Aus der Zeit gefallen

65 01.02.13 friedhof

Aus der Zeit gefallen, kein Rahmen hält. Gestern mit Heute verwoben, gegen das Vergessen. Kalt ist es der Närrin geworden, nasse Füße hat sie bekommen, schwer wurde ihr Gang. Zeit für sie Nachhause zu gehen. Der Rucksack der Erinnerungen lastet schwer auf ihren Schultern. Zeit ihn abzunehmen. In der scheinbaren Sicherheit ihrer vier Wände den Inhalt zu studieren. Seite für Seite. Scheinbare Sicherheit … Verderben, Hunger, Tod und Gemetzel schlichen sich langsam heran. Immer fußt es auf Vorangegangenem. Nur den Blick nach vorne zu richten war keine Lösung, die den Alpträumen des Vergangenen Einhalt geboten hätte. Es nagt im Untergrund. Wenn die Dämme brechen, werden die Schreie gewaltig sein.

for my English reading guests … ( before I`ll try to translate I have to say, that it will not be easy, because my textes are not written in the alldayway of speaking, but my English is alldaytalk … okay, I`ll try my best. Nevertheless it will be a good training-)

Falling out of time

Falling out of time, no frame was holding. Yesterday interweaved into today, not to get unremembered. The fool became cold, wet feet as well, heavy became her gait. Time to go home. The backpack of memories burdens on her shoulders. Time to remove. To study the content in the apparent security of her four walls. Page by page. Apparent security … ruin, hunger, death and massacre moved along quietly and slowly. Always based on what happened before. To look ahead always, was no solution to stop the nightmares of the past. It gnaws in the underground. If the dikes will break, the scream will be colosally.

66 01.02.13 die närrin geht nachhause

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17 Gedanken zu „Aus der Zeit gefallen

  1. Liebe Ulli,

    ich denke, dass ein Mensch ohne Vergangenheit auch keine Zukunft haben kann… in sofern spach mich deine Zeile des nur Vorwärts schauen „geht nicht“ auch sehr an.
    Ich bin auch froh über meine Vergangenheit, jedes Jahr lerne ich etwas manchmal menschliche Dinge und manchmal sammle ich Wissen an.
    Vielleicht bedeutet das Altern eine Kombination aus Wissen und Weisheit ansammeln.

    Einen schönen Dienstag wünscht dir Susanne

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    • „Vielleicht bedeutet das Altern eine Kombination aus Wissen und Weisheit ansammeln“, das glaube ich auch, liebe Susanne – wenn ich meine Vergangenheit und die Geschichte der Gesellschaft zu mir nehme, dann kann ich daraus etwas Neues wachsen lassen- ein Jahr ohne lernen, ohne Neu ist für mich unvorstellbar … da bin ich doch froh, dass es in mir eine Triebfeder gibt, die immer weiter will!

      übrigens ist heute dein Buch angekommen, das werde ich heute Abend in aller Ruhe genießen, freue mich darauf

      liebe Grüße Ulli

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      • Guten Morgen, liebe Ulli,
        ich hoffe du hattest einen schönen Abend mit den Dämonen. 🙂
        Es ist für mich auch unvorstellbar, nicht mehr zu lernen. Es inspiriert mich und ist ja auch eine meiner Triebfedern.
        Liebe Grüße und einen schönen Tag wünscht dir Susanne

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      • guten Morgen, liebe Susanne,
        das Dämonenbuch ist wunderbar, es wirken Text und Bilder nach und ich habe es bestimmt nicht das letzte Mal in den Händen gehalten … gefreut habe ich mich auch über deine Unterschrift im Buch. Ja, es ist ein Kleinod für mein Bücherregal!

