Sichtweisen – points of view

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„Die Welt ist nicht, wie wir sie sehen, sie ist, wie wir sind“ (Verfasser unbekannt),

zitierte letztens eine Freundin von mir. Seitdem geht mir dieser Satz nicht mehr aus dem Kopf und ich denke, dass sich hier eine tiefere Wahrheit versteckt. Was meint ihr?

The world isn`t how we are seeing it, it is, like we are … (Author unnamed)

cited a fried of mine. Since this time, I cann`t forget this sentence and I think, that there is a kind of deeper truth behind. What do you think?

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33 Gedanken zu „Sichtweisen – points of view

  1. Mit Sicherheit sehen wir wie Welt durch unsere eigene Brille. Es tut gut über solche Aussagen zu sinnieren, nicht wahr? Ich gehe gleich in den Wald mit Hundi bevor es dunkel wird und werde über Pessoas Worten nachdenken:

    „Was wir sehen, ist nicht, was wir sehen, sondern was wir sind.“ (Fernando Pessoa)

    Neulich schrieb Mick; „man kann seine Zeit nur einmal leben“. Ein Satz der mir nicht loslässt.
    Warum tue ich gerade das was ich tue und nicht etwas anderes? Bevor es zu spät ist? Also, ab in den Wald und nicht ewig bloggen und gleich die Mama in Norwegen anrufen bevor ich wieder zum Nachtdienst gehe! Und überhaupt. 🙂

    Deine Bilder gefallen mir diesmal besonders gut, liebe Ulli! Habe einen feinen Abend, mach’s gut!
    Ganz liebherzliche Grüße
    Hanne

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    • das wird wohl der Satz sein, liebe Dina, den meine Freundin, wenn auch abgewandelt, zitierte, danke dafür- ja, ich sinniere gerne über den einen und anderen Satz nach, manche beschäftigen mich nur kurz, andere bleiben länger haften, so, wie dieser Satz eben …

      zu dem Satz von Mick fällt mir noch ein anderer ein: das Leben wartet nicht … in diesem Sinne: immer jetzt und immer wieder schauen, ob noch alles wirklich stimmig ist! Andererseits liegt es nicht nur in der eigenen Hand, wie sich das eigene Leben entwickelt, was es fordert, etc. – es ist ein Wechselspiel und darin gilt es eben eine Balance zu finden …

      schön, dass dir die Bilder gefallen, das freut mich sehr.

      sei gut zu und mit dir
      herzliche Grüße
      Ulli

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  2. Der aufnehmende Apparat, bestehend aus Augen und Seesinn, der Kopf mit all seinen Erfahrungen, die geheimen Interessen, da kann ich noch viel aufzählen. Immer wieder interessant, darüber nachzudenken, wie wir Dinge sehen.
    „Wie du das Leben siehst, wird es Dir lachen oder weinen“- ein von mir oft zitierter Satz. Schöne Fotos hast Du ausgesucht-danke.

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  3. Dieser Satz steht für so viel! Auch wie wir Begebenheiten sehen, wird in unserem Kopf zu einem ureigenen Bild zusammengesetzt. Als ich vor 13 Jahren in Australien war, waren ich und ein Mann, die einzigen Einzelreisenden. Im Lauf der Woche haben wir viel zusammen unternommen, auch mal ohne den erst der Gruppe. Eines Morgens stiegen wir gemeinsam in unseren Bus, in dem schon alle anderen auf uns warteten. Ich flüsterte ihm zu, dass ich zu gerne wüsste, was die anderen jetzt denken (denn da war nichts zwischen uns!!). Er meinte dann ganz lapidar, dass das ein Problem der anderen wäre, nicht unseres. Denn sie hätten schon einen Kopffilm abgespult.
    Mir gefüllt das untere Bild besonders gut, denn das sind gerade meine Lieblingsfarben 🙂
    Liebe Grüße von Elvira

