Memorandum für unsere Großmütter

001 Plakat

Es ist vollbracht! In Galerie III  (s.o.)  könnt ihr die 45 Tafeln zum

„Memorandum für unsere Großmütter“ anschauen.

Ich möchte mich herzlich bei allen Mitwirkenden bedanken, ohne euch hätte ich diese Idee nie umsetzen können!

Da die meisten gewünscht haben anonym zu bleiben, habe ich dies für alle umgesetzt,  und habe auch auf Namen und Daten von den Großmüttern verzichtet, so dürfen die Gesichter für sich sprechen.

Ausnahmen sind die Texte, da es sonst so ausgesehen hätte, als wären sie alle von mir geschrieben worden. Auch die Collagen wurden mit einem copyright versehen.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle auch für die vielen Mails, die vielen Fragen, aber auch die Geschichten, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren und somit für das Vertrauen, dass mir entgegen gebracht wurde. 

DANKE

Zur Erinnerung … die Idee wurde im Januar 2013 geboren. Ausschlaggebend hierfür waren drei Bücher die ich gelesen hatte und einige, die ich schon vorher las. Die Frauen der Vergangenheit, unsere Großmütter, widmeten sich in der Regel ihren Familien, überlebten zwei Weltkriege und als Trümmerfrauen leisteten sie einen wesentlichen Beitrag zum Wiederaufbau.

nachkriegszeit_050506

(gefunden auf Planet Wissen in dem Artikel zu den Trümmerfrauen)

Einige Frauen überlebten dies nicht, viele von ihnen alterten in Armut, mit einer kleinen Rente, in kleinen Wohnungen: zum Leben zu wenig, zum sterben zu viel, vergessen von der neuen Konsumgesellschaft …

Viele waren für uns Enkelinnen und Enkel die guten Seelen. Nein, das war nicht bei allen so, aber es scheint, als ob es bei den meisten so war, die ich hier zeigen darf.  Nur einige wenige Denkmäler (wenn ich richtig gezählt habe, sind es drei … ) und ein paar Gedenktafeln in Deutschland erinnern an die Trümmerfrauen, hingegen gibt es unzählige Kriegsdenkmäler … mir war es ein Anliegen das Leben und Wirken unserer Großmütter im Speziellen zu würdigen, daran zu erinnern, dass sie Großes geleistet haben und doch dabei auf offizieller Seite in Vergessenheit gerieten. Die Frage nach ihrer Rolle während des Dritten Reiches kann ich nicht für alle beantworten, ich kann es nur für meine Großmütter tun und für die Teilnehmenden, die wissen, dass ihre, wie meine entweder selbst zu den Verfolgten gehörten oder zu denen, die „ertrugen“ …

Leider konnte ich nicht alle mir zugesandten Texte verwenden, eine Schwierigkeit war die, dass manche Texte so lang waren, dass ich sie nicht auf ein Bildformat bringen konnte, das andere war, dass ich die Anzahl der Tafeln beschränken musste, denn nun gilt es  die 45 Tafeln entwickeln zu lasse, da schwanke ich noch zwischen Fotoabzügen, Passepartouts und Rahmen oder Abzügen auf Aludibond o.ä., um die Bilder und Texte nicht nur auf dem Blog zeigen zu können. Dies ist für mich finanziell keine Kleinigkeit, von daher bitte ich um Verständnis!

Sobald ich auch dies gewuppt habe und ich die erste Ausstellung eröffnen darf, der Ort steht schon fest, werde ich dies hier mitteilen.

Nun aber Türe auf, seid Willkommen in der dritten Galerie des blauen Cafés …

(Sekt und Häppchen bitte ich zu visualisieren 😉 )

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24 Gedanken zu „Memorandum für unsere Großmütter

  1. Den Sekt habe ich kalt gestellt, leider aber im Kühlschrank vergessen. Denn das Lesen und Staunen und Denken hat mich ihn vergessen lassen. Herzlichen Glückwunsch zu diesem großartigen Projekt!

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  2. Ein wunderschöes Einstiegsfoto für das Projekt und die Tafeln allesamt berührend. Das Thema hast du wunderbar umgesetzt. Es gefällt mir gut. Schön, dass so viele mitgemacht haben.

    Liebe Grüße, Szintilla

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    • guten Morgen, liebe Ruth,
      ja es scheint, als ob das Thema eine größere Runde dreht, allein gestern kamen zu mir Beiträge von Leuten, die nichts von diesem Projekt wussten. Kennst du auch die 13 Großmütter? Ich kenne sie und ihr Wirken schon länger, gestern Abend schauten ich einen Film mit und über sie, sehr bewegend, aber eben auf ganz anderer Ebene …

      ich danke dir für deine guten Wünsche
      herzliche Grüße
      Ulli

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  3. Liebe Ulli,
    ich habe dein Projekt aus der Ferne verfolgt und bin vom Ergebnis bezaubert. Auch ich bin in ähnlichen Gedankenkreisen unterwegs. Schön, damit nicht allein zu sein.
    Viele Grüße von Lucia

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    • liebe Dina, ja, noch schade, dass die norwegische Großmutter fehlt 😉
      ich freue mich, dass es dir gefällt, gestern war ich eigentlich nur berührt, bewegt, heute ist es wirklich Freude über all die Zustimmung

      herzliche Grüße aus dem sonnigen Wiesental ins Rheinland
      Ulli

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    • danke, lieber Walter, eins der Themen unserer Zeit ist ja Vernetzung, ohne diese hätte ich die Idee nie umsetzen können, ich bin so dankbar für all die Bilder und Texte und jetzt für die Anerkennung für uns alle …

      herzliche Grüße Ulli

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  4. Liebe Ulli,
    ich habe erst soeben von diesem Projekt gelesen – was für eine großartige, wunderbare Idee, diesen Frauen damit ein Andenken zu setzen…da gäbe es noch soviele Geschichten! Kompliment – und ich hoffe, die Ausstellung gelingt Dir bald und erhält viele, viele Besucher(innen).

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    • hallo Birgit,
      herzlichen Dank für deine guten Wünsche, die kann ich gut gebrauchen … und ja, jede und jeder hat ihre und eigenen Geschichten, vielleicht bringt dieses Projekt so einige davon ins Leben, das würde mich sehr freuen …

      herzliche Grüße
      Ulli

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