nah und weit

Als ich träumte, dass du mit deinen weit geöffneten Armen mich meintest, verschwand mein Zorn.

2

Als ich durch den spätherbstlichen Novemberwald spazierte, verwandelten sich meine Gedanken in Vögel und spielten mit den Winden …

1

Als ich letztens durch die Nacht fuhr und Georgette Dees Liedern lauschte, hörte ich dies:

„Ich liess meinen Engel lange nicht los,

er verarmte in meinen Armen, und wurde klein, ich wurde gross

und plötzlich war er eine zitterne Bitte bloss und ich das Erbarmen.

Da habe ich ihm seine Weite gegeben, er liess mir das Nah,

daraus er entschwand,

lernte das Schweben, ich lernte das Leben und so

haben wir beide einander langsam erkannt.“

(von dem Album Georgette Dee und Band „just Lovesongs“)

3ab

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22 Gedanken zu „nah und weit

  1. Muss gleich mal googeln, wer Georgette Dee ist. Ich kenne dieses wundervolle Rilke-Gedicht in gesprochener Form von Hannah Schygulla. Habs hunderte Mal gehört und krieg noch immer eine Gänsehaut dabei. Die Bilder sind sehr stimmig, ein schöner Beitrag!

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    • Georgette Dee spricht dieses Gedicht auch, aber ich wusste nicht, dass es von Rilke ist, da danke ich dir für die Info. Es einmal von Hannah Schygulla zu hören, wäre eine grosse Freude, ich habe gerade ihre Autobiographie gelesen, hach … ich bin und bleibe Fan von ihr!

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  2. Ich habe noch nie von Georgette Dee gehört. Danke für den Hinweis und die stimmungsvollen Aufnahmen, liebe Ulli. Nach so vielen Jahren höre ich immer noch immer wieder so gerne die vielen Rilkeprojekte von Schönherz und Fleer.
    Herzliche Adventsgrüße!

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    • danke, dass du mich erinnerst, liebe Dina, irgendwo habe ich doch eine Aufnahme von Schönherz und Fleer, nur wo? Ich fürchte auf dem alten PC … das muss ich noch unbedingt retten-
      schön, dich wieder einmal hier zu lesen, habe dich schon vermisst!!!
      herzliche Grüsse zurück an dich

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    • ja vorhin … liebe Eckisoap, da sah ich ein kleines Stück blauen Himmel, aber nun senkt sich der Tag und die Nebel, die Kerze brennt und ein feiner Seifenduft liegt in der Luft 😉 – dankeeee, Mail und Post folgen … jetzt habe ich erst einmal frei und Spass dabei …
      herzliche Grüsse

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    • wer fliegen darf, kehrt zurück, das ist ein feiner Satz, danke dir, liebe Uta-

      ich wünsche dir ebenfalls eine feine Woche, hier ist ein gaaaanz kleines bisschen Schnee in der Nacht gefallen und heute Morgen kommt hier und da ein Sonnenstrahl durch die Wolkendecke 🙂
      herzlich grüsse ich dich

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  3. Dies Gedicht fand ich eben bei dir / und wie könnte man besser sagen, was mich quält und was mich belebt? Ja, mein Engel erstickt fast in der Umarmung dessen, der mich liebt.. Von Vorgestern auf gestern war es anders, ich hatte feinen Besuch – sie ließ mir mein Nah und meine Weite, ich ließ ihr Nähe und Weite -, nichts Klammerndes, nichts Drückendes, Einschränkendes und Kritisierendes, nur liebevolle Zugewandtheit, eine die andere noch ein bisschen besser kennenlernend und das, was ihr gezeigt wurde, ehrend. Es war zum Weinen schön. Wie gern ließ ich sie ziehen!

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    • Liebe Gerda, eine solche Begegnung, ein solches Miteinander ist (für mich) ein großes Geschenk, für dich ja auch…
      Es ist ein großes Thema im Miteinander, die Weite und die Nähe, das Lassen, gerade eben erfahre ich dies wieder jeden Tag und was soll ich sagen … einfach ist anders! Leider.
      herzliche Grüße
      Ulli

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      • Du sagst es! wie oft ist das Nah erdrückend, bevormundend, erkältend, die Flügel beschneidend, wird zum ängstlichen Hocken – und im Weit wieviel Sehnsucht nach Nähe, nach Kennen und Erkanntwerden,nach Freundlichkeit und Zugewandheit, wird zum Verlorensein in einer gleichgültigen Welt. .Der gestrige Besuch hat mich sehr froh gemacht. Herzlich grüße ich dich.

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