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    • liebe Elvira, danke dir für diese Geschichte, in der dein Begleiter ja absolut Recht hatte … viel zu oft noch schere ich mich darum, was andere von mir denken könnten …

      gell, dieses Grün ist einfach himmlisch 😉

      herzliche Grüße
      Ulli

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  4. “Die Welt ist nicht, wie wir sie sehen, sie ist, wie wir sind” (Verfasser unbekannt)
    „Man kann nur sehen, was man ist.“ Insofern besteht das erste Zitat aus zwei Teilsätzen, die jeweils die gleiche Idee vermitteln. Es würde also reichen zu sagen: „Die Welt ist, wie man ist!“
    Oder noch interessanter: „Die Welt ist man selbst!“ J.V.S 2013 oder „Man ist die Welt!“
    „Wir sind die Welt!“
    Wer Bettler sieht und denkt, er verstehe die Welt, dann versteht dieser arrogante Gedanke nur die eigene Welt, in der man alles auf das eigene Denken zurecht schneidern kann. Für diesen Menschen wäre „Man ist die Welt!“ beschränkt auf alles Materielle. Man selbst gehört zu der Welt, wie es eben der Bettler tut. Wer in „Man ist die Welt!“ allerdings erkennt, dass man selbst der Inhalt dieser Welt ist, verantwortlich für alle geäußerten Gedanken – vermittelt durch Taten – der wird sehen, dass man die „Liebe“ sein kann, die dem Bettler begegnet, die sich zu diesem Menschen setzt, ihm eine Banane gibt oder ein Brot kauft, mit ihm spricht. „Man ist die Welt“ verlagert den Blickpunkt des Menschen weg von der Materialität hin zur Emotionalität. Wer bis du? Was fühlst du? Traurig. Dann wirst du nicht nur allein traurige Menschen sehen können, sondern dann wirst du Trauer in die Welt tragen. Bist du glücklich? Dann wirst du glückliche und traurige Menschen sehen und die Trauernden glücklich machen! „Man ist die Welt“ ja „Der Gedanke ist die Welt!“

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  5. Mikrokosmos und Makrokosmos, wir bauen die Strasse und die Strasse baut uns …
    „mit den Augen sehen“ ist nur ein Teil davon, wir sind Handelnde und Empfangende zugleich und immer gnadenlos subjektiv
    schöne Bilder : )

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  6. Liebe Ulli,
    den Satz „Die Welt ist nicht, wie wir sie sehen, sie ist, wie wir sind“ halte ich für grundlegend falsch. Welch ein überheblicher Subjektivismus anzunehmen, die Welt sei, wie wir sind! Die Welt ist, wie wir sind – wie kommt man denn zu der kühnen Aussage? Klar, wir sind ein Teil der Welt und haben an ihrer Struktur Teil, aber die Welt ist doch viel größer als wir und wir sind doch nur ein Teil. Wenn man schon bei der Verbindung WELT und WIR bleiben möchte, dann müsste es wohl eher heißen: wir sind wie die Welt. Der ganze Satz ist aussagelogisch und inhaltlich verquer. Wahrscheinlich soll er ganz einfach heißen: Wir sehen die Welt so, wie wir sind.
    Ganz liebe Grüße vom sonnigen Meer
    Klausbernd

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    • lieber Klausbernd,

      deine Liebste hat es oben richtig zitiert und ja … so macht es dann wirklich Sinn und ist nicht mehr so missverständlich:
      “Was wir sehen, ist nicht, was wir sehen, sondern was wir sind.” (Fernando Pessoa), allerdings habe ich es auch genauso verstanden 😉 und viele andere hier ja auch …
      danke für deins!
      herzliche Grüße vom herbstlichsonnigen Berg
      Ulli

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  7. Es kommt darauf an, wie wir die Welt definieren. Ist die Welt die Menschheit oder auch die Natur. Wenn ich mal nur die Menschheit nehme, dann stimme ich zu. Wir nehmen uns nichts. Im Kern wollen wir wohl alle das Gleiche und unser Verhalten gleicht sich doch auch immer wieder. So gesehen sind die da draußen mein Spiegel und umgekehrt. Da geht der Individualismus ziemlich im großen Menschenmeer unter. Wir sind Mensch und das lässt sich nicht steigern, mehr als Mensch ist niemand.
    Sehe ich die Natur, dann glaube ich kaum, dass ich in der Lage bin zu ermessen, was sich abspielt.
    Wir brauchen die Natur, sie braucht uns nicht, daher ist sie nicht wie ich bin.

    ..grüßt dich Monika

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    • liebe Monika,

      die Natur braucht uns (vielleicht) nicht, aber wir sind Teil von ihr! Wenn wir in die Verbindung gehen, wird dies klar spürbar, wie auch die Natur, das Land ein Spiegel für unsere Seele sein kann, wenn wir aufmerksam schauen und lauschen und spüren …

      ich stimme dir zu, was du zu den Menschen und dem Spiegel im anderen schreibst, auch wenn es manchmal schwer ist auszuhalten …

      herzliche Grüße
      Ulli

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    • lieber Emil, du bist Teil dieser Welt und wie ich finde, ein sehr feiner Teil davon, es macht mich traurig, wenn ich deine indirekte Abwertung lese …
      wie die Welt wirklich ist, kann ich auch nicht sagen, ich kann sie nur beschreiben und fotografieren, wie ich sie wahrnehme und das ist wohl mit diesem Satz gemeint oder so verstehe ich ihn …
      danke für deins
      herzliche Grüße
      Ulli

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      • Oh nein! Keine Abwertung, nichtmal indirekt!

