die Närrin kehrt zurück

zwischen Frühling und Sommer

0100 Närrin und Klabauter gehen auf grosse Fahrt

Es hatte der Klabauter die Närrin mit sich genommen, von einem Frühling über den nächsten. Bis in den Sommer hinein, waren sie über die Weltmeere gesegelt. Die Eismeere hatten sie in der dunkelsten Zeit durchkreuzt. Alte Gespenster lehnten an den Masten, hingen in den Takelagen,

0101 15.07.14  Gespenster lehnten an den Masten, hingen in den Takelagen

Dämonen tönten aus der Tiefe des Schiffbauchs herauf.

Es war ein wilder Tanz. Nacht für Nacht.

0102 15.07.14 Dämonentanz im Schiffsbauch

Klabauter lachte, segelte mit dem Nordwind, den Polarstern im Auge. Nur allmählich tauten Frost, Angst und Schrecken. Neue Frühlingswinde wehten. Furchtlosigkeit hatte der Klabauter sie gelehrt. Nacht für Nacht.

Lass Zuversicht und Vertrauen wachsen, hörte sie ihn flüstern, als sie widerstrebend in den Schiffsbauch stieg. Schritt für Schritt, tiefer und tiefer ins Dunkle hinein, dem Getöne entgegen. Sie wuchs, Wärme und Weite in ihren Adern. Aus Abscheu und Angst wurde Empathie. Und wie sie begann die Ungetüme zu füttern, mit allem was sie von ihr forderten, schrumpften sie ins Nichts. Nun waren es andere, die ihr für den Aufstieg die Hände reichten.

Ein Jahr und noch etwas Zeit waren vergangen, bis Klabauter die Ufer der kleinen Stadt erneut erreichte. Er hatte die Segel gestrichen. Keine alten Gespenster lehnten mehr an den Masten, keins hing mehr in den Takelagen, keine Dämonen mehr weit und breit. Die Närrin trägt ein neues Kleid, einen Umhang für rauere Tage und einen neuen Hut. Sie ist leiser geworden. Ihre Freude ist still, als sie die kleine Stadt im Sommerkleid erblickt.

Viele waren gekommen.

Alte und neue Gesichter.

0103 15.07.14 die kleine stadt im sommerkleid begrüsst die närrin

14 Gedanken zu „die Närrin kehrt zurück

    • ja, das wünsche ich ihr auch, noch ist sie etwas nachdenklich 😉

      vielen Dank, liebe Monika
      herzliche Grüsse, heute mal wieder vom Regenberg
      Ulli

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  1. Mit welcher der beiden Eulen im unteren Bild fühlst Du Dich nahe? Ich vermute mit der, die gar keine Eule, sondern ein Schornstein ist- sie blickt wie Du vom Regenberg runter 🙂

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    • ei schön, du hast sie entdeckt … ich erst, nachdem ich die andere Eule installiert hatte … aber wie ich gerade schaue, weiss ich nicht wirklich ;), gestern hatte ich nix gegen den Regen, heute aber dann doch, wir haben effektiv zu wenig Sommer dieses Jahr auf dem Berg 😦

      liebe Grüsse in die Palz
      Ulli

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    • da freut sich die Närrin und grüsst zurück, ja, sie weiss es jetzt, sie mussen ihnen nur geben, wonach ihnen der Sinn steht, dann verpieseln sie sich 😉

      herzlichst
      Ulli

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  2. Und genau aus diesem Grund sind wir Wanderer doch immer wieder unterwegs. Besser kann man das nicht beschreiben & bebildern. Ein herrlich wilder Ritt, liebe Ulli!

    Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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    • ja, das ist Teil der Wanderschaft, das stimmt, lieber Florian, nach einem solch wilden Ritt kommen dann auch wieder die beschaulicheren Phasen, das wenigstens wünsche ich der Närrin …

      herzliche Grüsse
      Ulli

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