die Melancholie und das Meer – the melancholy and the sea

0031ab 07.01.13 waldschiff
Es ist eine Traurigkeit.  Eine, die keinen grauen Himmel braucht, keinen Verlust, keine Kränkung. Die sich Raum nimmt. Grundlos. Scheinbar. Manchmal. Die nichts weiter will, als ihre Tränen mit dem Bergbach mischen, eins mit ihm zum Meer zu strömen.
Ist uns deswegen das Meer
auch Melancholie?

There is a sadness. One, which is needing no grey sky, no loss, no hurt. Which is taking space. Baseless. Apparently. Sometimes. Which is wanting anything else, than to mix its tears with the stream, agreeing with it  pouring into the sea.
Is it why the sea is melancholy, too
to us?

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13 Gedanken zu „die Melancholie und das Meer – the melancholy and the sea

  1. Du bist auch gerade am Meer, Ulli, wie ich. Soso ist bei den (zu lauten) Geräuschen und ich bei der Stille. Alles am selben Abend. Solche „übergreifenden“ und verbindenden Gedanken faszinieren mich und machen mich froh, auch wenn wir alle gerade nicht unbedingt vor Freude überschäumen.
    Tränen soll man ihren Lauf lassen, auch scheinbar grundlos. Hab einen schönen Abend! Melancholische Grüße aus der roten Welt.

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  2. PS (bin die Spezialistin dafür, lach): Das Bild ist wunderschön, ein schwebendes Papierboot mit Federsegeln. Daraus würde ich mir gern ein Kleid machen lassen. Das Bild lässt mich an die Grattage-Bilder von Max Ernst denken, dem übrigens derzeit eine Ausstellung in Riehen, in der Fondation Beyeler, gewidmet ist.

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    • du Liebe, hatte ich nicht nach Brühl im Mai beschlossen jetzt erst einmal keine Max Ernst Ausstellung ehr zu besuchen? und dann las ich von der Ausstellung im Beyerle und klar … es zieht mich … vielleicht könnten wir ja gemeinsam … ich liebe diesen Ort sehr, auch den Park drumherum und überhaupt … sind allerdings Schweizer Preise- seufz … aber das soll mir dann mal egal sein!
      freut mich total, dass dir das Bild gefällt! 🙂

      was du zu den übergreifenden Gedanken und Gefühlen schreibst, das schätze ich auch immer sehr, Jung nannte es Synchronizitäten, sie machen, dass ich mich verbunden fühlen kann, eben auch mit den Menschen, mit denen ich es ja nicht immer so einfach habe 😉

      überschäumende Freude … die erlebe und teile ich mit meiner Enkelin, ihre Unschuld ist ansteckend und dann weiß ich, dass alles in mir wohnt und alles zu seiner Zeit einen Ausdruck bekommt, wenn ich nur offén bin und bleibe …
      und jetzt lese ich mal noch in aller Stille die Gedanken von Soso 🙂

      hab einen feinen Abend
      gaaanz herzlich
      Ulli

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    • ja auch … mir gefällt gerade das Wort Tiefenschärfe in diesem Zusammenhang sehr gut, danke dir!
      und auch dich grüße ich nun gaaanz herzlich und schlendere nun mal rüber, in die Welt der Sofasophien 😉
      Ulli

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  3. Mein papiernes Boot
    Deine Segel aus Flaumfedern
    Fliegen mit dem Wind
    Und trotzen ihm
    Keine Böschung, kein Schilf
    Kann uns aufhalten
    Zwischen Herbst und Paisley
    Trägst du mich.

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    • das ist wirklich ein feines Muster! wenn es dazu noch in dezenten Farben daher kommt, einer meiner Lieblingsschals ist so gewebt …
      Persien… das klingt für mich immer nach alter Weisheit, wie schade es doch ist, dass es heute Iran heißt, seufz …
      danke dir für deine Antwort und habs heute ganz fein

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  4. Mir ist das Meer alles – Melancholie und Heiterkeit, je nach Befinden. Aber immer weitet es mein Herz. Ich liebe es, an stürmischen Tagen am Meer entlangzulaufen – es erscheint mir dann wie mein zweites Selbst. Ich war schon sehr, sehr lange nicht mehr am Meer. Meine Besuche auf Gran Canaria zählen nicht – das Meer meine ich nicht.
    Liebe Grüße von Elvira

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    • liebe Elvira,
      ja, mir ist das Meer auch mehr, als nur Melancholie, deswegen schrieb ich im Text AUCH …
      mich hat es nun auch schon zweieinhalb Jahre nicht mehr gesehen, ob ich dieses Jahr einen Abstecher mache? Mal schauen … ansonsten im nächsten Jahr, ich würde soooo gerne mal in die Bretagne reisen-
      deinen letzten Satz aber verstehe ich nicht ganz, was meinst du mit Gran Cranaria und das du dieses Meer nicht meinst?
      habs fein
      herzlichst Ulli

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  5. Ich meine nicht das touristenüberfüllte Strandmeer (wie bei meinem Bruder), das nur nach Sonnenmilch riecht und seinen eigenen Geruch nicht mehr verströmen kann. Mein Meer ist das am einsamen Strand, dem wilden Strand, an dem ich stundenlang laufen kann ohne andere (oder nur sehr wenige) Menschen zu treffen. Dort, wo das Meer nach Meer riecht, nach Salz, nach Algen, würzig. Wo Holz angespült wird, Muscheln und glänzende Steine (die ihren Glanz verlieren, sobald sie trocken sind), dort, wo Krebse und anderes Getier ungestört – nur beobachtet – ihre Wanderungen unternehmen können. Mein Meer ist ein Fleck, an dem ich auch sitzen kann um stundenlang den Wellen zu lauschen und in die Ferne zu schauen. Ach, ja!

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    • uh ja, liebe Elvira, solch ein nach Bademilch riechendes Meer ist auch nicht meins, nein, nein … aber so eins, wie du es beschreibst, da bin ich sofort mit dabei!
      danke dir
      genieße das Wochenende
      herzliche Grüße

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