        Wenn die Welt wäre, wie ich bin, dann:
        a) wären alle anderen Menschen auch wie ich
        b) gäbe es für mich wenig zu entdecken

        Aber Du bringst mich auf eine Idee: Wenn sowohl ich als auch die Weld Fraktale sind … Unter dieser Annahme hoffe ich dann doch, daß die Welt als ganzes ein Fraktal ist und ich als Teil der Welt bin es dann auch. Also ist die Welt doch wie ich, ich bin wie die Welt. Wenn fraktal …

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  8. Wenn die Welt so wäre wie ich bin, würde ich verzweifeln. Zum Glück ist sie anders. Jedes Mal wenn ich aus dem Fenster schaue. Und wahrscheinlich sind es immer nur Bruchstücke von mir selbst, die ich darin zu erkkenen vermag. Um dann immer wieder erstaunt festzustellen, dass frei nach John Lennon, Leben das ist, was passiert, während man andere Pläne hat.

    Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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    • lieber Florian, auch bei dir lese ich eine kleine Abwertung deiner selbst, wie ich gerade schon an Emil schrieb, jeder von uns ist Teil dieser Welt, mit einer ganz eigenen Melodie und du singst eine sehr feine, wenn ich an deinen Blog, deine Bilder und Kommentare denke-
      das Zitat ist, wie ich jetzt bemerke, sehr missverständlich und Klausbernd und Dina haben es gut auf den Punkt gebracht, wie ich ihn verstanden habe und er wohl richtig heißen müsste:
      “Was wir sehen, ist nicht, was wir sehen, sondern was wir sind.” (Fernando Pessoa)

      good days, good ways wünsche ich dir von Herzen
      Ulli

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      • Auch ich meinte das nicht abwertend bezogen auf mich. Wenn die Welt aber so wäre wie ich, würde der Ausblick irgendwann anfangen zu langweilen. Und mein Rennen & Suchen & Finden wäre einfallslos.

        Du weißt, wie sehr ich Pessoa beachte & er begleitet mich schon ein ganzes Leben lang. Für mich macht Pessoa immer Sinn, gibt Sinn & ist das Benzin in meinem Hirn, damit es unbedingt & immer arbeiten kann.

        Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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  9. Das sind spannende Gedanken hier, liebe Ulli.
    Und mir gefällt, wie unterschiedlich argumentiert wird.
    Für mich könnte der Satz gelten: diese gemeinsame Welt durch meine Sinne, meinen Verstand, meine Urteile, Möglichkeiten und Grenzen wahrgenommen, erfahren und beurteilt.
    Danke Dir,
    mb

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  10. Ein schönes Zitat, das zum Nachdenken anregt – kein Wunder, es ist ja auch von Pessoa bzw. von deiner Freundin abgewandelt. Ja, wir sehen (die Welt) durch unsere subjektive Brille und je nach Stimmungslage sehen wir sie heute vielleicht ganz anders als gestern oder morgen. Das sollte man sich vielleicht öfter mal vor Augen halten, denn die Welt ändert sich ja nicht, nur weil wir sie anders sehen. Die Welt ist, wie sie ist (und wie wir sie mitgestalten, aber – wie hier schon gesagt wurde – wir sind ja nur ein Teil von ihr).
    Dein Fensterfoto mit der wehenden Gardine mag ich sehr, das untere aber auch, vor allem wegen der Farben! Gruß aus der Tal- in die Bergwelt!

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    • liebe Ute,

      ja, so habe ich den Satz eben auch verstanden und ich habe mich über Dinas Richtigstellung sehr gefreut, denn irgendwie hakelte auch bei mir immer wieder etwas. Ich freue mich überhaupt über die rege Kommunikation, die dieses Zitat ausgelöst hat – danke auch für deins dazu 🙂
      das Foto mit der wehenden Gardine habe ich gerade als Desktopschoner und manchmal wehen sie wirklich … 😉 – das andere hat mich auch wegen der Farben gelockt, aber damit es wirklich scharf wird, hätte ich ein Stativ gebraucht, trotzdem mag ich es auch so …

      nieselregnerische Berggrüße
      Ulli

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