Worte

zu Worte

Des einen Worte, sind der anderen Fragen. Säulenartig stehen sie, Wiederholungen in der Endlosschleife. Die anderen mäandern und kreiseln um Wahrheit und Wirklichkeit. Kein Immer, kein Nie. Und sowieso keine Ewigkeit. Nichts Festes. Nichts, das hält. Kein Versprechen, keine Abmachung, kein Du. Ich auch nicht. Kein Fels, kein Berg, kein Meer. Das Universum, vielleicht …

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16 Gedanken zu „Worte

  1. Diesen Text muss ich immer wieder lesen, er kann so viel bedeuten, und diese Vieldeutigkeit potenziert sich noch einmal durch die vielen verschiedenen Leser. Irgendwie ist das wie mit den Farben, da weiß ich ja auch nie, ob mein Rot auch das Rot des anderen ist.

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    • Liebe Elvira, ich mag ja automatisches Schreiben, gleichzeitig kenne ich natürlich die Hintergründe, weiss, was mich umtreibt, andere können dies nicht, oder nur erahnen, aber sie können ihrs lesen und wenn sie das können, dann freut mich das ungemein!
      Das ist wohl u.a. auch der Grund warum ich Interpretationen von Texten, Büchern, Bildern etc. skeptisch gegenüber stehe, ich werde nie wirklich wissen, was den AutorInnen, den KünstlerInnen alles dabei durch Herz, Bauch und Kopf ging …
      herzlichst Ulli

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  2. Liebe Ulli,

    ein feiner Text. Was mir aber auch gut gefällt ist deine Haltung zu Interpretationen von Texten. Mir geht es nämlich ganz genauso. Nie weiß man ob Inhalte aus der Luft gegriffen sind, aus einer momentanen Laune heraus geschrieben sind, ob es Auftragsarbeiten sind oder ob sie einen biographischen Hintergrund haben. Ich war schon früher im Deutschunterricht aufmüpfig, wenn es hieß: Was will uns der Autor damit sagen? Möglicherweise nämlich rein gar nichts und er schrieb es nur, weil er Geld brauchte und grade einen Auftrag hatte. Ob er dann wirklich dahinter stand bei dem was er schrieb wird man nicht erfahren, wenn man den Auto nicht persönlich kennt.. 🙂

    Dein Text gefällt mir, weil er so viel Raum lässt, Eigenes hineinzudenken.

    Liebe Grüße, Szintilla

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    • Was mich noch am allermeisten stört ist, dass dann KritikerInnen, InterpretInnen und besonders DeutschlehrerInnen so gewichtig daher kommen, sie wissen es besser- nie war Raum fürs eigene, wenn ich eine gute Note haben wollte, schrieb ich ihr eben nach dem Mund, sie hatte uns ja schon im Vorfeld wissen lassen, was sie lesen wollte- wie langweilig muss dieses Deutschlehrerinnenleben gewesen sein!
      Deinen Aspekten stimme ich vorbehaltlos zu- danke dir.

      Ich freue mich auch, dass du den Raum wahrnimmst 🙂
      herzliche Grüsse vom Sommersonnenberg Ulli

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    • ich kann dir gar nicht sagen, wie mich dein Kommentar freut, (auch die anderen) … das ist so kein AlleTageText, umso mehr freue ich mich, wenn er auf innere Böden fällt- danke vielmals, lieber Florian!

      good days and ways for you
      Ulli

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