeflocken- und Eiszapfengrüsse ( 🙂 )
      Ulli

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  1. Ein Stachelkleid, an dem nicht einfach alles abprallt. Es lässt zerplatzen, sich auflösen. Ein tröstender Gedanke, liebe Ulli. Ich habe es leider noch nicht gefunden. Worte von Menschen, die ich bisher als angenehme Zeitgenossen empfand, bohren sich in meinen Magen. WIR brauchen Wohnungen, UNSERE Kinder können keinen Sport machen, ICH gehe schließlich arbeiten und DIE kassieren nur. Ich finde keine Widerworte mehr. Es ist, als ob ein giftiges Gewässer langsam alle und alles überflutet.
    Ich grüße Dich ganz herzlich da oben auf Deinem verschneiten Berg!
    Elvira

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    • Du Liebe, ich bemühe wirklich um die Mitte, weil ich mich auch kenne, bei manchen Themen habe ich nicht nur ein Stachelkleid an, sondern reagiere auch relativ schnell ziemlich heftig, das tut mir nicht gut und erreichen kann ich damit auch nix, so soll es nun das Stachelkleid richten- dein Bild des Zerplatzens gefällt mir, daran habe ich noch gar nicht gedacht, ich denke an aufgeblasene Worthülsen dabei. Danke dir!
      Ja, es ist zum heulen und gerade deswegen dürfen wir uns jetzt nicht zurückziehen. Diese Woche dachte ich, dass wir jetzt die Generation „Alte“ sind, die was zu sagen haben und das auch tun sollten, statt den Kopf in den Sand zu stecken-

      ich grüsse dich sehr herzlich, und sende dir ein paar von den dicken Flocken, die gerade vor meinem Fenster tanzen – et hört ja nich mehr auf … tzzz ….
      Ulli

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    • Von der Kladde über die Tastatur in eine andere Kladde, na dette jefällt miar! Herr Ärmel wie ich Sie um das schneefreie Bembelland beneide! Bei allem Zauber … ich bin eben keine Bergziege, schade eigentlich … 😉
      herzliche Sonntagnachmittagfeierabendgrüsse vom Schnee- und Eiszapfenberg
      Ulli

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        • Ja, es ist schrecklich, wir haben schon einen satten halben Meter, da wird Autofahren wieder zu einem Alltagsabenteuer auf das ich gerne verzichten kann! Gut, muss ich das nicht jeden Tag, aber auch laufen … na, lassen wir das, ich höre die Schneeglöckchen schon unterm Schnee bimmeln … danke fürs Mitgefühl!

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    • Ich finde es schon sehr interessant wieviele das Stachelkleid mögen, bislang fühlte ich mich damit gar nicht so wohl, aber ich habe ja gelernt zu entscheiden, wann, bzw. bei wem ich es anziehe und bei wem ich es getrost auf dem Bügel hängen lassen kann.
      Danke Paula, fürs rebloggen
      herzlichst
      Ulli

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  2. Pingback: Zeitungsvogel und Stachelkleid – paulaausdenbergen

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