Dead can dance

0223 26.10.15 dead can dance

Butoh

Butoh-Tanz ist ein zeitgenössischer Ausdruckstanz. Er wurde 1959 von den japanischen Künstlern Tatsumi Hijikata und Kazuo Ohno ins Leben gerufen. Ein Tanztheater im radikalsten Sinn, das den Körper ins Zentrum der Gefühle stellt und vom Verstand nicht begriffen werden möchte.

Tatsumi Hijikata schuf zunächst den „Tanz der Finsternis“ und sagte:

„Heutzutage wird nur das Licht geschätzt. Aber wem verdankt das Licht sein Dasein? Dem Rücken der Finsternis, denn er trägt das Licht. Es gibt keinen Weg, die Natur des Lichtes zu verstehen, wenn man die Dunkelheit nie durchdrungen hat.“

Kazuo Ohno sagte zu Butoh:

So wie der Marionettenspieler die Schnüre zieht, so sollte die Seele den Tänzer führen.

Pina Bausch sagte:

Mit Kazuo Ohno hat der Ausdruckstanz lieben gelernt.

Heute Nacht ist Samhain, der Beginn der Dunkelzeit. Totengedenken. Was immer Tod ist, er kann auch tanzen.

Eine erneute Hommage an Pina Bausch und ihr Schaffen, hier komme ich her, hier bin ich Zuhause. Es ist diese unglaubliche Intensität, die mich immer wieder fesselt und begeistert, vielleicht teile ich dies ja mit der einen oder dem anderen hier?!

Im nächsten Leben werde ich Tänzerin. Ich tanze, tanze ohne Tänzerin.

 

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24 Gedanken zu „Dead can dance

  1. Im Film Kirschblüten Hanami habe ich diesen Tanz zum ersten Mal gesehen. EIndrucksvolle Szenen. Mit diesen Erklärungen erschließt sich der Zusammenhang noch besser 😉

    Gefällt 1 Person

    • Das ist wahrlich ein toller Folm, den habe ich hier auch und schaue ihn mir immer mal wieder an- schön, dass dir nun Butoh noch etwas näher gerückt ist- dieser Tanz beschäftigt mich gerade sehr, ich hab da so eine Idee …
      danke für deinen Besuch und herzliche Grüsse
      Ulli

      Gefällt mir

    • Ich denke auch nicht mehr an eine Tanzkarriere, da sind mir zwei Kinder dazwischen gekommen und überhaupt viiiiel anderes Leben, aber für den Butoh, gibt es keine Altersfrage, Totentanz ist eine der Möglichkeiten … ich bin gerade tatsächlich sehr mit diesem Thema beschäftigt- unter anderem deswegen, weil man ja sagt, dass man seine Träume leben soll und ich immer dieses Bedauern in mir spüre, dass es irgendwann vorbei war mit dem Theaterspielen und dem Tanz, auch wenn ich immer tanzte, wenn, dann aber meist für mich oder auf Parties … durch Butoh ahne ich gerade eine bis dato nicht geahnte Möglichkeit …
      herzlichst
      Ulli

      Gefällt 2 Personen

  2. ich denke an dich, Helen Escobedo, und wie du die mir in Mexico City erklärtest, „während der Totengedenktage hockt la Muerte auf der Schulter der Lebenden und tanzt mit ihnen“. Du warst eine große Bildhauerin und ein wunderbarer Mensch. Nun tanzt du selbst mit im Tanz der Todin.

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Rückblick – 10 – |

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