Meer und Land – blaue Stunde 12. Teil

0106 18.07.14 Meer und Land

 

Es heisst alles Leben kommt aus dem Meer, aber woher kommt das Salz im Meer und wo werden die Wellen geboren? Und wenn wirklich das Meer Leben an Land schickte, dann hat das Meer ein Land gebraucht. Und woher kam das? Und was machte all das Leben an Land? Es paarte und vervielfältigte sich, es mutierte, gebar sich wieder und wieder selbst in unzähliger Form. Es wuchsen ihm Felle, Federn, Stacheln, Schuppen, vier, sechs, acht, tausend Beine, Flügel auch und Augen, die sahen, aber nie gleich, bei all den Arten. Und Nasen. Die einen riechen noch das, was in einem Kilometer Ferne ist, die anderen nicht das Naheliegende. So geht es immerfort, das Leben. Das Meer ebbt und flutet dazu.

Vom Nutzen rede ich nicht, auch nicht davon wem es nutzen könnte, sollte oder wollte. Auch vom Sinn rede ich nicht. Es ist nutzlos, sinnlos. Und ob es nun die Spinne war, die einst das Universum webte oder Gott aus Adams Rippe Eva schuf, der grosse Geist über allem schwebt, ob alles mit einem Knall begann oder mit einem Wort, einem Ton, das beschäftigt nur uns Menschen.

Das Leben lebt sich. Es wartet auch nicht. Und es wird sich gepaart, sich multipliziert, sich erhalten, auch verändert, es wird sich weiter- und unterwickelt, es wird sich ausgestorben und wieder auferstanden und erneut geboren … das ist der Reigen. Das ist das Lied vom Meer und vom Land.

Und ich habe mir schon so manches Mal Kiemen gewünscht.

Flügel auch.

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8 Gedanken zu „Meer und Land – blaue Stunde 12. Teil

  1. Das Rad des Lebens es dreht sich unentwegt.
    So ist das. Mir gefallen deine Überlegungen und Gedanken dazu. Was ich nur nicht brauche sind Kiemen, aber die Flügel (im übertragenen Sinne) hätte ich schon gern. 🙂

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    • ich bin ja von jeher ein grosser Fan des Meerinneren, von daher hätte ich eben manchmal gerne Kiemen- ich glaub nämlich, dass ich mich in U-Booten nicht sonderlich wohl fühlen würde, ich sag nur Klaustrophobie … und die Flügel wachsen ab und an und dann werden sie wieder gestutzt 😉

      danke dir, liebe Szintilla
      liebe Grüsse Ulli

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