im Wind – in the wind

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Es kreisen die Jahre vom Frühling zum Sommer, zum Herbst, zum Winter, zum Frühling, zum Sommer, zum Herbst, zum Winter … und wieder blühen die wilden Wiesen, werden die gezähmten gemäht; ist es an der Zeit die zauselige Arnika zu pflücken, den Thymian zu ernten, die Rosen zu riechen. Jahr für Jahr sammel ich den Sommer in Dosen und Säckchen hinein, halte ich die Schönheit in Bilder und manchmal in Worten fest, nur die Gerüche der Sommerwiese kann mir kein Heublumenkissen ersetzen. Gerüche sprechen vom Augenblick, von Flüchtigkeit. Heute genießen, morgen sind sie verweht. Heute, diesen Tag, in seinem Werden und Vergehen leben, nicht mehr und nicht weniger, denn morgen … bin auch ich verweht.

The years are circeling from spring to summer, to autumn to winter, to spring, to summer, to autumn, to winter … the wild meadows are flowering again, the tamed ones get cutted; it is time to pick the unkempt Arnica, to gather the thyme, to smell the roses. Year by year I`m collecting the summer into tins and little sacks, I`m holding the beauty in pictures and sometime in words; only the smells of a summertime-meadow will not get replaced of a cushion, filled with meadowflowers. Smells are talking about the moment, about fleetingness, to enjoy them today, tomorrow they will blowed away. To live today, just this day, in its becoming and going, not more, not less, because tomorrow … I will be blowed away, too.

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10 Gedanken zu „im Wind – in the wind

  1. Liebe Ulli,

    genießen, den Moment auskosten, das ist gerade auch in unserem Alter die einzig logische Maxime des Tages. Wir haben die Wasserscheide zum Alter längst überschritten und was uns an Zeit fehlt, müssen wir durch Intensivität des Erlebens kompensieren.

    Liebe Grüße

    Achim

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    • lieber Achim, ja, das stimmt, mit dem zu tanzen was ist, heißt eben auch mit den fortgeschrittenen Jahren Rechnung zu halten … und ganz ehrlich, ich möchte nicht ein Jahr jünger sein …

      herzliche Grüße
      Ulli

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    • vielen Dank, lieber Klausbernd, ja, Wind hat Leichtigkeit im Gepäck, bei Stürmen sieht es schon wieder ganz anders aus, nicht wahr?!
      liebe Grüße ans Meer vom Sonnensommerberg
      Ulli

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  2. Nur das Heute zählt, bei allen Widrigkeiten, die es vielleicht auch bereit hält … denn morgen ist dieses Heute bereits wieder Vergangenheit. Bei Deinem Text, liebe Ulli, beschleicht mich fast eine kleine Hochsommer-Melancholie 😉
    Viele Grüße
    dm, und auch von mb

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  3. Schön geschrieben!
    Ich habe schon mehrfach versucht den Habicht auf dem Schauinsland abzulichten. Er ist immer zu hoch und zu schnell für meine Kamera. Dann kreist und kreist er über mir oder den Wolken und ich fühle mich verlacht von seinen schrillen Rufen. (Na ja, ich sollte mich nicht so wichtig nehmen, 😉 )

    ..grüßt dich Monika

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    • liebe Monika, ja Vögel zu fotografieren ist wahrlich nicht einfach, als ich diesen Bussard ablichtete, habe ich mir ein 500er Tele gewünscht, mein 200er reicht eben nicht wirklich … und man muss lange still stehen und warten oder sitzen, was ich auf meinen Spaziergängen selten mache … dafür bin ich jetzt mal zufrieden …

      liebe Grüße ins Tal vom sonnigen Berg
      Ulli

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  4. Mit dem Wind gehen. Egal ob von vorn oder hinten oder aber immer von der Seite. Dann ankommen im grünen Gräsermeer. Hinlegen, riechen & die Blicke verlieren sich in einem schier unendlichen Himmel. Der perfekte Moment. Einen kleinen Augenblick nur. Tief in der Seele aber bleibt er. Dieser wunderbare Moment!

    Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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    • Lieber Florian,

      heute … Nachhausekommen nach einem langen Tag hinter den Töpfen, dann mal im Blog vorbeischauen und sooo viele wunderbare Kommentare von dir vorfinden, DAS hat mir gerade ein Lächeln ins müde Gesicht gezaubert – vielen, vielen Dank dafür 🙂 – und nun zieht ein Gewitter über den Berg und ich werde den Moment genießen, zwar nicht mit einem Gin, aber es geht ja auch ohne … 😉

      herzlichste Grüße
      Ulli

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