Nicht bequem, nicht schön

0174 18.09.15 flüchtig

In den letzten Tagen zeigte ich weder schöne Bilder, noch war ich bequem. Aber ich habe auch gar nicht den Anspruch nur Schönes und Bequemes zu teilen, auch auf die Gefahr hin, dass weniger Likes zu sehen und weniger Kommentare zu lesen sind.

Natürlich gibt es sie, die Schönheit, und natürlich gibt es auch immer noch die Freude, meinen Tanz und meinen Gesang. Es ist die grosse Schere in meinem Kopf und in der Welt. Hier das persönliche Erleben, dort die Natur und dann die Welt und ihr unfassbares Geschehen und meine Ratlosigkeit.

Und weil ich vieles weder fassen, noch in kluge Worte oder gar schlaue Lösungen verpacken kann, bleiben mir am Ende wenig Worte. Bleiben mir meine Bilder, die mir bei der Verdauung helfen.

Wenn es um die Kunst geht und um die geht es mir ja auch immer wieder, dann geht es auch um den Spiegel des Seins im Jetzt, da stehen sich dann bunte Herbstbilder und menschliches Leiden gegenüber. Ich bemühe mich um ein Sowohl-als-auch.

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8 Gedanken zu „Nicht bequem, nicht schön

  1. Diese Ambivalenz macht Kunst doch erst spannend! Aber du hast Recht – es braucht Mut. Ich kriege auf Reiseberichte mit ihren Kuriositäten und interessanten Bildern auch mehr Klicks und Likes als auf melancholische Texte wie im Moment. Aber es gibt nun mal auch diese Themen und „Verdauen“ ist genau das richtige Wort für diesen Prozess.

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    • wir haben gerade überlegt, ob es auch daran liegt, dass viele von uns durch das Weltgeschehen hin und her geworfen werden und ich komme dann noch mit meinen Bildern … aber nun, mir muss es egal sein, denn diese Bilder muss ich machen, sonst bleibt alles in mir stecken …
      tausend Dank für deine Einschätzung, die ich auch teile
      herzliche Grüsse und hab ein schönes Wochenende
      Ulli

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      • Das ist immer die Frage: Wenn alle sich mit einem Thema beschäftigen – muss ich dann auch noch etwas dazu sagen? Ist nicht alles schon gesagt, und besser womöglich? Ich hab mir diese Gedanken abgewöhnt. Was mich bewegt, bringe ich in einen Text. Er mag gefallen oder auch nicht, aber ich bin es los und habe etwas getan, was mir Freude macht: Schreiben. So wie du Bilder kreierst. Wenn das jemanden langweilt, kann er ja weiterklicken.
        🙂

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