Und immer diese Engel …

008a 21.07.15 engel

Bilder von Engeln begegnen uns immer wieder, und die Geschichte ihrer bildlichen Darstellung reicht zurück bis ins Alte Testament. Dort findet sich eine genaue Beschreibung zweier Engelsskulpturen (Cherubin), die den Tempel Salomons verzieren. Dort werden sie mit Flügeln dargestellt, genauso wie auf Bildern von alt-ägyptischen Gottheiten. In der frühchristlichen Kunst finden sich jedoch Darstellungen von Engeln als Jünglinge, die keine Flügel besitzen. Obwohl in christlichen Schriften ab dem 3. Jahrhundert Engel als geflügelte Wesen beschrieben werden, finden sich in der Kunst erst hundert Jahre später erste Bilder von geflügelten Wesen, oft mit einer weißen Tunika bekleidet. Das älteste bekannte Engelsbild stammt jedoch bereits aus dem 2. Jahrhundert und ist in den Priscilla-Katakomben zu finden.

Hier gefunden →

So manches von dem, über das ich mit Jürgen gesprochen habe, wirkt nach, so auch das Engelthema.  Jürgen und Susanne arbeiten schon länger zu diesem Thema, das bei ihnen double bind heisst- doppelt gebunden

Kaum war Jürgen abgereist, kam am nächsten Nachmittag eine Freundin, die ich viele Jahre nicht mehr getroffen hatte. Und was brachte sie mir mit …

engel

Zufall oder Synchronizität?

Ich gebe es zu, diese Putte ist nicht wirklich meine Welt … aber sie kam eben gerade jetzt und das stimmte mich nachdenklich.

Für mich sind Engel Lichtgestalten, Energien, kaum fassbar, kaum sichtbar. Symbol und Erscheinung zu gleich. Spannend finde ich noch, dass ich mich gerade dem Thema Licht und Wind zugewendet habe und nun die Engel aufgetaucht sind … ich sags ja: Lichtgestalten.

Vor mir liegt das Buch: „Alles hat seine Zeit“ von Karl Ove Knausgård, in dem er die Geschichte der  Engel von der Antike über das Mittelalter bis in die Zeit der Aufklärung in den Mittelpunkt seines ersten Buches gestellt hat- ich bin gespannt und werde sicherlich berichten …

Woran oder was denkst du, wenn du an Engel denkst?

0125aa 21.07.15 Engel

 

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25 Gedanken zu „Und immer diese Engel …

  1. Wenn ich an Engel denke, erinnere ich mich an meine vor vier Jahren verstorbene Freundin. Sie litt über zehn Jahre an einem rezidivierenden Hirntumor. Meine Freundin war ein sehr heiterer Mensch mit einer positiven Grundstimmung. Unvergesslich die Feste zu Geburtstagen und anderen Anlässen. Freunde aus aller Welt reisten an. Es wurde immer viel geredet, in allen möglichen Sprachen. Und es wurde musiziert. Ihr Mann war Musik- und Kunstlehrer. Er hatte eine Band und natürlich spielten sie auf jedem Fest. Zur Beerdigung meines Bruders vertonten sie mein Gedicht, die Frau der Tochter sang den Text. Wir haben auch viel getanzt. Square Dance zum Beispiel. Oder im Zeitlos, fast schon abgehoben, barfuß zu dem langen Stück Am Fenster von City. Meine Freundin lebte zwischen den Religionen. Christlich getauft und erzogen, lebten sie und ihr Mann eine auf Spiritualität basierende Religion. Aber immer und überall wurde meine Freundin von ihrem Engel begleitet. Sie konnte ihn sehen. Er nahm ihr jegliche Angst vor dem Tod. Zu ihrer Beisetzung kamen weit über 100 Menschen. Es wurde, wie hätte es auch anders sein können, viel musiziert. Ich erinnere mich an ein wunderschönes Gitarrensolo und an ein hinduistisches Lied. Aber weißt Du was merkwürdig war? Neben ihrem Sarg schien das Licht anders zu sein. Und plötzlich dachte ich, das könnte ihr Engel sein.
    Daran denke ichzuerst, wenn ich an Engel denke, obwohl ich noch mehr Gedanken dazu denke. Aber das würde den Rahmen hier sprengen.
    Herzlichst,
    Elvira

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    • ich habe gerade eine richtige Gänsehaut bekommen, als ich las, dass das Licht um den Sarg herum ein anderes war … vielen, lieben Dank Elvira, für diese Geschichte, die mich sehr berührt
      herzliche Grüße
      Ulli

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    • ja, liebe Soso, Jürgen hatte schon erwähnt, dass dein Jürgen auch Klaus kennt, von Lisa wusste ich bislang nichts, las erst gestern bei ihm von ihr …
      danke auch für deine Gefühlezu Engeln … die ich teile
      herzlichst
      Ulli

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  2. “Alles hat seine Zeit” von Karl Ove Knausgård liegt auf dem Stapel der ungelesenen Bücher und wartet darauf von mir gelesen zu werden, Ulli. Ich hoffe, ich komme bald dazu. Deine Engelcollagen gefallen mir sehr gut, besonders der letzte, sich auflösende Engel.
    Liebe Grüße von Susanne

