Bretagne urban – 2 –

Das Hotel von gegenüber – eine Filmkulisse

(ein Bild anklicken, dann öffnen sich die Galerien)

 

Tür und Tor

Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.
Christian Morgenstern

 

Früher, so las ich, war es in der Bretagne üblich das Haus offen zu lassen, für welchen Fischer, welchen  Wanderer und welche Wanderin auch immer noch. Man durfte eintreten, sich einen Kaffee machen, sich trocknen, aufwärmen oder einfach nur ausruhen. Früher, das ist noch nicht sooo lange her! Und was in der Bretagne galt und vielleicht auch noch hier und dort anzufinden ist, galt und gilt auch in Lappland, im Wendland und … hoffentlich noch lange! Wir allerdings wurden von der Vermieterfreundin gewarnt, bitte keine Schuhe oder ähnliches vor der Türe stehen zu lassen. Manchmal käme etwas weg.

Zwischen Meer und Fluss

Der Fluss setzt seinen Weg zum Meer fort, ob das Rad der Mühle gebrochen ist oder nicht.
Khalil Gibran

030 urban bre

Am Wasser … das heisst in der Bretagne nicht unbedingt nur am Meer zu sein. Viele Flüsse fliessen zum Meer. Flüsse, die ebben und fluten. In denen es Lebewesen gibt, die weder im reinen Salz- noch im reinen Süsswasser überleben könnten, nur in diesem Gemisch von süss-salzig haben sie sich entwickelt und zeigen einmal mehr die Anpassungsfähigkeit der Lebewesen, an das was ist.

Die Geschichte von dem kleinen Hund

Vor dieser Kulisse war er, der kleine Hund. Schwanzwedelnd lief er im Wasser auf und ab und ab und auf, den Blick nicht von der Wasseroberfläche hebend. Manchmal sprang er, tauchte den Kopf unter Wasser, tauchte wieder auf, ohne Fisch … oder was jagte er dort? Wir schauten eine Weile, bis der kleine Kerl zu unserer Verblüffung an Land ging, kurz pieselte und dann zurück ins Wasser sprang. Wer pinkelt auch schon in die eigenen Jagdgründe!

Viel später war es, als er uns tropfnass und sichtlich erschöpft noch einmal begegnete. Kein Schwanzwedeln mehr und immer noch keinen Fisch. Das nenne ich Jägerpech.

Kleine Hunde, das war dann noch ein anderes Thema. In unserer Ferienwohnung gab es eine kleine, aber sehr feine Bibliothek. Unter anderem fand ich dort einige Romane von Georges Simenon, nein, keine Maigretkrimis. Das erste Buch, das ich auswählte, war: Der Mann mit dem kleinen Hund. Georges Simenon … gerade richtig für lange Ferienabende!

Blicke in die unmittelbare Nachbarschaft zur frühen und zur späten Stunde

Stell dir vor ein Tag geht zu Ende, die Sonne ist im Meer versunken, noch malt das Abendlicht Rosa über Himmel und Häuserwände. Kein Wind. Nicht heute. Ein Glas Cidre steht vor dir (übrigens das Nationalgetränk der BretonInnen), du sitzt mit dem Liebsten auf dem Balkon, das Meer ebbt, zwei Menschen gehen am Strand …

 

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21 Gedanken zu „Bretagne urban – 2 –

  1. Hach, da ist aber besonders viel drin heute, liebe Ulli. Toll, sehr toll – da komme ich später noch mal mit mehr Zeit zurück. Wo ich schon jetzt richtig lange hängen geblieben bin ist das Bild vom kleinen Haus auf der kleinen Insel im Fluss – und bei den Lebewesen, die ein Gemisch aus süß und salzig brauchen. Ich glaube, solche Menschen gibt es auch… 😉 Einen extrafeinen Tag wünsch ich dir!

    Gefällt 1 Person

    • danke, danke, liebe Maren … jaha, das kleine Haus, ein wunderbares Traumhaus und dieses Mal steht es auch an der richtigen Stelle, so gerade recht für Süss-salzige …

      ich schicke dir inspirierte Sonnenscheingrüsse vom wieder blauen Berg

      Gefällt 2 Personen

  2. Pingback: Rückblick – 5 – |

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