mache es anders

Lass Dich fallen.

Lerne Schlangen zu beobachten.

Pflanze unmögliche Gärten.

Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein.

Mache kleine Zeichen die „JA“ sagen und verteile sie in Deinem Haus.

Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.

Freue Dich auf Träume.

Weine in Kinofilmen,

schaukle, so hoch Du kannst mit Deiner Schaukel bei Mondlicht.

Pflege verschiedene Stimmungen,

weigere Dich „verantwortlich zu sein“

tue es aus Liebe.

Glaube an Zauberei, lache eine Menge.

Bade im Mondschein.

Träume, wilde phantasievolle Träume.

Zeichne auf Wände.

Lies jeden Tag.

Stell Dir vor, Du wärest verzaubert.

Kichere mit den Kindern. Höre den alten Leuten zu.

Spiele mit allem.

Unterhalte das Kind in Dir, Du bist unschuldig.

Baue eine Burg aus Decken, werde nass, umarme Bäume,

schreibe Liebesbriefe.

von Joseph Beuys

diesen Text bekam ich gestern von einem lieben Freund zugesendet und nun sitze ich hier und denke, wie schrecklich erwachsen ich doch geworden bin ;o) – nichts gegen das erwachsen sein, nein, nein, das muss schon sein, aber ein kleines bisschen wieder mehr Kind sein, ein kleines bisschen mehr wieder verrückt, albern,lustig sein, das würde mir schon gut stehen…

am meisten hat mich berührt: weigere dich verantwortlich zu sein, tue es aus „Liebe“…wahrlich das könnte die Welt verändern, denke ich gerade…

meine Arbeit aus Liebe tun, die besonders… alle Alltagsarbeiten aus Liebe tun, statt aus der Pflicht heraus, dann wird  viel Freude geboren,  so dünkt es mir…

Liebe und Freude, welch ein wunderbares Paar!

Doch, doch… manches habe ich mir bewahrt, so die Liebesbriefe zu schreiben, unmögliche Gärten zu bauen. Kleine Zeichen des „JA“ wohnen in meinem Haus, ich lese jeden Tag, ich liebe es im Mond zu baden, ich freue mich auf meine Träume, das Kind in mir unterhalte ich, aber ja, es war und ist unschuldig!

Mutig träumen, statt kleinkariertem Leben… mache ich es also anders und gleich heute fange ich damit an!

13 Gedanken zu „mache es anders

  1. Pingback: und dies noch … « Sofasophien

  2. Wenn man mit seinen Sinnen pfleglich umgeht, heißt das auch, sich zu öffnen. Will ich auch im neuen Jahr. Oft macht man die Tür zu mit: versteh ich nicht, ist doof.

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  3. Pingback: Sammelmappe » Blog Archive » Sonne statt Reagan

  4. https://guteskarmatogoblog.wordpress.com/2016/06/05/jeder-mensch-ist-ein-kuenstler-ein-gestohlenes-gedicht-das-jeder-einmal-gelesen-haben-sollte-3/
    „guteskarma“ hätte ihre Verachtung für das Werk von Beuys, mit dem sie sich wohl nicht näher beschäftigt hat, etwas milder ausdrücken können – aber ihr „Instinkt“ war richtig. Ich fand auch, dass das Gedicht nicht wirklich zu Beuys passt, und habe den wirklichen Ursprung deshalb einmal recherchiert (für meinen Beitrag vom 21.11.2016 / eingestellt am 14.06.2017). Das Netz macht es ja möglich.
    Der Satz „Jeder Mensch ist ein Künstler“ ist aber tatsächlich von Beuys, und er ist wirklich etwas sehr Wertvolles, das er nicht nur den Menschen, die seine – sehr zeitbezogene – Kunst nicht (oder nicht mehr) so gut verstehen können, mit auf den Weg gegeben hat.
    Dem, der sich sich doch etwas tiefer mit dem Phänomen „Beuys“ beschäftigen möchte, sei der aktuell in den Kinos gezeigte Dokumentarfilm empfohlen. http://beuys-der-film.de/
    Alle Menschen sind auf der Suche, jeder für sich, aber jeder auch im Kontext seiner Zeit und seiner Umwelt. Und wer sich, in welcher Form auch immer, ausdrücken kann, gehört zweifellos zu den Glücklicheren.
    Wünsche weiterhin inspirierende Wege und auch mal Nebenpfade, mit besten Grüßen
    Elisabeth

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    • Herzlichen Dank Elisabeth, der Film steht schon auf meiner Liste. Ich habe schon eine Menge von ihm gesehen und „über“ ihn gelesen, von ihm weniger. Klar, bei ihm scheiden sich die Geister, aber wenn man mal ganz ehrlich ist, dann scheiden sie sich bei Vielen, deswegen sein ganzes Werk abzuwerten erscheint mir persönlich als kleingeistig!
      herzliche Grüße
      Ulli

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  5. Liebe Ulli, ich hoffe, du hattest einen schönen Urlaub – und bist aber auch gerne wieder nach Hause gekommen, mit vielen neuen Eindrücken, die noch nachwirken und dich bereichern.
    An dem Film hat mir gut gefallen, dass der Regisseur sich sehr zurückgenommen hat und Beuys und seine Kunst selbst sprechen lässt. Es gibt ja viele Interviews und Filmdokumente, die er nutzen, sortieren und zusammenstellen konnte. Der Film enthält durchaus unterhaltsame und komische Momente. Zugleich hat es mich ein wenig „erschreckt“, wie lange diese Zeit und die damalige Aufbruchsstimmung nun schon zurückliegen und wie wenig von der künstlerischen und politischen Dynamik übrig geblieben ist.
    Ich freu‘ mich auf deine nächsten Beiträge!
    Beste Grüße
    Elisabeth

    Gefällt 1 Person

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