Zeit und Raum – time and space

81aa 10.02.13 zeit

© Ulli

„Der Zeit ist es egal“* … all dieses Gebären, Sein und Sterben. Sie ist, sie ist nicht. Tick-tack, tick-tack. Spielerisches Sein von Dehnung und Schrumpfung. Welch einen großen Mund sie hat, wie sie Leben verschlingt, geliebte Menschen mit sich reißt, Moden und Geist! Wie sie nagt und Falten wirft. Erbarmungslos schreitet sie voran, Spuren hinterlassend, bis auch diese der Wind verweht. Im Raum nimmt sie ihren Platz und verschwindet hinter den Wolken. Nichts. Es ist. Es ist nicht. Tick-tack, tick-tack. Sekunden, Tage, Wochen, Jahre schreiten voran. Der Enge des Raumes Weite schenken, der Weite Grenzen … Nichts bleibt, nichts geht verloren, ob ich mich noch erinnern werde … später?

*(aus dem Film „Antonias Welt – out of the film Antonias world)

„The time doesn’t matter“* … about all this bearing, being and dying. It is, it is not. Tick-tock, tick-tock. Playful being of stretching and contraction. What a big mouth she has, how she devours life, enthrals loved people, fashions and mind! How she is gnawing and buckling. Marching on pitiless, leaving behind tracks, until the wind will blow them away. In the space she is taking place and disappears behind the clouds. Nothingness. It is. It is not. Tick-tock, tick-tock. Seconds, days, weeks, years are moving forward. Donating open space to the tightness of the space, to the open space boarders … nothing stays, nothing get lost, will I remember … later?

81a 10.02.13 zeit

© Ulli

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27 Gedanken zu „Zeit und Raum – time and space

  1. sehrsehr berührend. die bilder auf dem kleinen phone-display wirken verrückt surrealistisch. bin gespannt auf groß (morgen dann).
    tja, die zeit! 🙂
    zeit zum schlafen jetzt! sleep well!

    greez, soso

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  2. Ich kapiere diese Sache mit der Zeit nicht. Es gibt da so eine Theorie in der Physik, die besagt, dass Zeit tatsächlich zeitlos ist, also dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig existieren. Ich kapiere es nicht. Und dass diese chronologische Abfolge, die wir empfinden, eine Eigenheit unseres Gehirnes sei. Ich frag‘ noch einmal meinen Mann und recherchiere, dann schreibe ich vielleicht darüber.

    Die Zeit kommt mir in deinem vor wie eine belustigte Zuschauerin … Ob sie selbst auch atmet und sie sich deshalb weitet und krümmt? Sind wir Leben im Leben im Leben im Leben?

    Deine Bilder sind ungeheurlich toll. Hätte ich ein Büro oder eine Praxis, ich würde eines von beiden nach passender Ausstattung aufhängen. Beide Bilder würden passen: Wir in Selbsterkenntnis [mit Spiegel] oder Wir als Wesen, die nach Lösungen suchen [die Tür] … Danke.

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    • ich kapiere die Zeit auch nicht, als ich von dieser Theorie hörte und begann über sie nachzudenken wurde mir schwindelig. Eben … unser menschliches Gehirn kann es nicht fassen … aber es würde so manches Phänomen bei den schamanischen Reisen erklären … m …

      ich glaube auch nicht, dass sie selbst all das tut, es ist nur so, wie wir es empfinden, wie ich anfangs schrieb: der Zeit ist es egal …

      es gibt so eine kleine Geschichte aus dem tibetischen Buddhismus, da träumte ein Mann er sei ein Schmetterling, als er erwachte, fragte er sich, ob er der Mann ist, der geträumt hat er sei ein Schmetterling, oder ob er ein Schmetterling ist, der gerade träumt ein Mann zu sein …

      dass du eins der Bilder aufhängen würdest ehrt mich sehr, danke dir, liebe Sherry und hab einen feinen Tag
      herzliche Grüße Ulli