        Leben ohne immer weiter zu lernen hieße für mich nicht zu leben …
        enjoy this day
        herzliche Grüße Ulli

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    • Liebe Uta,
      die Pause war unbedingt notwendig, die Pause vom Schicksal unserer Großmütter und Mütter und ihrer Zeit, jetzt geht es mir schon wieder besser-
      ich grüß dich herzlich
      Ulli

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  2. Nur nach vorne schauen ist in der Tat keine Lösung. Wenn wir aus der Vergangenheit keine Schlüsse ziehen, nichts aus ihr lernen, und gewonnene Erkenntnisse nicht in die Zukunft tragen, werfen wir wertvolles Lebenspotenzial über Bord. Auch wenn das Anschauen der ganzen Problemsteine, die uns aufgeladen wurden oder die wir uns selbst aufgeladen haben, eine langwierige und mühsame Arbeit ist, so ist es doch eine notwendige, um den einen oder anderen Stein mit Vergebung (anderen oder sich selbst) ablegen zu können.

    Ich wünsch dir ein gutes Sortieren der angesehenen Dinge.

    Liebe Grüße, Szintilla

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    • liebe Szintilla, mir gefällt das Bild der Steine, dass du zeichnest, ausgesprochen gut … ja, manche sind groß und schwer, aber mit der richtigen Technik kriegt man auch die vom Herzen gerollt – da habe ich jetzt gleich wieder eine Bilderidee … danke dir
      und sei lieb gegrüßt
      Ulli

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    • ach, es freut mich immer wieder sehr, wenn meine Arbeiten inspirierend sind … und du hast natürlich Recht, Mützenfalterin ist auch oft sehr inspirierend, du, liebe Eukapirates, allerdings auch 🙂
      herzliche Grüße Ulli

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  3. Liebe Ulli,
    beide Bilder haben mich sofort angesprochen! Ich mag das Düstere und das Offene daran. „Offen“, weil ich – lange bevor ich mich Deinem Text widmete – ganz eigene Stimmen und Geschichten zu den Bildern hatte.
    Bei Deinem Text dachte ich an die „Großmütter“, bzw. daran, dass Du von DEINER Großmutter schreiben würdest. Aber das mag daran liegen, dass ich für Dein Projekt gestern einige Gedanken zu meiner Oma (das passt derzeit etwas besser für mich, als Großmutter) aufschrieb und daher ein Bild von ihr lange vor mir auf dem Schreibtisch lag …
    Danke für die Bilder und den feinen Text,
    herzlich, mb

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    • liebe mb,
      du hast das schon richtig erspürt, dass dieser Text etwas mit meinem Projekt zu tun hat.
      Ich für mich schreibe und denke auch an meine Oma, nicht an Großmutter, darüber habe ich schon nachgedacht, Großmutter klingt ziemlich erwachsen, während die Oma in meiner Kinderseele wohnt, wohin sie auch letztlich gehört, sie verstarb als ich gerade 8 Jahre alt war.

      es freut mich sehr, dass du eigene Geschichten in die Bilder weben konntest

      vielen Dank für deins und hab einen feinen Abend
      herzlich grüßt dich Ulli

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  4. Thanks Ulli for the translation.
    Thoughts and feelings are always hard to put into words, all the more when you have to translate them into a non mother tongue language.

    Looking at these pictures I get a feeling of remorse, a regret for something that I should have done in the past and I didn’t.

    Waiting for death
    like a cat
    that will jump on the
    bed

    I am so very sorry for
    my wife

    she will see this
    stiff
    white
    body
    shake it once, then
    maybe
    again

    „Hank!“
    Hank won’t
    answer.

    it’s not my death that
    worries me, it’s my wife
    left with this
    pile of
    nothing.

    I want to
    let her know
    though
    that all the nights
    sleeping
    beside her

    even the useless
    arguments
    were things
    ever splendid

    and the hard
    words
    I ever feared to
    say
    can now be
    said:

    I love
    you.

    Confession – Charles Bukowski

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    • what a sad poem of Bukowski, sad, because he can say now “I love you” short time before he will die … let us take the chances here and now, it could be too late tomorrow …

      thanx a lot for your resonance
      heartly regards Ulli

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  5. Pingback: von Fokus, Prioritäten und Blickwinkeln – about focus, priorities and angles of view |

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