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    • Das ist aber auch ein dickes Buch und dazu noch in relativ kleiner Schrift … ja, da braucht es Raum, ich habe es gestern Abend begonnen, bin aber nicht weit gekommen, da mir die Augen zufielen- bin aber gespannt und freue mich schon auf heute Abend auf die Fortsetzung, gespannt bin ich dann auch auf deinen Eindruck und ob er sich in neuen Bildern zeigen wird …
      schön, dass dir die Collagen gefallen 🙂 ich bin mir ja nicht sicher, ob ersich auflöst, oder ob er einfach nur teilweise durchsichtige Flügel hat 😉
      liebe Grüße
      Ulli

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    • acj ja, genau, da lasich es auch, Engel, die Lichtgestalten … ich danke Ihnen, verehrter Herr Ärmel und wünsche einen schönen Tag
      herzliche Grüße vom immer noch blauen Berg
      Ulli

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  3. Irgendwie denke ich, dass sie existieren – besonders Schutzengel. Bei meinem denke ich, dass der manchmal ganz schön schnell fliegen und gut aufpassen muss bei all meinen Aktivitäten, die ich so unternehme. Auf jeden Fall darf er nicht so alt sein wie ich, sonst ist er nicht mehr pfiffig genug. 🙂

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    • Liebe Ruth,und schon suche ich Verchiel, alles was ich auf die Schnelle fand, ist, dass er dem Löwen zugeordnet wird und sei Satz ist: ich will … was weißt du noch von ihm?
      danke und liebe Grüße
      Ulli

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  4. Ich hab ein ganzes Arsenal an Engeln von meiner Mutter geerbt, die niemand mehr wollte. Eigentlich kann ich mit der Engels-Idee nichts anfangen, aber ich habe keinen einzigen weggeworfen. Jetzt steht in jeder Ecke einer. Sie liebte Engel, manche sind von ihr selbstgemacht, einen hab ich ihr geschenkt. Von dem war der Kopf ab, und ich hab ihn wieder angeklebt. Inzwischen hab ich mich mit ihnen angefreundet, und sie gefallen mir jetzt. Warum, weiß ich auch nicht. 🙂

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    • ich tauche ja gerade in Knausgards Buch ab … sehr spannend, wie er die Geschichte der Engel aufrollt, da bin ich echt unwissend, vor allen Dingen Null bibelfest, aber ich lerne ja gerne! Mal schauen was da noch alles in den nächsten Wochen in mir passiert und ob noch neue Engel auftauchen …

      liebe Grüsse
      Ulli

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      • Dieses Buch hab ich mir mal von der Bücherei geholt, aber ich bin nicht reingekommen und hab es fast ungelesen wieder zurückgebracht. Für solche Texte muss man den Kopf frei haben. Für Engel vielleicht auch?

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        • es stimmt, die ersten 20 oder 20 Seiten sind sehr theoretisch und ich dachte auch schon, wenn es so weitergeht, dann lege ich das Buch in die Ecke- aber danach ist es ein Roman, mit der Bibel als Untergrund und total spannend, ich bin schon über die Hälfte hinaus … gestern war Lesetag 🙂

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  5. Oh, ich freue mich riesig, dass du das Buch jetzt auch liest. Ich finde es ganz und gar großartig, eines meiner Lieblingsbücher überhaupt, vor einiger Zeit habe ich es einer Freundin geliehen, die auch begeistert ist. Bin sehr gespannt, was Du noch schreibst, für mich gab es Stellen, die fast körperlich erfahrbar unerträglich spannend waren, und ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte, obwohl es ja um die ältesten Geschichten geht, die wir kennen, obwohl ich ja genau wusste, wie alles endet. Dass Knausgard nicht nur etwas sehr Zeitgemäßes mit seinen Büchern getroffen hat, sondern dass er einer der wirklich großen Schriftsteller ist, hat er (für mich) mit diesem Buch bewiesen, das ich auch gewissermaßen als Vorarbeit für seinen Min Kamp Komplex empfunden habe, aber darüber habe ich ja damals schon geschrieben, in meinem Lesetagebuch. jetzt bin ich ungeheuer gespannt, was Du noch dazu schreiben und collagieren wirst.

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    • ich finde dieses Buch auch absolut klasse und irgendwie auch gar nicht mit seinem Monumentalwerk vergleichbar, weil eben er selbst nicht im Mittelpunkt steht, obwohl schon klar ist, dass er sich zum Beispiel Gedanken über das Feuer macht, ob es zu den Lebenden oder den Toten oder den lebendig Toten etc. gehört- genau an dieser Stelle war es, als ich dachte: wenn man gelernt hat zu erzählen, dann kann man seine Protagonisten das denken und dem nachspüren lassen, womit man gerade selbst beschäftigt ist oder eben war … hier beweist er aufs Feinste seine Erzählkunst- okay in Spielen und Lieben fand ich dies auch, meine Mühen hatte ich ja mit Sterben (aber wohl mehr aus persönlichen Gründen) und Leben ging mir schlichtweg auf die Nerven und fand ich richtiggehend lamgweilig- ich wollte jetzt mal nach dem 5. Band Ausschau halten, dann eben doch …
      ich habe noch einige Passagen im Buch markiert, ob mir dazu aber auch Bilder einfallen werden? Wir werden es sehen- ich freue mich auf alle Fälle dich an meiner Seite zu wissen. Danke dir!

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