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      • Liebe Sherry und Ulli,
        solltet Ihr Lust und Zeit haben, Euch näher mit der „Zeit“ zu beschäftigen, kann ich Euch zwei Bücher empfehlen, die mir einige Gedanken zu ihr näher gebracht haben:

        Kurt Weis: „Was ist Zeit?“ (ISBN 3-423-30525-8)

        Hans Michael Baumgartner (Hrsg.): „Zeitbegriffe und Zeiterfahrung“ (ISBN 3-495-47799-3)

        Herzliche Grüße, mb

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      • liebe mb, beide bücher stehen jetzt auf meiner liste, vielen dank, ja es interessiert mich wirklich, ich stocher auch auf dauer nicht gerne im ungewissen- aber nun liegt neben meinem bett: quantensprung des denkens … schauen wir mal …

        liebe grüße zur guten nacht
        ulli

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    • ich glaube nicht, dass sie sich bewegt, sie ist und ist nicht – tick-tack, tick-tack … wir bewegen uns und hauchen Dingen und Phänomenen ein eigenes Leben ein, vielleicht um sie begreifbarer zu machen …

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  3. Schöne edle graue Bilder. Mag ich sehr , besonders das erste Bild, mit dem fast mittigen Blickfang spricht mich besonders an. Es bietet einen Ruhepunkt fürs Auge, während ich mich im zweiten Bild in der Hin- und Herspringere der Augen verliere.

    Liebe Grüße, Szintilla

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    • liebe Tilda, das stimmt, sie scheint schneller zu vergehen bei weniger Aktivität, auch wieder so ein Paradox des Lebens.
      Über Zeit nachzudenken, wenn wir es in der Linearität tun, ist wirklich nicht schwer, nur wenn wir uns darüber hinaus mit ihr beschäftigen.
      Manchmal macht es mich traurig, dass ich älter geworden bin, manchmal genieße ich, denn wenn ich ehrlich sein will, dann wollte ich nicht mehr 20, 30, 40 … sein jede Phase birgt ihre Höhen, Tiefen und Erkenntnisse und das macht für mich das Leben spannend.

      hab einen guten Tag
      herzliche Grüße Ulli

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  4. Physikalisch verstehe ich Zeit auch nicht.
    Aber da ich in ihr lebe bin ich ihr ständig ausgesetzt und empfinde sie.
    Ich kenne den Film nicht, aber nach der Lektüre des Inhalts schreibe ich ihn auf meine Wunschliste.
    Ein eindrucksvolles Bild hast du dazu erstellt, Ulli! Ich mag die Perspektive und Tiefe.
    Einen schönen Tag wünscht dir Susanne

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    • liebe Susanne, er gehört zu einem meiner Lieblingsfilme – letztlich sind aber in diesem Artikel nur die ersten zwei Sätze auf ihn bezogen, der Rest war meins …
      Im Film selbst geht es nur indirekt um die Zeit, mehr um Antonia … mehr verrate ich nicht 😉
      fein, dass dir die Bilder gefallen
      liebe Grüße Ulli

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  5. Erinnert mich (vor allem das obere Bild) – trotz zumindest größtenteils geschlossenen Raums – an eine der schönsten, nämlich die kleine Stadt. Verrückt, ich hätte nicht gedacht, dass es bei Collagen auch Handschrift geben kann.

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    • guten morgen, liebe eukapirates, ich glaube handschrift gibt es überall, in der malerei ist es klar, aber ich sehe sie auch auf fotos und bei collagen, wenn ich an max ernst denke, auch –
      zurzeit sind die kleine stadt und ihre bewohnerInnen im winterschlaf, der dauert bekanntlich nicht ewig 😉
      zu den pflastersteinen von uta … ich schrieb ihr schon, dass ich die hätte gut gebrauchen können, es dauerte nämlich ewig bis ich einen passenden „boden“ fand

      liebgrüß ulli

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  6. Die Bewegung im oberen Bild gefällt mir besonders gut. Es entsteht wirklich der Eindruck als bewegten sich die Flächen auf den Betrachter zu und wieder weg. ~ eine LaOla ~ Welle zu Papier gebracht!.

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