Zeit

0161a 20.09.14 übergang

Die Zeit von Dulce Maria Laynaz

„Wer könnte sein wie der Fluss,

der weiterfliesst und doch bleibt

immer im Aufbruch und Ankommen zugleich,

immer der alte Fluss mit immer neuem Wasser.

Es wird spät für die Rose

und früh noch für den Winter

nicht die Uhr schlägt meine Stunde

ich bin ausserhalb der Zeit.

Der Kuss, den ich dir nicht gab

wurde zum Stern in meinem Inneren

könnte er jemals wieder Kuss werden

auf deinem Mund.

Die Liebe messen

mit einem biegsamen Band:

ein Ende am Berg festgemacht

und das andere verankert im Wind.

Spät, bald, das verlorene gestern,

das noch unerfüllte Morgen,

das unsichere Heute,

alles Masse, die keinen Kuss erfassen.

Ein Kilometer Licht

ein Gramm Gedanken

in der Uhr, die Nachts schlägt

schlägt das Herz der Zeit.“

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6 Gedanken zu „Zeit

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