Worte

blasen

dies ist ein „gif“, bitte anklicken, dann kommt es in Bewegung

Worte doktern ist die Kür in der Spiegelarbeit mit KlientInnen. Da heißt es Kanal zu sein, sich zu öffnen für das, was gesagt wird. Ich gehe in Resonanz, um dann später das zu sagen, was ich hörte. So, dass es sie oder ihn nährt, unterstützt, nicht (noch mehr) schwächt. Das wird Worte doktern genannt.

Vor ein paar Tagen kam mir in den Sinn, dass ich ja auch Worte entmüllen kann. Sie von Ballast befreien, der nicht zu ihnen gehört, nicht im eigentlichen Wortsinn. Wie oft habe ich es schon selbst empfunden oder von anderen gehört, dass Worte negativ besetzt seien. Was hat sich an Worte geklebt, das dort nicht hingehört?

An welchen Worten stoßen wir uns? Ich nenne zwei, die gern zu Widerstand führen und sage was sie jetzt für mich bedeuten:

Demut

Demut ist eine natürliche Haltung, wenn ich mich mit dem Groß und seinem Geheimnis verbinde.

Disziplin

Disziplin habe ich mit freudiger Anstrengung verbunden.

Durch positive Erfahrungen wuchsen Selbsterlaubnis und Vertrauen, dass Disziplin (= freudige Anstrengung) mich zu Ergebnissen führt, die mich nähren, dass sich kleine und größere Erfolge einstellen auf meinem Weg zu einem gestellten Ziel.


Zuerst war ein Wort für ein Ist, dann wurde es belegt.

Ich darf die Worte prüfen, darf sie entmüllen, transformieren und durch andere ersetzen. Das Wort ist das Wort, ihre Belegung hat etwas mit positiven und negativen Erfahrungen zu tun, die wir ihnen überstülpen. Manches sind nur Gaukelbilder, Illusionen, Seifenblasen, die zerplatzen, bei näherer Betrachtung.

Ich mache manchmal kleine Feuer, darin verbrenne ich das, was nicht mehr zu mir gehört, dann wird die Sicht wieder klar und der Tanz leicht, bis zum nächsten Feuer …

 

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15 Gedanken zu „Worte

    • jetzt ist das Netz eben voll mit animierten Bildchen, du weisst schon fliessende Wasserfälle, Schneeflocken und son Gedöns …dem Himmel sei Dank bei wp selten …
      herzliche Grüsse

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  1. Das Platzende-Blase-Gif … klasse. Und dein Gedankenfutter-Thema wirkt bei mir auch schon eine Weile. Wir könnten das Ganze ja Wörterheilung nennen? Ich stelle mir grad vor, wie vielen Wörtern es nicht gefällt, wie wir mit ihnen umgehen. Irgendwo in einem Manuskript aus dem ersten Novemberschreiben gibt es eine Stelle, wo ich mir genau dazu ein paar Gedanken gemacht habe – respektive meine Protagonistin …
    Bei Disziplin ist für mich auch etwas von Zielstrebigkeit und Ausdauer mitdrin. Anstrengend an ihr ist wohl vor allem die Überwindung des inneren Schweinehundes?
    🙂

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    • ja, dieser olle Schweinehund 😉 aber der hat ja auch etwas zu erzählen, wenn man ihn lässt … nicht immer ist es nur Faulheit oder Bequemlichkeit oder das Mögen, das wir vor das Müssen stellen, ich lebe gut mit der Selbsterlaubnis- schlimm sind nur die „verhangenen“ Tage … du weisst was ich meine, gäll?!
      hab einen feinen Tag, heute muss ich mal wieder an die Töpfe, aber nur heute und morgen und dann erst wieder im Dezember- juchhu!
      liebgrüss

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    • Endlich mal einer, der das Wort Demut aufnimmt, danke dir Tobias und ja, so ist es … vieles hat ja mit der eigenen Sozialisierung zu tun, früher war Demut für mich ein No-go, da klebte das Wort noch an der katholischen Kirche fest, aber das ist ja nun doch schon eine lange Weile her …
      herzliche Grüsse
      Ulli

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  2. Oh gut, die Sache nehme ich mit für meinen Werkzeugkasten. Oder vielleicht doch gleich in den Erste-Hilfe-Koffer packen?!
    Demut und Disziplin sind bei mir inzwischen vor allem positiv besetzt, weil ich glaube, dass beides zu manchem Glück in meinem Leben beigetragen hat. Aber mal schauen, über welches Wort ich demnächst mal stolpere. Dann werde ich an Dich denken.

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    • Ich find es noch verrückt, wie sich selbst Worte wandeln können 😉
      Heute habe ich wieder geträumt, wie dankbar ich dir bin, waren sie doch lange Zeit so weit weg von mir!
      ich wünsche dir ein schönes WE, mit Tränen in den Augen, ob der neuesten Nachrichten …

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